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Der Politikthread

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Na, dann bin ich mal gespannt, ob Biden das nicht noch eskalieren läßt. Schließlich hat er persönlich mit Selenskyi noch eine Rechnung offen :grins:

Spass beiseite: Ich bin fest davon überzeugt, dass Selenskyi in der Ukraine-Affäre sehr wohl auf Trumps Forderungen auf Grund der erfolgten und in Aussicht gestellten Waffenlieferungen für Ermittlungen gegen Biden und seinen Sohn eingegangen ist. Schließlich ist er auch nur eine Marionette des reichsten Ukrainers und dazu noch ein opportunistischer Steuersünder. Bei seinem Gehalt hat mich gewundert, dass er in den Pandora Papers aufgetaucht ist - jetzt muss man wahrscheinlich nur eins und eins zusammen zählen ;)
 
Ich bin mal gespannt, ob das mit dem FSB stimmt. Abwegig ist es nicht - auf der anderen Seiten ist Putin auch jemand der seine Stärke daraus zieht zu täuschen und zu verwirren. Ich wäre da nicht vorsichtig, ob das nicht bewusst gestreute Falschinformationen sind.
 
Ist halt die Frage ob man das Vertrauen einen Gegenüber aufbringen kann was gerade deine Existenz bedroht.
Wobei Putin nie im Zuge des Konfliktes als Ziel ausgegeben hat, die Ukraine zu vernichten. Da wurde immer wieder das Gegenteil beteuert, selbst eine dauerhafte Besetzung hat man ausgeschlossen (die mit der Truppenstärke eh illusorisch wäre).
Putin will Ukraine als Teil der russischen Einflusssphäre, weil die russische Kultur dort ihren Ursprung hat und das Gebiet sowie Kiew sehr wichtig für die russische Identität ist.

Belarus existiert ja auch als eigenes Land (auf dem Papier :D ) und wird nicht annektiert.
In seinen Träumen hätte er das eventuell gerne, aber selbst Putin sollte wissen, dass das nicht realistisch ist. Einfluss ist das eine, aber souveräne, große Länder auflösen oder zu annektieren was komplett anderes.


Und ja - so schwer es fällt. Er muss vertrauen, dass Russland Wort hält. Aber als Staatspräsident in so einer Lage muss man seine Nation im Blick haben und sich die Frage stellen: Was ist für meine Leute im Gesamten das Beste? Lohnt es sich, Separatistenregionen im Land zu halten, wenn dafür viele Millionen andere Menschen seit zwei Wochen und unabsehbar lange leiden müssen?
Lohnt es sich, mit dem (nicht plötzlich verschwindenden) Russland nebenan einen Dauerkonflikt zu haben, wenn man in die NATO strebt (was noch dazu für jedes NATO-Land ein großes, großes Risiko wäre) oder sogar einen EU-Beitritt anstrebt, der realistisch betrachtet sowieso an den Anforderungen scheitern wird?
Lohnt es sich, für diese Träume wirklich den Krieg unabsehbar zu verlängern? Einen Krieg, den man nicht gewinnen kann?
 
Wobei Putin nie im Zuge des Konfliktes als Ziel ausgegeben hat, die Ukraine zu vernichten. Da wurde immer wieder das Gegenteil beteuert, selbst eine dauerhafte Besetzung hat man ausgeschlossen (die mit der Truppenstärke eh illusorisch wäre).
Putin will Ukraine als Teil der russischen Einflusssphäre, weil die russische Kultur dort ihren Ursprung hat und das Gebiet sowie Kiew sehr wichtig für die russische Identität ist.

Belarus existiert ja auch als eigenes Land (auf dem Papier :D ) und wird nicht annektiert.
In seinen Träumen hätte er das eventuell gerne, aber selbst Putin sollte wissen, dass das nicht realistisch ist. Einfluss ist das eine, aber souveräne, große Länder auflösen oder zu annektieren was komplett anderes.


Und ja - so schwer es fällt. Er muss vertrauen, dass Russland Wort hält. Aber als Staatspräsident in so einer Lage muss man seine Nation im Blick haben und sich die Frage stellen: Was ist für meine Leute im Gesamten das Beste? Lohnt es sich, Separatistenregionen im Land zu halten, wenn dafür viele Millionen andere Menschen seit zwei Wochen und unabsehbar lange leiden müssen?
Lohnt es sich, mit dem (nicht plötzlich verschwindenden) Russland nebenan einen Dauerkonflikt zu haben, wenn man in die NATO strebt (was noch dazu für jedes NATO-Land ein großes, großes Risiko wäre) oder sogar einen EU-Beitritt anstrebt, der realistisch betrachtet sowieso an den Anforderungen scheitern wird?
Lohnt es sich, für diese Träume wirklich den Krieg unabsehbar zu verlängern? Einen Krieg, den man nicht gewinnen kann?

