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Der Politikthread

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„Daraus ziehen wir Konsequenzen” – Die Abkehr von Deutschland hat begonnen
https://www.welt.de/wirtschaft/plus...Die-Abkehr-des-Mittelstands-hat-begonnen.html

Ich bin wirklich mal gespannt wie es hier in fünf oder zehn Jahren aussieht. Denn einfach umkehren lässt sich so ein Trend nicht mehr so leicht. Aber allein die Tatsache, dass Unternehmen in Deutschland mehr als drei (!) Jahre auf eine Baugenehmigung warten müssen, welche sie in den USA innerhalb von vier Wochen bekommen, spricht schon Bände.

Ist halt leider ja inzwischen wirklich schon bei kleinen und mittleren Unternehmen massiv zu spüren zu welchen Probleme viele Regelungen führen. Sehe ja die Auswüchse halt in der täglichen Praxis. Hatte gerade gestern ne Mandantin da. Zur Vermeidung von etwaigen Rückschlüssen sage ich mal, dass sie ein Unternehmen betreibt in dem man Sport betreiben kann. Sie hat viele Studenten angestellt, die ja Mindestlohn bekommen (müssen). Da aber eben immer wieder auch mal relativ lang kein Kunde da ist um den sich gekümmert werden muss, dürfen sie da auch ihre Diplomarbeit schreiben, Recherche betreiben etc. Also bekommen auch mal Geld während sie private Sachen machen. Die wären auch einverstanden weniger zu bekommen unter der Prämisse. Gleichzeitig hat sie auch mit den enorm gestiegenen Energiekosten zu kämpfen. Und am Ende kann sie diese ganze gestiegenen Kosten aber auch nicht an die Endkunden so weiter geben, weil logischerweise jeder auch mal ne Schmerzgrenze hat. Ende vom Lied sie macht Verluste nachdem der Laden vorher gut gelaufen ist. Da das Unternehmen aber auch ihr Herzensprojekt ist und auch viel mit Schulklassen etc. arbeitet, lässt sie es noch laufen aktuell. Das ist aber doch pervers. Das solche Unternehmen einfach vom Markt verschwinden werden.

Ich kenne das bei mir ja auch. Es gibt einfach Grenzen, die ich nicht mehr zu zahlen bereit bin. Gerade im gastronomischen Bereich spüre ich das immer mal wieder bei mir. Weiß aber, dass die Preise oft so gemacht werden müssen um überhaupt noch Gewinn machen zu können.

Diese Problematik haben halt viele "kleinere" Unternehmen, die im Windschatten von Regelungen leben müssen, die eigentlich eher Konzerne und Großunternehmen betreffen sollten. Ich muss zugeben, dass mir die Entwicklung die letzten 2 Jahre da echt Sorgen macht was ich in Gesprächen so mitbekomme bzw. auch erlebe.
 
Versteh da auch das Problem hinter dem Beispiel nicht. Klingt für mich eher nach einem personellem Missmanagement. Wenn man die Zeiten definieren kann, wenn weniger los ist, dann setzt man da eben weniger Personal ein.

Was stellt sie sich denn vor? Wenn die Studenten nicht an ihrer Diss oder Diplomarbeit arbeiten dürfen, wäre es ok, wenn sie de volen Lohn bekommen, wenn sie aber (weil ja nix los ist) daran arbeiten, dann wäre es gerechtfertigt, sie geringer zu bezahlen? Was ist das denn für eine sinnlose Gehirnakrobatik. Der Arbeitnehmer ist da und "arbeitet", wenn der Arbeitgeber keine Arbeit bereit stellt, dann ist das doch nicht das Problem des AN...Ist natürlich löblich, dass sie es den Studenten erlaubt, aber wtf das passt für mich Vorn und Hinten nicht.
 
Ist halt leider ja inzwischen wirklich schon bei kleinen und mittleren Unternehmen massiv zu spüren zu welchen Probleme viele Regelungen führen. Sehe ja die Auswüchse halt in der täglichen Praxis. Hatte gerade gestern ne Mandantin da. Zur Vermeidung von etwaigen Rückschlüssen sage ich mal, dass sie ein Unternehmen betreibt in dem man Sport betreiben kann. Sie hat viele Studenten angestellt, die ja Mindestlohn bekommen (müssen). Da aber eben immer wieder auch mal relativ lang kein Kunde da ist um den sich gekümmert werden muss, dürfen sie da auch ihre Diplomarbeit schreiben, Recherche betreiben etc. Also bekommen auch mal Geld während sie private Sachen machen. Die wären auch einverstanden weniger zu bekommen unter der Prämisse. Gleichzeitig hat sie auch mit den enorm gestiegenen Energiekosten zu kämpfen. Und am Ende kann sie diese ganze gestiegenen Kosten aber auch nicht an die Endkunden so weiter geben, weil logischerweise jeder auch mal ne Schmerzgrenze hat. Ende vom Lied sie macht Verluste nachdem der Laden vorher gut gelaufen ist. Da das Unternehmen aber auch ihr Herzensprojekt ist und auch viel mit Schulklassen etc. arbeitet, lässt sie es noch laufen aktuell. Das ist aber doch pervers. Das solche Unternehmen einfach vom Markt verschwinden werden.

