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Läuft gerade seit 15 oder 16 UhrWann war gleich die nächste Verhandlungsrunde zwischen den Konfliktparteien anberaumt?
Und was ist die Alternative? Irgendwo muss man zumindest ein Mindestmaß an Vertrauen aufbringen, ansonsten können wir uns jegliche Verhandlungen sparen und uns gleich gegenseitig in die Steinzeit bomben.
Wobei Putin nie im Zuge des Konfliktes als Ziel ausgegeben hat, die Ukraine zu vernichten. Da wurde immer wieder das Gegenteil beteuert, selbst eine dauerhafte Besetzung hat man ausgeschlossen (die mit der Truppenstärke eh illusorisch wäre).Ist halt die Frage ob man das Vertrauen einen Gegenüber aufbringen kann was gerade deine Existenz bedroht.
Wobei Putin nie im Zuge des Konfliktes als Ziel ausgegeben hat, die Ukraine zu vernichten. Da wurde immer wieder das Gegenteil beteuert, selbst eine dauerhafte Besetzung hat man ausgeschlossen (die mit der Truppenstärke eh illusorisch wäre).
Putin will Ukraine als Teil der russischen Einflusssphäre, weil die russische Kultur dort ihren Ursprung hat und das Gebiet sowie Kiew sehr wichtig für die russische Identität ist.
Belarus existiert ja auch als eigenes Land (auf dem Papier) und wird nicht annektiert.
In seinen Träumen hätte er das eventuell gerne, aber selbst Putin sollte wissen, dass das nicht realistisch ist. Einfluss ist das eine, aber souveräne, große Länder auflösen oder zu annektieren was komplett anderes.
Und ja - so schwer es fällt. Er muss vertrauen, dass Russland Wort hält. Aber als Staatspräsident in so einer Lage muss man seine Nation im Blick haben und sich die Frage stellen: Was ist für meine Leute im Gesamten das Beste? Lohnt es sich, Separatistenregionen im Land zu halten, wenn dafür viele Millionen andere Menschen seit zwei Wochen und unabsehbar lange leiden müssen?
Lohnt es sich, mit dem (nicht plötzlich verschwindenden) Russland nebenan einen Dauerkonflikt zu haben, wenn man in die NATO strebt (was noch dazu für jedes NATO-Land ein großes, großes Risiko wäre) oder sogar einen EU-Beitritt anstrebt, der realistisch betrachtet sowieso an den Anforderungen scheitern wird?
Lohnt es sich, für diese Träume wirklich den Krieg unabsehbar zu verlängern? Einen Krieg, den man nicht gewinnen kann?
Was man auch sagen muss: Wenn es wirklich in den nächsten Tagen zum Friedensschluss kommt und Russland die Krim plus die abtrünnigen Regionen erhält (also de facto keine Veränderung zur Situation vor dem Krieg), geht Putin als der Größte Nasenbär aller Zeiten gleich hinter Mussolini in die Geschichtsbücher der Militärstrategen ein.
Genau. Er kann behaupten, dass die beiden Regionen sich erfolgreich eigenständig gemacht haben und dass die Ukraine neutral bleiben wird.Das ist der Punkt. Irgendwelche Kompromisse wird man gehen müssen. Das mag nicht gerecht sein, aber der einzige Weg aus meiner Sicht heraus.
An Stelle von Putin würde ich auch versuchen die Minsk und die östlichen Gebiete als Erfolg zu verbuchen.
Genau. Er kann behaupten, dass die beiden Regionen sich erfolgreich eigenständig gemacht haben und dass die Ukraine neutral bleiben wird.
In seiner internen Staatspropaganda (die für den Rückhalt der Bevölkerung sehr wichtig ist) kann man das als Erfolg verkaufen, da hab ich keine Zweifel.
Und geopolitisch ist eine NATO- und EU-lose Ukraine tatsächlich wertvoll, wenn man sich wie Putin von Feinden umzingelt sieht.
International kann Putin seinen Ruf eh nicht retten. Vom eiskalt berechnenden Strategen ist nix mehr übrig. Aber der Ruf ist auch mit einem härter geführten Krieg nicht mehr zurückzubringen.
Ja, das ist richtig. Die Frage ist, ob der interne Druck auf Putin (von irgendwelche Oligarchen, FSB, oder wen auch immer) hoffentlich doch so groß wird, dass man ihn zum Einlenken bringt.
Das ist meine letzte Hoffnung, dass es da doch noch Personen in Russland gibt, die ausser Putin einen gewissen Einfluss ausüben können.
Dazu muss aber auch erst einmal die ukrainische Regierung bereit sein, die Forderungen zu akzeptieren. Hier kann ich leider so überhaupt nicht einschätzen inwieweit Selensky zum Einlenken bereit ist. Ich hoffe er ist vernünftig und entscheidet zum Wohle der Bevölkerung.
Botschafter Melnyk hat vor einigen Tagen schon gesagt, dass die Ukraine keinerlei Gebietsabtretungen zustimmen wird. Aber es ist natürlich klar, dass ukrainische Offizielle im Vorfeld Maximalforderungen in der Öffentlichkeit platzieren. Ich hoffe auch, dass man diese Gebiete ernsthaft überlegt aufzugeben, zumal die Ukraine faktisch schon vor langer Zeit die Kontrolle darüber verloren hat.
Kein Wort mehr von Denazifizierung...
Ich denke, über diese Möglichkeit sollte die ukrainische Führung intensiv nachdenken.
Denn ich glaube nicht, dass sie von diesen Forderungen abrücken werden.
Klar, es ist ungerecht. Aber eventuell ist es das wert, damit nicht noch mehr Menschen sterben müssen. Die Krim ist eh seit Jahren verloren, der Donbass würde auch zukünftig ein Unruheherd bleiben, da es eben klare prorussiche Bestrebungen in dem Gebiet gibt.
Und Ukraine in der NATO wird eine rote Linie für Russland bleiben.
Und ehrlich gesagt wäre mir auch wohler, wenn man sich kein aktives Konfliktgebiet in den Verein holt oder in die Richtung arbeitet
Die russische Prägung und Vergangenheit wird in der Ukraine nicht verschwinden. Und wer weiß, wie der nächste oder übernächste Präsident der Ukraine gesinnt ist.
Und auch aus geopolitischer Sicht ist es besser, wenn die NATO nicht so weit in das ehemalige sowjetische Einflussgebiet vordringt.
Ich hoffe, sie sehen es anders.ja das wäre eine Lösung wo beide ihr Gesicht wahren können aber sie werden es nicht annehmen können, wieder derselbe Punkt dass man einem gegenüber Aggressor klein bei gibt....
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