Sharktopus - 50% Hai, 50% Tintenfisch, 100% Killermaschine!
Sharktopus ist feinstes Trash-Kino aus dem Hause SyFy. So dämlich wie der (Unter-)Titel ist nämlich auch der Film. Die Schauspieler sind, bis auf Eric Roberts (Hat sich mal einer seine Filmografie angeschaut? Mit ihm kommen allein dieses Jahr 41 (!) Filme raus.

), unbekannte Gesichter, die auch dementsprechend mies spielen. Derart mies, dass ich davon ausgehen muss, dass sie bewusst so abartig schlechte Leistungen abliefern. Es ist jedenfalls unheimlich belustigend, wenn sie sich, bei den Angriffen des Sharktopus', schrecklich-amateurhaft winden und aufschreien.
Auch die Dialoge kommen über
"OH NEIN! Was sollen wir nur tun! Ich bin gerade total emotional!"-Niveau nicht hinaus. Da gibt es Pornofilme mit besseren Texten. Die Kameraarbeit ist zudem unter aller Sau, es gibt Anschlussfehler am laufenden Band (Hemd an - Hemd aus; Zwei Taucher auf Boot - Ein Taucher auf Boot; Uhr im Hintergrund zeigt, in ein und derselben Szene, 6 verschiedene Zeiten an; etc.), die Effekte sind von der übelsten Sorte und erinnern Zeitweise gar an pixelige Videospielzwischensequenzen Anno 1998 und die Story ist, naja, nicht wirklich vorhanden (Missglücktes Experiment - der Sharktopus - reißt aus und tötet Menschen).
Aber gerade diese Dinge, wie peinliche Dialoge, unbeschreiblich schlecht spielende "Schauspieler" oder die herrlich dummen Sharktopus-Angriffe inkl. beschissener CGIs, sorgen für einen relativ hohen Unterhaltungswert und viel amüsanten Gesprächsstoff. Leider kann der Film sein kurzweiliges Trash-Potential nicht über die Gesamte Laufzeit halten und verläuft sich zwischenzeitlich immer mal wieder in belanglosen Dialogszenen.
Sowohl inszenatorisch, als auch inhaltlich ist
Sharktopus ein übles Verbrechen. Es gibt eigentlich nichts, was in irgendeiner Form annehmbar wäre. Nichtmal nackte Tatsachen gibt es hier, wie das deutsche Cover fälschlicherweise vermuten lässt, zu sehen. Im Gegensatz dazu bieten selbst Boll's schlechteste Werke solide Unterhaltung - und das meine ich ernst. Glücklicherweise ist den Machern diese Tatsache aber durchaus bewusst, wodurch sich der Film nur selten wirklich ernst nimmt und so sicherlich für einen spaßigen Männerabend sorgen kann. Die Bewertung fällt mir dabei natürlich nicht leicht. Verglichen mit hochwertigen Produktionen, ist Sharktobpus natürlich ein ganz schlechter Witz. Als kurzweiliger Trash-Streifen funktioniert er hingegen recht gut. Von daher dürft ihr euch diesmal eine Punktzahl zwischen 1 (objektive Filmwertung) und 6 (Trashfaktor-Wertung) aussuchen.

Ich denke jeder weiß, auf was er sich hier einlässt.
1 - 6/10 Killermaschinen
Wie Ausgewechselt
Körpertauschkomödien sind keine Seltenheit in Hollywood. Einen dementsprechend schweren Stand hat auch Wie Ausgewechselt, der sein ziemlich unoriginelles Thema durch, für Traumfabrik-Verhältnisse tatsächlich überaus deftigen, Fäkalhumor und zwei gut aufgelegte Hauptdarsteller zu vertuschen versucht.
Das gelingt ihm über weite Strecken auch sehr gut. So beginnt der Film schon mit einer heftig-fiesen und überraschend "schonungslos" inszenierten Fäkalszene, bei der die meisten vernünftigen Zuschauer und 1. FC Arte Mitglieder wahrscheinlich schon austeigen werden. Mit pointiertem Humor hat das nämlich reichlich wenig zu tun. Ich musste dabei jedoch laut auflachen und kann versichern, dass humoristisch ähnlich abgebrühte Leute viel Spaß mit Wie Ausgewechselt haben werden. Es bleibt nämlich nicht bei einem scheißenden Baby, sondern geht mit nackten Tatsachen (Hinweis für die Männer: Olivia Wilde zeigt einen Nippel (!) und die hübsche Leslie Mann sich sogar komplett nackisch.), harschen Sprüchen und reichlich Penis-Witzen weiter. Dieser Film ist beileibe nichts für zartbesaitete Romantiker, die einen Kuschel-Film mit ihrer Freundin schauen wollen, sondern waschechtes, (vor)pubertäres Männerkino. Ich wurde von der doch sehr hohen Fäkal-Gagdichte und der Tatsache, dass diese in den meisten Fällen sogar zünden, jedenfalls (positiv) überrascht.
Leider schaltet Wie Ausgewechselt im Mittelteil einige Gänge runter und beschreitet, was ich nach dem derben Einstieg nicht gedacht hätte, fast schon Rom-Com-Wege, wo den körpergetauschen Charakteren plötzlich klar wird wie wundervoll doch eigentlich ihr eigenes Leben ist. Das ganze gipfelt dann natürlich im obligatorischen Happy End, was zwar für gute Stimmung sorgt, den eher ruppigen Grundton des Films aber nahezu komplett zerstört. Schade. Da hätte ich mir mehr Eier in der Hose und Unkonventionalität gewünscht. Naja, das Gesamtbild überzeugt dennoch und Ryan Reynolds und Jason Bateman sind ein sympathisch-lustiges Körpertausch-Duo.
Wie Ausgewechselt ist eine kurzweilige, teilweise überaus lustige und angenehm obszöne Komödie. Nichts, was man in ähnlicher Form nicht schon gesehen hätte, aber trotzdem einen Blick wert. Der Trailer vermittelt übrigens einen guten Eindruck des Humors, ohne dabei zu viel vorweg zu nehmen. Daher gilt hier: Wer beim Trailer lachen und über eine belanglose Handlung, sowie die klischeehafte Moral hinwegsehen kann, sollte sich den Film ansehen. Alle anderen machen besser einen weiten Bogen darum. Ich wurde überraschend gut unterhalten und vergeb daher gut gemeinte
7/10 vollgeschissene Windeln (um mich mal dem Niveau des Films anzupassen

)
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=lXoOfAozOMA[/vid]