... gaanz ruhig MiXeR. Fangen wir von vorne an:
Neon Genesis Evangelion war mir immer ein Begriff, da ein Kumpel von mir großer Fan der Anime-Serie war. Trotzdem habe ich selber nie eine einzige Folge gesehen oder den Manga gelesen. Ich bin also ohne jegliche Ahnung und Erwartungen an den "Reboot" in Film-Form herangegangen.
Was soll ich sagen? Die Filme sind nicht ohne Grund so beliebt. Was hier abgeliefert wird, ist schlichtweg atemberaubend. Dabei fängt
Evangelion 1.11 noch relativ harmlos an. Ja, die Story ist zunächst etwas wirr und schwer verständlich. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich kompletter Evangelion-Neuling bin, aber ich wurde von den Ereignissen doch ein wenig überrumpelt. Da gibt es sogenannte "Engel" - Aliens, Monster, künstliche Kampfmaschinen?! Keine Ahnung, das habe ich noch immer nicht ganz begriffen. Diese Engel sind jedenfalls die bösen und greifen regelmäßig die Erde bzw. Tokio (das mittlerweile eine unter der Erde liegende Sci-Fi-Festung ist) an. Wieso die Erde? Keine Ahnung. Wieso Tokio? Weil es eine der letzten Festungen der Menschheit ist, die bei einem großen "Vorfall", ähnlich dem Asteroideneinschlag, der die Dinos auslöschte, vor 15 Jahren dezimiert wurde. Dann gibt es da die NERV, eine militärische Organisation, welche der SEELE, einer anderen militärischen Organisation mit ganz merkwürdigen und geheimnisvollen Plänen, unterstellt ist. Die NERV verteidigt die Erde. Mit riesigen, menschenähnlichen Mechs, den Evangelions. Diese sind eine merkwürdige Mischung aus Mensch (sie Bluten, haben Muskeln und Gedärme), Maschine und übernatürliches Wesen (?). Gesteuert werden sie ausschließlich von Kindern bzw. Jugendlichen. Wieso? Keine Ahnung. Ach ja, da ist auch noch so ein Kind aufm Mond ... Wie gesagt, ist alles ein wenig verwirrend. Ja, eigentlich habe ich rein gar nichts verstanden.
Macht aber nichts, denn das Drumherum ist schlichtweg genial. Außerdem habe ich die Hoffnung, dass die Handlung in der Fortsetzung ein wenig abgerundet wird.
Erzählt wird die Story mit reichlich Humor, Emotionen, anime-typisch ein wenig nackter Haut und viiieeel abartig geiler Robo-Action. Ja, die Action ist nur GEIL! Während
Evangelion 1.11 noch relativ sparsam mit den Kämpfen umgeht und sich diese auf zwei, drei größere Szenen beschränken, rastet
Evangelion 2.22 dann endgültig aus. Das Finale ... Halleluja! Ja, ich habe doch tatsächlich vor Freude ein kleines Tränchen vergossen.

Die Animationen sind einfach zum Niederknien schön. Da folgt ein Gänsehautmoment auf den anderen. Eigentlich hatte ich während beider Filme eine gewaltige Bürzelschwellung. Und dann der fiese Cliffhanger ... woah! Ich will
Evangelion 3.33.
Die Charaktere sind sympathisch und toll ausgearbeitet, die Zeichnungen eine Augenweide, der Sound wuchtig, die deutsche Synchro überraschend gut, die Action ein Hochgenuss, die humoristischen Einlagen und Drama-Elemente angenehm dosiert und das Setting ein Traum für Sci-Fi-Liebhaber. Lediglich die Story ist mir noch ein wenig zu undurchsichtig, wobei auch sie zum Weitergucken motiviert. Jeder, der nur im Entferntesten etwas mit Animes und Sci-Fi-Action anfangen kann, sollte sich
Evangelion geben.