Kunterbunter Abenteuerspaß aus dem Hause DreamWorks, der prinzipiell eine ähnliche Richtung wie die guten alten Disney-Produktionen einschlägt (inkl. schrulliger Figuren, Moral und Gesang) in den Entscheidenden Momenten aber häufig einen zynischen Haken (beispielweise die doch sehr offensichtlichen Sex-Anspielungen) schlägt und sich dadurch weit weniger "kindisch" anfühlt als manch anderer Zeichentrick- oder auch heutiger Animationsfilm. Der Weg nach El Dorado ist einfach spritziger, zotiger und vor allem rasanter als das klassische Disneymärchen und gehört gerade deswegen immer noch zu meinen Lieblings-DreamWorks-Filmen. Storytechnisch etwas schwach auf der gezeichneten Brust (meiner Meinung nach trifft das dynamische Duo einfach viel zu schnell in El Dorado ein, wodurch der Spannungsbogen schon relativ früh am Boden liegt), ansonsten aber ein humorvoller, kurzweiliger und liebevoll gezeichneter Vertreter.
Ebenfalls von DreamWorks und wieder ein gelungener Abenteuerfilm. Diesmal sogar noch etwas erwachsener, ganz ohne Gesang und Tanz, putzigen Sidekicks oder Tränendrüsenmoral. Nein, ein waschechtes Seefahrerabenteuer mit frechem Humor (
"Zieh dir mal etwas an, bevor du noch jemandem die Augen ausstichst!" 
), finsteren Kreaturen und einer verführerisch-diabolischen Antagonistin. Letztere ist für mich eh das absolute Highlight des Films und wertet ihn noch mal deutlich auf. Ohne ihre sexy Hinterlist, den verspielt animierten Bewegungen und nicht zuletzt ihrem grandiosen Musikthema, wäre das ansonsten eher rudimentäre Action-Abenteuer-Treiben nur halb so gut. Hätte gerne noch mehr von ihr gesehen.
Als "störend" empfand ich außerdem die teils gezeichneten, teils am Computer animierten Bilder, welche heutzutage einfach schwach aussehen, da der Übergang zwischen den beiden Grafikstilen doch sehr deutlich ist und die ganze Optik dadurch auch etwas detailärmer ausfällt. Damals sicherlich sehr ansehnlich, heute eher Super RTL Niveau. Dann lieber komplett handgemacht wie
Der Weg nach El Dorado. Auch die Story hätte gerne noch ein wenig runder und tiefgreifender sein dürfen. Wirkt schon sehr episodenhaft und die im Filmverlauf aufkeimenden Beziehungen zwischen den schablonenhaften Charakteren sind auch nicht immer nachvollziehbar.
Ansonsten sorgt das flotte Inselhopping aber auch 10 Jahre nach Kinostart immer noch für 80 Minuten kurzweilige Unterhaltung. Eine Schande, dass derartige Abenteuerfilme mittlerweile nur noch sehr selten produziert werden. Immerhin hat DreamWorks mit
Drachenzähmen und zuletzt
Die Hüter des Lichts zwei Animationsfilme abgeliefert, die tendenziell schon mal in diese (verhältnismäßig) erwachsene Richtung gehen und sogar noch besser sind als ihre hauseigenen Zeichentrickvertreter.