CDU-Chef Merz ist in seiner Heimat offensichtlich sehr engagiert im Kampf gegen die Erderhitzung. Er ließ sich den ganzen Schriftverkehr des Landrats mit der Umwelt-Agentur in Berlin vorlegen und listet den Vorgang detailliert in seinem Brief an Habeck auf. Der Brief liegt dem SPIEGEL vor. Am 4. September 2023, so schreibt Merz an Habeck, habe die Agentur auf Nachfrage mitgeteilt, dass »voraussichtlich und frühstens im Frühjahr 2024« mit einer Bewilligung zu rechnen sei.
Auf bundespolitischer Bühne warnt Merz gern mal vor zu hohem Tempo beim Klimaschutz, etwa beim Heizungsgesetz aus dem Hause Habeck. In diesem Fall kann es ihm aber gar nicht schnell genug gehen: »Diese lange Antragsbearbeitung lässt viel zu viel wertvolle Zeit verstreichen, frustriert die kommunal politischen Akteure und verstimmt mich als heimischer Abgeordneter«, schreibt der Unionsfraktionschef an Habeck. Angeblich habe die Agentur sich zudem geweigert, einen »vorzeitigen Maßnahmenbeginn« zu bewilligen, also schon mit dem Klimaschutzmanagement zu starten, bevor die Anträge endgültig genehmigt werden.