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Also ein 3 von 10 ist der bestimmt nicht. Bist Du wegen der guten Story rein gegangen ??nene, musste mir einfach zu oft an den kopf fassen beim gucken.![]()
-, insgesamt aber einfach verdammt gutes Schauspielkino in Serienformat.Bates Motel
Staffel 1
Bates Motel erzählt die Vorgeschichte zu Hitchcocks Klassiker Psycho, genauer gesagt wie Norman Bates, der Psycho aus Psycho, überhaupt zum Psycho wurde. Ein nicht gerade einfaches Unterfangen, vor allem wenn man sich den heutigen Sehgewohnheiten anpassen und Hitchcocks Erbe trotzdem Tribut zollen möchte. Um so überraschter bin ich vom Endprodukt, das schlicht und ergreifend grandioses Charakterkino ist. Wer hätte gedacht, dass es in der Jugend von Norman Bates so viel Spannendes und bereits Verstörendes zu erzählen gibt?
Bates Motel verschreibt sich ganz seinen außergewöhnlichen Charakteren, die in ihrem Handeln irgendwo zwischen mitleiderregend, nachvollziehbar rational und wiederum beängstigend irrational schwanken. Im Mittelpunkt steht dabei das anormale Verhältnis zwischen Norman und seiner Mutter und wie ein ruhiger, aber gar nicht mal so unbeliebter junger Mann zu einem Serienmörder wird. Ein schleichender Prozess, der hier erzählerisch und schauspielerisch absolut brillant, intensiv und angsteinflößend umgesetzt wird. Jedoch ist es nicht nur die kaputte Familie Bates, die für Herzklopfen sorgt, sondern auch die nicht minder bedrohliche Kleinstadtumgebung, in der sich ebenfalls einige abartige Dinge zutragen. Das Ergebnis sind schweißtreibende Spannungsspitzen und erschreckende wie überraschende Entwicklungen. Nein, zimperlich geht es in Bates Motel nicht zu, was die Serie auch gleich in der ersten Folge klar stellt. Dass sich in der 10-teiligen Staffel ungewöhnlich viel Verstörendes in einer relativ kurzen Zeitspanne ereignet, mag zwischenzeitlich durchaus etwas unglaubwürdig und konstruiert erscheinen, hievt das Spannungsniveau aber in ungeahnte Höhen.
Aber was wäre eine intensive Handlung ohne Schauspieler, die sie vernünftig erzählen können? Zum Glück fährt Bates Motel ein Ensemble auf, das den Zuschauer mit seinen schauspielerischen Facetten und emotionaler Bandbreite förmlich aus den Socken haut. Allen voran das beängstigend-grandiose Mutter-Sohn-Gespann, bestehend aus der ausdrucksstarken Vera Farmiga (Orphan, Conjuring) und einem unglaublichen Freddie Highmore, der in Tim Burton's Charlie und die Schokoladenfabrik noch den kleinen, sympathischen Jungen mimte und hier zum waschechten Psychopathen wird. Unterstützt von einem hervorragenden Nebencast, u.a. Nestor Carbonell (Lost), Nicola Peltz (Michael Bay's neustes Eye Candy im kommenden Transformers 4) und die hinreißende Newcomerin Olivia Cooke (Zuckersüß! Ihre tiefbraunen Rehaugen sind einfach ein Traum.), wird diese schrecklich-schöne Welt zum glaubhaften Leben erweckt.
Dazu trägt auch das hervorragende Produktionsdesign bei, welches die Atmosphäre des Originals gekonnt in die Gegenwart transferiert und so ein modernes Bild der 60er Jahre erschafft. Wenn sie nicht gerade ihre iPhones benutzen, könnte man meinen, die Zeit sei dort stehen geblieben. Die Kostümarbeit und Kulissen sind nämlich fantastisch.
Ich bin von Bates Motel absolut begeistert. Eine verstörende Reise in die Lebenswelt eines angehenden Serienmörders. Das ist vielschichtig, ergreifend, pervers, unheimlich spannend und erschreckend. Über einige schon fast zu sehr auf Überraschung gebürsteten Storyentwicklungen sehe ich bei dem fulminanten Gesamtbild dieses Charakterthrillers gerne hinweg.
9/10 Mangas
vor allem soll es ein Kopfschuss Festival sein, hell yeah.![]()
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Boyhood
Der sechsjährige Mason (Ellar Coltrane) lebt mit seiner Schwester Samantha (Lorelei Linklater), die nur ein paar Jahre älter ist, und seiner Mutter Olivia (Patricia Arquette) in Austin, Texas. Die Eltern leben getrennt, sein Vater Mason Sr. (Ethan Hawke) arbeitet in Alaska. Der Junge steht kurz vor dem Eintritt in die erste Klasse.
Zwölf Jahre vergehen, die beiden Geschwister werden erwachsen, erleben Erfolge und Rückschläge in der Schule, Freundschaften und die erste Liebe. Aber auch zahlreiche Umzüge innerhalb des Bundesstaates Texas stehen an, hervorgerufen durch ihre Mutter. Olivia gerät stets an die falschen Männer, und nach der unvermeidlichen Trennung zieht die Kleinfamilie in ein neues Zuhause. Nebenbei studiert sie und wird Lehrerin. Aus dem zunächst eher sprunghaften Mason Sr. wird im Verlauf der Jahre ein sesshafter Mann, der sich zunehmend um seine Kinder kümmert.
Richard Linklater kannte ich von den "Before"-Filmen (Before Sunrise, Before Sunset und Before Midnight). Diese haben mich (vor allem die ersten beiden) ziemlich fasziniert: Ethan Hawke und Julie Delpy unternehmen in beiden Filmen einen Spaziergang und reden miteinander. Das wars. Trotzdem wissen sie zu unterhalten.
Als ich von Boyhood hörte, war ich zumindest interessiert. Denn das Konzept ist sehr spannend: Seit 2002 drehte Linklater bereits an einem Spielfilmprojekt, das alljährlich die gleichen Darsteller vor der Kamera versammelte - unter ihnen auch sein Lieblingsdarsteller Ethan Hawke. Jahr für Jahr versammelte er ihn und Patricia Arquette als Elternpaar und mit Ellar Coltrane einen Darsteller für den in Realzeit heranwachsenden Mason. Durch dieses einmalige Projekt kann der Zuschauer quasi direkt an der Entwicklung der Figuren teilnehmen. Er bekommt die Möglichkeit, Menschen über einen längeren Zeitraum beim Leben zuzuschauen. So steht bei Boyhood auch eine Familie im Vordergrund, bei der wir die Kinder als Kinder kennenlernen, sie von ihrem ersten Schultag an begleiten, bis sie das College abschliessen bzw. besuchen. Auch hier gibt es keine filmischen Dramatisierungmassnahmen (bis auf die Männer mit einem Alkoholproblem), das meiste läuft ziemlich normal und alltäglich ab. Trotzdem kommt der Film mit einer entspannten Leichtigkeit daher, so dass man ihm seine Länge überhaupt nicht anmerkt. Glück und Rückschlag erleben wir mit den Figuren, kleine und grosse Probleme, uns bekannte alltägliche Sorgen und Ängste. Das spannende Experiment kann in seiner Gesamtheit komplett überzeugen, ist wunderbar inszeniert und zugleich ein typisches Panorama einer amerikanischen Kindheit und Jugend. Kein Film den man immer wieder sehen muss, aber einer den man mindestens einmal gesehen haben sollte.
8/10
predestination 7/10
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