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Der Politikthread

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Verstehe ich und will jetzt auch nicht klein, klein das ausdiskutieren, aber: das radikale festhalten am Status quo hat eine radikale Veränderung (Klimawandel) zur Folge, während ein radikaler Kurswechsel deutlich weniger radikale Folgen hätte, nur kommt das bei den Leuten nicht an, da zweiteres wohl noch immer zu abstrakt ist und die Menschen noch nicht begriffen haben, dass diese Folgen jeden genauso treffen und ein Fahrverbot dann wohl das geringste Problem sein dürfte

Ich glaube ja, vielen Menschen ist durchaus bewusst, was kommen wird.

Aber bevor wir etwas ändern, lösen wir die Probleme eben anders. Wenn es im Sommer heiss ist, machen wir die Klima an. PV ist ja auf dem Dach. Wenn den Holländern das Wasser in den Häusern steht... hey, das ist ein reiches, europäisches Land, sollen sie sich halt auch was einfallen lassen. Wenn die Afrikaner verhungern und von ihrem Kontinent flüchten, dann ist sowas ja kein Asylgrund. Also halten wir die irgendwo einfach auf, wofür gibt es denn Gesetze. Und für das gute Gewissen spenden wir noch ein paar Euros, immerhin ist das ja freiwillig.

Ist jetzt ganz ausdrücklich auf keinen hier bezogen.
 
klar versteh ich das aber du musst eben auch verstehen, dass nur ein Wandel möglich ist, der von der Mehrheit der Menschen mitgetragen wird. Ist dem nicht so, werden entsprechende Parteien gewählt und alles wird noch schlimmer.
Die Wunschvorstellung ist das Eine, es realistisch umzusetzen das Andere.
Außer natürlich du schaffst das in einer Legislaturperiode....

Ich denke mal hier wird ja auch eher formuliert was getan werden müsste. Und nicht was irgendjemand erwartet was passieren wird.
Erstens sind die Grünen Parteien noch immer viel zu schwach und zudem werden Wähler auch wieder abspringen wenn erste sanfte Reformen/Gestzte erlassen werden sollten ( denn die gehen auch immer zu Lasten der Geldbörse).

Daher wird es auch in 20Jahren kein algemeines Fahrverbot oder ähnliches geben.
 
So könnten wir anderen Ländern zeigen dass wir es ernst meinen und Klimaschutz möglich ist ohne unseren Wohlstand zu gefährden bzw. zu minimieren.
Genau das ist die große Illusion, die (weltweit!) "radikale" Veränderungen verhindert.
Zu verstehen, was "unser" Wohlstand mit dem Zustand "unseres" (ein anderes "uns" als im ersten Teil) Klimas zu tun hat, ist der entscheidende Punkt.
In einem die Welt umspannenden kapitalistischen Wirtschaftssystem eine wohlstandsbewahrende Klimapolitik zu betreiben wird mit Sicherheit kein Land dieser Welt beeindrucken, das niemals diesen Wohlstand erreichen wird.

Ist jetzt ganz ausdrücklich auf keinen hier bezogen.
Schade, denn eigentlich müssten wir genau das ganz ausdrücklich auf uns alle beziehen. Vielleicht nicht in der polemischen Überspitzung, aber in den Konsequenzen die wir alle tatsächlich so mittragen.
 
Ich denke mal hier wird ja auch eher formuliert was getan werden müsste. Und nicht was irgendjemand erwartet was passieren wird.
Erstens sind die Grünen Parteien noch immer viel zu schwach und zudem werden Wähler auch wieder abspringen wenn erste sanfte Reformen/Gestzte erlassen werden sollten ( denn die gehen auch immer zu Lasten der Geldbörse).

Daher wird es auch in 20Jahren kein algemeines Fahrverbot oder ähnliches geben.

Bei uns nicht. In anderen Ländern schon (Verbrenner).
 
Das Schreckgespenst vom alternativlosen Wohlstandsverlust hat man auch erfolgreich durch jedes Dorf getrieben und den Fehlschluss der goldenen Mitte kann ich auch nicht mehr hören.

So leicht ist es dann doch nicht. und das leugnet ja eigentlich auch keiner hier, natürlich müssen dafür Opfer gebracht werden.
 
So leicht ist es dann doch nicht. und das leugnet ja eigentlich auch keiner hier, natürlich müssen dafür Opfer gebracht werden.
Die Frage ist: sind es noch Opfer, wenn sie nicht als Opfer empfunden werden?

"Abraham, opfere mir deinen erstgeborenen Sohn Isaak!"
"Uff, also... hm. Gott, du weißt, ich liebe dich und so... aber tut es nicht auch unsere Hauskatze Mimi?"
"Abraham diggi, na klar, bester Liebesbeweis du Ehrenmann!"
 
Nunja, das Klima kann man am ehesten retten indem man keine Kinder bekommt. Wissen wir doch was wir zu tun haben bzw nicht zu tun haben :D
 
Hab gerade die letzten Seiten überflogen. Ja lol ey.

Seit mindestens 50 Jahren kommen aus der Wissenschaft Signale, dass wir gegen die Wand fahren und langsam mal bremsen und abbiegen sollten. Jedes Jahr etwas lauter. Und jedes Jahr fahren wir sogar noch schneller auf die näherkommende Wand zu. Lass es wohlwollend nur 30 Jahre sein, in denen wir hätten bremsen und abbiegen können. Aber scheißegal. Schieben wir alles auf die lange Bank.

Und jetzt, wo der Crash unmittelbar bevor steht: Mimimi! Aber wir müssen auf dies und das Rücksicht nehmen! Ja, hätten wir machen können die letzten Dekaden. Hätte man aber vom Sofa aufstehen müssen. War unbequem. Jetzt ist es halt richtig hart unangenehm aber alternativlos. Rücksicht spielt keine Rolle mehr, das ist eine Prioritätsfrage. Alles muss sich nun unterordnen, denn alles andere spielt kaum bis keine Rolle mehr in einer Welt, wie wir sie vor uns haben. Nicht dass die grün-denkenden Menschen daran Schuld wären und ach so radikal wären, nein, die Konservativen und Turbokapitalisten haben uns mit Ansage dorthin manövriert wo wir jetzt sind und zeigen mit dem Finger auf alle anderen. Das sind die Radikalen. Alle anderen hätten ja lieber den Soft-Exit gehabt.
 
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Auch wieder typisch...

Die Nahles setzt ihrer Partei die Pistole auf die Brust und lässt bereits nächste Woche (statt September) über den Fraktionsvorsitz abstimmen. Ob sich in einer Woche ein Gegenkandidat finden lässt, der vielleicht sogar besser geeignet wäre, ist ihr erstmal egal.

Am Sonntag hiess es noch, das wäre nicht die Zeit, um über Personalfragen zu reden. Die Partei müsse ruhig bleiben...

Ihr Kalkül ist offensichtlich.
 
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