Der Hobbit - Eine unerwartete Reise 8/10
Die Weichen sind gelegt für eine weitere epische Trilogie. Qualitativ zwar kein weiterer Herr der Ringe Film, aber auf jeden Fall unterhaltsam, und Gott sei Dank nicht so infantil wie befürchtet. Eine noch längere Version benötige ich hier aber wohl nicht, denn mit knapp 170 Minuten hatte die Kinofassung schon 1-2 Längen zu viel. Die ganzen Kulissen aus Herr der Ringe wiederzusehen war trotzdem ein tolles Erlebnis, ebenso einige der bekannteren Figuren.
Technisch ist Der Hobbit ein echtes Spektakel geworden, daran ändern auch ein paar künstliche CGI Effekte nichts. Was man dem Film allerdings zu jeder Sekunde ansieht ist die Tatsache, dass er für das neuartige High Frame Rate (HFR) Verfahren mit 48 Bildern pro Sekunde ausgelegt wurde. Zahlreiche und vor allem intensiv-ausgeprägte Kameraschwenks zeichnen den Film aus, die mit der herkömmlichen Technik nicht wirklich gut aussehen. Ich bin nicht überzeugt von der HFR Technik, aber zum ersten mal nutzte ich die Zwischenbildberechnung meines Plasmas. So waren alle Szenen butterweich, und wirkten dadurch um einiges opulenter. Das bekannte 24p Ruckeln (welches mich ansonsten nicht stört, und für den bekannten Kinolook sorgt), störte mich beim Hobbit schon nach knapp 30 Minuten.
Am meisten haben mich die großartigen Landschaftsaufnahmen in 3D beeindruckt, und was die Action betrifft vor allem die Sequenz mit den drei Steinriesen, und die komplette Orc-Höhlen-Szene, deren finale Flucht/Kampf Sequenz ein echtes Erlebnis war!
Wenn visionäre Regisseure wie Cameron (3D - Avatar) und Jackson (48 Bilder - Der Hobbit) solche neuartigen Techniken angehen, ist das Endergebnis auf jeden Fall sehenswert. Herkömmliche Filme sollen aber bitte bei 24 Bildern pro Sekunde bleiben.
Haywire 5/10
Recht tempoloser Thriller mit ein paar ordentlichen Fighteinlagen, die allerdings schon etwas zu sehr nach MMA aussehen. Das eigentliche Problem ist aber, der Film ist stink langweilig. Die Handlung ist total wirr, und sie hat mich nicht die Bohne interessiert, dasselbe galt für die Beweggründe der Figuren.