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Der Politikthread

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Ja sind wir uns, da genau das wieder das abschieben von Verantwortung ist die ich meine. Aber ist prima, dann kann man dann auch mal wieder über die Politik motzen. Bei der Diskussion bin ich dann aber raus.

Eins noch.
Ich denke du machst es dir etwas einfach, dass alles als stumpfes "motzen" abzutun.
Ist den die Bitte und der offene Brief der US-Milliardäre an den Senat auch als "motzen" zu verstehen, weil sie einen Misstand beklagen?
Ist das Demonstrieren und fordern in einer Gesellschaft nach neuen Rahmenbedingungen, sei es der Klimawandel, Kohleausstieg, bessere Löhne oder Bildung auch als motzen zu verstehen - weil man einen Misstand beklagt?


Ich kann jetzt nur von mir sprechen:
- Ich versuche weniger Fleisch zu konsumieren, gelingt mir nicht immer. Bin trotzdem dafür, dass die Politik und sich in der Gesellschaft etwas tut.
- Ich versuche so wenig wie mögliche Waren Online zu bestellen (aus verschiedenen Gründen), oder versuche auf bestimme Produkte beziehungsweise Marken zu verzichten. Gelingt mir nicht immer. Bin trotzdem dafür, dass die Politik hier für Rahmenbedingungen sorgt, damit ich mit deutlich weniger Gewissensbissen oder Bauchschmerzen meinen Alltag nach gehen kann.
ect. pp.
 
und da les ich das hin und her hier der letzten seiten und sehe in der tagesschau was grade in chile abgeht. wollen reiche menschen das es irgendwann mal überall so ist?

denk bei solchen bildern immer an nick hanauers ted talk „pitchforks are comming“

Danke, toller Talk. (Auch wenn ich mit allem mit ihm übereinstimme)
Die anderen zwei von ihm sind aber auch nicht schlecht:

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Sein Vorträge zeigen mir wieder sehr deutlich dass der wirtschaftlich neo liberalen Gedanke - einzelne Systeme wie die der Marktwirtschaft sich nicht von alleine regulieren - sondern sich im Sinne von "Survival of the Fittest" selbst zerfleischt. Dass wir uns in einer Gesellschaft auch nicht alleine auf die Moral von Einzelpersonen verlassen können, sei es der Milliardär der mit seinem Vermögen schon das richtige tun wird, oder die Gesellschaft als Kunde die schon für das richtigere (das klimafreundliche oder fairere Produkt) entscheiden wird um den Markt entsprechende Impulse zu liefern. Sondern dass diese Systeme gelenkt und gesteuert werden müssen.

Sei es der Mindestlohn, die steuerliche Korrektur zur Vermeidung/Verminderung der zunehmenden Ungleichheit, das Einführen von Rahmenbedingungen und Regularien wie zum Beispiel der CO² Steuer oder einfach das vorschreiben von Gesetzen für das durchsetzen und fördern von Chancengleichheit (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Frauenquote, Beteiligung Behinderter am Arbeitsleben).
 
Ja sind wir uns, da genau das wieder das abschieben von Verantwortung ist die ich meine. Aber ist prima, dann kann man dann auch mal wieder über die Politik motzen. Bei der Diskussion bin ich dann aber raus.
Das hat mit abschieben nichts zu tun. Damit alle mitmachen braucht es Regeln. Ich leiste meinen Teil zu diversen Themen, aber das wird nichts bringen solange es z. B. Menschen gibt die den Klimawandel leugnen oder die keine Schere zwischen arm und reich sehen. Wenn das Leben so einfach wäre wie du es darstellt bräuchten wir keine Gesetze. Dann wüsste jeder das man in gewissen Straßen halt nur 30 fährt, dann würde jeder auch ohne anreiz seine plastikflaschen weg bringen und wir alle würden einen gewissen satz an Geld ganz ohne Nachfrage an den Staat abtreten. So funktioniert der Mensch aber nicht. Deswegen braucht es Gesetze, weil das alles themen sind die uns alle betreffen. Genau so wie halt z. B. Klimawandel oder halt Umverteilung. :)
 
aber das wird nichts bringen solange es z. B. Menschen gibt die den Klimawandel leugnen oder die keine Schere zwischen arm und reich sehen.

Die Schere zwischen arm und reich ist doch nicht das ursächliche Problem, mMn.

Wenn jeder mindestens 1.500 netto hätte, würde kein Mensch mit dem Finger auf die Reichen zeigen. Und wenn doch, dann eher aus dem Grund, dass wenn sich das untere Niveau anhebt, es zu einer gesamthaften Verschiebung kommt. Und dann wird der neugewonnene Reichtum schnell wieder obsolet.

Es kann mMn trotzdem nicht sein, dass Reallöhne durch Steuern aufgebessert werden. Das ist Aufgabe der Arbeitgeber, und wenn sie das nicht tun, dann muss der Mindestlohn, alternativ Tarifverträge, massiv angehoben werden. Bei den Renten ebenso. Lasst uns doch über eine verpflichtende private Rente reden, die über den AG abgewickelt wird.

