Habe in letzter Zeit auch querbeet einige Filme geschaut. Zum Teil sind diese richtig gut gewesen:
Palmer (Apple TV)
Eddie Palmer (Justin Timberlake) kehrt nach einer 12-jährigen Haftstrafe in sein Heimatstädtchen in Louisiana zurück, wo er bei seiner Grossmutter Vivian (June Squibb) wohnt. Die Nachbarin "White-Trash" Shelly (Juno Temple) begrüsst den Neuling auf ihre eigene Weise. Sie hat einen kleinen Sohn, Sam (Ryder Allen), der lieber mit Prinzessinnen spielt und auch sonst etwas anders ist, als Palmer sich einen Jungen in dem Alter vorstellt. Als Shelly (mal wieder) für längere Zeit verschwindet, wird Sam bei Palmer einquartiert. Dieser hat, nach vielen Job-Absagen wegen seiner Vergangenheit, nun endlich eine Anstellung als Hauswart in der lokalen Schule ergattern können. Dadurch kann er auch dort ein Auge auf Sam werfen.
Palmer versteht sich immer besser mit Sam's Lehrerin Maggie (Alisha Wainwright). Gemeinsam kümmern sie sich um die Bedürfnisse des Jungen und die Verbindung zwischen Bub und Aussenseiter wird dabei stärker. Palmer, immer wieder mit seiner kriminellen Vergangenheit konfrontiert, blüht auf, wenn er mit Sam Milchshakes trinkt und ihn unter seine Fittiche nimmt. Doch dann taucht Shelly wieder auf. Drogenzerstört und vom Freund verprügelt, will sie Sam wieder zu sich holen und die Stadt verlassen. Um dies zu verhindern und dem Jungen das bestmögliche Leben zu bieten, stellt sich Palmer diesem Vorhaben in den Weg.
Habe es bereits im Apple-Thread geschrieben: Besserer Film als bislang alles was ich von Netflix gesehen habe. Die Story ist ziemlich klar, es gibt keine all zu grossen Überraschungen, aber alles fühlt sich irgendwie organisch und nicht übertrieben an. Es ist eine sehr schöne Aussenseiter-Geschichte, in welchen die beiden Hauptdarstellen mit allerlei Rechtfertigungen, Anfeindungen und Wiederständen zu kämpfen haben. Schön gemacht!
8/10
Prinz aus Zamunda 2 (Amazon)
Prinz Akeem (Eddie Murphy) aus dem Königreich Zamunda soll bald den Thron besteigen, da sein Vater (James Earl Jones) im Sterben liegt. Mit Lisa (Shari Headley) an seiner Seite und drei wunderbaren Töchtern gesegnet, muss sich der neue König nicht nur um das Wohl seines Landes kümmern, sondern auch schon um seine Nachfolge. Die muss, so sagt es das Gesetz, männlich sein, was Akeems Töchter schon mal disqualifiziert. Als er von seinem alten Berater (Arsenio Hall) zugesteckt bekommt, dass er damals in Queens (und vor der Begegnung mit Lisa) einen Volltreffer gelandet hat, packt er sich seinen Diener Semmi (Arsenio Hall) und düst ab nach Amerika. Er will seinen «Sohn» finden und zum Prinzen machen.
Bald schon hat Akeem diesen «Lavelle» (Jermaine Fowler) mitsamt seiner lauten Mutti (Leslie Jones) gefunden und ins Königreich gebracht. Vom Luxus überwältigt, beginnt der junge Mann nun die Vorbereitung auf eine royale Zukunft, die ihn auch mit der Tochter von General Izzi (Wesley Snipes) vermählen soll. Doch wie Akeem vor vielen Jahren sträubt sich auch Lavelle gegen die gesellschaftlichen Zwänge und hat eigene Vorstellungen, wie es mit der königlichen Regentschaft von Zamunda weitergehen soll. Dabei soll ihm König Akeem zur Seite stehen.
