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MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread! (1 Betrachter)

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Aeon Flux

Meine letzte Sichtung, nämlich der Kinobesuch, ist nun auch schon wieder 9 Jahre her und naja, Aeon Flux hatte ich sehr viel besser in Erinnerung. :ugly:

Kein gnadenloser Totalausfall wie Resident Evil 4 oder Ultraviolet, aber erstaunlich nah dran am absteigenden Ast. Ok, das Ding basiert auf einer MTV Zeichentrickserie aus den frühen 90ern. Entsprechend logisch sind comichaft überzeichnete Designentscheidungen, realitätsferne Actionszenen und Charakterklischees. Dass sich der Film aber nur haarscharf an der Grenze zum debilen Actionklamauk entlang bewegt und regelmäßig ordentliche Peinlichkeiten verteilt, hat mir meine Erinnerung leider vorenthalten. Da gibt es schon einige sehr dämliche Momente und bescheuerte Hampeleien.

Was schade ist, weil die Sci-Fi-Story doch gar nicht mal so mies ist und im Verlauf sogar noch etwas anziehen kann. Auch eine sexy Charlize Theron, die in körperbetonten Fetischoutfits Räder schlägt und merkwürdig breitbeinig auf allen Vieren herumkrabbelt, ist durchaus hübsch anzusehen und, zusammen mit einigen passablen Plotideen und der rudimentären Action, dann auch der Grund, wieso Aeon Flux, trotz vieler Schwächen, über oben erwähnten Milla Jovovich-One-Woman-Shows anzusiedeln ist. Gut ist er deswegen aber noch lange nicht, sondern qualitativ eher auf dem Level eines passablen Fernsehfilms (heißt: steife Schauspielerei, mäßige Effekte, austauschbare Action, etc.), den man nebenbei ohne Ton laufen lässt, um der hübschen Hauptdarstellerin zuzusehen. Hätte ich ihn mal besser in guter Erinnerung behalten. :D

4/10 Pipettenverstecke im Absatz (wieso bitte haben genmanipulierte Sci-Fi-Rebellen überhaupt Pipetten im Absatz?)
 
Haben uns gestern in unserem legendären Samstag-Nacht-Film-Club Antichrist angeguckt. Kannte den zwar schon, aber an einige Sachen konnte ich mich auch nicht mehr erinnern. War auf jeden Fall wieder eine faszinierende Erfahrung, insbesondere, wenn man diese direkt mit Anderen teilen kann.

Die Moral: Frauen sind in jedem Fall böse. :p
 
Ich - einfach unverbesserlich

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Was für ein Scheiß.... ich hab selten einen Animationsfilm gesehen, der mich so angeödet hat. Technisch ist er, wie zu erwarten war, gut, aber der Rest ist Müll. Weder Ideen, Story, Figuren, Musik oder Synchro können überzeugen. Charme ist so gut wie keiner vorhanden.

Verschwendete Lebenszeit 0 / 10

WAS? Auf jeden Fall einer der besten Animationsfilme die es gibt.
 
Ich würde auch in allen Punkten widersprechen wollen. Bei der Synchro würde ich allerdings noch den deutschen Ton misslungen gelten lassen. Aber ansonsten fand ich Descpicable Me sogar sehr charmant, abwechslungsreich, erfrischend anders und unterhaltsam. Selbst wenn man nicht vollends überzeugt ist, finde ich "Müll" doch sehr extrem. Was ist denn dann Shark Tale?

Shark Tale kenne ich nicht. Es ist nicht so, dass ich Animationsfilme generell verfluche, Drachnzähmen leichtgemacht war ok, Rango ist sogar spitze. Aber Descipable Me? Langweile pur. Vor allem die erwartungsgemäße Moralkeule war wieder einfach nur nervig.

Mit Synchro meinte ich auch den deutschen Ton. Vielleicht gewinnt der Film mit der englischen Spur, aber die deutschen Sprecher sind zum Teil wirklich laienhaft.
 
