Bedtime Stories:
Skeeter Bronson (Adam Sandler) ist Hausmeister in einem Hotel. In einem Hotel, das einst seinem Vater gehörte. Leider war dieser kein guter Geschäftsmann und musste sein Familienunternehmen an den Hotelmogul Mr. Nottingham (Richard Griffith) verkaufen. Eigentlich sollte Skeeter irgendwann die Leitung des Hotels übernehmen, doch dazu kam es nach der Übernahme nie. Nun muss sich der tollpatschige Facility Manager jedoch nicht nur mit seinem bescheidenen Leben herumschlagen, sondern zusätzlich mit den beiden Kindern seiner Schwester (Courteney Cox), die beruflich verreisen musste. Nachdem er sich abends, zusammen mit den Kindern, eine Gutenachtgeschichte ausgedacht hat, muss er am nächsten Tag mit Erstaunen feststellen, dass diese wahr wird. Natürlich versucht Skeeter diese "Gabe" für sich zu nutzen...
"Bedtime Stories" ist eine grundsolide Disney Produktion mit allen typischen Elementen: sympathische Charaktere, eine leicht verdauliche Handlung, viel Phantasie und einige harmlose Gags. Kinder zwischen 0 und 10 Jahren werden an diesem Film sicherlich ihre Freude haben, leider bietet er für alle Anderen nur mittelmäßige Unterhaltung.
Die Handlung an sich kann mit ihrer durchaus gelungenen Ausgangssituation überzeugen, verliert im Verlauf aber immer mehr an Reiz und gipfelt in einem extrem überzeichneten, unheimlich kitschigen und unglaubwürdigen Finale, das bei mir dann schlussendlich für Kopfschütteln gesorgt hat. Natürlich soll man bei einem fantasievollen Film, wie diesem, nicht jede Szene auf die Goldwaage legen und die Aussage des Films (Nicht nur Geschichten, sondern auch das echte Leben kann ein Happy End haben) wird durch die Schlussszene nochmals unterstützt, aber ich persönlich fand das arg übertrieben. Das ist dann auch nicht mehr unterhaltsam, sondern einfach lächerlich.
Etwas enttäuscht war ich auch vom Humor des Films. Dieser war weichgespült und mit allen Mitteln auf Familientauglichkeit getrimmt. Zwar ist es schön nochmal einen Film zu haben, den man tatsächlich mit der ganzen Familie schauen kann, aber mehr als eine Hand voll - oft auch vorhersehbarer - Lacher gab es leider nicht. Auch aus den, zu Beginn noch vielversprechende, Runninggags, wie Glubschie, war schnell die Luft raus, da diese einfach so dermaßen oft eingebaut wurden, dass sie nach kürzester Zeit nurnoch für ein müdes Lächeln, als ein herzhaftes Lachen sorgten.
Einziger Lichtblick, in dieser ansonsten komplett nach Schema F ablaufenden Komödie, sind die durchaus überzeugenden Schauspieler. Vor allem Adam Sandler verleiht dem Film, mit seiner gewohnt überdrehten Darbietung, einen gewissen Kick und sorgt dafür, dass "Bedtime Stories" nicht zu einer Schlaftablette verkommt.
Der heimliche Star war, in meinen Augen, aber Russell Brand, der in seiner schrägen Rolle, als Skeeters Kumpel Mickey, für einige Schmunzler gesorgt hat.
"Bedtime Stories" ist ein mittelmäßiger Film, der, wegen seiner fantasievollen Handlung und einigen guten Darstellern, zwar nicht wirklich schlecht ist, aber trotzdem mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Vor allem der konventionelle Ablauf und der zu zahme Humor können zu Schlafattacken unter älteren Zuschauern führen. Kinder werden an diesem harmlosen, typischen Disneyfilm sicher Spaß haben. Leider reicht diese Tatsache aber nicht, um aus dem Einheitsbrei von Familienkomödien herauszutreten.
5/10 Punkte
Im Gegensatz zum Film gibt es an der Blu-ray nichts zu kritisieren. Wie bei den meisten Disney Produktionen gibt es auch hier ein überaus scharfes, buntes und kontrastreiches Bild zu bestaunen, das lediglich seltenes Bildrauschen in dunklen Szenen vorzuweisen hat. Auch der Ton kann durch seine klare und räumliche Abmischung überzeugen.
Bonusmaterial liegt folgendes vor:
Zusätzliche Szenen, Pannen vom Dreh und einen Einblick in die Dreharbeiten (unterteilt in drei Featuretten: Bis das die Schwerkraft uns trennt, Glubschi das Meerschweinchen, Für alle Kinder).
Insgesamt sind die Extras übersichtlich und nicht sonderlich beeindruckend, bieten aber trotzdem einen interessannten Einblick in die Entstehungsgeschichte des Films. Zusätzlich liegt der Film nochmals auf einer normalen DVD bei, sodass auch Nicht-Blu-ray-Player-Besitzer im Haushalt mitschauen können.