Ich kenne das bei mir ja auch. Es gibt einfach Grenzen, die ich nicht mehr zu zahlen bereit bin. Gerade im gastronomischen Bereich spüre ich das immer mal wieder bei mir. Weiß aber, dass die Preise oft so gemacht werden müssen um überhaupt noch Gewinn machen zu können.

Diese Problematik haben halt viele "kleinere" Unternehmen, die im Windschatten von Regelungen leben müssen, die eigentlich eher Konzerne und Großunternehmen betreffen sollten. Ich muss zugeben, dass mir die Entwicklung die letzten 2 Jahre da echt Sorgen macht was ich in Gesprächen so mitbekomme bzw. auch erlebe.

Klingt für mich nach Träumerei und nach keinem Unternehmen das wirtschaftlich tragbar ist, wenn es nicht gerade Rückenwind bekommt... Um nur den Mindestlohn und maximal die Minijob-Grenze zu zahlen, darf man maximal ca. 43h im Monat arbeiten. Das sind keine 11h in der Woche. Sie hat nicht genug Kunden, um 2h am Tag zu füllen? Dann brauch sie auch keine Minijobber... Dann kann sie das ja wohl allein machen als Hobby. Außerdem ist sie ja nicht mal gezwungen die Grenze auszureizen. Man könnte die Leute auch unter 10h die Woche arbeiten lassen und nach Mindestlohn bezahlen. Wenn die Studenten damit klar kommen, versteh ich nicht wo der Schuh drückt.

Vielleicht hat sich auch irgendein Gesetz geändert, aber nur in Teilzeit hat man Anrecht auf mindestens 10h Arbeit die Woche. Im Minijob kann es auch weniger sein.

Wenn ich falsch liege, bitte um Korrektur. :)
 
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Oh mann…..
 
Klingt für mich nach Träumerei und nach keinem Unternehmen das wirtschaftlich tragbar ist, wenn es nicht gerade Rückenwind bekommt... Um nur den Mindestlohn und maximal die Minijob-Grenze zu zahlen, darf man maximal ca. 43h im Monat arbeiten. Das sind keine 11h in der Woche. Sie hat nicht genug Kunden, um 2h am Tag zu füllen? Dann brauch sie auch keine Minijobber... Dann kann sie das ja wohl allein machen als Hobby. Außerdem ist sie ja nicht mal gezwungen die Grenze auszureizen. Man könnte die Leute auch unter 10h die Woche arbeiten lassen und nach Mindestlohn bezahlen. Wenn die Studenten damit klar kommen, versteh ich nicht wo der Schuh drückt.

Vielleicht hat sich auch irgendein Gesetz geändert, aber nur in Teilzeit hat man Anrecht auf mindestens 10h Arbeit die Woche. Im Minijob kann es auch weniger sein.

Wenn ich falsch liege, bitte um Korrektur. :)

Liegst du komplett, ist aber an der Stelle tatsächlich zu müsig. Wollte nur mal darstellen, wie bei vielen kleineren Unternehmen momentan die Problemstellungen sind. Von Personalmangel, da man nicht schwarz beschäftigen möchte und etwaige Bewerber aber das nur möchten um volles Bürgergeld zu erhalten ganz zu schweigen. Da ist einfach extremer Zündstoff in den Bereichen Kleinbetrieben. Und nachher wundert man sich halt wieder mal, dass die Vielfalt sterben geht.
 
Liegst du komplett, ist aber an der Stelle tatsächlich zu müsig. Wollte nur mal darstellen, wie bei vielen kleineren Unternehmen momentan die Problemstellungen sind. Von Personalmangel, da man nicht schwarz beschäftigen möchte und etwaige Bewerber aber das nur möchten um volles Bürgergeld zu erhalten ganz zu schweigen. Da ist einfach extremer Zündstoff in den Bereichen Kleinbetrieben. Und nachher wundert man sich halt wieder mal, dass die Vielfalt sterben geht.

Und in Italien kotzen die Leute ab, weil ihnen Bürgergeld gestrichen wird, sie aber gleichzeitig keine Arbeit finden und wenn dann nur Schwarzarbeit, weil niemand sie einstellen will.

Bin gespannt, wie das dann mit der AfD in Deutschland wird. Ich habe meine Zweifel, dass das anders läuft als bei Melonie.

Ähm...was hat das jetzt aber mit deiner Mandantin zu tun, die einfach schlechtes Personalmanagememt betreibt? :|
 
Sie betreibt kein schlechtes Personalmanagement. Aber das meine ich damit dass es zu mühselig ist, das hier wieder für irgendwelche Internetbesserwisser (sorry @Saftsack damit bist du explizit nicht gemeint, du hast ja normal gefragt) detailliert und seitenlang aufbereiten zu müssen während es mir um eine Kernaussage ging die durch Haarspalterei wieder mal in den Schatten gerückt würde.

