Wonderwoman
Bin doch mit einiges an Erwartungen rein, da mir 1. die Trailer ziemlich gut gefallen haben und 2. der Tenor, im Bezug auf die Qualität des Films ziemlich überschwänglich war. Den Start (und eigentlich allgemein die erste Hälfte) fand ich gelungen, wenn auch phasenweise etwas zäh und mit Schwächen im Detail versehen aber dennoch gelungen und mit Merkmalen gespickt, die mir wirklich Hoffnung gaben, hier einen der besseren Superhelden Streifen serviert zu bekommen.
Dann kam jedoch die Szene im Graben des Niemandslandes, bei der ich am liebsten mein Popcorn nach vor gen Leinwand geworfen hätte. Da schwadroniert man zuvor noch über die Gräuel des Krieges und webt diese (wenn auch ziemlich plump) in die Inszenierung ein und dann startet Mrs. Wonderwoman, nach einem Pathos geladenen Dialog, auch schon durch das Niemandsland um die armen Schweine, auf der anderen Seite (denen es genauso erging, wie jenen in dem Graben von dem sie kam) abzuschlachten, denn sie hat ja überspitzt Freedom, Justice and Love im Gepäck!
Man hätte dies ja noch gekonnt-ironisch verwerten können, mit einem Drall zum Schluss (auf den ich wirklich hoffte), indem man Ares zur Fiktion erklärt und Diana vor Augen führt, dass sie nun selbst Teil dieses schrecklichen Krieges, dieses sinnbildlichen Ares geworden ist, denn sie eigentlich erlegen wollte. Nein, man zieht lieber so eine dermaßen unreflektierte Scheiße über den 1. Weltkrieg ab. Im Ernst, wer denkt sich so einen Schwachsinn aus? Wenn man nicht dazu in der Lage ist, dieses Thema ordentlich zu behandeln, dann sollte man lieber gleich die Finger davon lassen.
Natürlich durfte zum Schluss die obligatorische und unheimlich mies inszenierte CGI Schlacht nicht fehlen, wo man sich doch während des restlichen Films noch vergleichsweise am Riemen riss. Wo aber blieb hier die geniale Inszenierung die noch ein Synder bei Men of Steel oder Batman v Superman zu verwirklichen wusste? Mir war beinahe ums Einschlafen.
Sorry aber das war nichts. Die zweite Hälfte von Wonderwoman war nur mehr zum Schämen.