Ich habe den ersten Teil geliebt! Der Zweite hat leider nichts vom ganzen Zauber mehr übrig. War absolut biedere Kost. Keine grossen Lacher, keine gute Story, keine Charaktere, welche man ins Herz schliesst. Einfach alles auf Sparflamme. Und halt nicht wirklich lustig. Das einzige was mich ein wenig zum Schmunzeln gebracht hat, war der Auftritt von "Sexual Chocolate".
3/10
Wonder Woman 1984 (Sky)
Diana Prince (Gal Gadot) führt seit dem Tod von Steve Trevor ein zurückgezogenes Leben, doch setzt sie ihre Wonder-Woman-Superkräfte auch immer mal wieder ein, wenn fiese Diebe unschuldige Menschen bedrohen. Wenn Diana nicht gerade ihre Rüstung trägt, arbeitet sie am Smithsonian National Museum und kommt dort mit einem Gegenstand in Kontakt, welcher anscheinend Wünsche erfüllen soll.
Doch nicht nur für Diana ist dieser Gegenstand von Interesse, sondern auch für die Smithsonian-Mitarbeiterin Barbara Minerva (Kristen Wiig) und den Geschäftsmann Max Lord (Petro Pascal). Als alle drei je einen Wunsch erfüllt bekommen, hat dies gravierende Auswirkungen auf die Menschheit und den ganzen Planeten. Denn besonders Barbara und Max driften immer mehr ins Böse ab. Gleichzeitig realisiert Diana langsam, dass es gut ist, wenn man nicht alles hat, was man sich wünscht. Doch wird diese Einsicht vielleicht zu spät kommen?
Was für ein Müll! Bin froh, dass ich den Film nicht selber ausleihen musste... Die Story ist dämlich, der Bösewicht ist klasse gespielt (der Name könnte aber auch aus einem Lego-Film stammen), aber nun ja der Film macht einfach keinen Spass. Viele fragwürdige Momente, alles ist sehr langatmig und einige Animationen sind übel... Krass wie gross der Unterschied zum Vorgänger ist. Den dieser war sehr unterhaltsam.
3/10
Palm Springs (keine Ahnung wo gestreamt, war bei einem Kollegen zu Hause)
Nyles (Andy Samberg) hat ein Problem – und das ist nicht etwa die Tatsache, dass er seine Freundin Misty (Meredith Hagner) zur Hochzeit ihrer Freundin Tale (Camila Mendes) begleitet. Sondern vielmehr, dass er jeden Tag aufs neue durch die Feierlichkeiten muss, für die er längst keinen Anzug mehr überzieht. Denn seit er auf eine rötlich flackernde Höhle in der Wüste stieß, erlebt er immer wieder denselben Tag! Nach einem Ausweg sucht er schon längst nicht mehr. Stattdessen hat er es sich in seiner ganz eigenen Welt mit Hawaiihemd und Sonnenbrille einfach mal gemütlich gemacht. Doch dann bändelt er eines Tages mit Sarah (Cristin Milioti) an, die durch einen Zufall ebenfalls in der mysteriösen Höhle landet. Im Gegensatz zu Nyles hat sie allerdings nicht vor, auf ewig in der Unendlichkeit zu schweben...
Kannte den Film überhaupt nicht. Es ist eigentlich "Groundhog Day" in wärmeren Gefilden. Nur halt in der heutigen Zeit und mit einem verdammt coolen Andy Samberg. Cool sind auch die ganzen Ideen, welche eingeflochten werden. Dazu gibt es noch einige Überraschungen und man fiebert sogar am Ende richtig mit. Sehr empfehlenswert und für mich die Überraschung des Jahres! Ist ein Film, welcher ich mir auch auf BR gönnen würde. Eigentlich nichts weltbewegendes, aber er sagte mir einfach sehr zu (ähnlich wie damals bei The way, way back).
9/10