Serena
North Carolina, 1929: Zu Beginn der Grossen Depression versucht der Bostoner Bauholz-Unternehmer George Pemberton (Bradley Cooper), sein Geschäft trotz Wirtschaftskrise zusammenzuhalten. Er träumt vom Abbau von Edelholzen in Brasilien, doch finanziell sieht es nicht gut aus: Die Bank sitzt ihm im Nacken, und auch das heimische Geschäft ist in Gefahr, da aus seinem Land ein Nationalpark gemacht werden soll, in dem man keine Bäume mehr fällen dürfte. Als er auf einer Geschäftsreise die schöne junge Serena Shaw (Jennifer Lawrence) trifft, verliebt er sich sofort in sie und heiratet sie auch gleich.
Serena, die als Kind ihre gesamte Familie in einem Feuer verloren hat, stammt selbst aus einer Holzfällerdynastie und kennt sich auch sehr gut mit der Holzindustrie aus. So hat sie auch nicht vor, nur das brave Heimchen am Herd zu sein, sondern steigt als Georges Partnerin ins Geschäft ein. Während einige die willensstarke Frau dafür bewundern, fühlen sich andere durch ihre selbstsichere Art vor den Kopf gestossen. Für ihren Mann, das Geschäft und ihre Familie ist Serena jedoch bereit, alles zu tun.
Cooper und Lawrence. Zweimal ging das bereits schon gut aus. Silver Linings ist genial und American Hustle zumindest sehenswert. Serena fällt leider gegen diese beiden Filme ab.
Bildtechnisch ist es zwar ganz gut geworden. Die Smoky Mountains sehen schön aus, die Holzfällerlager ist schön matschig, die Stimmung passt zur der sich anbahnenden Wirtschaftskriese. Leider sind die Figuren unglaublich bieder. Schon zu Beginn ist es nicht so, dass man mit einem der Hauptprotagonisten mitfiebert. Keiner ist halt sympathisch. Gegen Ende ändert sich das zum Glück ein wenig, aber trotzdem bleibt es ein wenig unspektakulär. Ich war ehrlich gesagt etwas enttäuscht vom Film.
5/10
The longest Ride (Kein Ort ohne dich)
Luke (Scott Eastwood), ein ehemaliger Rodeo-Champion, plant sein Comeback, als er die College Studentin Sophia (Britt Robertson) kennen lernt. Ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn die Kunsthistorikerin hat ein Angebot, für ihren Traumjob nach New York zu gehen. Während beide schwanken, was sie tun sollen, um Beziehung und berufliche Leidenschaft unter einen Hut zu bringen, machen sie Bekanntschaft mit Ira (Alan Alda). Iras Erinnerungen an seine geliebte Frau und ihre jahrzehntelange Ehe, geben dem jungen Paar Hoffnung und Kraft für ihre grosse Liebe zu kämpfen...
Woohoo! Bis auf eine, zwei Ausnahmen, habe ich so gut wie alle Nicholas Sparks Filme gesehen. Vom
letzten war sogar ich enttäuscht. The longest Ride ist da schon ein wenig unterhaltsamer. Dies liegt vor allem an der frischeren Erzählungsweise und den Rodeo-Szenen. Eine „Sportart“ die ich dämlich finde, aber diese Zeitlupenshots sind schon gewaltig. Was diese Stiere für eine Kraft haben. Wow! Andererseits sind die beiden Hauptdarsteller sympathisch. Sophia sieht hübsch aus und Scott Eastwood ist Clint’s Sohn. Der Junge wird sicherlich noch einige Filme drehen. Denn eben, er ist der Sohn von Clint und sieht top aus. Schauspielerisch kann man bei einem solchen Film wohl nicht allzu viel richtig oder falsch machen. Eine typische Sparks‘ Romanze, bei der die Rückblenden von Ira manchmal etwas langweilig sind. Ansonsten kann man sich den aber schon geben. Sicherlich nicht der schlechteste Sparks-Film.
6/10