Eigentlich kann man sich in Foren solche Einwürfe die als Korrektiv aus der Praxis und dem echten "Leben" zu dem ganzen theoretischen Tenor gedacht sind auch sparen. Andere sind da halt schon weiter und sind einfach ruhig.
 
Mmh, erst kommst du damit, dass deine Mandantin aufgrund der Vielzahl als Regularien Probleme hat ihr Geschäft wirtachaftlich zu betreiben. Dann liest man aus deinem Text heraus, dass sie lieber ihre Studenten unter dem Mindestlohn anstellen würde, wenn keine Kunden zu betreuen sind, was ja dann mit dem Mindestlohn das einzige Regularium ist, um dass sie sich Gedanken machen muss (also keine Vielzahl) und kommst zum Schluss noch mit gestiegene Enegergiekosten...

Was soll man denn sonst aus deinem Text lesen, als dass sie einfach zu viel Personal, für zu wenig Kunden einstellt? Wenn nix los ist, brauch ich keine Mitarbeiter, oder halt eine Minimalbesetzung, wenn viel los ist, muss ich das hochschrauben. Für sowas gibts Dienstpläne.

Wenn du sowas hier reinschreibst, mit den von dir hier geposteten Infos, dann wundere dich doch bitte nicht, wenn "Internetbesserwisser" um die Ecke kommen. Ist halt das Internet, für viele in Deutschland noch Neuland :D

Würd mich aber echt interessieren, was für schreckliche Regularien deine Mandantin neben dem Mindestlohn noch zu erdulden hat und die ihr einen gewinnbringenden Betrieb verwehren. Also wirklich jetzt, interessiert mich wirklich.
 
Sie betreibt kein schlechtes Personalmanagement. Aber das meine ich damit dass es zu mühselig ist, das hier wieder für irgendwelche Internetbesserwisser (sorry @Saftsack damit bist du explizit nicht gemeint, du hast ja normal gefragt) detailliert und seitenlang aufbereiten zu müssen während es mir um eine Kernaussage ging die durch Haarspalterei wieder mal in den Schatten gerückt würde.

Eigentlich kann man sich in Foren solche Einwürfe die als Korrektiv aus der Praxis und dem echten "Leben" zu dem ganzen theoretischen Tenor gedacht sind auch sparen. Andere sind da halt schon weiter und sind einfach ruhig.

Wenn die "Klügeren" aber zu oft nachgeben gewinnen die Dummen! ;)

Frei nach Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)
"Der Klügere gibt nach. Eine traurige Wahrheit. Wenn alle Klügeren nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert…"
 
Was soll man denn sonst aus deinem Text lesen, als dass sie einfach zu viel Personal, für zu wenig Kunden einstellt? Wenn nix los ist, brauch ich keine Mitarbeiter, oder halt eine Minimalbesetzung, wenn viel los ist, muss ich das hochschrauben. Für sowas gibts Dienstpläne.

Sowas ist aber manchmal schwierig, wenn du zB Dienstleistungen oder Service betreibst und da zu 100% fremdgesteuert bist wie und wann die Kunden oder Mitglieder kommen. Bei euch hört sich das immer so einfach an, ja dann muß man hier und dann muß man da, und wenn das halt nicht geht dann soll sie eben hinschmeißen. Die Realität ist aber meist ein bißchen komplexer als das. Zumal man auch nicht sofort alles aufgeben kann/will wenn mal gerade Ebbe ist. Da kann man ja auch nicht vorher sagen ist das temporär oder bleibt es so bis man da ne Weile drin ist oder Insolvenz anmelden muß.
Und da hängt ja auch noch viel mehr dran, das ist ja nicht "einfach nur den Job wechseln".
 
Sowas ist aber manchmal schwierig, wenn du zB Dienstleistungen oder Service betreibst und da zu 100% fremdgesteuert bist wie und wann die Kunden oder Mitglieder kommen. Bei euch hört sich das immer so einfach an, ja dann muß man hier und dann muß man da, und wenn das halt nicht geht dann soll sie eben hinschmeißen. Die Realität ist aber meist ein bißchen komplexer als das. Zumal man auch nicht sofort alles aufgeben kann/will wenn mal gerade Ebbe ist. Da kann man ja auch nicht vorher sagen ist das temporär oder bleibt es so bis man da ne Weile drin ist oder Insolvenz anmelden muß.
Und da hängt ja auch noch viel mehr dran, das ist ja nicht "einfach nur den Job wechseln".

Das ist richtig. Ist hier im Forum ja auch alles nur heruntergedampft und was da für eine Existenz dahinter hängt und sie nicht mal eben hinschmeißen kann, oder will ist mir auch klar.

Für mich klang es halt so Fitnessstudio und da kann ich eine Erhebung machen, wann eben die größte Auslastung da ist und wann nicht. Das sollte recht einfach zu bewerkstelligen sein. Eine andere Alternative wäre es entweder die Preise zu erhöhen, oder die Qualität (in Form von "ausreichend" Personal) zu Senken. Für mich klingt es aber eben nicht nach einem guten Beispiel für die überbordende Regulierungswut der deutschen Behörden, die definitiv gegeben ist und von der ich im Pflegebereich ein Liedchen trällern könnte...
 
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