Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Habe in letzter Zeit auch ein paar neuere Streifen gesehen.

Tribute von Panem - Mockingjay 2
Nun ja, ich war ein wenig enttäuscht. Hat mich jetzt nicht so umgehauen. Da haben mir die vorangegangen Filme besser gefallen. Ganz ok.
6/10


Mission Impossible - Rogue Nation
Toller Actionfilm. Hirn aus und geniessen. Tolles Cast, gute Locations und spannende Szenen.
8/10


Jurassic World
Der Trailer fand ich mies, die Geschichte auch. Trotzdem fand ich dann das gezeigte aber ganz gut. Natürlich kommt er nicht an die ersten beiden Teile ran, aber so schlecht wie befürchtet war es nun auch wieder nicht. Wenn man niedrige Erwartungen hat, geht es ganz gut.
6/10
 
James Bond: Spectre

Oh Mann. Casino Royale war so genial und Quantum Trost überzeugte immerhin noch durch hervorragende Action.
Spectre war die ersten eineinhalb Stunden über sehr solide, hatte sogar einige tolle Höhepunkte zu bieten. Die letzten 40 Minuten aber empfand ich als hochnotpeinlich. Hat mir insgesamt daher noch schlechter gefallen als der sehr mittelmäßige Skyfall. Mendes' Bonds sind einfach zu konstruiert, der ganze Plot ist total an den Haaren herbeigezogen. Und wirklich spektakuläre Action gibt es seit Skyfall auch nicht mehr zu sehen.
 
upload_2016-4-9_19-12-34.png


Macbeth

William Shakespeares Macbeth dürften die meisten kennen, ist ja auch schon etwas älter, wird gerne in der Schule gelesen und wurde bereits unzählige Male verfilmt. Daher spare ich mir nun näheres zum Inhalt. Kommen wir also direkt zum Wesentlichen: der neue Macbeth, mit Michael Fassbender und Marion Cotillard in den Hauptrollen, ist toll.

Ein audiovisuell berauschendes Epos, natürlich in originalgetreuer Sprache und Vermaß gehalten. Eindringliche Bilder, die teilweise den Eindruck eines lebendigen Gemäldes erwecken, und ergreifende Musik untermauern die Tragödie dabei gekonnt. Die Darsteller sind durchweg top, wobei sich Fassbender besonders hervorhebt und den Werdegang des Königsmörders mit Nachdruck verkörpert.

Kritisieren würde ich lediglich, dass der Film mit 110 Minuten schon fast zu kurz ist und einige zentrale Ereignisse dadurch nicht den Impact haben, den sie eigentlich verdienen. Ich bin beispielsweise auch ein großer Freund von Roman Polanskis Verfilmung (1971), die sich deutlich mehr Zeit für den ersten und zweiten Akt nimmt, wodurch sich die Intrigen wirksamer entfalten können.

Die Tragödie an sich kann man bestimmt noch besser erzählen, dafür ist Macbeth (2015) aber vor allem ein visuelles und akustisches Meisterwerk mit starken Schauspielern. Weshalb es zweifelsfrei eine Daseinsberechtigung hat - auch wenn es nur eine weitere Interpretation dieser Tragödie ist.

Bin nun wirklich gespannt, was Regisseur Justin Kurzel und Fassbender aus Assassin's Creed machen. Wenn Kurzel auch nur ansatzweise seine Bildsprache auf die Videospielverfilmung übertragen kann, dürfte sie visuell schon mal so einiges bieten.

Und wo wir gerade bei Shakespeare sind: Joss Whedons Viel Lärm um Nichts lohnt sich auch.

8/10 Prophezeiungen
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei AC sind ja nicht nur Fassbender und Regisseur wieder vereint, sondern auch der Kameramann, wird spannend, was dabei herauskommt.
 
Batman vs Superman

b1rhvpJ.jpg



Entgegen aller Unkenrufe fand ich den Film gar nicht schlecht. Hätte mich auch schon fast gewundert, wenn mal ein Snyder Film bei mir floppen würde. Visuell wie immer erstklassig und Inszenieren kann Snyder sowieso wie kaum ein zweiter. Was die Leute ausgerechnet hier gegen die Story haben ist mir auch schleierhaft. Ja, ist kein Meisterstück, mit so manchen fragwürdigen Stellen aber jetzt auch nicht dämlicher als 99% aller anderen Comic Verfilmungen, bei denen die Leute hypend an die Decke gehen (ja, ich meine damit so Zeugs wie Avengers oder die Guardians). Affleck als Bruce Wayne konnte übrigens auch was. Schlecht fand ich eigentlich nur das 3D, welches wieder einmal unnötig war.

Der Film ist kein Glanzstück, wurde aber so summa summarum eigentlich recht passabel unterhalten.
 
