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Der Politikthread

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Ich bin kein Freund von Direktdemokratie aber Unrecht hat er auch nicht

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Den meisten Aktivisten fehlt einfach der Weitblick, denn die Aufregung wäre viel größer, wenn wir - analog zu UK, Ende 2021 - massive Engpässe (Gemüse, Milch & Co) in den Supermärkten hätten. Man muss sich auch mal anschauen, was ein Bauer für 1 Tonne Kartoffeln bekommt und welche Kosten da gegenüber gestellt werden. Also Bauer möchte ich aktuell keiner sein ...
 
Den meisten Aktivisten fehlt einfach der Weitblick, denn die Aufregung wäre viel größer, wenn wir - analog zu UK, Ende 2021 - massive Engpässe (Gemüse, Milch & Co) in den Supermärkten hätten. Man muss sich auch mal anschauen, was ein Bauer für 1 Tonne Kartoffeln bekommt und welche Kosten da gegenüber gestellt werden. Also Bauer möchte ich aktuell keiner sein ...

Da hast Du wohl recht. Aber immerhin passiert mal etwas und einigen Politikern wird vielleicht klar, dass sie Politik für das Volk machen und eben nicht isoliert in ihrem Elfenbeinturm sitzen. Natürlich kann man darüber streiten, ob es angemessen ist, einen Politiker im Rahmen von Protesten in seinem Privatleben einzuschränken, andererseits haben die Entscheidungen ebenjener Politiker auch nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf das Privatleben vieler Bürger.
 
Den meisten Aktivisten fehlt einfach der Weitblick, denn die Aufregung wäre viel größer, wenn wir - analog zu UK, Ende 2021 - massive Engpässe (Gemüse, Milch & Co) in den Supermärkten hätten. Man muss sich auch mal anschauen, was ein Bauer für 1 Tonne Kartoffeln bekommt und welche Kosten da gegenüber gestellt werden. Also Bauer möchte ich aktuell keiner sein ...

Ist es jetzt aber besser die Politik zu bestreiken um weiterhin in einem defizitärem System arbeiten zu können, welches nur durch Subventionen aufrecht erhalten bleiben kann, oder würde es mehr Sinn mehr machen, Druck auf die Händler auszuüben (auch mit Hilfe der Politik) doch endlich realistische Preise zu bezahlen?

Klar, wenn die Bauern den Handel bestreiken würden, dann würde sich der Handel seine Kartoffeln woanders holen, billiger aus dem Ausland, aber da ja soviele Bürger mit den armen Bauern solidieren, könnten die Käufer das wieder ausgleichen, indem sie entweder direkt vom Bauer kaufen, oder die Händler boykottieren und auch die Politik könnte Druck auf die Händler aufbauen, dass lokale Erzeugnisse vorgezogen werden. Bei letzterem bin ich mir nur über die Ausgestaltung nicht im Klaren. Evtl. so wie in den USA, wo teilweise exorbitante Einfuhrzölle erhoben wurden...

Aber ich finds auch interessant zu sehen, wie bei den Streiks auch von Seiten der Politik mit 2erlei Maß gemessen wird...
 
https://www.mdr.de/video/mdr-videos/a/video-786606.html

Im Video geht es um Bürgergeld und Arbeit im Niedriglohnsektor.
Und ich kann aus eigener Erfahrung sprechen. Meine Frau ist Frisörin.
Ich kann jetzt gerne mal ne Auflistung machen was sie verdient und was sie an Lebenskosten hat. Da bleibt so gut wie nix übrig.

Aber dann trifft auf deine Freundin auch genau das zu, was bei Wohlstand für Alle erklärt wurde: Sie hat genauso Anspruch auf Sozialleistungen wie der Bürgergeldempfänger und wenn sie alles beantragen würde, was ihr zustünde, würde sie auch deutlich besser dastehen als jeder Bürgergeldempfänger. Das Problem ist, dass viele gar nicht wissen, das ihnen Leistungen zustehen. Beispiel Kindergrundsicherung: Das zusätzliche Geld, das die Ampel dafür bewilligt hat, soll an Menschen gehen, die ohnehin einen Anspruch haben, diesen aber bisher gar nicht nutzen. Da wird kein Cent mehr an Sozialleistungen ausgegeben, sondern die bestehenden sollen nur endlich an alle Berechtigten fließen.
 
