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Der Politikthread

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Mich nerven politische Diskussionen auch zunehmend, weil es für viele nur noch die Extreme gibt. Sieht man hier ja schön. Fuck the Poor vs. Reiche enteignen - dumme Kampfbegriffe, als gäbe es nichts dazwischen (und für viele gibt es leider auch nichts dazwischen)

Genauso sehe ich das auch. Wenn man mal in Ruhe diskutieren würde, okay. Aber meist sind es auch nicht die „Armen“, die übelst Stunk machen, sondern die "Faulen" und die, die erst zur spät gemerkt haben, dass Bildung wichtig ist, weil sie lieber an der Kneipe und dem Kiosk standen.

Ich würde da so richtig reinhauen mit Strafen und Streichungen für die "den richtigen Job Sucher" und selbstverschuldeten Langzeitarbeitslosen.

Geholfen werden muss Menschen, die aktiv Arbeit suchen und sich weiterbilden oder umschulen wollen. Außerdem Rentnern, die trotz 40+ Jahren Maloche jetzt Flaschen sammeln gehen müssen. Alleinerziehenden, die sich auch nicht mehr als 24 Stunden pro Tag aus dem Kreuz leiern können und natürlich anderweitig benachteiliger Menschen. Es muss außerdem alles bei der Bildung beginnen. Egal ob im Kindes- oder Erwachsenenalter.

Aber auf gar keinen Fall würde ich Menschen entlasten, die kein Bock haben sich am System zu beteiligen. Die ganzen Penner haben ohnehin noch zu viel Geld, wenn sie sich Kippen und Alkohol gönnen können und einen Hund halten. Alles Luxus, den wir uns nicht gönnen.

Ja, jetzt habe ich wohl auch etwas über die Stränge geschlagen.
 
Exakt, und deshalb werden Arme in Deutschland in diesem Jahr auch deutlich stärker entlastet als alle anderen. ALG-Sonderzahlung, Kinderbonus, Kinderzuschlag, volle Abdeckung von Wohn- und Energiekosten. Nimm das zusammen und du bist locker bei einer Erhöhung der Bezüge um 10%.

Dass ALG-Bezieher den Gürtel dennoch enger schnallen müssen, liegt auch daran, dass wir das alle in diesem Jahr tun müssen. Meine Frau und ich machen brutto im Jahr knapp 100.000€ als Familie, und auch wir merken die Krise und die Preise sehr deutlich und müssen umdisponieren. Ich bin ja sofort bei Dir, wenn wir über fairere Umverteilung sprechen, aber Dein blinder Hass auf Wohlhabende ist einfach absurd und verkennt, dass nicht jeder "Reiche" von morgens bis abends mit der Yacht übers Mittelmeer jettet, sondern dass das vielfach Menschen mit 60+-Stunden Wochen sind, die einen guten Teil unseres Wohlstandes erwirtschaften, was uns wiederum erst ermöglicht, Arme Menschen zu unterstützen.

Ja, als Hartz 4 Empfänger lebt man in Deutschland nur in einer "relativen Armut" aber wo diese Menschen den Gürtel noch enger schnallen sollen weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Edit: Blinder Hass ist das nicht, aber eine gewisse Wut, vorallem wenn mir jemand mit 100k gemeinsamen Einkommen erzählt, dass er ja auch den Gürtel enger schnallen muss und seine Kosten "umdispositioniert" und das ein ALG Empfänger das dann halt auch irgendwie muss. Ja... Wut. Nicht Hass. Wo soll denn ein Hartz 4 Empfänger seine kosten noch groß umdispositionieren? Der lebt doch eh schon fast am Rande des Existenzminimum?

Soll der sich jetzt auf wohnen, essen und existieren minimieren?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wohnung und Nebenkosten ja, aber Energie in Form von Stromkosten sind im Regelsatz (449 Euro) enthalten und keine zusätzliche Leistung.

Aber Energie in Form von Gas zahlt der Staat.

@Cycron:
Man kann es natürlich easy an den 100.000€ festmachen ... aber das ist eben genau das zu einfache Bild, das du hast.

