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Der Politikthread

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Was ich ja auch immer schlimm finde, ist das Gefühl, was unsere Mitmenschen an sich aber auch durch die rechten Tendenzen und Parolen empfinden. Ein Bekannter - "systemrelevant" wie es bei Corona so schön hieß, also wichtiger und produktiver Bestandteil unserer Gesellschaft und der benötigt wird um manches positives im Land aufrecht zu erhalten - hat mir das geschrieben, da er sich Sorgen um Remigration macht auf die Frage ob er das ernst meint:



Da muss ich schlucken und bin mehr als traurig.

Ganz spurlos sind die wahlen auch nicht an mir (Migrationshintergrund) gegangen. Man macht sich schon seit längerem die Gedanken, was die Zukunft alles mit sich bringen wird, vorallem, weil niemand mehr bereit für ein konstruktives Gespräch bereit ist. Wie @Gerri bereits schreibt sind die Themen immer die selben und da wird mit argumenten und Fakten kaum jemanden davon überzeugen das die aussagen von ihnen nicht korrekt sind.
Wenn ich dann sehe das in meinem Landkreis die AfD zweitstärkste Partei geworden ist, stimmt mich tatsächlich sehr traurig.

So manche gedanken an das auswandern habe ich in der tat schon gemacht. Da wird egal was man hier hat und als Facharbeiter hätte ich tatsächlich keine großen schwierigkeiten irgendwo anders unterzukommen. Stand jetzt könnte die Schweiz eine Option sein.

Ich mag aber diese Gedanken selber nicht, weil so wie es ist, gefällt es mir sehr gut, fühle mich sehr wohl und zähle deutschland als meine Heimat. Es ist mein Zuhause und da fühle ich mich am wohlsten.
Ich weiß ja nicht was die Zukunft bringt, aber den status eines Gastarbeiters in dieser Gesellschaft möchte ich tatsächlich nicht haben.
 
Die Thematik ist ja leider nicht ein exklusiv deutsches Problem. Die - ich nenne sie mal - weiß-nationalistische Bewegung durchzieht alle Länder des Westens. Egal ob USA, Frankreich Deutschland, Österreich, Schweiz oder Ungarn, überall sind rechtspopulistische bis rechtsnationale Kräfte stark und träumen von einer Art Bürgeraufstand gegen Linke und "Ausländer". Ich hoffe, der sich in einigen Ländern bereits abzeichnende Trend, dass sich die Rechtspopulisten selbst zähmen, setzt sich dort.
 
So manche gedanken an das auswandern habe ich in der tat schon gemacht. Da wird egal was man hier hat und als Facharbeiter hätte ich tatsächlich keine großen schwierigkeiten irgendwo anders unterzukommen. Stand jetzt könnte die Schweiz eine Option sein.
Da brauchst Du aber nicht in die Schweiz gehen, da sind schon seit 2003 die Rechtspopulisten von der SVP (z.B.: https://www.nzz.ch/schweiz/svp-ld.1761952) die Partei mit den meisten Stimmen.
 
https://taz.de/Rechtsextreme-an-Schule-in-Brandenburg/!6016910/

Bei der Abendveranstaltung an der Schule mit dabei: der brandenburgische AfD-Abgeordnete Lars Günther, den das Landesamt für Verfassungsschutz als Rechtsextremisten bezeichnet.

Kann man mal machen.

Und zur aktuellen Diskussion hier, verweise ich nochmals auf

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Das weiß ich. Ich war jetzt die letzten 2-3 Jahre ständig in Zürich für ein Kundenprojekt. In den Büros (ITler) waren ausschließlich Leute von unterschiedlichsten Kulturen und auch die Stadt selber ist sehr Bunt.

Aber das ist in Berlin, in Düsseldorf, in Kiel, in München genauso. Ich kann Dir zumindest aus der bitteren Erfahrung zweier ehemaliger Klassenkameraden sagen: Das Ausland ist so lange bunt, offen und cool, wie man als Gast dort unterwegs ist, egal ob auf einem Businesstrip oder als Tourist. In dem Moment aber, wo Du dort hinziehst, um zu bleiben, bist du für viele plötzlich der Ausländer, der Eindringling. Und gerade die Schweiz ist leider berüchtigt für ihre anti-deutschen Ressentiments. Denen ist dann auch egal, ob Du einen nicht-deutschen Hintergrund hast. Für viele wirst du da der deutsche Fremdkörper sein.

Das ist genau das, was ich meinte: Du hast leider in allen westlichen Ländern 20%-40% nationalistische Kräfte, die sich auf so einen Quatsch einschießen.
 