@Frank
Ist am Ende des Tages natürlich immer Geschmackssache. Ich finde halt nur "Müll" irgendwie sehr krass. Ich hab nicht einmal Titanic 2 null Punkte gegeben und das ist wirklich Vollschrott. :ugly:
 
Vielleicht lieber morgen

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Hab heute mittag meine Skyplatte nach Filmen durchsucht, wollte seichte Unterhaltung und wurde vollends überrascht. Wieso der Film von Sky unter "Komödie" einsortiert wurde, erschließt sich mir nicht ganz. Der Film hebt sich deutlich von anderen High School Filmen ab und hat einen eher ernsteren Hintergrund. Vielleicht liegt es einfach daran dass ich so überrascht wurde aber momentan würde ich eine 9/10 vergeben.
 
@Frank
Ist am Ende des Tages natürlich immer Geschmackssache. Ich finde halt nur "Müll" irgendwie sehr krass. Ich hab nicht einmal Titanic 2 null Punkte gegeben und das ist wirklich Vollschrott. :ugly:

Naja, ich war nach dem Film extrem enttäuscht und hab mir gewünscht, dass ich die Zeit anderweitig genutzt hätte.
Vielleicht hätte man allein für die technische Seite Rücksicht üben sollte, aber ein Film der sowas bei mir auslöst ist echt selten ;).
 
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Hollow Man

Gerade zum ersten Mal gesehen und nun bin ich doch etwas erstaunt, dass der von (den meisten) Kritikern und Kinogängern gleichermaßen verhalten... oder sagen wir es einfach: schlecht aufgenommen wurde. Ich fand das Gebotene nämlich höchst spannend und kurzweilig.

Sci-Fi-Altmeister Paul Verhoeven schnappt sich für seinen leider letzten Hollywoodfilm (Ich wünsche mir wirklich, dass er den nächsten Conan inszenieren darf. Würde gerne mal wieder etwas von ihm sehen.) wieder einen wahren Genreklassiker als (lose) Vorlage: Diesmal Der Unsichtbare von H. G. Wells, dessen Ausgangsfrage (Was würde ein Mensch tun, wenn er unsichtbar ist?) er als Grundstein für seinen rasanten Spannungsfilm nutzt. Anstatt jedoch auf die tiefgreifenden, psychischen Veränderungen einzugehen oder Gesellschafts- und Wissenschaftskritik zu üben, wie Wells es gerne getan hat, beschränkt sich Verhoeven eher auf die einfachen Dinge. Heißt: Frauen beim Umziehen zusehen, sie begrapschen und die Forscherkollegen in den Wahnsinn treiben. Das ist simpel, wird der Romanvorlage bestimmt nicht gerecht, passt aber hervorragend ins Filmformat. Hollow Man ist rasant, spannend, voyeuristisch und in gewisser Weise erschreckend. Zum einen wegen seiner kleineren Gewaltspitzen und der, auch heute noch, schrecklich-schönen "Verwandlung", zum anderen, weil der Unsichtbare hier eben kein harmloses Horrorfilm-Geisterwesen ist, das man - jedenfalls, wenn es nach Supernatural geht - einfach mit 'nem Stück Eisen und was Salz aus der Küche erlösen kann, sondern ein intelligenter und unberechenbarer Mensch. So spaßig Unsichtbarkeit im ersten Moment auch klingen mag, ein wenig unwohl wird einem bei dieser Vorstellung dann doch. Und dieses Unwohlsein bringt Hollow Man auch sehr gut rüber. Obwohl Verhoeven den Schauplatz leider stark eingrenzt, den Film mehr zu einem überspitzen Kammerspiel im Forscherbunker macht und die Geschichte somit um einige interessante Fragestellungen und Entwicklungen bringt. Hätte man auch gut in einem vielschichtigen Sci-Fi-Charakterdrama verarbeiten können.