Es geht ja in den meisten Fällen nicht um die Story an sich. Inhaltlich geht die prinzipiell in Ordnung.
 
Du meinst dann eher die Snyder typische Erzählung, bei der er dem Zuseher nicht alles ewig vorkaut sondern einem das Zeugs halt einfach vorwirft oder bloß andeutet?

Oder seinen Hang zu ausufernden Bildern?
 
Ich habe gestern ein Dokument am Laptop fertiggestellt und währenddessen lief die ganze Zeit zdf-neo im Hintergrund. Erst die drei Folgen Ku'damm 58 und dann noch The Untouchables. Hab ich alles so mitgenommen, ohne ständig hinzuschauen. War aber ziemlich cool. The Untouchables hatte ich noch nie gesehen. Ganz witziger Film. Ich hätte gedacht, der wäre ernsthafter, aber der hält sich ja absolut nicht an die Realität und die Action-Szenen sind teilweise schon absurd, dass man drüber lachen muss (Kinderwagen-Szene). Aber schön, dass ich den mal nachholen konnte. Die Ku'damm-Miniserie war auch ziemlich cool, vor allem, weil sie das alles wunderbar aus der Sicht der Frauen von damals beleuchtet. Hat man ja auch nicht oft, dass ne deutsche Produktion so aufwendig und teuer produziert wird und dann auch der Inhalt noch stimmt.
 
Du meinst dann eher die Snyder typische Erzählung, bei der er dem Zuseher nicht alles ewig vorkaut sondern einem das Zeugs halt einfach vorwirft oder bloß andeutet?

Oder seinen Hang zu ausufernden Bildern?

Weder noch, sondern die erratische Erzählweise, die Snyder in der Form so auch noch nicht hatte. Und ich bin ansonsten auch Snyder-Fan, aber BvS hat mich doch recht stark enttäuscht.
 
Watchmen und Sucker Punch waren doch sogar noch erratischer gestrickt als Batman vs Superman.

Empfinde ich nicht so. Insbesonderre bei Watchmen nicht. Der hat einen sauberen Aufbau. Und auch SP springt nicht so wild.

Mit BvS hat sich das Studio inhaltlich verhoben. Der Film will zuviel auf einmal und hat auch ne ordentliche Packung zu tragen, aber da passt für mich einfach nicht viel zusammen. Ich finde ja BvS auch nicht schlecht, allerdings auch nicht gut. Solides Mittelmaß, aus dem man mehr hätte machen können.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Stricken ist das richtige Stichwort. Ist auch etwa so spannend wie ein Synder.

Punkt.


Gesehen:
The Walking Dead Staffel 6: :dhoch:
Fear the Walking Dead Staffel 1: Bisher nur ein Character dabei der halbwegs interessant ist. Aber Staffel 1 von TWD hatte mich auch nicht umgehauen. Bin jedenfalls gespannt auf Staffel 2.

Prisoners (das 2. mal): Bleibt auch das 2. mal ein guter und spannender Film.
 
James Bond: Spectre

Oh Mann. Casino Royale war so genial und Quantum Trost überzeugte immerhin noch durch hervorragende Action.
Spectre war die ersten eineinhalb Stunden über sehr solide, hatte sogar einige tolle Höhepunkte zu bieten. Die letzten 40 Minuten aber empfand ich als hochnotpeinlich. Hat mir insgesamt daher noch schlechter gefallen als der sehr mittelmäßige Skyfall. Mendes' Bonds sind einfach zu konstruiert, der ganze Plot ist total an den Haaren herbeigezogen. Und wirklich spektakuläre Action gibt es seit Skyfall auch nicht mehr zu sehen.

So gehen die Meinungen auseinander. Quantum Trost fand ich ganz schwach, Skyfall war wieder besser, nur mit enttäuschenden Finale, während Spectre mir richtig gut gefallen hat. Für mich sogar der beste Craig Bond.
 
pic_3161487.jpg


Das ist die bösartigste & gelungenste Medienschelte die ich seit langer Zeit gesehen habe. In seiner Drastigkeit erinnert der Streifen nur allzu oft an Lumet's Network. Der Film schildert die Skrupellosigkeit & Eiseskälte von Einzelnen um höchste Zuschauerzahlen zu generieren. Ethik, Moral, Menschlichkeit, alles unnützer Ballast. Kongenial personifiziert werden diese offensichtlich als Grundvoraussetzungen für Sensationsjournalismus perfekt nutzbaren charakterlichen Schwächen durch Gyllenhaal's Figur: Ein hochintelligenter Gelegenheitskrimineller mit vermutlich zweifelhaftem Geisteszusand und definitv befremdlichen Sozialverhalten erkennt & nutzt eine Gelegenheit in einem Geschäft in dem ihm seine fehlenden zwischenmenschlichen Fähigkeiten zum Vorteil gedeihen. JG gelingt die Darstellung des Außenseiters superb, nicht selten blitzt der Wahnsinn aus den Augen des Darstellers. Auf Augenhöhe begegnet Gyllenhall Rene Russos Figur, die nicht von Erfolgssucht sondern von Erfolgszwang getrieben ebenfalls jegliche moralische & ethische Bedenken über Bord wirft und durchaus auch ihren Körper für den Erfolg einsetzt.

