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MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread! (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ohne die namhaften Schauspieler wäre der Film jedenfalls nur ein weiteres verschrobenes südkoreanisches Artmovie und hätte kaum Beachtung bekommen. Insofern für Freunde der etwas anderen Filme durchaus eine lohnenswerte Symbiose. Aber der Film ist trotzdem scheiße und von nem Blockbuster hat er nun echt rein gar nichts :D.
 
Naja, das liegt vielleicht auch daran, weil der Begriff Blockbuster sich in den letzten Jahren in Richtung CGI-Schlacht/Zerstörungsorgie mit Riesenmonstern/Robotern/Superhelden hin verschoben hat. Im klassischen Sinne ist es aber imo durchaus ein Blockbuster. In den 90igern war z.B. auch ein 12 Monkeys noch ein Blockbuster. Und so würde ich auch Snowpiercer einordnen. Klar, hier in Deutschland hat er sicherlich keinen Block gebustet, aber die weltweiten Einspielergebnisse sind glaub ich ziemlich gut. In den USA lief er wohl auch erfolgreich, trotz offizieller Aberkennung des Blockbuster-Status, weil man sich dem angedachten Schnitt nicht gefügt hat.

Und was die Verschrobenheit angeht, die ich durchaus lobenswert finde, klar, das machen heute die Koreaner. Früher hat man so etwas auch im Westen gemacht. 12 Monkeys, Das fünfte Element, meinetwegen auch die ganzen Verhoeven-Filme, die haben alle etwas Verschrobenes. Insofern finde ich es lobenswert, wenn die Koreaner hier noch Impulse setzen und die sogar noch mit westlichen Schauspielern drehen, anstatt Hollywood wieder das lächerliche Remake in 3 Jahren zu überlassen. Das ist doch allemal besser, als der nächste, glattgebügelte, seelenlose CGI-Blockbuster, den man in ein paar Monaten schon wieder vergessen hat.
 
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Dass sie solche Filme drehen finde ich ja auch löblich, gibt ja Leute, denen das gefällt. Für mich persönlich kommen dabei nur keine schaubaren bei Filme raus. Daran änbdert auch die Tatsache nichts, dass in Hollywood derzeit die Luft raus ist und jeder zweite Film ein Marvel Film ist.
 
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Was gefällt dir denn konkret nicht? Ich kann das eigentlich kaum nachvollziehen, da ich den Film höchstunterhaltsam und spannend fand.
 
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Fack Ju Göthe
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Nachdem der Film so einen enormen Erfolg hatte, war ich gespannt, diesen mir nun auch mal anzuschauen. Dazu muss ich sagen, dass ich mit deutschen Filmen immer sehr schwer warm werde und diese meist enorm aufgesetzt und nervig finde.
Der Trailer erwies sich aber als unterhaltsam und 6 Millionen Kinozuschauer können doch nicht irren…oder doch?

Und wie! Fack Ju Göthe ist für mich eine Katastrophe, platt, niveaulos und eine Beleidigung an das deutsche Bildungssystem, frauenfeindlich und glorifiziert den Aufstand gegen Regeln und Gesetze während des Erwachsenwerdens.
Respekt, wie der Trailer es schafft, ein anderes Bild von dem Film zu transportieren, denn viele Dinge sind in dem Film ganz anders, als man es vom Trailer erwarten würde.

Klar, man muss vieles mit einem Augenzwinkern sehen, aber genau das zündet in diesem Film nicht.
Der Film ist voller schlechter Klischees, die aber nicht subtil an den Mann gebracht werden, sondern dem Zuschauer den ganzen Zaun ins Gesicht schleudert.
Untermauert wird dies durch etliche Logiklöcher, die grausamerweise auch noch nötig sind, denn sonst würde die Handlung des Films nicht funktionieren.
Ich habe nichts gegen Witze, die unter die Gürtellinie gehen und auch Fäkalhumor KANN funktionieren (auch wenn es nicht so meines ist). Aber bei Fack Ju Göthe, löst diese Gossensprache einfach nur einen Fremdschämmoment nach dem nächsten aus.
Wenn dann sogar solche Sprüche wie "ey, disch würd nicht mal mehr jemand vergewaltigen" fallen, dann hört bei mir der Spaß auf und eine Grenze wird überschritten, die mich schon fast wütend werden lässt. Es fallen eh dauernd Sprüche, zu minderjährigen Mädels, wie "dich will eh keiner ficken", etc.
Wenn sich das "hässliche" 15 jährige Entlein dann noch von einer Prostituierten aufstylen, schminken und mit High Heels aufbretzeln lassen muss, um den Jungs zu gefallen, dann ist das für mich eine Message, die einfach erschreckend ist - zumal solche eine Szene vollkommen ernst und und ohne gewisse Selbstironie präsentiert wird.
Für einen Film, der ab 12(!!!) ist, ist dies einfach unangebracht und auch vollkommen erschreckend.