Der Bauernverband distanziert sich ein Glück von diesen gewaltaffinen Primaten. Ich finde es teilweise auch erschreckend, was auf Protestplakaten steht, die an Treckern und Schleppern angebracht sind. "Berlin erwache!" und diverse andere Umformulierungen altbekanntester Propagandasprüche, natürlich ab und zu auch mal wieder Galgen. Ein Glück natürlich eine absolute Minderheit.

Ist zwar ein kurzes Statement, aber ich denk mal es musste natürlich auch auf die Schnelle passieren: https://www.bauernverband.de/topartikel/blockaden-dieser-art-sind-ein-no-go

Blockaden dieser Art sind ein No-Go. Wir sind ein Verband, der die demokratischen Gepflogenheiten wahrt.

Vergleiche einiger Politiker mit der Letzten Generation finde ich persönlich allerdings unpassend. Völlig unabhängig davon, wie man deren Aktionen bewertet. Die nötigen zwar Teilnehmer des Straßenverkehrs zum Anhalten und natürlich ist auch der betriebene Vandalismus sicherlich nicht schön, aber sie bedrohen nicht physisch und psychisch Personen samt Familienangehörigen.
 
Diese gewaltbereiten Chaoten sollten weggeprügelt werden.
meine ich natürlich nicht ernst, finde es nur schön, wie sich sonst immer über Protestler aufgeregt wird, sobald sie aber rechts-konservativ sind, abgefeiert werden.

Naja, das ist ja nun auch sehr polemisch.
Wer feiert das denn bitte ab?
Ich sehe hier niemanden der sagt, hey ja geil, endlich werden die Arschloch-Politker mal mit der Mistgabel durchs Dorf getrieben.
Was die da gemacht haben ist schändlich und verachtenswert.

Einmal eine Blockade der Bauern aber gleichzusetzen mit ständigen Sitzblockaden, Zerstörung oder Beschützung von fremden Eigentum, Eindringen auf einen Flughafen etc sind halt nunmal auch 2 Paar Schuhe.
 
Ist es jetzt aber besser die Politik zu bestreiken um weiterhin in einem defizitärem System arbeiten zu können, welches nur durch Subventionen aufrecht erhalten bleiben kann, oder würde es mehr Sinn mehr machen, Druck auf die Händler auszuüben (auch mit Hilfe der Politik) doch endlich realistische Preise zu bezahlen?

Klar, wenn die Bauern den Handel bestreiken würden, dann würde sich der Handel seine Kartoffeln woanders holen, billiger aus dem Ausland, aber da ja soviele Bürger mit den armen Bauern solidieren, könnten die Käufer das wieder ausgleichen, indem sie entweder direkt vom Bauer kaufen, oder die Händler boykottieren und auch die Politik könnte Druck auf die Händler aufbauen, dass lokale Erzeugnisse vorgezogen werden. Bei letzterem bin ich mir nur über die Ausgestaltung nicht im Klaren. Evtl. so wie in den USA, wo teilweise exorbitante Einfuhrzölle erhoben wurden...

Aber ich finds auch interessant zu sehen, wie bei den Streiks auch von Seiten der Politik mit 2erlei Maß gemessen wird...
Ich finde streiken generell Banane, wollte nur auf die Situation der Bauern hinweisen; deren Existenz direkt betroffen ist. Hier und jetzt. Die Klimaaktivisten haben natürlich auch Grund zu streiken, aber die streiken für Generationen nach ihnen und sind nicht direkt betroffen. Darauf wollte ich eigentlich hinaus.

Und mit dem Handel braucht man sich nicht anlegen; die sind stärker als jede politische Partei. Das hat erst Haribo 2022 hart zu spüren bekommen ...
 
Naja, das ist ja nun auch sehr polemisch.
Wer feiert das denn bitte ab?
Ich sehe hier niemanden der sagt, hey ja geil, endlich werden die Arschloch-Politker mal mit der Mistgabel durchs Dorf getrieben.
Was die da gemacht haben ist schändlich und verachtenswert.

Einmal eine Blockade der Bauern aber gleichzusetzen mit ständigen Sitzblockaden, Zerstörung oder Beschützung von fremden Eigentum, Eindringen auf einen Flughafen etc sind halt nunmal auch 2 Paar Schuhe.
Ich sag nur schöne Aktion:D
 
Nur damit man das richtig verstanden hat und nicht aus Versehen der Hund oder die Katze über die Tastatur gelaufen ist:
Die Altersgruppe von 20-35, die vermutlich den Großteil der Klimaaktivisten ausmacht, ist in ihrem Leben nicht von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen?
 
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