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Der Politikthread (1 Betrachter)

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Schreckliche Bilder, die einem den Atem stocken lassen. Will gar nicht wissen, wie viele Tote dann in den Häusern noch zu finden sind.
Sollten das wirklich Zivilisten sein, dann sind das eindeutig Kriegsverbrechen.

Aber wie immer im Krieg, kennt man die Hintergründe nicht. Es können theoretisch auch ukrainische Wiederstandskämpfer sein, denen die Russen die Waffen abgenommen haben oder die im Kampf erschossen wurden. Aber wenn gefesselte Gefangene einfach erschossen werden, kann das aus keiner Kampfhandlung stammen, sondern ist Willkür der Russen.
 
Wir haben unsere Freiheit mal am Hindukusch verteidigt. Das war deutlich abstrakter als diese Gefahr.
Nach 9/11 hat die USA den Bündnisfall ausgerufen nachdem sie angegriffen wurden.
Das war daher eine andere Voraussetzung, da es diesmal keine angegriffene Partei gibt, die Artikel 5 in Kraft setzen kann.

Aber ja, abgesehen davon find ich such dass es von den USA zumindest zweifelhaft war, hier die NATO mit rein zu ziehen.
Aber es wurde gemacht und damit war jedes Mitglied im Zugzwang.
 
Schon erstaunlich, dass die Russen noch die gleichen Barbaren sind wie zu Zeiten von WW2. Und damals hatten sie sogar noch einigermaßen nachvollziehbare Gründe. Aber heute... und das sogar noch gegen ihr Brudervolk.

is halt die Siermacht gewesen. Da werden sie wohl was richtig gemacht haben.Das prägt sich dann auch in die militärische Tradition ein. Gibt auch genug Deutsche, die freundliche Erinnerungen an die Russen haben.
 
Nach 9/11 hat die USA den Bündnisfall ausgerufen nachdem sie angegriffen wurden.
Das war daher eine andere Voraussetzung, da es diesmal keine angegriffene Partei gibt, die Artikel 5 in Kraft setzen kann.

Aber ja, abgesehen davon find ich such dass es von den USA zumindest zweifelhaft war, hier die NATO mit rein zu ziehen.
Aber es wurde gemacht und damit war jedes Mitglied im Zugzwang.

Alles richtig. Nur finden Kriege heute auf mehreren Ebenen statt. Putin greift uns bereits an, er setzt uns unter Zugzwang und diese Greueltaten haben System. Die haben sich längst aus der westlichen Gemeinschaft verabschiedet. Die haben nicht vor, wieder zurück an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die wollen die Weltordnung nachhaltig verändern und uns zerstören.
 
Sehe gerade im Bericht aus Berlin unsere neue Verteidigungsministerin, die ja ohnehin gerade aufgrund von chronischer Verantwortungslosigkeit in der Kritik steht. Naja, sie hat nie Fehler gemacht. Was anderes ist da wohl nicht zu erwarten. Aber vielleicht wird aus ihr noch eine vernünftige Reformatorin.
 
In Berlin gab es heute wohl n Autokorso „Stop hating russians“ oder so ähnlich.
Heute….nachdem uns die Bilder erreicht haben.

Ich weiß man hat sich durch Corona daran gewöhnt, die Leute machen zu lassen.
Hier fände ich es aber gut, wenn man solchen Veranstaltungen Einhalt gewährt.
Hupender Russen-Autokorso ist das letzte was man jetzt braucht.
Es ist pietätlos aktuell finde ich zumindest.

Um den Ruf ihrer Landsleute können sie sich kümmern, wenn der Völkermord vorbei ist.
 
Ohne das Toleranz Paradoxon geht's leider nicht in westlichen Demokratie. Bezieht sich genauso auf Querdenker, Al quds Demos, Identitäre usw.

Auf jeden Fall empfindet man bei solchen Bildern von den Autokorsos parallel zu denen aus Bucha nur Wut.

Aber ich muss sagen, dass zumindest einige russische Bekannte aus meinem Umfeld, die 2014 noch sehr pro krim Annexion waren jetzt betreten schweigen oder gar den Einfall verurteilen.
 
