August in Osage County
Beverly (Sam Shepard) und seine Violet (Meryl Streep) haben zwar nicht gerade eine Vorzeigeehe geführt, doch trotzdem sind die beiden über Jahrzehnte zusammengeblieben und haben dabei ihre drei Töchter grossgezogen. Heute geniessen sie mit Hilfe von Alkohol und Schmerzpillen den wohlverdienten Ruhestand. Doch eines Morgens verlässt Beverly ohne ein Wort zu sagen das Haus, worauf Violet beginnt, sich Sorgen zu machen. Barbara (Julia Roberts), des Vaters Liebling, wird kontaktiert und gebeten, zur Mutter zu fahren.
Mit ihrer 14-jährigen Tochter Jean (Abigail Breslin) und Noch-Ehemann Bill (Ewan McGregor) im Schlepptau fährt Barbara aufs Land, um am nächsten Morgen die Leiche des ertrunkenen Vaters zu identifizieren. Zur Beerdigung kommt dann die ganze Familie zusammen: Barbara, ihre Schwestern Ivy (Julianne Nicholson) und Karen (Juliette Lewis), die mit ihrem neuen Freund Steve (Dermot Mulroney) auftaucht, sowie Tante Mattie Fae Aiken (Margo Martindale) mit ihrem Mann Charles (Chris Cooper) und Sohn Charlie (Benedict Cumberbatch). Im Anschluss geht es zum Traueressen in das Haus von Violet, wo die Situation sehr schnell wegen der zugedröhnten Witwe eskaliert.
Ich erwartete eine lustige, vielleicht etwas bösartige Komödie und bekam ein bitterböses Drama. Der Film ist aber durchaus sehenswert. Schon nur der Cast ist grossartig: Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan McGregor, Benedict Cumberbatch, Abigail Breslin, Juliette Lewis, Dermot Mulroney, Chris Cooper und Sam Shepard. Klar gehen manche etwas unter und erhalten nur sehr wenig Screentime (z.B. Sherlock), aber jeder darf sein Können in wirklich guten Szenen mal aufblitzen lassen. Am meisten sticht Meryl Streep heraus. Einfach nur krass wie sie aussieht und die fiese und durchtriebene Mutter spielt. Durch die vielen Personen, die sich im Film versammeln, gibt es auch viele verschiedene Enthüllungen, peinliche Situationen und Vorwürfe. Oft wird danach aber nicht mehr näher darauf eingegangen und sich schon der nächsten Sache gewidmet. Es bleibt jedenfalls vieles offen. Für einen solchen Film gehen die über 2h sehr schnell vorbei, was mich etwas erstaunt hat. Der Film dürfte nicht für jedermann sein und trotz den manchmal wirklich lustigen Szenen, ist es schlussendlich vielleicht schon eine Tragikomödie und kein Drama. Wobei die Betonung sicherlich auf der Tragik liegt.
Der mittlere Westen hat mich immer fasziniert, aber nach diesem Film ist mir sogar die Lust vergangen diesen Mal zu bereisen. Der richtige Ort, um eine Legitimation für die Probleme der Eltern zu erhalten… Äusserst guter Film, der mir aber etwas zu düstere Stimmung verbreitete.
7/10
American Hustle
Irving Rosenfeld (Christian Bale) hat es nicht so mit der Ehrlichkeit: Seit seiner Kindheit mogelt er sich mit krummen Geschäften durch das Leben. Bisher hat eigentlich alles ganz gut funktioniert: Kreditbetrug und Kunsthandel mit Fälschungen bescheren ihm ein Leben im Wohlstand. Eines Tages tritt die ehemalige Stripperin Sidney (Amy Adams) in sein Leben und die beiden verlieben sich Hals über Kopf. Irving führt Sidney in seine Machenschaften ein, und als Team sind sie fast unschlagbar. Wäre da nicht die Tatsache, dass Irving eine Noch-Ehefrau (Jennifer Lawrence) und einen Sohn hat, was ihre Beziehung dann doch ziemlich kompliziert macht.
Nicht nur in der Beziehung gibt es Stress, auch das FBI beginnt sich langsam über das Kleinganovenpaar zu interessieren. Agent Richie DiMaso (Bradley Cooper) hat sie schon lange im Visier und erhofft sich sogar, sie als Köder für weitaus üblere Schurken benutzen zu können. Doch ob er damit bei den gerissenen Gaunern eine Chance hat?