Wir haben uns das letzte Drittel von dem Film gesparrt. Der Film ist nicht nur unglaublich schlecht und niveaulos, sondern auch noch total vorhersehbar.
Wie der Film so viele Preise abräumen kann, ist mir ein Rätsel und ein Armutszeugnis, für die deutsche Medienbranche. Da braucht mir keiner mit Satire, Kritik am Bildungssystem, Augenzwinkern, oder sonst etwas kommen. All das kann man anders und witziger verpacken, als das, was Fack Ju Göthe dort zu zelebrieren versucht.
2/10 (ein Punkt gibt es dafür, dass die Blu-Ray Quali in Ordnung ist)

Nach deiner Bewertung wollte ich mir den Film auch unbedingt anschauen, da die Kritiken ja sonst durch die Bank positiv waren.
Was soll ich sagen, ich habe den Film nach 20 Minuten ausgemacht. Man kann den Film überhaupt nicht ernst nehmen, da alles viel zu überzeichnet ist.
Danke Baxter für dein Review - deckt sich auf jeden Fall mit meiner Meinung.
 
Fack ju Göthe - was für ein vorhersehbarer, klischeebehafteter, ekelhaft schmalziger, unlogischer Kackfilm. Da hab ich mir echt mehr von erwartet. Weswegen wird der so gefeiert? Funktioniert doch genau nach der ausgelutschten Formel Schweiger/Schweighöfer welche man jedes Jahr, mehrfach mit den immer gleichen Filmen vor die Füße gekotzt kriegt. Hach wie romantisch.

2/10 - Weil der ein oder andere gute Spruch dabei war, und ich die Teenies stellenweise gut getroffen fand.
 
Ich glaub ich hab noch nie nen Film mit Schweighöfer gesehen, aber hier in Berlin läuft ständig ein Radio-Werbespot, in dem er Werbung für 'ne weibische Biersorte macht, da könnte ich pausenlos reinschlagen. Allein der Spot sagt mir, guck dir niemals nen Film mit dem Typen an. :nein:
 
Was gefällt dir denn konkret nicht? Ich kann das eigentlich kaum nachvollziehen, da ich den Film höchstunterhaltsam und spannend fand.

Hier habe ich damals mein Kurzfazit gepostet.

http://www.konsolentreff.net/themen/snowpiercer-endzeit-sci-fi-von-bong-joon-ho.19719/#post-2316754

Ich mag diese Art, Filme zu drehen einfach nicht. Wenn ein Film in einer Scifi-Welt angesiedelt ist, dann muss die für mich in sich konsistent und glaubwürdig sein und keine künstlerische Metapher auf die menschliche Geschichte oder überdrehte Bezüge zur Realität.
 
Na gut, das liegt wohl auch an der Vorlage. Es ist ja die Verfilmung eines französischen Comics. Ich finde, das merkt man auch. Grundsätzlich nimmt man Bezug auf das Prinzip Arche Noah und da muss man sagen, hat der Film ja durchaus einen realistischeren Ansatz, als die biblische Vorlage. Den Autor hat wohl die Frage inspiriert, wie es tatsächlich in so einer Arche aussehen könnte. In seiner Vision werden die gesellschaftlichen Schichten 1:1 in diesen Zug übertragen. Dort gibt es keine Gleichwertigkeit, es kann sie gar nicht geben, eben wegen der Ressourcenknappheit. Und so überdreht sind die Bezüge zur Realität keineswegs. Sie sind sogar ziemlich intelligent. Interessant ist auch die Rolle des Hauptdarstellers, der die Aufständigen anführt. Du könntest das gleichsetzen mit der Studentenbewegung in den 60iger Jahren. Der Marsch durch die Instanzen usw. Der Denkfehler dieser Generation ist es, zu glauben, sie könnten das System von innen heraus verändern. Heute dort angekommen, sind sie nicht nur Teile des Systems, sie müssen auch erkennen, dass das System sich genau durch ihre Rebellion erst speist und am Leben erhält. Alles was sie dachten, war innerhalb der Logik des Systems. Ein Aussteigen (aus dem Zug) war nie eine Alternative. Wie auch für den Anführer im Film. Er meint, wer die Maschine kontrolliert, der hat die Macht und kann etwas verändern.
Dort angekommen, muss er erkennen, das er immer Teil des großen Plans gewesen ist.

