Spotlight
Die katholische Kirche übt Macht und Einfluss aus, wie es nur wenige Organisationen vermögen. Wo so viel Kontrolle im Spiel ist, wird dies natürlilch auch gerne ausgenutzt, und so gibt es immer wieder Anschuldigungen und Vertuschungsgeschichte im Umfeld der Kirche. 2001 erhält das "Spotlight"-Redaktionsteam, welches unter der Leitung von Robby Robinson (Michael Keaton) für den Boston Globe investigative Storys verfasst, den Auftrag, einen etwas älteren Fall eines des Kindesmissbrauchs beschuldigten Priesters neu aufzurollen. Das Team findet schnell heraus, dass dieser Fall nur die Spitze des Eisbergs ist und gerät während seinen Nachforschungen in ein Netz der Ungerechtigkeit und Korruption.
Bei ihren Ermittlungen bekommen die mutigen Zeitungsleute natürlich nicht immer nur Unterstützung und werden immer wieder von hochrangingen Kirchenvertretern bedroht und eingeschüchtert. Die Arbeit setzt den taffen Journalisten auch persönlich ganz schön zu, da die Anzahl der vertuschten Fälle von Kindesmissbrauch viel höher ist als zuerst angenommen. Spotlight hat nun nicht nur die Verantwortung, die Bevölkerung wachzurütteln, sondern die Täter endlich zu entlarven und zur Rechenschaft zu ziehen.
Toller Film mit klasse Ensemble. Ich mag sowieso wahre Geschichten und dieser enttäuschte nicht. Was mich am meisten erstaunte, war die Machart des Films: Keine künstlichen Spannungsmacher und Lovestories. Einfach eine gute Geschichte ohne unnötiges Beiwerk. Sowas gibt es in der heutigen Zeit (leider) nicht mehr all zu viel.
8.5/10
Point Break
Nach einem Motorradstunt, bei dem sein bester Freund ums Leben kam, hat der Extremsportler Johnny Utah (Luke Bracey) sein Bike in die Ecke gestellt. Er will den wilden Zeiten entsagen und heuert deshalb beim FBI an. Doch seine Vorgesetzten können nicht viel mit ihm anfangen, weshalb er aus dem Ausbildungsprogramm ausgeschlossen zu werden droht. Doch jetzt kommt der Moment, in dem sich Utah beweisen kann: Eine vierköpfige Gruppe ist in Mumbai mit ihren Motorrädern in das 100. Stockwerk eines Hochhauses eingedrungen, hat Diamanten geklaut, ist dann mit ihren Zweirädern durch Fenster gerast und mit Fallschirmen entkommen.
Für Utah ist klar, dass die Gang aus der Extremsportszene kommen muss, und so lässt es sich dort einschleusen. Es dauert nicht lange, bis er Bekanntschaft mit dem charismatischen Bodhi (Édgar Ramírez) macht, der mit seinen drei Freunden die "Ozaki Eight" absolvieren möchte. Es sind dies acht todesmutige Prüfungen, die sich der Extremsportler und Öko-Krieger Ono Ozaki ausgedacht hat. Utah schliesst sich der Gruppe an und versucht dabei nicht nur, Bodhi mit dem Verbrechen in die Verbindung zu bringen, sondern auch die todesmutigen Prüfungen zu überleben.
Was für ein Müll! Das Original mit Keanu Reeves war klasse: Eine einigermassen glaubhafte Story von ein paar Surfertypen, die Banken ausrauben um ihren Traum zu leben. Hier sind die Extremsportszenen zwar grösser, gefährlicher und aufregender gedreht, dafür hat es so gut wie keine Story. Man könnte sich auch einfach ein paar Youtube-Filme reinziehen. Dazu kommen Darsteller mit lächerlichen Tribal-Tattoos. Irgendwie zündet der Film gar nicht. Einzig der Cameo-Auftritt von Olympiasieger Iouri Podladtchikov und die vielen Szenen in den Alpen machten ihn so interessant, dass ich den Filme zumindest ansah. Empfehle dies aber nicht.
3/10
Toy Story 3
Die Zeiten, in denen Andy noch mit seinen Spielzeugen herumtobte, sind vorbei. Er beschäftigt sich heute lieber mit dem Computer und seiner Zukunft am College. Den Spielzeugen um Woody (Stimme von Tom Hanks) und Buzz (Stimme von Tim Allen) gefällt dies weniger. Als Andys Mutter ankündigt, dass dieser sein Zimmer räumen muss, herrscht vorerst Panik. Jedoch kann Woody seine Gefolgschaft beruhigen, weil sie höchstwahrscheinlich ein neues Leben auf dem Dachboden des Hauses beginnen können. Woody selbst wird von Andy auserkoren, ihn auf das College zu begleiten.
Doch es kommt wieder einmal alles anders: Zuerst werden alle Figuren ausser Woody in einen Müllsack gesteckt, der von Andys Mutter fälschlicherweise für die Müllabfuhr bereitgestellt wird. Doch sie können in letzter Sekunde entkommen. Sie entscheiden sich, in den Karton zu klettern, welcher als Spende für die Kindestagesstätte bestimmt ist. Obwohl Woody versucht, seine Freunde zu beschwichtigen, dass es nur ein Versehen war, landet er schlussendlich ebenfalls in dem Karton. Als sie bei der Tagesstätte ankommen, glauben sie vorerst das Paradies gefunden zu haben. Doch der Schein trügt, denn der knuddelige Lotso (Stimme von Ned Beatty) hat fiese Pläne mit den Neuankömmlingen.
Super! Habe ihn damals leider nicht gesehen. Der Film macht aber so ziemlich alles richtig: Spannend, lustig, charmant, actionreich und manchmal sogar ein wenig düster. Klasse! Und ich mag ansonsten Pixar-Filme nicht so...
9/10
The Man from U.N.C.L.E.
Anfang der Sechzigerjahre: Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges geraten die beiden jahrelangen Feinde CIA-Agent Napoleon Solo (Henry Cavill) und KGB-Agent Illya Kuryakin (Armie Hammer) aneinander. Doch anstatt sich gegenseitig auszulöschen, sind die Streithähne plötzlich gezwungen, zusammenzuarbeiten. Ein geheimnisvolles internationales Verbrechersyndikat versucht, durch die Produktion von Atomwaffen das empfindliche Gleichgewicht der Supermächte zu destabilisieren.
Der einzige Anhaltspunkt der beiden Agenten ist die schöne Mechanikerin Gaby (Alicia Vikander). Sie ist die Tochter eines verschwundenen deutschen Wissenschaftlers, der vom Syndikat womöglich für die Produktion der Atomwaffen missbraucht wird. Um weitere Informationen zu erhalten, reist das nicht besonders harmonische Trio nach Italien, um Gabys Onkel Rudi (Sylvester Groth) zu befragen. Dort angekommen, können sie die Spur zu den Verbrechern schon bald aufnehmen.
Hat mich positiv überrascht. Die Geschichte ist ziemlich 08/15, aber die Situationskomik und Darsteller holen sehr viel raus. Die beiden Agenten sind, Ritchie-typisch, cool wie die Sau. Die Dialoge und Szenen sprühen nur so von unterschwelligem Humor. Insgesamt ein toller Agentenfilm in einem coolen Setting.
7.5/10