Meine Fresse. Christian Bale ist einfach nur der Hammer. Jede Szene mit ihm ist einfach nur toll. Der bierbäuchige Christian Bale steht im Zentrum der Geschichte und seine schauspielerische Leistung ist einfach nur genial. Man fiebert richtig mit ihm mit, obwohl er eigentlich ein Ganove ist. Auch Amy Adams spielt einigermassen gut, obwohl sich die Aufnahme bei ihr nicht auf das Gesicht konzentrieren. Ich mag Amy und finde sie auch einigermassen heiss, aber irgendwann hat man es dann kapiert, dass sie nie einen BH trägt… Jennifer Lawrence ist auch gut, einzig Bradley Cooper fällt von den Hauptdarstellern etwas ab. Er wirkt nie wirklich glaubwürdig und geht gegen Christian Bale regelrecht unter.
Die Story ist eigentlich spannend, es gibt viele Intrigen, Verwirrungen etc. aber trotzdem bleibt sie irgendwie nebensächlich. Zu gut sind die Dialoge zwischen den Protagonisten, die Garderobe der 70er und die vielen coolen Figuren.
Sehr unterhaltsamer und wirklich gut gemachter Film. Klasse!
9/10
Ich bin Nummer vier
John Smith (Alex Pettyfer) sieht aus wie jeder Teenager seines Alters, doch er ist dennoch anders. Er stammt vom Planeten Lorien und kam als Baby auf die Erde, weil die Erzfeinde des Volkes Mogadorian seinen Planeten zerstört haben. Nur neun Ausserirdische haben überlebt, wovon jedoch bereits drei den feindlichen Kriegern zum Opfer gefallen sind. Als nächster auf ihrer Liste steht John, der mit seinem kampferprobten Bewacher Henri (Timothy Olyphant) unter ständig wechselnden Identitäten durch das Land zieht.
Als echter Teenager ist John selten fügsam und gewinnt schliesslich mit seiner Bitte, die Highschool besuchen zu dürfen. Dort freundet er sich nicht nur mit Sam (Callan McAuliffe) an, der bei den coolen Typen der Schule auf der roten Liste steht, sondern auch mit Sarah (Dianna Agron). Die hübsche Hobbyfotografin verdreht John gehörig den Kopf. Seine Herkunft und seine übermenschlichen Fähigkeiten verschweigt John zunächst. Doch als die bösen Krieger Mogadorians ihn aufspüren, muss er seinen Freunden die Wahrheit gestehen. Zudem bekommt er unverhoffte Unterstützung von Nummer Sechs (Teresa Palmer).
Kam am WE auf SRF 2. Als der Film rauskam habe ich in der Zeitung eine Kritik gelesen und irgendwie war mir, dass der Film in Amerika ziemlich Erfolg hatte.
Nun ja, der Film wurde unter anderem von Michael Bay produziert… Und man merkt es ihm an. Die Story ist so 08/15 dass es einem schon fast wehtut. Man hat einfach aus verschiedenen Filmen/Serien etwas rausgenommen und es in den Film gepackt. Sei es Smallville, Spider- oder Superman, Transformers oder eben Twilight. Es wirkt halt einfach wie ein lauwarmer Aufguss der vorher genannten Filme. Und wie gut ein lauwarmer Aufguss von Twilight sein kann, dürften sich die meisten hier denken…
Eigentlich ist der Film gar nicht so schlecht. Für 12-16 jährige Teenies. Er weiss einigermassen zu unterhalten und zum Ende darf man sich auf einen effektgeladenen Showdown gefasst machen. Das war es dann aber auch. Durch die vielen Ähnlichkeiten zu anderen Produktionen, gibt es null Originalität du die Bösewichte sehen zwar übel aus, aber wenn man sieht wie die sich bewegen und verhalten. Naja. Auch das Ende ist so gestaltet, dass es noch einige Fortsetzungen geben könnte. Für Hardcore High School Superhelden Sci-Fi-Fans dürfte es ein Blick wert sein. Die restlichen 99% verpassen garantiert nichts.
4/10