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Entstehen konnte das alles in dem Ausmaß allerdings auch nur, weil die etablierten Parteien das Problem lange bewusst ausgeblendet haben. Bis es nicht mehr anders ging. Steuern kann man die außereuropäische und irreguläre Migration ja leider eh nur in begrenztem Maße, aber man hat es lange Zeit ja nicht mal versucht.

Um so schlimmer, dass die Spacken von ganz rechts wie bei allem noch weniger Lösungen dafür haben als die anderen Parteien.
 
Das weiß ich. Ich war jetzt die letzten 2-3 Jahre ständig in Zürich für ein Kundenprojekt. In den Büros (ITler) waren ausschließlich Leute von unterschiedlichsten Kulturen und auch die Stadt selber ist sehr Bunt.
Ja, ich glaube wir haben hier einen Ausländeranteil von über 30%. Dürfte wohl der höchste in Europa sein (ausser so Kleinststaaten vielleicht).
 
Was genau ist eigentlich mit "Steuern der Migration" gemeint? Für mich klingt das immer nach eine Chiffre.
Was ist damit denn gemeint wenn nicht Rückführungsabkommen mit zweifelhaften Regimen, weitere Aushöhlung des Asylrechts, eine noch höhere Militarisierung an den europäischen Außengrenzen etc.?
 
Aber das ist in Berlin, in Düsseldorf, in Kiel, in München genauso. Ich kann Dir zumindest aus der bitteren Erfahrung zweier ehemaliger Klassenkameraden sagen: Das Ausland ist so lange bunt, offen und cool, wie man als Gast dort unterwegs ist, egal ob auf einem Businesstrip oder als Tourist. In dem Moment aber, wo Du dort hinziehst, um zu bleiben, bist du für viele plötzlich der Ausländer, der Eindringling. Und gerade die Schweiz ist leider berüchtigt für ihre anti-deutschen Ressentiments. Denen ist dann auch egal, ob Du einen nicht-deutschen Hintergrund hast. Für viele wirst du da der deutsche Fremdkörper sein.

Das ist genau das, was ich meinte: Du hast leider in allen westlichen Ländern 20%-40% nationalistische Kräfte, die sich auf so einen Quatsch einschießen.

Davon gehe ich auch aus wenn ich ins Ausland ziehen würde. Ich habe nur die Befürchtung, das ich in Zukunft mehr diesen Status falle wenn ich in meinem Zuhause bleibe.
 
Was genau ist eigentlich mit "Steuern der Migration" gemeint? Für mich klingt das immer nach eine Chiffre.
Was ist damit denn gemeint wenn nicht Rückführungsabkommen mit zweifelhaften Regimen, weitere Aushöhlung des Asylrechts, eine noch höhere Militarisierung an den europäischen Außengrenzen etc.?

Oder eine faire Verteilung innerhalb Europas und Kontrolle dass die betreffenden Personen auch wirklich in den Ländern bleiben, die ihnen Asyl gewährt haben.
Dazu mehr Bemühungen, straffällige Einwanderer abzuschieben. Und auch die Außengrenzen robuster zu kontrollieren um die illegale Einwanderung einzudämmen. Mir persönlich ist es auch ziemlich wurscht, wenn man dafür Deals mit Drittstaaten macht oder in Länder abschiebt, die nicht unseren Standards entsprechen, aber das ist sicher ein diskussionswürdiger Punkt.
 
Und auch eine neue Einordnung sicherer Herkunftsländer, wie zuletzt die Republik Moldau und Georgien.
Zudem ist damit auch eine Strafverschärfung für Schleuser gemeint.
 
Ironisch dass es von der Pfeife kommt, aber im Prinzip der richtige Ansatz. Dass in Deutschland nichts umgesetzt wird liegt auch daran, dass jeder alles blockieren kann.
 
Es ist absolut faszinierend, wie sich Aiwanger und Söder in letzter Zeit selbst übertreffen beim Thema Ausbau von Windkraft (seitdem sie - endlich - kapiert haben, dass Dagegensein Bayern wirtschaftlich ruinieren würde). Die beiden Vollpfeifen zusammen mit den anderen CSU Kappen sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass in Bayern nichts voranging in Sachen Windenergie und haben mit ihrer Bierzeltscheiße mit dafür gesorgt, dass so viele Menschen Vorbehalte gegenüber Windenergie haben. Und jetzt sind alle anderen schuld. Aiwanger/Söder (halt der jeweils andere), die Bundesregierung, die Grünen, als nächstes bestimmt noch die Migranten :ugly:

Das einzig gute ist, dass ihre Motive zwar erbärmlich sind, aber dabei immerhin (zufällig) ein gutes Ergebnis rauskommen könnte.
 
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