Ich hab gestern einen Podcast mit Wladimir Kaminer zum Thema gehört und er sagte, er erlebe in Deutschland nur Mitleid mit den Russen. Stop hating russians ist geradezu lächerlich.
 
Die Russen können auf die Straße gehen und gegen den Krieg demonstrieren. Das können sie in Deutschland ohne dass ihnen irgendeine Strafe droht. Damit würden sie sich selbst einen größeren gefallen tun.
 
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Kann das auch nur schwer ertragen. Bei mir ist da ein Punkt erreicht, wie lange man da nich zusehen kann. Klar ist, dass es keine Friedensverhandlungen mehr geben kann bzw die in weite Ferne gerückt sind.

Ich finde die aufkommende Frage auch zurecht: Was ist mit dem Slogan Nie mehr wieder? Russland hat sich zu einem Faschistenstaat wie Nazideutschland entwickelt. Ich ertrage diese ganzen Lügen und Propaganda kaum noch. Das geht weit über das reine Kriegsgebaren hinaus das schon schlimm genug ist. Genfer Konventionen interessiert hier niemanden mehr. Vergewaltigte Kinder die maximal 10 Jahre alt sind und neben seelischen Schäden auch lebenslang körperliche Schäden mit sich tragen werden waren für mich jetzt echt das Ende. Ich kann nicht mehr hören und sehen. Russland kann und darf nie mehr in den nächsten Dekaden in die Staatengemeinschaft aufgenommen werden. Mindestens genauso schlimm finde ich dann aber auch Staaten wie China und Co die das alles letztlich mitgehen. Was sind wir Menschen nur für schlimme Tiere?
 
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Ich bin da mittlerweile ganz vorsichtig, was solche Meldungen über die russischen Gräueltaten angeht. Meine ukrainische Bekannte hat eine Freundin mit ihren Kindern aufgenommen und was die über ihre eigenen Landsleute dort erzählt, läßt einen nur mit dem Kopf schütteln. Die Angst betrifft angeblich zumindest teilweise gar nicht den Aggressor, sondern auch die eigenen Soldaten, je nachdem aus welcher Region die kommen.
 
Was soll den Menschheit in Generalhaft nehmen heißen? Nach Taliban und Isis ist das jetzt der nächste "Höhepunkt" in den letzten Jahren.

Und das ist ja das Schlimme, dass es eben nicht so ist, dass gefühlt 99 Prozent das verabscheuen. Würde bedeuten, dass "nur"80 Millionen der Weltbevölkerung das nicht verabscheuen würden. Nach den letzten Tagen und Wochen, ist klar das die Zahl der Zustimmung deutlich höher ist. Und das ist nach Hitlerdeutschland schon erschreckend. Wir sind alle scheinbar nicht besser geworden, sondern dachten das nur von uns.
 
Ich bin da mittlerweile ganz vorsichtig, was solche Meldungen über die russischen Gräueltaten angeht. Meine ukrainische Bekannte hat eine Freundin mit ihren Kindern aufgenommen und was die über ihre eigenen Landsleute dort erzählt, läßt einen nur mit dem Kopf schütteln. Die Angst betrifft angeblich zumindest teilweise gar nicht den Aggressor, sondern auch die eigenen Soldaten, je nachdem aus welcher Region die kommen.

Ich bin jetzt seit einigen Wochen sehr in der Flüchtlingshilfe engagiert und hatte Kontakt zu unzähligen Menschen aus der Ukraine. Aber das höre ich gerade absolut zum ersten Mal.

Alle Ukrainer, die ich kenne, haben nur vor einem Angst: vor der russischen Aggression, die sinnlos ihr Land zerstört und ihre Landsleute tötet.
 
Ich bin da mittlerweile ganz vorsichtig, was solche Meldungen über die russischen Gräueltaten angeht. Meine ukrainische Bekannte hat eine Freundin mit ihren Kindern aufgenommen und was die über ihre eigenen Landsleute dort erzählt, läßt einen nur mit dem Kopf schütteln. Die Angst betrifft angeblich zumindest teilweise gar nicht den Aggressor, sondern auch die eigenen Soldaten, je nachdem aus welcher Region die kommen.

