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Der Politikthread

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Deutschland ist heute ein ganz anderes Land als 1945. Ich wüsste auch kein Land, welches die eigenen Kriegsverbrechen derart aufgearbeitet hat. Der Schuld-Kult gehört beendet. Wie viele Jahre will man das denn noch wie eine Monstranz vor sich hertragen? Insbesondere Israel gehört mit gleichen Maßstäben behandelt wie jedes andere Land. Man kann nicht auf der einen Seite bei allen möglichen Ländern Menschenrechtsverletzungen anprangern und bei Israel aus historischer Schuld heraus die Augen zudrücken.

Ich wollte mich ja eigentlich raushalten, aber zu diesem Rundumschlag muss man einfach nochmal was schreiben, auch wenn es vermutlich mein letzter Beitrag vor der Sperrung sein wird: "Schuld-Kult"? Dein Ernst jetzt? Was kommt als Nächstes? Die große jüdische Weltverschwörung? Ich bin echt fassungslos, für welche Sachen man hier von den Moralhütern des Forums in harrschem Ton angegangen wird, während andere Leute offenbar problemlos ihre rechtspolitischen Kampfbegriffe und -thesen in den in den Ring werfen können und dafür offenbar noch Beifall erhalten. Da werden mal wieder ganz im AFD-Stil Schuld (die keinem von ernstzunehmender Seite heute noch vorgeworfen wird) und Verantwortung der BRD für die Geschichte in einen Topf geworfen. Wäre ja auch zu schade, wenn man sich nicht weiter als Opfer der bösen Woke-Agenda darstellen könnte.

Falls es dem ein oder anderen nicht klar sein sollte:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schuldkult
 
Wenn der Podcast vor einem halben Jahr gelaufen wäre, niemand hätte diesen Nebensatz bemerkt. Das ist jetzt nur im Kontext der Israel-Krise künstlich hochgekocht worden.

Letztendlich schadet dieses penetrante auf Linie bringen unserer Demokratie, weil sich öffentlich niemand mehr traut eine Gegenposition zu beziehen. Oder ein Thema wird gar komplett umschifft, damit man nicht aus Versehen in ein Fettnäpfchen tritt.

Ach, der übt doch nur Israelkritik, dann kann man doch über dieses kleine bisschen Antisemitismus auch mal hinwegsehen. Ich halte das für brandgefährlich!

Gerade weil es legitime Kritik an der Politik Israels gibt muss man ganz genau hinschauen wenn sich das mit Antisemitismus vermischt. Ich sage das auch an der Stelle ganz deutlich, weil ich auch im anderen Thread eine Position beziehe, aus der ich sehr kritisch auf das militärische Vorgehen in Gaza schaue und entschieden für die Bevölkerung Gazas einstehe:
Wenn ich hier von "Schuld-Kult" lese und davon, dass irgendwann auch mal gut sein muss weil die heute lebende Generation persönlich nichts mit den Nazi-Verbrechen zu tun hätte, dann distanziere ich mich davon so weit es irgendwie möglich ist! Das geht für mich übrigens auch schon in eine bedenklich relativierende Richtung, wenn man die historische Schuld Deutschlands auf die Verbrechen der SS zu reduzieren versucht.

Die Bundesrepublik Deutschland ist der Nachfolgestaat des Deutschen Reiches und solange das so ist, wird und muss sie auch die "Monstranz" der moralischen Schuld für die Shoah vor sich hertragen.
Ich hab keinen Bock eine Querfront zu bilden mit Leuten, deren Israel-Kritik auch ein Einfallstor sein möchte um sich endlich der lästigen Schuld der NS-Vergangenheit zu entledigen.
 
Man könnte auch sagen wenns so weiter geht mit der AFD sind wir auch nicht ultra weit entfernt, möglicherweise wieder einer neuen "Schuldfrage" entgegengestellt zu werden. Von daher wird das "hier" immer ein Thema bleiben (müssen).
 
