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MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread! (1 Betrachter)

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Naja, ich hab ihn auch im Kino gesehen und fühlte mich über 1,5-2 Stunden eigentlich gut unterhalten. Nur beim Ende haben sie halt ziemlich derbe geschludert.
 
Lone Survivor

Schlecht. Einfach nur schlecht.
300 in schlecht meets Rambo in schlecht.

SEALs werfen sich über mehrere Klippen, stecken ne Wagenladung Munition weg, schreien ununterbrochen Fuck oder Fuck Youuu, sterben, wenn überhaupt, Heldentode in Zeitlupen, als würden sie Caviezel in Passion Christi nacheifern, unpassender Post-Rock yadda yadda yadda Murica, fuck yeah und Taliban fallen wie hirnamputiertes Vieh, haben aber immerhin noch einen netten kleinen unschuldigen Jungen im Dorf rumstehen, damit wir ja nicht vergessen, dass Afghanische Staatsbürger auch nur Menschen wie wir alle sind.

Als Hirn-Aus-Actionflick mag er durchaus taugen, als Kriegsfilm ist er aber einfach nur

Schleeecht!
 
The Interview

"Protect that puppy!! Protect that puppy!"

Gerade lief der Abspann über den Bildschirm. Und mal wieder bin ich absolut begeistert. Ich liebe Rogen + Franco.
Die knapp zwei Stunden vergingen wie im Flug. Fast jeder Gag hat gesessen. Es gab zwar typischen Rogen Humor, aber ich hatte dennoch das Gefühl, dass dieser diesmal etwas "dezenter" war als es sonst der Fall ist.

Auch Kritiker können ruhig mal einen Blick riskieren!
 
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Bates Motel
Staffel 2

Heute bin ich mal ganz schreibfaul und zitiere einfach meine Kritik zu Staffel 1. Im Grunde hat sich nämlich nichts geändert, was bei Bates Motel aber nichts schlechtes, sondern sogar überaus positiv zu werten ist. Das in der ersten Staffel vorgelegte, nicht gerade niedrige, Niveau wird nämlich problemlos beibehalten und, gerade in den ersten Folgen, sogar noch etwas gesteigert.

Kurzum: Hochgradig fesselnde Charakterstudie. Mit einem fantastischen Produktionsdesign, einer daraus resultierenden, dichten subtil-morbiden Atmosphäre, durch die Bank weg grandiosen Darstellern und Spannungsspitzen, die einem jedes Mal die Schweißperlen auf die Stirn treiben.

Zwischendurch ein wenig konstruiert und vielleicht auch etwas übertrieben - gegen den Sündenpfuhl White Pine Bay wirkt Sin City wie ein Kloster :ugly: -, insgesamt aber einfach verdammt gutes Schauspielkino in Serienformat.

Bisschen ausführlicher ist das Ganze in meiner Meinung zu Staffel 1 nachzulesen, die ich genau so, inkl. Punktewertung, auch für die zweite Season übernehmen kann:
Bates Motel
Staffel 1

Bates Motel erzählt die Vorgeschichte zu Hitchcocks Klassiker Psycho, genauer gesagt wie Norman Bates, der Psycho aus Psycho, überhaupt zum Psycho wurde. Ein nicht gerade einfaches Unterfangen, vor allem wenn man sich den heutigen Sehgewohnheiten anpassen und Hitchcocks Erbe trotzdem Tribut zollen möchte. Um so überraschter bin ich vom Endprodukt, das schlicht und ergreifend grandioses Charakterkino ist. Wer hätte gedacht, dass es in der Jugend von Norman Bates so viel Spannendes und bereits Verstörendes zu erzählen gibt?

Bates Motel verschreibt sich ganz seinen außergewöhnlichen Charakteren, die in ihrem Handeln irgendwo zwischen mitleiderregend, nachvollziehbar rational und wiederum beängstigend irrational schwanken. Im Mittelpunkt steht dabei das anormale Verhältnis zwischen Norman und seiner Mutter und wie ein ruhiger, aber gar nicht mal so unbeliebter junger Mann zu einem Serienmörder wird. Ein schleichender Prozess, der hier erzählerisch und schauspielerisch absolut brillant, intensiv und angsteinflößend umgesetzt wird. Jedoch ist es nicht nur die kaputte Familie Bates, die für Herzklopfen sorgt, sondern auch die nicht minder bedrohliche Kleinstadtumgebung, in der sich ebenfalls einige abartige Dinge zutragen. Das Ergebnis sind schweißtreibende Spannungsspitzen und erschreckende wie überraschende Entwicklungen. Nein, zimperlich geht es in Bates Motel nicht zu, was die Serie auch gleich in der ersten Folge klar stellt. Dass sich in der 10-teiligen Staffel ungewöhnlich viel Verstörendes in einer relativ kurzen Zeitspanne ereignet, mag zwischenzeitlich durchaus etwas unglaubwürdig und konstruiert erscheinen, hievt das Spannungsniveau aber in ungeahnte Höhen.