Ich habe regelmäßig 50-Stunden-Wochen. Ich bin selbstständig und arbeite im Grunde immer. Selbst im Urlaub habe ich meinen Laptop dabei. Von meiner Arbeit/Firma leben rund 10 Menschen oder können sich zumindest einen saftigen Nebenverdienst einfahren, der ihnen ein besseres Leben ermöglicht. Meine Frau ist Ehrenamtlich in der Lebensmittelverteilung an Bedürftige tätig - das kann sie überhaupt nur in dem Umfang tun, weil wir so gut verdienen und sie nicht arbeiten gehen muss. Wir spenden regelmäßig und jährlich im mittleren dreistelligen Bereich an Hilfsorganisationen wie die Johanniter. Als der Krieg losging, haben wir ohne mit der Wimper zu zucken für drei Monate zwei Damen aus der Ukraine bei uns aufgenommen und drei Monate lang auf unsere Kosten durchgefüttert. All das können wir nur machen, weil uns unser Geld die Freiheit dazu gibt. Und für dieses Geld arbeiten wir viel und hart und tragen eine Menge Verantwortung.

Wir sind keine übermäßigen Wohltäter. Klar machen wir Urlaube, von denen ALG-Bezieher nur träumen können und haben ein großes Eigentumshaus. Aber ich finde es auch gerechtfertigt, dass ich mehr besitze als ein ALG-Bezieher.

Ich hoffe, ich konnte durch diese Beschreibung deine Wut mal etwas besänftigen. Für mich bedeutet, den Gürtel enger zu schnallen, natürlich nicht dasselbe wie für einen ALG-Bezieher. Aber ich stehe auch jeden Tag mit einem Berg Verantwortung auf den Schultern und einer langen To-Do-Liste auf. Und ich bilde mir ein, zu den Leuten zu gehören, die den Wohlstand unseres Landes erhalten, damit überhaupt etwas umverteilt werden kann.
 
Dass ALG-Bezieher den Gürtel dennoch enger schnallen müssen, liegt auch daran, dass wir das alle in diesem Jahr tun müssen. Meine Frau und ich machen brutto im Jahr knapp 100.000€ als Familie, und auch wir merken die Krise und die Preise sehr deutlich und müssen umdisponieren. Ich bin ja sofort bei Dir, wenn wir über fairere Umverteilung sprechen, aber Dein blinder Hass auf Wohlhabende ist einfach absurd und verkennt, dass nicht jeder "Reiche" von morgens bis abends mit der Yacht übers Mittelmeer jettet, sondern dass das vielfach Menschen mit 60+-Stunden Wochen sind, die einen guten Teil unseres Wohlstandes erwirtschaften, was uns wiederum erst ermöglicht, Arme Menschen zu unterstützen.
Imho müsen ja auch Besserverdienende (damit meine ich nicht Reiche) weiterhin den Soli bezahlen. Ist ja schon eine extra Steuer die nur eine bestimmte Personengruppe betrifft.
 
Meiner Meinung nach sollte
Aber Energie in Form von Gas zahlt der Staat.

@Cycron:
Man kann es natürlich easy an den 100.000€ festmachen ... aber das ist eben genau das zu einfache Bild, das du hast.

Ich habe regelmäßig 50-Stunden-Wochen. Ich bin selbstständig und arbeite im Grunde immer. Selbst im Urlaub habe ich meinen Laptop dabei. Von meiner Arbeit/Firma leben rund 10 Menschen oder können sich zumindest einen saftigen Nebenverdienst einfahren, der ihnen ein besseres Leben ermöglicht. Meine Frau ist Ehrenamtlich in der Lebensmittelverteilung an Bedürftige tätig - das kann sie überhaupt nur in dem Umfang tun, weil wir so gut verdienen und sie nicht arbeiten gehen muss. Wir spenden regelmäßig und jährlich im mittleren dreistelligen Bereich an Hilfsorganisationen wie die Johanniter. Als der Krieg losging, haben wir ohne mit der Wimper zu zucken für drei Monate zwei Damen aus der Ukraine bei uns aufgenommen und drei Monate lang auf unsere Kosten durchgefüttert. All das können wir nur machen, weil uns unser Geld die Freiheit dazu gibt. Und für dieses Geld arbeiten wir viel und hart und tragen eine Menge Verantwortung.

Wir sind keine übermäßigen Wohltäter. Klar machen wir Urlaube, von denen ALG-Bezieher nur träumen können und haben ein großes Eigentumshaus. Aber ich finde es auch gerechtfertigt, dass ich mehr besitze als ein ALG-Bezieher.

Ich hoffe, ich konnte durch diese Beschreibung deine Wut mal etwas besänftigen. Für mich bedeutet, den Gürtel enger zu schnallen, natürlich nicht dasselbe wie für einen ALG-Bezieher. Aber ich stehe auch jeden Tag mit einem Berg Verantwortung auf den Schultern und einer langen To-Do-Liste auf. Und ich bilde mir ein, zu den Leuten zu gehören, die den Wohlstand unseres Landes erhalten, damit überhaupt etwas umverteilt werden kann.

Mir geht es darum, dass du nicht ganz verstehst was es für Armutsbetroffene in Deutschland bedeutet den "Gürtel enger zu schnallen".
Mir geht es darum, dass man in diesem eigentlich in Reichtum lebendem Land vielleicht primär die Bekämpfung der Armut vorantreiben sollte (weil diese Soziökonomisch für so viele Probleme und Ungleichheiten sorgt), statt von jenen zusätzlich zu fordern halt den Gürtel noch enger zu schnallen und noch stärker in Armut zu leben. Find. Ich. Nicht. Gut.

Und wenn dieses Land es nicht mal schafft jene vollumfänglich zu entlasten die am Rande des Existenzminimums leben (um die Armut nicht auch noch weiter voranzutreiben) ... dann sollten auch keine Steuergeschenke für jene drin sein die von dieser Krise weit aus ungleicher betroffen sind und noch einige Löcher in ihrem XXL-Gürtel besitzen. Weil dann ist wohl entweder nicht genug Geld für ersteres Vorhanden, bzw. einem egal. Find. Ich. Nicht. Gut.

Mehr Form von Gerechtigkeit verlange ich gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich gönne jedem hartarbeitenden Mehrverdiener den Erfolg und auch das Geld. Aber ich finde in Zeiten wie diesen muss man einfach schauen, dass man weniger gut verdienende besser unterstützt. Ab einem bestimmten Einkommen braucht man nicht noch Steuerentlastungen, sondern sollte diese auch auf die unteren Einkommensgrenzen verteilen. Meine Meinung.

Dabei will ich nichtmal selbst Entlastungen. Uns gehts ganz gut. Ich verdien aber nicht schlecht. Leider werden wir aber durch Nachzahlungen und generell die gestiegenen Preise einen Großteil unseres Erspartes verlieren.

An ein Haus, was wir schon länger im Blick haben, ist ja derzeit auch überhaupt nicht zu denken...leider. Dabei beahl ich soviel Miete, dass ich mir wohl auch ne Rate für ein Haus leisten könnte. Oder hätte leisten können, so vor 10-15 Jahren...
 
Dass unser Land so reich sei ist ist auch nur noch ein Mythos, der gern von allen Seiten aufrecht erhalten wird.

Schwarzmalschlumpf :p

Mich würde mal interessieren, was genau du damit meinst. Wir sind nach BIP Platz 4 der Welt und verfügen über erhebliche Privatvermögen (Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/v...zeigen-a-f1f6fbf1-883c-4510-8743-8a8f2f96b25e). Das BIP pro Kopf könnte höher sein, aber Deutschland gehört schon zu den reichsten Ländern der Welt.
 
Meiner Meinung nach sollte


Mir geht es darum, dass du nicht ganz verstehst was es für Armutsbetroffene in Deutschland bedeutet den "Gürtel enger zu schnallen".
Mir geht es darum, dass man in diesem eigentlich in Reichtum lebendem Land vielleicht primär die Bekämpfung der Armut vorantreiben sollte (weil diese Soziökonomisch für so viele Probleme und Ungleichheiten sorgt), statt von jenen zusätzlich zu fordern halt den Gürtel noch enger zu schnallen und noch stärker in Armut zu leben. Find. Ich. Nicht. Gut.

Und wenn dieses Land es nicht mal schafft jene vollumfänglich zu entlasten die am Rande des Existenzminimums leben (um die Armut nicht auch noch weiter voranzutreiben) ... dann sollten auch keine Steuergeschenke für jene drin sein die von dieser Krise weit aus ungleicher betroffen sind und noch einige Löcher in ihrem XXL-Gürtel besitzen. Weil dann ist wohl entweder nicht genug Geld für ersteres Vorhanden, bzw. einem egal. Find. Ich. Nicht. Gut.

Mehr Form von Gerechtigkeit verlange ich gar nicht.

Naja immer dieses "ungleich betroffen". Liegt immer im Auge des Betrachters. Wenn jemand jetzt 12 Mrd. Euro durch Investments verliert, weil er vor der Krise viel hatte, ist das trotzdem schlimmer, als dass ein Hartzi durch steigende Preise auf seine Kippen verzichten muss und der TV nicht durchlaufen kann.

Reiche tun in der Regel sehr viel mehr Soziales als ihnen zugestanden wird. Auch ohne zur Kasse gebeten zu werden. Dabei sprechen wir nicht nur über soziales Engagement, sondern eben auch über die Schaffung von Arbeitsplätzen. U.a.

Dass der deutsche Staat eine lächerliche Beitragsbemessungsgrenze bei den Sozialabgaben hat, ist ja nicht die Schuld der Reichen. Was Menschen mit einem Einkommen bis 58.000€ an Steuern zahlen ist eine farce im Vergleich dazu, dass es dann nicht mehr wirklich steigt! Insbesondere weil sie dann auch keine Hilfen mehr bekommen können und beinahe schon als "reich" gelten für viele am Existenzminimum.

Ja, es muss sich daher in Deutschland was tun. Aber ganz sicher nicht durch ständiges entlasten und schon gar nicht vollumfänglich und auf lange Zeit. Man muss das Sozialsystem komplett auf unsere Zeit anpassen und JEDEN mehr in die Verantwortung nehmen. Jedem sollte klar sein, dass er sich in 30 Jahren nicht darauf berufen kann, dass er 40+ Jahre gearbeitet hat, um einen großartigen Ruhestand zu genießen. Aber auch diese Erkenntnis wird vielen erst zu spät klar.

Zum "Gürtel enger zu schnallen":
Ich könnte aber einfach nur kotzen, dass die meisten (und ich glaube daran, dass es die Mehrzahl ist), sich immer ungerecht behandelt und abgehängt fühlen, obwohl sie selbst schuld sind. Das fängt schon dabei an, dass man Kippen kauft, immer Bier zuhause ist, der TV durchläuft, Snacks ohne Ende noch dazu, Lotto muss auch sein und am besten auch 2-3 alte Autos am Start und bitte nicht vergessen, dass man ja immer wieder mal eine Pizza, Currywurst und belegte Brötchen kaufen muss. Coffee to go nicht vergessen, weil sonst ist das ja kein Leben. All das muss man ja haben. Und dann ist alles zu teuer...

Meine Frau und ich verdienen gut. Wir haben trotzdem kein Auto, eine 53qm² Wohnung mit 2 Zimmern (kein Neubau), verzichten auf Zigaretten, Snacks, Streamingdienste, etc. Selbst eine Spülmaschine haben wir nicht, weil es Luxus wäre. Wir kochen jeden Tag selbst und machen den Plan dafür erst nachdem wir am Wochenende sämtliche Angebote durchgegangen sind.