Ich bin für eine höhere Besteuerung von Kapital und Vermögen, aber gegen eine reine Umverteilung, nur weil es Menschen gibt, die viel Geld haben.
 
Ich muss ab heute leider wieder arbeiten und habe nicht die große Zeit zum weiter schreiben.. Aber Schmunzeln muss ich bei euren Posts jetzt doch wieder. Eine Schere hat hier keiner verneint oder bestritten - die ist da. Aber doch eigentlich durch die politische Umgebung/Gesetzgebung. Und jetzt soll eben jene Politik alles richten? Die in so vielen Bereichen versagt? Der wollt ihr jetzt die Verantwortung übertragen? Auf die verlasst ihr euch jetzt? Man muss sich dann halt auch mal ansehen warum manche reich sind. Oft ging es darum sein Schicksal in die Hand zu nehmen und mutig Dinge zu riskieren. Von den gescheiterten Unternehmern die es zu Hauf gab und gibt schreibt hier aber umgekehrt niemand. Für mich sollte und wird dieser Mut dann eben auch belohnt. Dass das zu abartigem Vermögen führt die man in einem Menschenleben nicht ausgeben kann ist dann normal. Wenn halt einer ein Smartphone erfindet oder eine kleine Internetuniseite mit der man mit anderen Studierenden in Kontakt kommen kann und plötzlich die ganze Welt Need hat, dann hat derjenige das offensichtlich verdient. Gerade Unternehmen werden doch nunmal auch so "reich", weil sie eine Ware oder Dienstleistung anbieten die vom Markt angenommen und gewollt wird. Wie sehr hat damals Magic mein Leben bereichert. Da hat Garfield eine geniale Idee gehabt die sich bis heute hält und ein neues Spielgenre begründet hat. Dann darf er damit auch Geld verdienen. Das Geld dass ich ihm gebe. Und dafür soll er jetzt "bestraft" werden? Bei Vermögenssteuer hört für mich halt immer der Spaß auf. Finde ich ein Unding. Bereits versteuertes nochmal versteuern geht imho gar nicht. Weiterhin wird hier nach wie vor so getan, als würde hier nur eine Minderheit der "Reichen" etwas fürs Allgemeinwohl tun. Nur weil nicht jeder gleich zur Presse rennt und ruft "hier, guck mal was ich gespendet habe" heißt das nicht, dass er es nicht macht. Im Gegenteil, ich denke es ist eher im überwiegenden Sinne Menschlich, dass man ab einem gewissen Grad - wenn man quasi alles hat - zu fragen beginnt. Wars das jetzt? Was hinterlasse ich? Was bleibt nach mir? Was kann ich bewirken? Ich bin mir da recht sicher, dass das für viele Reiche dann eben auch eine Beweggrund ist, sich mannigfaltig sozial zu engagieren. Nicht umsonst liest man ständig von Schauspielern und Fußballern die sozial aktiv sind. Wir war doch wirklich immer wieder irgendwelche Alltagsweisheiten sind: Es gibt nichts gutes, außer man tut es. Natürlich verändert jeder einzelne von uns nicht die Welt, aber wir können im Kleinen trotzdem dafür sorgen dass sie eine bessere wird.
 
Naja, ist schon irgendwie naiv und augenzukneifend.
Aber meine Meinung ist, wer viel verdient hat ins unserer Gesellschaft mehr Verantwortung.
Warum sollten sich Sachen auch nicht ändern und sollen lieber so bleiben?
Natürlich soll jemand viel Geld verdienen, ist mir ja egal. Aber wenn gleichzeitig einer zu viel hat und zehn zu wenig, läuft etwas falsch. Kein Mensch brauch Milliarden auf dem Konto.
Viele die dies verteidigen sind natürlich Nutznießer dieses Systems.
Aber wenn Zehn Prozent mehr als 50 Prozent des Vermögenshalten, ist das schon bedenklich.
Natürlich ist es auch schön, wenn was gespendet wird. Aber wenn man dies mal hochrechnet, was möglich wäre...
So lange jemand, fast verhungert etc. sehe ich die besser Verdieneneden in der Verantwortung. Wenn ihr jetzt sagt, da muss der Start aber ran...dann sagt ihr gleichzeitig der Staat soll sich raus halten.
Und nochmal, ich hab kein Problem damit, dass jemand viel verdient, ich hab ein Problem damit, dass es zu viele Menschen gibt, die nicht das nötigste haben. Wo ein Bruchteil der Menschheit zu viel hat.
Aber dies ist auch ein globales Problem.

Rechtschreibfehler sind heute gratis - es ist Montag.
 
