Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Politikthread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Mal abgesehen davon, dass es noch zu wenige Daten gibt, um das überhaupt schlüssig zu beantworten, fließt der Großteil der Produktivitätsteigerung in den Ausgleich des fehlenden Tages. Das bringt einem aber im internationalen Wettbewerb nichts. Ob die Gesamtproduktivität dann wirklich im Schnitt leicht steigt, wird man sehen, da lasse ich mich außerhalb einer kleinen Versuchsstudie gern eines besseren belehren.
 
Ob die Gesamtproduktivität dann wirklich im Schnitt leicht steigt, wird man sehen, da lasse ich mich außerhalb einer kleinen Versuchsstudie gern eines besseren belehren.
"Kleine Versuchsstudie" vs. "größter Versuch weltweit", Framing ist alles!

Und wenn die Produktivität nur "leicht steigt", heißt das immer noch, dass sie steigt. Mir persönlich ist das sowieso egal, was meine Arbeitskraft für den internationalen Wettbewerb bedeutet: Wenn ich an vier Arbeitstagen so produktiv sein kann, wie an fünf, dann nehme ich dieses Modell mit Kusshand. Den freien Tag werde ich dann bestimmt nicht dafür verschwenden darüber nachzudenken, wie es der deutschen Volkswirtschaft geht. Weil das schlicht nicht davon abhängt, ob ich mein Arbeitspensum in vier Tagen wegschaffe oder auf fünf Tage strecke.
 
"Kleine Versuchsstudie" vs. "größter Versuch weltweit", Framing ist alles!

Und wenn die Produktivität nur "leicht steigt", heißt das immer noch, dass sie steigt. Mir persönlich ist das sowieso egal, was meine Arbeitskraft für den internationalen Wettbewerb bedeutet: Wenn ich an vier Arbeitstagen so produktiv sein kann, wie an fünf, dann nehme ich dieses Modell mit Kusshand. Den freien Tag werde ich dann bestimmt nicht dafür verschwenden darüber nachzudenken, wie es der deutschen Volkswirtschaft geht. Weil das schlicht nicht davon abhängt, ob ich mein Arbeitspensum in vier Tagen wegschaffe oder auf fünf Tage strecke.

Ich habe da jetzt auf der schnelle nicht gelesen wie lange dieser Versuch ging, aber ist dieses "wir sind alle viel produktiver" nicht auch eine Art Framing?

Ich behaupte einfach mal wenn man schon mal mit Personal gearbeitet hat dann ist einem relativ schnell klar das diese positiven Effekte der Studie bald verpuffen werden. Die Leute werden sich daran gewöhnen und dann ist es der alte Trott, aber halt nur 4 Tage die Woche.

Das konnte man auch bei den ganzen Home Office Regelungen ganz gut beobachten.
Am Anfang waren alle ganz begeistert und die Mitarbeiter waren oftmals sogar effektiver, aber mittlerweile holen viele Firmen die Leute zurück oder setzen mit einem engeren Controlling an, weil die Leute eben nicht mehr so effektiv sind.

Will sagen: der 0815 Mitarbeiter wird immer nur so hoch springen wie er muss und das ist auch ok. Ich fände eine 4 Tage Woche auch mega, aber die Story mit der gestiegenen Effektivität, weniger Krankheit usw. glaube ich nicht. Da müsste es eine sehr lange & breite Studie geben damit das glaubwürdiger wird imo.
 
"Kleine Versuchsstudie" vs. "größter Versuch weltweit", Framing ist alles!

Und wenn die Produktivität nur "leicht steigt", heißt das immer noch, dass sie steigt. Mir persönlich ist das sowieso egal, was meine Arbeitskraft für den internationalen Wettbewerb bedeutet: Wenn ich an vier Arbeitstagen so produktiv sein kann, wie an fünf, dann nehme ich dieses Modell mit Kusshand. Den freien Tag werde ich dann bestimmt nicht dafür verschwenden darüber nachzudenken, wie es der deutschen Volkswirtschaft geht. Weil das schlicht nicht davon abhängt, ob ich mein Arbeitspensum in vier Tagen wegschaffe oder auf fünf Tage strecke.

Der "größte Versuch weltweit" sind halt trotzdem nur 61 Unternehmen von 1,4 Millionen Unternehmen, die in UK Angestellte beschäftigen.

https://www.money.co.uk/business/business-statistics
 
Die 4 Tage Woche soll wohl auch zu deutlich weniger Krankenstand führen.
Wenn man mal überlegt, dass Stress, Depressionen und Burnout ne Volkskrankheit ist... immer her damit.
Also die 5 Tage Woche, Stress, Depressionen und Burnout... für die Volkswirtschaft!
 
Die 4 Tage Woche soll wohl auch zu deutlich weniger Krankenstand führen.
Wenn man mal überlegt, dass Stress, Depressionen und Burnout ne Volkskrankheit ist... immer her damit.
Also die 5 Tage Woche, Stress, Depressionen und Burnout... für die Volkswirtschaft!

Imo ziemliches Wunschdenken das die 4 Tage Woche all diese Probleme löst.
Diese Krankheiten werden durch Stress, zuviel Arbeit usw. ausgelöst und das wird die 4 Tage Woche bei immer weniger arbeitenden Leuten wohl kaum reduzieren. Ich befürchte langfristig sogar das Gegenteil, wenn man eben gezwungen ist seine Arbeit in 4 statt 5 Tagen zu schaffen.

Mir hilft ein Wochenende kaum wenn ich auf der Arbeit richtig Stress habe und da dreht sich die Arbeitswelt ja kaum weiter. Bei einer 4 Tage Woche, die sicher nicht flächendeckend möglich ist würde ja sogar noch ein Tag dazu kommen den man irgendwie abdecken muss bzw. an dem einfach Dinge in der Arbeitswelt weiterlaufen.