Das ist der Punkt. Irgendwelche Kompromisse wird man gehen müssen. Das mag nicht gerecht sein, aber der einzige Weg aus meiner Sicht heraus.
An Stelle von Putin würde ich auch versuchen die Minsk und die östlichen Gebiete als Erfolg zu verbuchen.
 
Was man auch sagen muss: Wenn es wirklich in den nächsten Tagen zum Friedensschluss kommt und Russland die Krim plus die abtrünnigen Regionen erhält (also de facto keine Veränderung zur Situation vor dem Krieg), geht Putin als der Größte Nasenbär aller Zeiten gleich hinter Mussolini in die Geschichtsbücher der Militärstrategen ein.
 
Was man auch sagen muss: Wenn es wirklich in den nächsten Tagen zum Friedensschluss kommt und Russland die Krim plus die abtrünnigen Regionen erhält (also de facto keine Veränderung zur Situation vor dem Krieg), geht Putin als der Größte Nasenbär aller Zeiten gleich hinter Mussolini in die Geschichtsbücher der Militärstrategen ein.

Und genau deshalb glaube ich auch nicht, dass das passieren wird. Dafür halte ich Putin als zu großen Egomanen, der Niederlagen nicht akzeptieren kann.
 
Das ist der Punkt. Irgendwelche Kompromisse wird man gehen müssen. Das mag nicht gerecht sein, aber der einzige Weg aus meiner Sicht heraus.
An Stelle von Putin würde ich auch versuchen die Minsk und die östlichen Gebiete als Erfolg zu verbuchen.
Genau. Er kann behaupten, dass die beiden Regionen sich erfolgreich eigenständig gemacht haben und dass die Ukraine neutral bleiben wird.
Wenn die Ukraine in einer Friedenserklärung dazu die Krim offiziell als russisch anerkennt, wird das wohl auch international so passieren. Das ist eine Veränderung genauso wie eine offizielle Abspaltung der beiden Regionen des Donbass.
Fast alle Länder der Welt sehen momentan sowohl Krim als auch Donbass als ukrainisches Staatsgebiet an.

In seiner internen Staatspropaganda (die für den Rückhalt der Bevölkerung sehr wichtig ist) kann man das als Erfolg verkaufen, da hab ich keine Zweifel.
Und geopolitisch ist eine NATO- und EU-lose Ukraine tatsächlich wertvoll, wenn man sich wie Putin von Feinden umzingelt sieht.


International kann Putin seinen Ruf eh nicht retten. Vom eiskalt berechnenden Strategen ist nix mehr übrig. Aber der Ruf ist auch mit einem härter geführten Krieg nicht mehr zurückzubringen.
 
Genau. Er kann behaupten, dass die beiden Regionen sich erfolgreich eigenständig gemacht haben und dass die Ukraine neutral bleiben wird.
In seiner internen Staatspropaganda (die für den Rückhalt der Bevölkerung sehr wichtig ist) kann man das als Erfolg verkaufen, da hab ich keine Zweifel.
Und geopolitisch ist eine NATO- und EU-lose Ukraine tatsächlich wertvoll, wenn man sich wie Putin von Feinden umzingelt sieht.


International kann Putin seinen Ruf eh nicht retten. Vom eiskalt berechnenden Strategen ist nix mehr übrig. Aber der Ruf ist auch mit einem härter geführten Krieg nicht mehr zurückzubringen.

Ja, das ist richtig. Die Frage ist, ob der interne Druck auf Putin (von irgendwelche Oligarchen, FSB, oder wen auch immer) hoffentlich doch so groß wird, dass man ihn zum Einlenken bringt.
Das ist meine letzte Hoffnung, dass es da doch noch Personen in Russland gibt, die ausser Putin einen gewissen Einfluss ausüben können.
 
Ja, das ist richtig. Die Frage ist, ob der interne Druck auf Putin (von irgendwelche Oligarchen, FSB, oder wen auch immer) hoffentlich doch so groß wird, dass man ihn zum Einlenken bringt.
Das ist meine letzte Hoffnung, dass es da doch noch Personen in Russland gibt, die ausser Putin einen gewissen Einfluss ausüben können.

Dazu muss aber auch erst einmal die ukrainische Regierung bereit sein, die Forderungen zu akzeptieren. Hier kann ich leider so überhaupt nicht einschätzen inwieweit Selensky zum Einlenken bereit ist. Ich hoffe er ist vernünftig und entscheidet zum Wohle der Bevölkerung.
 
Dazu muss aber auch erst einmal die ukrainische Regierung bereit sein, die Forderungen zu akzeptieren. Hier kann ich leider so überhaupt nicht einschätzen inwieweit Selensky zum Einlenken bereit ist. Ich hoffe er ist vernünftig und entscheidet zum Wohle der Bevölkerung.