Ja, wir haben keine Sorgen wegen den steigenden Preisen. Ja, am Wochenende gönnen wir uns dann mal einen Brunch und Restaurantbesuch. Ja, wir werden in drei Wochen nach Hawaii fliegen. Ja wir sparen uns jährlich den deutschen Durchschnittsverdienst an und packen ihn in unsere Sparpläne... Aber nicht, weil wir reich sind... sondern weil wir unser Geld nicht für jeden Mist ausgeben.

Diesen Aspekt beachten viele auch nicht. Klar, sie würden auch vieles ändern, wenn sie erstmal "reich" wären... ja ne ist klar.
 

Du zelebrierst hier das über Jahrzehnte durch die BILD und Co aufgebaute Bild des faulen Arbeitslosen a la Arno Dübel, der seinerzeit auch durch sämtliche Talkshows geschleift wurde. Du schaffst es sogar, sämtliche Klischees wie Kippen, TV und Lotto runterzurasseln. Du bist nicht zufällig Autor bei Harz aber Herzlich?

mal im Ernst: Die meisten ALG-Bezieher sind meiner Erfahrung nach unverschuldet in ihrer Situation. Es geht bei ihnen nichts ums wollen, nicht ums Auf-der-faulen-Haut liegen, sondern schlichtweg ums Können. Durch meine Frau kenne ich viele solcher Schicksale. Die meisten sind schwer krank, hart depressiv oder geistig eingeschränkt.

Die Arno Dübels gibt es auch, aber das sind so wenige, dass es nicht mal lohnt, Gedanken an sie zu verschwenden.
 
Schwarzmalschlumpf :p

Mich würde mal interessieren, was genau du damit meinst. Wir sind nach BIP Platz 4 der Welt und verfügen über erhebliche Privatvermögen (Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/v...zeigen-a-f1f6fbf1-883c-4510-8743-8a8f2f96b25e). Das BIP pro Kopf könnte höher sein, aber Deutschland gehört schon zu den reichsten Ländern der Welt.

Wenn man mal die impliziten Schulden des Staates und die über die letzten Jahrzehnte aufgeschoben Investitionen in die Infrastruktur einrechnet, dann hat sich die offizielle Staatsverschuldung mal eben mehr als verdoppelt. Allein die ungedeckten Pensionszusagen des Staates belaufen sich auf über 2 Billionen Euro. Das bei einem Staat, der bereits fast die höchste Abgabenbelastung der Welt und dementsprechend wenig Spielraum nach oben hat. Und einem Staat der bereits mehr als jeden zweiten Euro des Staatshaushalt in Sozialausgaben steckt. Und ein Medianvermögen der Privathaushalte, das weit unterhalb derer vieler anderer europäischer Länder liegt (gerade auch der "Krisenländer"). Es sei denn, man geht davon aus, dass Deutschland das einzige Land ist, in dem bei den offiziellen Statistiken nicht korrekt gerechnet wurde.
 
Naja, niemand hat behauptet, Deutschland hätte keine Probleme. Aber selbst eine Verdopplung der Staatsschulden kann ein Land wie De noch problemlos tragen.

Tatsächlich sehe ich beim niedrigen Medianlohn sogar Potenzial zum Ansetzen, denn der basiert sicherlich auf unserem ausgeprägten Niedriglohnsektor. Wenn du den austrocknest, hast du automatisch besser bezahlte Leute, was mehr Geld in die Kassen spült, die Kaufkraft stärkt und ergo Wachstum fördert. Ich denke, die Anhebung des Mindestlohns auf 12,50€ wird sich schon sehr positiv auswirken.
 
Es liegt denke ich eher am fehlenden Eigentum, verglichen mit anderen Ländern (und an zwei verlorenen Weltkriegen - fair enough). Deutschland ist ein Land der Mieter. Was per se kein Problem wäre. Aber der durchschnittliche Mieter spart nichts. Selbst die meisten Mittelklassefamilien haben ja nicht mal 3 Nettogehälter auf dem Konto.
 