Gerne eine große, lang laufende Studie dazu und dann wird man auch sehen wie sich diese Themen wirklich entwickeln.

Ich als Angestellter würde die 4 Tage Woche natürlich auch ohne weitere Studien sofort nehmen, aber gut für den Arbeitsmarkt ist das sicher nicht.
Das kann einem als Angestellter erstmal egal sein, aber wenn man eben Angestellter in einer nicht öffentlich finanzierten Einrichtung ist, wird einen das früher oder später sehr wohl interessieren.
 
Viele Branchen können auch nicht formal nen Tag dicht machen. Was dann bedeuten würde, dass die entweder sogar noch mehr Mitarbeiter einstellen müssten, oder die bestehenden in verschiedenen Schichten dauerhaft rollierend einander vertreten müssten. Was sicher nicht dazu beiträgt, den Stress zu reduzieren.
 
Finde den Ansatz komplett verkehrt.
Ziel sollte es nicht sein, einer bestimmten Arbeitnehmergruppe eine Viertagewoche zu ermöglichen.
Ziel sollt es sein, dass sich jeder, der freiwillig einen Tag weniger arbeitet, dennoch das Leben leisten kann.
Mit Abzügen in Sachen Lebensqualität klar aber am Ende sollte es ja eine freiwillige Sache sein.
Bedingt natürlich Lohnhöhe, Steuern und Abgaben sowie Lebenshaltungskosten,
die das ermöglichen.
DAS wäre in meinen Augen ein fairer Ansatz.
 
Ich arbeite nur 3 Tage und bin definitiv effektiver und entspannter.Klar arbeite ich Dienstags auch mal länger wie gewünscht um etwas fertig zu bekommen.Aber es motiviert wenn man weiss Mittwoch ist frei.
Auch die Kunden passen sich da gut an mit der Zeit.
In der Schweiz ist es aber durchaus üblich das viele nur 80% arbeiten ohne Lohnausgleich.
 
FDP und die Grünen entwickeln sich auch zur ner richtigen Fickbeziehung.
Jeder nimmt sich was er braucht aber zu mehr reicht es halt nicht.
 
Zur 40 h Woche, da gibt es Grade eine Fette Diskussion im Reddit die es auch in die Medien geschafft hat.

https://www.fnp.de/ratgeber/karrier...tress-belastung-arbeitnehmer-zr-92242922.html

Was mir dabei auffällt. Die festen Arbeitszeiten stammen eben noch aus einer anderen Arbeitswelt bzw. Sind meist so gewählt weil es ein Tarif oder flächentarifvertrag in einer Branche vorsieht. Es berücksichtigt in keinster Weise die Art der Arbeit, die Messung der jeweiligen Produktivität der Arbeit und erst Recht nicht das Individuum an sich.

Es stammt aus einer Zeit in dem man feste Arbeitsabläufe und klare Tätigkeiten hatte.

Nun hat sich die Arbeitswelt aber faktisch bei vielen geändert, Stichwort "new work" hin zu einem Projekt getriebenen Workflow mit milestones und Targets.

Diese Art der Arbeit war früher einem eher kleinen Anteil der Belegschaft vorbehalten, Projektleiter und Führungskräfte.

Mittlerweile ist das aber in manchen Branchen, die normale Art der arbeitsführung z.b. in der it.

Da mit "Stunden anwesenheit" zu kommen ist Blödsinn. Diese Art der Arbeit und Leistungsbemessung zielt rein auf das erfüllen von zielen ab.

Da gehört die Fixierung auf Arbeitszeiten schon lange abgeschafft. Faktisch ist das in vielen Bereichen ganz im stillen auch so.

Ich habe zwar auch 38 Stunden im Vertrag stehen aber auch Vertrauensarbeitszeit. D.h. niemand misst meine Stunden nach. So arbeite ich auch im Home-Office nach meinem eigenen Tempo und der Freitag ist ein bisschen "Staubwischen bis zum Mittag".

Der einzige Unterschied ist das ich halt am Freitag "da" sein muss.

Faktisch kann ich in meinem Arbeitstempo auch keine 8 h "Arbeit" am Tag abliefern, dafür ist das was ich mache zu kompliziert. Ist aber kein Problem wenn man Vorgesetzte hat die das begreifen und solange man die Ziele erreicht ist es egal wie und wann man die Arbeit erledigt.

Nur, und das fällt auf, gilt das eben nicht für jede Art der Arbeit und auch nicht für jeden Angestellten. Es gibt auch Kollegen die sind halt 8 h da. Die braucht es auch. In einem gut geführten unternehmen berücksichtigt man, sofern möglich, einfach den individuellen Arbeitstyp und alle werden glücklich.

Das funktioniert im Home-Office natürlich besser als im Office, wo gerne Mal der Spruch kam "ah, halber gleittag?".

Wobei ich dann immer geantwortet hat "Logo, wer kann der kann"
 
Ich denke, es ist kaum möglich, die 4-Tage-Woche als generelles Modell für die gesamte Arbeitswelt anzuwenden. Sie kann meiner Meinung nach überall dort funktionieren, wo das Arbeitsergebnis zählt. Es gibt aber genügend Jobs, wo die Anwesenheit entscheidend ist. Das ist bei der Krankenschwester so und auch beim Callcentermitarbeiter, der dafür sorgen muss, dass jemand rangeht, wenn ein Kunde die Hotline anruft. Da kämen die Arbeitgeber massiv ins Schwimmen, wenn ihnen nun für die gleichen Kosten 20% der Arbeitsstunden wegfallen würden.
 
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Wird Zeit, dass man dem Gerhard nen endgültigen Arschtritt verpasst.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben