Nikita
Bis dahin nie gesehen. Luc Bessons Aufwärmübung für
Leon - Der Profi. So lässt sich
Nikita wohl am besten beschreiben, eine versuchte Mischung aus Action, Thriller, Film noir und Drama. Aber ihm fehlt noch der Feinschliff.
"Cinéma du look" bezeichnete ein Filmkritiker diese Art der damals neuen französischen Filme, gelinde gesagt
"style over substance". Und das ist
Nikita ohne Zweifel.
Ansich ist
"style over substance" nichts schlechtes, sofern die Substanz wenigstgens so einigermaßen gehalten werden kann oder der Film so bescheuert ist das es
gar keine Substanz gibt. Letzteres trifft auf
Nikita definitv nicht zu, aber ersteres hällt der Film nur gerade so mit vielen Schrammen.
Da werden Jahre übersprungen ohne das der Zuschauer es visuell wirklich erkennt sondern nur andeutungsweise erfährt, da wird am Ende eine Person [Jean Renos Charakter] eingeführt die Nikita scheinbar seit Jahren kennt aber für den Zuschauer komplett unbekannt ist, etc. Mal erzählt der Film seine Geschichte sehr langatmig, dann wieder überhastet. Alles in allem ging ich vieleicht mit etwas falschen Erwartungen an den Film, ich habe mehr Action und etwas weniger Gerede erwartet. Trotzdem gebe ich dem Film eine 3/5. Wenn ich wieder etwas Zeit habe werde ich ihn mir dann auf Französisch geben, denke mal das kommt besser.
Am allerbesten am Film finde ich aber tatsächlich
diesen winzigen Abschnitt am Anfang von 0.35 bis 1.45 [der gleich mal einen Anschlussfehler enthällt

]. Wie ich finde einer der besten Filmanfänge den ich je gesehen habe, die Musik, die Kameraperspektiven, der Stil, einfach nur geil.