Aber was wäre eine intensive Handlung ohne Schauspieler, die sie vernünftig erzählen können? Zum Glück fährt Bates Motel ein Ensemble auf, das den Zuschauer mit seinen schauspielerischen Facetten und emotionaler Bandbreite förmlich aus den Socken haut. Allen voran das beängstigend-grandiose Mutter-Sohn-Gespann, bestehend aus der ausdrucksstarken Vera Farmiga (Orphan, Conjuring) und einem unglaublichen Freddie Highmore, der in Tim Burton's Charlie und die Schokoladenfabrik noch den kleinen, sympathischen Jungen mimte und hier zum waschechten Psychopathen wird. Unterstützt von einem hervorragenden Nebencast, u.a. Nestor Carbonell (Lost), Nicola Peltz (Michael Bay's neustes Eye Candy im kommenden Transformers 4) und die hinreißende Newcomerin Olivia Cooke (Zuckersüß! Ihre tiefbraunen Rehaugen sind einfach ein Traum. :liebe: ), wird diese schrecklich-schöne Welt zum glaubhaften Leben erweckt.

Dazu trägt auch das hervorragende Produktionsdesign bei, welches die Atmosphäre des Originals gekonnt in die Gegenwart transferiert und so ein modernes Bild der 60er Jahre erschafft. Wenn sie nicht gerade ihre iPhones benutzen, könnte man meinen, die Zeit sei dort stehen geblieben. Die Kostümarbeit und Kulissen sind nämlich fantastisch.

Ich bin von Bates Motel absolut begeistert. Eine verstörende Reise in die Lebenswelt eines angehenden Serienmörders. Das ist vielschichtig, ergreifend, pervers, unheimlich spannend und erschreckend. Über einige schon fast zu sehr auf Überraschung gebürsteten Storyentwicklungen sehe ich bei dem fulminanten Gesamtbild dieses Charakterthrillers gerne hinweg.

9/10 Mangas
 
Fand John Wick richtig fett, klar, die Geschichte ist hanebüchen, aber die war auch nur Alibi um die Unterwelt in Schutt und Asche legen zu können. Und das wurde ziemlich nett inszeniert. :D
 
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Boyhood

Der sechsjährige Mason (Ellar Coltrane) lebt mit seiner Schwester Samantha (Lorelei Linklater), die nur ein paar Jahre älter ist, und seiner Mutter Olivia (Patricia Arquette) in Austin, Texas. Die Eltern leben getrennt, sein Vater Mason Sr. (Ethan Hawke) arbeitet in Alaska. Der Junge steht kurz vor dem Eintritt in die erste Klasse.
Zwölf Jahre vergehen, die beiden Geschwister werden erwachsen, erleben Erfolge und Rückschläge in der Schule, Freundschaften und die erste Liebe. Aber auch zahlreiche Umzüge innerhalb des Bundesstaates Texas stehen an, hervorgerufen durch ihre Mutter. Olivia gerät stets an die falschen Männer, und nach der unvermeidlichen Trennung zieht die Kleinfamilie in ein neues Zuhause. Nebenbei studiert sie und wird Lehrerin. Aus dem zunächst eher sprunghaften Mason Sr. wird im Verlauf der Jahre ein sesshafter Mann, der sich zunehmend um seine Kinder kümmert.

Richard Linklater kannte ich von den "Before"-Filmen (Before Sunrise, Before Sunset und Before Midnight). Diese haben mich (vor allem die ersten beiden) ziemlich fasziniert: Ethan Hawke und Julie Delpy unternehmen in beiden Filmen einen Spaziergang und reden miteinander. Das wars. Trotzdem wissen sie zu unterhalten.
Als ich von Boyhood hörte, war ich zumindest interessiert. Denn das Konzept ist sehr spannend: Seit 2002 drehte Linklater bereits an einem Spielfilmprojekt, das alljährlich die gleichen Darsteller vor der Kamera versammelte - unter ihnen auch sein Lieblingsdarsteller Ethan Hawke. Jahr für Jahr versammelte er ihn und Patricia Arquette als Elternpaar und mit Ellar Coltrane einen Darsteller für den in Realzeit heranwachsenden Mason. Durch dieses einmalige Projekt kann der Zuschauer quasi direkt an der Entwicklung der Figuren teilnehmen. Er bekommt die Möglichkeit, Menschen über einen längeren Zeitraum beim Leben zuzuschauen. So steht bei Boyhood auch eine Familie im Vordergrund, bei der wir die Kinder als Kinder kennenlernen, sie von ihrem ersten Schultag an begleiten, bis sie das College abschliessen bzw. besuchen. Auch hier gibt es keine filmischen Dramatisierungmassnahmen (bis auf die Männer mit einem Alkoholproblem), das meiste läuft ziemlich normal und alltäglich ab. Trotzdem kommt der Film mit einer entspannten Leichtigkeit daher, so dass man ihm seine Länge überhaupt nicht anmerkt. Glück und Rückschlag erleben wir mit den Figuren, kleine und grosse Probleme, uns bekannte alltägliche Sorgen und Ängste. Das spannende Experiment kann in seiner Gesamtheit komplett überzeugen, ist wunderbar inszeniert und zugleich ein typisches Panorama einer amerikanischen Kindheit und Jugend. Kein Film den man immer wieder sehen muss, aber einer den man mindestens einmal gesehen haben sollte.

8/10

Gerade gesehen, schöner Film, der einen selbst ab und zu an die eigene Kindheit und Jugend erinnert. Obwohl eigentlich nie etwas spektakuläres passiert, unterhalten die rund 2,5 Stunden durchweg.

Würde auch 8/10 Punkten geben.
 
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