Falls es dem ein oder anderen nicht klar sein sollte: https://de.wikipedia.org/wiki/Schuldkult
Dieser politische Kampfbegriff ist Teil eines Geschichtsrevisionismus, der die deutsche Verantwortung für die NS-Verbrechen und deren Folgen abwehrt, abwertet, leugnet oder verharmlost
Dann habe ich da im Wort vergriffen. Es geht mir nicht darum irgendwas zu leugnen. Geschichte ist wichtig und man muss die Erinnerung an diese Verbrechen lebendig halten, damit sie sich nicht wiederholen, allerdings in Museen und Geschichtsunterricht. Es lebt so gut wie niemand mehr der damals beteiligt war und wirklich schuldig ist. Deswegen muss es mMn auch irgendwann enden.
 
Es lebt so gut wie niemand mehr der damals beteiligt war und wirklich schuldig ist. Deswegen muss es mMn auch irgendwann enden.

Das zeigt, dass du offenbar nach wie vor den Unterschied zwischen persönlicher Schuld und historischer Verantwortung des Folgestaates nicht verstehst. Wie ich schon sagte, ist es natürlich Quatsch und wird auch von keiner ernstzunehmenden Seite gefordert, sich als Nachgeborener schuldig zu fühlen oder zu bekennen. Das ändert aber Nichts daran, dass die BRD eine besondere historische Verantwortung im Umgang mit diesem Erbe trägt. Wer sich hier persönlich schuldig gesprochen fühlt, hat entweder irgendein psychologisches Problem oder nutzt das bewusst als politische Agenda.
 
Das zeigt, dass du offenbar nach wie vor den Unterschied zwischen persönlicher Schuld und historischer Verantwortung des Folgestaates nicht verstehst. Wie ich schon sagte, ist es natürlich Quatsch und wird auch von keiner ernstzunehmenden Seite gefordert, sich als Nachgeborener schuldig zu fühlen oder zu bekennen. Das ändert aber Nichts daran, dass die BRD eine besondere historische Verantwortung im Umgang mit diesem Erbe trägt. Wer sich hier persönlich schuldig gesprochen fühlt, hat entweder irgendein psychologisches Problem oder nutzt das bewusst als politische Agenda.
Ich frage mich warum man dann immer gleich persönlich werden muss? :drunter:

Doch verstehe ich, aber heutzutage noch Politik mit dieser historischen Schuld zu machen halte ich für falsch.
 
Das liegt aber halt tatsächlich größtenteils daran, dass der Yen seit Beginn der US und EU Zinserhöhungen über 35% zum US Dollar verloren hat, auf dem dann die Vergleichsrechnungen beruhen. Sonderlich viel dafür getan, um sie zu überholen haben wir also nicht.
 
Außerdem haben wir sie ja noch gar nicht überholt, sondern werden erst...:ugly:
Ausserdem was sollen immer die Angaben für ein ganzes Land...
Pro Kopf ist was zählt.
 
Für einen persönlich zählt immer nur die persönliche Situation.
Wenn ich Billionär in einem armen Land bin, ist mir doch das BIP egal, egal ob pro Kopf oder nicht. Genauso andersrum.

Wenn ich mir Gedanken um die Zukunft mache und es mir ein Gefühl von Sicherheit gibt in einem wirtschaftlich starken Land zu leben, dann kann ich diese Sicherheit aus beiden Werten für mich ziehen. Am besten ist es, wenn es zwischen beiden Werten keine zu große Diskrepanz gibt.

Ich weiß jedenfalls nicht ob ich mich jetzt in einem kleineren Land so viel sicherer fühlen würde, als in Deutschland, trotz höherem pro Kopf BIP, wenn dieses komplett vom Finanzsektor abhängig ist. Ich sag nur Island...
 
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Denk dran, selbst wenn Du einen Völkermord planst, IMMER Nein ankreuzen! Sonst wird es nichts mit der Einreise, Pro Tipp :D

Meine güte anscheinend hat jeder vergessen was ein diplom ist. Ich habe noch im Diplomstudienganh studiert und abgeschlossen. bis ich die leute davon überzeugen kann das ich kein bachelor sondern ein diplom habe, muss ich jetzt noch eine englische version meines Diploms finden :headbangugly:
 
Energieversorgung - FDP-Chef Lindner stellt Kohleausstieg bis 2030 in Frage

Bundesfinanzminister Lindner stellt den für 2030 angestrebten Kohleausstieg in Frage.


https://www.deutschlandfunk.de/fdp-chef-lindner-stellt-kohleausstieg-bis-2030-in-frage-100.html

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