Aber ok, es ist schlussendlich ein intensiver Thriller geworden und das ist auch nicht übel. Wobei es gerne ein paar weniger Klischees und An-den-Kopf-fass-würdige Momente hätten sein dürfen - gerade im total überdrehenden Finale. Insgesamt bin ich aber wirklich angetan und kann die miesen Kritiken nicht nachvollziehen. Natürlich hätte man aus Wells' grandioser Romanvorlage noch viel mehr herausholen können, aber das macht Vonhoevens packende Interpretation nicht unbedingt schlechter. Gute Schauspieler, immer noch zeitgemäße Effekte, ein hohes Erzähltempo und eine erfrischende Geschichte mit denkwürdigen Momenten - hat mir sehr gut gefallen. Über das effekthascherische Finale bzw. die allgemein sehr auf Schauwerte (CGIs, Brüste, Blut, etc. - Hauptsache man kann den unsichtbaren Doc mit irgendwas überschütten, damit es cool aussieht.) reduzierte Inszenierung, einige schlaffe Handlungsfäden und einen übertrieben penisgesteuerten Antagonisten (Bisschen mehr als nackte Frauen zu Beobachten, hätte das Thema sicher hergegeben - wobei das wahrscheinlich tatsächlich das erste wäre, was man(n) in dieser Situation tun würde :lol: ) sehe ich da doch gerne hinweg oder hier passender: hindurch. Steht den alten Verhoevens meiner Meinung nach in nichts nach und hat mich hervorragend amüsiert.

8/10 Infrarotbrillen
 
Hollow Man ist klasse. Kommt zwar nicht an seine drei Megaknallee heran, aber immer noch spitzen Paule Unterhaltung.

Und für die Nude Szene mit Rhona Mitra werde ich immer dankbar sein. :ruby: :D
 
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Hot Fuzz

Nicholas Angel (Simon Pegg) ist der Boss unter Londons Polizisten. Er arbeitete sich in den Diensträngen hoch, fährt in Autoverfolgungsjagden wie kein Zweiter, hat im Nahkampf keine Schwächen und seine Festnahmequote übersteigt alles, was London je zu Gesicht bekommen hat. Dumm nur, dass er aus all diesen Gründen seine Kollegen schlecht aussehen lässt und vom Chief Inspector (Bill Nighy) versetzt wird.

Ausgerechnet ins ländliche Dörfchen Sandford wird unser Vorzeigepolizist geschickt. Dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Dort, wo ein goldbemalener Pantomime neben dem Dorfbrunnen das einzige Ärgernis für die Polizei zu sein scheint. Dazu bekommt Angel einen neuen Partner. Den dicken, etwas langsamen und schwerfälligen Danny Butterman (Nick Frost).

Zusammen müssen die beiden nun also das Städtchen sauber halten, entlaufene Schwäne einfangen und sich mit der lokalen Bürgerorganisation auseinandersetzen. Ausserdem hat Sanford eine Verbrecherrate von Null Prozent. Das heisst, hier geschieht einfach nichts Unrechtes. Optimale Voraussetzungen, um eine Kampfmaschine wie Nicholas Angel zu platzieren.

Als ein Unfall mit tödlichem Ausgang passiert, überrascht der Elitecop die Menge. Er bezweifelt, dass es ein Unfall war und wirft das Wort "Mord" in die Runde. Unverständnis der Kollegen ist die Folge. Beim nächsten "Unfall" wird Nicholas Angel neugieriger. Und auch der immer dann am Tatort auftauchende Simon Skinner (Ex-Bond Timothy Dalton) macht sich verdächtig. Sollten diese Vorfälle wirklich alles Zufälle sein? Oder schleicht doch irgendwo ein gemeiner Mörder durch Sandford?

