Denn die AfD ist aus meiner Sicht rechtsextrem, rassistisch und antidemokratisch, sie möchte die bestehende, liberale Gesellschaftsordnung zerstören und
Deutschland wahrscheinlich zu einem Putin’schen Vasallenstaat machen. Etwa so, wie Victor Orbán es gerade in Ungarn vorführt. Die AfD hat zwei Arten von Mitgliedern, nämlich Nazis und Leute, die ohne Scham und Scheu mit Nazis zusammenarbeiten.
Ähnlich verhält es sich mit den AfD-Wählenden. Da gibt es solche, die eine rechtsextreme Partei wählen, weil sie genau das wollen. Und solche, die nicht wahrhaben wollen oder denen egal ist, dass sie eine rechtsextreme Partei wählen.
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Zumindest in
Dänemark existiert ein eindeutiges Gegenbeispiel dieser Erzählung. Dort haben die Sozialdemokraten kurz nach der Wahl der heutigen Vorsitzenden und Ministerpräsidentin Mette Frederiksen im Jahr 2015 nach harten und schwierigen Debatten begonnen, ihre zuvor weltoffene und einladende Position zu Migration und Integration zu verändern. Seit spätestens 2018 stehen die dänischen Sozialdemokraten in Sachen Migration und Integration
für eine harte und kompromisslose Linie , die von Kritiker:innen sogar als »rassistisch« bezeichnet wurde und wird. Nichtsdestotrotz wurden bei den Wahlen 2019 die Sozialdemokraten stärkste Partei mit 25,9 Prozent, sie konnten den Erfolg 2022 mit 27,6 Prozent
sogar noch ausbauen . Die ungefähre Entsprechung der AfD in Dänemark, die zunächst eher nationalkonservative, dann aber rechtspopulistische Dänische Volkspartei, verlor stark. Konnte sie bei den Parlamentswahlen 2015 noch 21,1 Prozent erreichen, kam sie 2019
nur noch auf 8,7 Prozent und stürzte 2022 auf 3,9 Prozent in die weitestgehende Irrelevanz. Beobachter:innen fast aller politischer Richtungen
sind sich sicher , dass der Rechtsruck in Migrations- und Integrationsfragen der dänischen Sozialdemokraten die mit Abstand wichtigste Ursache für den Absturz der Rechtspopulisten war.