Diese Leseart drängt der Film einem aber gar nicht auf, auch wenn sie unzweifelhaft angeboten wird. Das ist alles keineswegs überdreht, sondern wird überaus clever und wie nebenbei durch die Bildsprache transportiert. Intellektuelle Botschaft und Action- und Thriller-Anteil des Films stehen sich nie im Weg.
 
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Schau grad mal wieder Conan, der Barbar...Ohne Witz, direkt beim Intro geht dir schon einer ab...

"Ich will von einem Zeitalter berichten, das begann, als Atlantis im Meer versank und das endete, als die Söhne des Ajas die Macht eroberten. Ich will erzählen von Conan, der dazu ausersehen war in dieser Zeit der großen Abenteuer seine Stirn, hinter der sich viele Sorgen verbargen, mit der Juwelenkrone von Aquilonien zu schmücken. Ich will die Geschichte meines Herrn erzählen."

:huldig:
 
Die letzten Tage wieder zwei Filme gesehen...

Detective Dee and the Mystery of the Phantom Flame

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Hab ich mir von der Videothek ausgeliehen und knapp nach der Hälfte ausgemacht. Nicht zu ertragen für mich. Billige CGI Effekte, Drahtseil-Kampfchoreographie für dich ich allgemein nur schwer zu haben bin, außer es ist so genial umgesetzt wie bei einem Hero oder House of Flying Daggers, hier aber kam das ziemlich mies rüber. Allgemein übte dieser Streifen einen sehr trashigen, albernen und fast schon zufallsgenerierten Eindruck auf mich aus - und zwar trashig im Sinne von schlecht und nicht charmant.
Wird morgen zurückgegeben. Hätte ich ihn mir gekauft, ich würde es ziemlich bereuen.




Snowpiercer

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Um es vorweg zu nehmen was mich an dem Film gestört hat: Es war eine englische Vorführung mit deutschen Untertitel und deutsche Untertitel bei englischen Filmen sind ziemlich nervig, wenn das was ich höre und das was ich lese nicht immer so recht miteinander harmonieren wollen. Natürlich ist das eine Kritik an die Vorführung und nicht an den eigentlichen Film, aber am Film selbst kann ich nicht wirklich viel kritisieren, abgesehen von Peanuts. Eigentlich müsste ich nun seitenlang darüber schwärmen wie sehr mir Snowpiercer gefallen hat, denn er hat mir richtig gut gefallen, wahnsinnig gut!

Visuell durchgestyled und höchst ansprechend, in seiner Dramaturgie fulminant und sehr aufregend. Ein starker Moment der hier den nächsten jagte, egal ob nun die intensive Szene um den Tunnel, das einfache Sushi Essen, der skurrile Klassenraum, die Dekadenz der Firstclass, Cortis Vergangenheitserzählung an Namgoon, John Hurts monumentale Stimme oder das Gespräch mit Wilford.

Ich finde wirklich nichts was ich Snowpiercer so richtig ankreiden könnte. Hat mich auf fast allen wichtigen Ebenen voll angesprochen. Inhaltlich stark und metaphorisch. Aus diesem Grund vielleicht aber auch nicht für jeden geeignet, besonders nicht für jene welche für wirklich alles eine direkte Erklärung vom Film benötigen, statt sich jene anhand des gezeigten selbst zu formulieren. Einen gewissen Hang und keine Abneigung zum Grotesken und Absurden sollte man auch mitbringen. Besonders Leute mit Hang dazu werden vermutlich aber hellauf begeistert sein. Snowpiercer hat auch Eier in der Hose...weshalb werde ich hier aber nicht erklären, da das nun zur sehr spoilern würde, es sei nur gesagt, dass er über eine gewisse Härte verfügt.
Die paar Ungereimtheiten die es da gab, wie zum Beispiel ein paar kleinere Logiklöcher, wurden von vorher genannten Dingen übertüncht und hinfort gespült. Langeweile? Fehl am Platz, gibts nicht.

Koreanisches Kino meets Hollywood scheint eine ziemlich geniale Mischung zu sein. Hat mich bereits bei Stoker zuletzt eingenommen und erweist sich bei Snowpiercer erneut recht eindrucksvoll. Bitte mehr davon - Danke!

Geniales Ding und Blu-ray Day1, aber so was von. Müsste ich eine Punktzahl vergeben, so wären das mindestens 9/10. Snowpiercer haut voll rein.
 
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