Ganz grosse klasse. Was da an Hommagen und Zitate aufgefahren wird ist wirklich top. Die Schauspieler sind gut, der Schauplatz mit dem ländlichen Sandford und deren Bevölkerung ist gut gemacht, die meisten Witze sitzen und die Geschichte nimmt immer wie mehr an Fahrt auf. Man fragt sich, wer nun dahinter steckt.
Umso enttäuschter war ich, als
Angel dahinter gekommen ist, dass die komplette Bürgerwehr dahinter steckt.
Irgendwie ist dann die Luft raus und der Film dauert danach einfach noch zu lange. Man hat das Gefühl, dass viele Szenen einfach nur da sind, um irgend ein Zitat oder lustige Szene aus einem anderen Film einzufügen. Alles in allem eine solide Komödie mit tollen Anspielungen (!) und ein paar Szenen die einem bleiben.

7/10
 
Hot Fuzz war richtig genial. Ich liebe den Film! :D

Thor: The Dark World
Ich bin ja kein Freund von den ganzen Comicverfilmungen. Thor fand ich damals aber ganz unterhaltsam, besonders wegen des Humors. Der zweite Teil legt jetzt mit vielen coolen Szenen, lustigen Sprüchen und netten Ideen eine Schippe drauf und lässt einen auf The Avengers 2 freuen. :D
 
Owning Mahowny

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Das Fazit als Erstes.

Ich dachte Ich seh mir mal eben nen netten Film an, und wurde komplett weggeblasen von einem atmosphärischen und intensiven Drama, mit excellentem Score.

Für Philip Seymor Hoffman Fans absolute Pflicht! Für Drama Fans Pflicht. Für Cineasten Pflicht. Für @Freezi nicht zu empfehlen, nix explodiert.

Der Film basiert auf der wahren Begebenheit von Brian Molony.

Brian Moloney is a Canadian self-admitted compulsive former gambler from Toronto, famous for embezzling millions from the Canadian Imperial Bank of Commerce, the second largest bank in Canada, to feed his personal gambling habit.

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Brian_Molony


Es geht also um die Geschichte eines Bankers der Millionen an Dollar aus der Bank für die er arbeitet ins Spielcasino umleitet wo er das Geld dann verzockt.

Klingt unspektakulär. Ein Plot in nur einem einzigen Satz erklärt. Und doch erzeugt der Film so viel Spannung und wird so intensiv dass er komplexe Story und Drehbuch Monster nicht fürchten braucht. Nein es ist sogar im Gegenteil eine sehr ehrliche Spannung die einen hier in seinen Bann zieht.

Wo man bei anderen Filmen oftmals denkt das Konstrukt der Autoren fliegt beinahe zusammen, und man könne die Storybögen auch anders zusammenhalten beginnt man hier eben schlicht mit den Protagonisten mit zu fühlen.

Mit seiner Frau die einem einfach leid tut. Nicht weil Sie wie in allen anderen Filmen das Mauerblümchen ist das nichts rafft.
Im Gegenteil, Sie ist sich der Situation voll bewusst. Akzeptiert diese auch, und doch will Sie Ihren Mann nicht aufgeben.

Man hat auch Mitleid mit Mahowny selbst, der, und das wird im Film unweigerlich klar, sich der vollen Konsequenz seines Handelns bewusst ist.
Der sich bewusst ist das er sich selbst nicht nur schadet, nein er sich um seine Existenz bringt. Er ist kein Träumer oder Spinner.

In einer Schlüsselszene fragt Ihn seine Frau ob er heute nach Hause kommen wird. Sie weiß dass er ins Casino gehen wird und er hat keinen Vorwurf zu befürchten. Und doch schafft er es nicht Ihr zu sagen dass er nicht nach Hause kommen wird. Er kann die Worte nicht aussprechen. Er ist sich seiner Selbstzerstörung bewusst.

Dazu noch ein genialer Score. Leider nicht käuflich zu erwerben soweit Ich das bisher finden konnte. Zur Untermalung der Szenen tragen Sie perfekt zum Stimmungsbild des Films bei.

Der Trailer ist leider nicht sonderlich gut.

Nur die erste Minute gibt auch die tatsächliche Stimmung im Film wieder.

[vid]https://www.youtube.com/watch?v=YH8mh8e8L_c[/vid]
 
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