Botschafter Melnyk hat vor einigen Tagen schon gesagt, dass die Ukraine keinerlei Gebietsabtretungen zustimmen wird. Aber es ist natürlich klar, dass ukrainische Offizielle im Vorfeld Maximalforderungen in der Öffentlichkeit platzieren. Ich hoffe auch, dass man diese Gebiete ernsthaft überlegt aufzugeben, zumal die Ukraine faktisch schon vor langer Zeit die Kontrolle darüber verloren hat.
 
Botschafter Melnyk hat vor einigen Tagen schon gesagt, dass die Ukraine keinerlei Gebietsabtretungen zustimmen wird. Aber es ist natürlich klar, dass ukrainische Offizielle im Vorfeld Maximalforderungen in der Öffentlichkeit platzieren. Ich hoffe auch, dass man diese Gebiete ernsthaft überlegt aufzugeben, zumal die Ukraine faktisch schon vor langer Zeit die Kontrolle darüber verloren hat.

Ja, wäre wünschenswert. Die Ukraine bleibt zum Großteil unabhängig, verzichtet auf eh bereits verlorene Gebiete und Putin kommt gesichtswahrend aus der Sache raus, da er die Separatistenregionen nun unter seiner Flagge hat. Der NATO- oder EU-Beitritt war eh auf Sicht keine realistische Option für die Ukraine, insofern könnte man diesen Preis für die Einstellung der Kämpfe und Einigung mit Russland durchaus zahlen. Hoffen wir das Beste.
 
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Kein Wort mehr von Denazifizierung...

Ich denke, über diese Möglichkeit sollte die ukrainische Führung intensiv nachdenken.
Denn ich glaube nicht, dass sie von diesen Forderungen abrücken werden.

Klar, es ist ungerecht. Aber eventuell ist es das wert, damit nicht noch mehr Menschen sterben müssen. Die Krim ist eh seit Jahren verloren, der Donbass würde auch zukünftig ein Unruheherd bleiben, da es eben klare prorussiche Bestrebungen in dem Gebiet gibt.
Und Ukraine in der NATO wird eine rote Linie für Russland bleiben.
Und ehrlich gesagt wäre mir auch wohler, wenn man sich kein aktives Konfliktgebiet in den Verein holt oder in die Richtung arbeitet
Die russische Prägung und Vergangenheit wird in der Ukraine nicht verschwinden. Und wer weiß, wie der nächste oder übernächste Präsident der Ukraine gesinnt ist.
Und auch aus geopolitischer Sicht ist es besser, wenn die NATO nicht so weit in das ehemalige sowjetische Einflussgebiet vordringt.

ja das wäre eine Lösung wo beide ihr Gesicht wahren können aber sie werden es nicht annehmen können, wieder derselbe Punkt dass man einem gegenüber Aggressor klein bei gibt....
 
ja das wäre eine Lösung wo beide ihr Gesicht wahren können aber sie werden es nicht annehmen können, wieder derselbe Punkt dass man einem gegenüber Aggressor klein bei gibt....
Ich hoffe, sie sehen es anders.
Wie gesagt. Der Agressor wird nicht verschwinden, wenn man ihm lange genug trotzig in die Augen schaut.
Im Gegenteil, er wird mehr und mehr das gegnerische Gesicht zu Klump schlagen.

Und bei all den lustigen Memes über das Versagen des russischen Militärs sind die zivilen und humanitären Opfer unerträglich.
Und ohne eine Lösung (die immer als klein beigeben ausgelegt werden kann) wird das schlimmer und schlimmer. Lass mal in den Städten die Nahrung komplett ausgehen oder Seuchen ausbrechen...
Und das wird bald passieren, wenn es keine Lösung gibt.

Imo wird der Preis für die Gerechtigkeit zu hoch. Noch dazu wird Gerechtigkeit eh nicht kommen, egal wie lange die Ukrainer aushalten
 
aus unserer Sicht muss man tatsächlich hoffen, dass sich die Ukraine mit einer schlechten Lösung (Osten geht an Russland bzw. "wird autonom") als einer noch schlechteren Alternative (Krieg auf unbestimmte Zeit) irgendwie anfreunden kann.
So ganz daran glauben mag ich allerdings noch nicht. Putin hat doch schon groß rumposaunt, dass die Ukrainische Regierung aus Nazis besteht, die sein Volk ermorden und Selensky als oberstes Ziel ausgegeben... dass er da jetzt plötzlich zurückrudert kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen.
Man kann nur für die zivile Bevölkerung hoffen, dass da irgendwo ein gemeinsamer Nenner ist. Sonst wird es noch viel dreckiger, als es eh schon leider ist...
 
Die haben halt auch nen ganz anderen Nationalstolz als wir bzw. sollte man nicht von denen auf unsere Mentalität schließen. Da bedeutet Kultur und Boden einfach sehr viel.
 
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