Nightcrawler ist pechschwarz und ohne jeglichen Humor, allenfalls geprägt von abseitigem Zynismus der einem nicht einmal ein Schmunzeln entlockt und lässt so manche Berichterstattung in einem anderen Licht erscheinen.
 
file_603053_fury-bluray-deleted-scenes.jpg


Ayer ist stets um Athentizität bemüht. Gelingt hier nicht ganz. Herz aus Stahl ( :ugly: ) bildet anders als bspw. Steiner 2 (FU modifizierter Leopard 1) die richtigen Fahrzeuge, Kampfpanzer & korrekte Uniformen ab. Der Regisseur zeigt nicht nur die Brutalität & Grausamkeit des Krieges sondern auch die dadurch entstehenden Auswirkungen auf die Soldaten. Jedes einzelne Besatzungsmitglied ist verroht, jegliche Menschlichkeit selbst im Umgang mit den Kameraden ist dahin. Der saubere US Held mit dem gebleachten Lächeln, der auf alle Kriegs- und Menschenrechte achtet, wird hier nicht gezeigt. Gefangene werden getötet, SS Männer ohne Umwege gerrupft. Das ist der Pluspunkt von Fury.

Zum Fremdschämen ist hingegen die abstruse Überzeichnung der Charaktere. Pitt overactet trotz Understatements. An einer Stelle fehlt eigentlich nur noch das Brusttrommeln eines Gorillas um den Alphastatus zu untermauern. Ziemlich genau ab diesem Zeitpunkt nimmt der Film eine grotesk lächerliche Entwicklung und endet in in einem Finale das besser in einem Wolfenstein/Doom Hybriden aufgehoben wäre. Ein 15 minütiges Geballer ohne den Finger vom Abzug zu nehmen, SS Lemminge fallen reihenweise um wie Moorhühner, unzählige Gliedmaßen fliegen unkontrolliert im Gemetzel umher. Unterstrichen wird dieser Bullshit dann zu allem Überfluss auch noch mit pathostriefenden Dialogen wie "Der beste Job den ich je hatte". Am Arsch.
 
file_603053_fury-bluray-deleted-scenes.jpg


Ayer ist stets um Athentizität bemüht. Gelingt hier nicht ganz. Herz aus Stahl ( :ugly: ) bildet anders als bspw. Steiner 2 (FU modifizierter Leopard 1) die richtigen Fahrzeuge, Kampfpanzer & korrekte Uniformen ab. Der Regisseur zeigt nicht nur die Brutalität & Grausamkeit des Krieges sondern auch die dadurch entstehenden Auswirkungen auf die Soldaten. Jedes einzelne Besatzungsmitglied ist verroht, jegliche Menschlichkeit selbst im Umgang mit den Kameraden ist dahin. Der saubere US Held mit dem gebleachten Lächeln, der auf alle Kriegs- und Menschenrechte achtet, wird hier nicht gezeigt. Gefangene werden getötet, SS Männer ohne Umwege gerrupft. Das ist der Pluspunkt von Fury.

Zum Fremdschämen ist hingegen die abstruse Überzeichnung der Charaktere. Pitt overactet trotz Understatements. An einer Stelle fehlt eigentlich nur noch das Brusttrommeln eines Gorillas um den Alphastatus zu untermauern. Ziemlich genau ab diesem Zeitpunkt nimmt der Film eine grotesk lächerliche Entwicklung und endet in in einem Finale das besser in einem Wolfenstein/Doom Hybriden aufgehoben wäre. Ein 15 minütiges Geballer ohne den Finger vom Abzug zu nehmen, SS Lemminge fallen reihenweise um wie Moorhühner, unzählige Gliedmaßen fliegen unkontrolliert im Gemetzel umher. Unterstrichen wird dieser Bullshit dann zu allem Überfluss auch noch mit pathostriefenden Dialogen wie "Der beste Job den ich je hatte". Am Arsch.

Bei solchen Bullshit Pathos Filmen könnte man sich glatt mal für 24h wünschen, die Achsenmächte hätten... aber nein, aussprechen sollte man es nicht. :D
 
Zurück
Oben