Naja, wenn du dir das durchliest weißt du was Sache ist. Nachvollziehbar auf der Seite von Ria (staatliche russische Nachrichtenseite) veröffentlicht zum selbst nachlesen wenn du es nicht glaubst. Das ist echt harter Tobak. Quasi der Aufruf alle Ukrainer zu töten.

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Krieg und die dazugehörige Kriegsberichtserstattung ist leider immer grausam, aber man darf im Krieg auch nicht jeden Bericht für bare Münze nehmen.

Im Krieg ist den Kriegsparteien jedes Mittel recht um sich selber in die für sie beste Position zu rücken. Von Russland weiß man, dass sie ganz bewusst mit ihrer Propaganda die Wahrheit verdrehen. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass die Ukraine da auch mal das eine oder andere anders darstellt, um ihre eigenen Ziele besser zu erreichen. Außenstehende können so etwas nie wirklich beurteilen, da die nur über das Berichten können, was sie selber sehen oder was ihnen von anderen berichtet wird.

Keiner weiß aktuell, was z.B. hinter diesen Gräueltaten in Butscha steckt.
Waren das tatsächlich wehrlose Zivilisten, die hingerichtet wurden oder aber urkrainische Wiederstandskämpfer, die die russischen Truppen angegriffen haben (die Regierung hat ja jedem Freiwilligen eine Waffe zur Verteidigung des Landes gegeben)?
Oder ganz perfide, könnten das auch durch ukrainische Truppen selber dort platzierte Opfer sein. Das will man sich nicht vorstellen, aber auszuschließen ist es aktuell auch nicht. Denn die Ukraine weiß ja, dass sie mehr Unterstützung durch den Westen bekommt, je größer Russlands Fehlverhalten ausfällt.

Ja, es ist sehr schlimm, was dort passiert und die Welt wäre definitiv besser dran, wenn Putin keinen Furz quer sitzen gehabt hätte.
Aber es ist nun mal so, dass dieser Krieg aktuell ausschließlich die Ukraine und Russland unmittelbar betrifft. Der Rest der Welt kämpft mit den weitreichenden Auswirkungen dieser Auseinandersetzungen.
In unserer Berichterstattung ist die Ukraine das Opfer und Russland der Aggressor. Daran gibt es auch nichts zu rütteln. Aber die ganzen Feinheiten dazwischen sind und bleiben vorerst für uns undurchsichtig.

Auch die Rufe von Selenskyj, dass der Westen kriegerisch eingreifen soll, sind am Ziel vorbei. Sie sind verständlich und an seiner Stelle würde ich sehr wahrscheinlich das gleiche fordern. Aber dazu darf es nicht kommen. Allein Selenskyj und Putin haben es in der Hand, dem ganzen ein Ende zu setzen.

Wenn einen die Medien zu dem Thema zu stark mitnehmen und im aktuellen Leben beeinträchtigen, dann bleibt nur der Verzicht darauf. Das ist auch keinesfalls verächtlich gemeint oder wird als Kopf in den Sand stecken gewertet. Aber Fakt ist, dass in der aktuellen Situation niemand von uns an der Lage der Ukraine etwas ändern kann. Wir als Einzelpersonen können lediglich für uns entscheiden, die negativen Auswirkungen stillschweigend zu ertragen, humanitäre Hilfe zu leisten, Flüchtlinge aufzunehmen, etc.
Der Stadtteil in dem ich wohne hat vor zwei Wochen zu einer großen Spendenaktion aufgerufen. Die Resonanz war überwältigend. Mein Nachbar ist in einem Konvoi aus 12 LKW und Reisebussen letztes Wochenende dann mit in die Ukraine gefahren und hat die Hilfsgüter rüber gebracht. Auf dem Rückweghaben sie dann Flüchtlinge mitgenommen, die jetzt in städtischen und teilweise sogar privaten Unterkünften untergekommen sind. Mehr können wir aktuell leider nicht tun.
 
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