24 - Season 6
Wieder einen Tag mit Jack Bauer überstanden. Wieder mal hat ein Mann against all odds die ganze Welt gerettet. Wie macht der Typ das nur? Kommt nach 20 Monaten Extreme Shihatsuing aus China zurück, wird nahezu übergangslos in den aktiven Dienst übernommen (sischa dat

), stellt sich gegen alles und jeden, behält IMMER Recht und rul0rt einfach nur derbst die Exkremente. Nix und niemand hat eine Chance gegen JB.
24 hat mittlerweile wirklich jeden Anspruch von Realismus über Bord geworfen. Das hier ist reines Actionkino in massivster Überlänge. Der Plot ist durchkonstruiert bis zu Gehtnichtmehr und wartet mit den haarsträubendsten Wendungen auf. Ist es deswegen schlecht? Nö. Ganz im Gegenteil zieht man sich eine Folge nach der nächsten rein und man muss sich regelrecht losreißen, wenn es dann langsam um 1 Uhr in der Nacht heißt, ins Bett zu gehen. Kaum eine andere Serie schafft das.
Schauspielerisch wird wieder ein angenehm hohes Niveau geboten, inszenatorisch ist die Serie ohnehin Spitzenklasse. Desweiteren ist da auch die nach wie vor recht einzigartige Kompromisslosigkeit, mit der die Serie den Figuren zu Leibe rückt. Es ist niemals klar, wer überlebt (abgesehen von Jack natürlich). So bietet auch diese Staffel wieder 2 ziemlich krasse Wtf-Momente.
Das einzige, was ich dieses Mal wirklich negativ ankreiden möchte, ist dieser bemühte Plot, der die letzten 6-8 Stunden füllen muss. Klar, die Hauptgeschichte war erzählt. Dumm, wenn man die eigene Show 24 nennt und deswegen gezwungen ist, auch 24 Episoden zu füllen.
8/10
The shadow within
Pseudo-Geister-Schwurbel aus Frankreich. Billig inszeniert, langweilig...nach 30 Minuten ausgeschaltet.
3/10
Der Informant
Große Komödie mit Matt Damon, die auf einer wahren Geschichte beruht...schreibt das Cover. Ich war zu keiner Sekunde auch nur amüsiert. Keine Ahnung wo hier der Gag sein soll. Hat mich ziemlich herb enttäuscht. Auch hier nach ca. 1 Stunde abgebrochen.
5/10
Braindead Zombies
Was es nicht alles in den Videotheken gibt. Südamerikanischer Amateurhorror mit deutscher Pimmel-Porno-Synchro. Geht um Zombies und...ach scheißegal. Ist 10 Minuten geradezu hilariös - das ist die Zeitspanne, in der man rafft, was man sich da eigentlich ausgeliehen hat. Dann unterhält der Film eine gute Stunde lang - das ist die Zeispanne, in der man sich über die ganzen Defizite amüsieren kann. Danach ist die Luft raus und man muss ausschalten - zumindest im nüchternen Zustand.
4/10
Babysitter Wanted
Gar net mal schlecht. Junges Collegegirl - sehr gläubig - nimmt einen Job als Babysitter an. Schon bald schleicht ein vernarbter Mann ums Haus und nach einiger Zeit ist er drin. Buhuhuuuu....
Was aber dann kommt, erwartet man so nicht wirklich. Sicher, der Aufhänger der Geschichte ist bescheuert ins Quadrat. Aber das macht seltsamerweise nix. Der Psychokiller hat ein nachvollziehbares Motiv und ist im Grunde gar nicht mal SOOO psycho. Viel wichtiger ist jedoch, dass unsere süße Hauptdarstellerin nicht die hilf- und orientierungslose Kirchgängerin ist, die man nach der Exposition erwarten würde. Im Gegenteil setzt sie sich auf geradezu vernünftige und angemessene Weise zur Wehr. Sowas hat man heutzutage in Horrorfilmen wirklich selten. Das letzte Mal habe ich das wohl bei House of Wax gesehen.
Schauspielerisch ist das Teil okay. Wenn man sich mit dem *hust* Twist anfreunden kann, ist das ein netter Horrorfilm für zwischendurch.
7/10
Saw VI
Seien wir mal ehrlich: In den 80ern hatte man mit Freddy, Jason und Michael 3 Horrorikonen, die mehr oder weniger phantasievoll über geschätzte zwölftausend Sequels panisch kreischende Teenies eliminierten. Zwei von diesen Killern hatten darüber hinaus ziemlich exakt 0 Persönlichkeit vorzuweisen. Diese Filme werden heute kultisch verehrt und in den höchsten Tönen gelobt, obwohl sie bei näherer Betrachtung auch nur Gülle sind (mehr oder weniger).
Heutzutage haben wir Saw. Ist mittlerweile in die 6. Runde gegangen - und im Grunde auch nix anderes als die oben genannten Serien. Allerdings gibt es einen Unterschied: Saw ist diesen Serien in Punkto Inszenierung, Abwechslung, Überraschungsmoment und Story haushoch überlegen. Wo die anderen nur mehr oder weniger zusammenhanglose Sequels rauspumpten, versucht Saw wenigstens, eine durchgehende Geschichte zu erzählen. Die mag jetzt vielleicht nicht 100%ig logisch sein, aber irgendwelche untoten Serienkiller sind das ganz sicher auch nicht. Über 3 Teile hinweg hat Saw eine Story aufgezogen, die - höflich ausgedrückt - gigantische Löcher aufwies. Diese Löcher wurden in den Teilen 4-6 zu ca. 90% gefüllt. Ob das von Anfang an geplant war, sei mal dahingestellt. Aber auch der vorliegende 6. Teil hat wieder seinen Beitrag dazu geleistet, die Jigsaw-Saga abzurunden und das Bild zu vervollständigen. Abgeschlossen ist da anscheinend noch nix. Allerdings stellt sich mir nach diesem Teil wirklich die Frage, wie es weitergehen soll, denn Jigsaw's Spiel scheint ja vorbei zu sein.
Im Großen und Ganzen gibt es wieder zwei Handlungsstränge: Ein nicht ganz so armes Opfer muss einen Parcours der Leiden überstehen und nebenher wird ermittelt bzw. die Geschichte um Jigsaw, Hoffmann etc. weiter beleuchtet. Natürlich interessiert der Opfer-Strang am meisten, kommen hier doch die ach so geliebten ideenreichen Apparturen zum Einsatz. Bis auf 2 Ausnahmen gibt sich Saw VI dabei sogar ziemlich brav, was die grafische Darstellung angeht - wenn man mal diverse Vorgänger als Maßstab anlegt. Denn nach wie vor ist die Saw-Reihe mächtig finster, was den Härtegrad angeht. Man kann von der Thematik halten, was man will, aber derzeit gibt es wohl niemanden, der Splatter und Gore krasser inszeniert, als die Saw-Macher. So manche Szene ist hier ganz schön igittigitt, auch wenn z.B. der Prolog als herrlich ironische Anspielung auf den aktuellen Schlankheitswahn verstanden werden kann.
Fazit: Ja, die Story ist nicht unbedingt sehr logisch. Ja, die moralische Botschaft ist fragwürdig. Aber let's face facts: Saw ist DIE Horrorserie des Jahrzehnts und dazu alles andere als schlecht. Der dritte Teil mag ein gravierender Ausrutscher gewesen sein. Aber sowas kommt in den besten Familien vor. Die anderen Teile können sich durchaus sehen lassen und Teil VI macht da keine Ausnahme.
7/10