Du zelebrierst hier das über Jahrzehnte durch die BILD und Co aufgebaute Bild des faulen Arbeitslosen a la Arno Dübel, der seinerzeit auch durch sämtliche Talkshows geschleift wurde. Du schaffst es sogar, sämtliche Klischees wie Kippen, TV und Lotto runterzurasseln. Du bist nicht zufällig Autor bei Harz aber Herzlich?

mal im Ernst: Die meisten ALG-Bezieher sind meiner Erfahrung nach unverschuldet in ihrer Situation. Es geht bei ihnen nichts ums wollen, nicht ums Auf-der-faulen-Haut liegen, sondern schlichtweg ums Können. Durch meine Frau kenne ich viele solcher Schicksale. Die meisten sind schwer krank, hart depressiv oder geistig eingeschränkt.

Die Arno Dübels gibt es auch, aber das sind so wenige, dass es nicht mal lohnt, Gedanken an sie zu verschwenden.

Stimmt doch gar nicht. Ich beziehe mich explizit auf die Langzeitarbeitslosen und solche, die immer wieder neue Gründe finden, wieso etwas nicht passend ist (auch mit meinem anderen Post zuvor). Da hab ich ja ebenso gesagt, dass benachteiligten Menschen geholfen werden MUSS. Insbesondere den von dir angesprochenen Schicksalen.


Das sind aber auch nicht die Menschen, die ständig rumbrüllen und nach mehr schreien (wie ich ebenfalls gesagt hab).


Ich stimme lediglich nicht zu, dass die Arno Dübels angeblich so wenige sein sollen... hast du hierzu zufällig was zum Nachlesen? Ich habe da ehrlich gesagt auch nicht recherchiert. Vielleicht verzerren die lauten Arnos aber auch nur meine Wahrnehmung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du machst deinem Nickname alle ehre. Hut ab.

Edit: Auch wenn du hier und da ein paar gute Argumente anbringst, dazwischen sind halt einfach so ein paar töne.

Ich weiß was du meinst, ich tue nicht so als sei ich bedürftig und pflege trotzdem einen gesunden Lebensstil. Das gefällt dann vielen auch schon nicht. Das spricht man dann lieber mit einem blöden Kommentar an, als die Argumente "hier und da" zur besprechen.

Kein Problem.
 
Stimmt doch gar nicht. Ich beziehe mich explizit auf die Langzeitarbeitslosen und solche, die immer wieder neue Gründe finden, wieso etwas nicht passend ist (auch mit meinem anderen Post zuvor). Da hab ich ja ebenso gesagt, dass benachteiligten Menschen geholfen werden MUSS. Insbesondere den von dir angesprochenen Schicksalen.


Das sind aber auch nicht die Menschen, die ständig rumbrüllen und nach mehr schreien (wie ich ebenfalls gesagt hab).


Ich stimme lediglich nicht zu, dass die Arno Dübels angeblich so wenige sein sollen... hast du hierzu zufällig was zum Nachlesen? Ich habe da ehrlich gesagt auch nicht recherchiert. Vielleicht verzerren die lauten Arnos aber auch nur meine Wahrnehmung.

Auf Anhieb hab ich keine Zahlen. Es gibt rund 1 Mio Langzeitarbeitslose, also rund 1,2% der Bevölkerung. Darin sind auch diejenigen enthalten, die krankheitsbedingt seit Jahren nicht arbeiten können. Aber selbst wenn die alle arbeitsunwillig wären ... 1%. Warum sollten wir als Gesellschaft uns überhaupt damit beschäftigen? Das ist doch den Aufwand nicht wert, oder willst du die paar Arbeitsunwillige in Arbeit zwingen? Wem wäre denn damit geholfen? Welcher Gastronom oder Ladenbesitzer oder Whatever möchte den jemanden auf dem Hof haben, der nur unter Sanktionsdrohungen dorthin zum Arbeiten gezwungen worden ist?

Und wo schreien diese Leute nach mehr? Die Langzeitarbeitslosen finden doch in der öffentlichen Wahrnehmung (und im öffentlichen Leben) gar nicht statt. Die haben keine Lobby, keinerlei politische Macht. Wo bitte ist das Problem?
 
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