Ich muss ab heute leider wieder arbeiten und habe nicht die große Zeit zum weiter schreiben.. Aber Schmunzeln muss ich bei euren Posts jetzt doch wieder. Eine Schere hat hier keiner verneint oder bestritten - die ist da. Aber doch eigentlich durch die politische Umgebung/Gesetzgebung. Und jetzt soll eben jene Politik alles richten? Die in so vielen Bereichen versagt? Der wollt ihr jetzt die Verantwortung übertragen? Auf die verlasst ihr euch jetzt? Man muss sich dann halt auch mal ansehen warum manche reich sind. Oft ging es darum sein Schicksal in die Hand zu nehmen und mutig Dinge zu riskieren. Von den gescheiterten Unternehmern die es zu Hauf gab und gibt schreibt hier aber umgekehrt niemand. Für mich sollte und wird dieser Mut dann eben auch belohnt. Dass das zu abartigem Vermögen führt die man in einem Menschenleben nicht ausgeben kann ist dann normal. Wenn halt einer ein Smartphone erfindet oder eine kleine Internetuniseite mit der man mit anderen Studierenden in Kontakt kommen kann und plötzlich die ganze Welt Need hat, dann hat derjenige das offensichtlich verdient. Gerade Unternehmen werden doch nunmal auch so "reich", weil sie eine Ware oder Dienstleistung anbieten die vom Markt angenommen und gewollt wird. Wie sehr hat damals Magic mein Leben bereichert. Da hat Garfield eine geniale Idee gehabt die sich bis heute hält und ein neues Spielgenre begründet hat. Dann darf er damit auch Geld verdienen. Das Geld dass ich ihm gebe. Und dafür soll er jetzt "bestraft" werden? Bei Vermögenssteuer hört für mich halt immer der Spaß auf. Finde ich ein Unding. Bereits versteuertes nochmal versteuern geht imho gar nicht. Weiterhin wird hier nach wie vor so getan, als würde hier nur eine Minderheit der "Reichen" etwas fürs Allgemeinwohl tun. Nur weil nicht jeder gleich zur Presse rennt und ruft "hier, guck mal was ich gespendet habe" heißt das nicht, dass er es nicht macht. Im Gegenteil, ich denke es ist eher im überwiegenden Sinne Menschlich, dass man ab einem gewissen Grad - wenn man quasi alles hat - zu fragen beginnt. Wars das jetzt? Was hinterlasse ich? Was bleibt nach mir? Was kann ich bewirken? Ich bin mir da recht sicher, dass das für viele Reiche dann eben auch eine Beweggrund ist, sich mannigfaltig sozial zu engagieren. Nicht umsonst liest man ständig von Schauspielern und Fußballern die sozial aktiv sind. Wir war doch wirklich immer wieder irgendwelche Alltagsweisheiten sind: Es gibt nichts gutes, außer man tut es. Natürlich verändert jeder einzelne von uns nicht die Welt, aber wir können im Kleinen trotzdem dafür sorgen dass sie eine bessere wird.
Ich glaube hier geht wirklich absolut niemand davon aus das die aktuelle Politik etwas in den angesprochenen Bereichen ändern wird.
 
Was heißt rauswinden... Solange seine Partei trotz allem hinter ihm steht und sie das IMpeachment im Senat einfach so abschmettern können, egal wie erdrückend die Beweislage ist, muss er nicht mal winden, nur zuschauen.

Das zeigt halt, dass die hochgelobten Checks and Balances versagen, wenn eine der beiden Parteien bei der Korruption und der Machtanmaßung mitmacht.
Die USA haben bereits seit locker 1-2 Jahren eine ausgewachsene Verfassungskrise, in der die Grenzen des Mach- und Sagbaren erschreckend weit verschoben wurden und Verhalten in der Politik normalisiert wurde, für das noch vor nicht vielen Jahren etliche Küpfe gerollt wären.
 
@Cycron Gibst du dich mal und liest auch mal was andere schreiben. Gates will bis zu seinem Tod 95 Prozent seines Vermögens gespendet haben. Aktuell hat er 27 Milliarden gespendet. Buffet hat 20 Milliarden gespendet bisher. Wie Zuckerberg will er 99 Prozent abgeben. Ich denke das kommt so mehr Menschen zugute wie wenn mehr Steuern gezahlt würden.
Naja, das ist natürlich toll, wenn die soviel Geld spenden.
Allerdings ist der Unterschied zu einer "Zwangsabgabe" über Steuern, dass die völlig alleine entscheiden, was die mit ihrem Geld machen. Sie haben so scheisse viel Geld, dass die auch mit ihren Spenden eine gewisse Macht ausüben können, die (imo) Privatpersonen nicht zustehen. Ist ein bißchen arg einfach, die Kritik, die hier von einigen am gesamten System geübt wird, einfach nur abzubügeln mit: "Aber die spenden doch soviel, also ist alles gut."
 
Wobei sie die Aktienbeteiligung der Mitarbeiter soweit ich weiß letztes Jahr im Zuge des erhöhten Mindestlohns wieder abgeschafft haben.
Und genau das ist das Problem, das hier angeklagt wird: Während Bezos oben mehr Geld verdient, als auch nur in Ansätzen begreifbar ist, sagt man bei den kleinen Leuten "ach, ihr bekommt ja n paar Groschen mehr, jetzt bekommt ihr halt keine Aktien mehr".

Der Umsatz fließt in einige wenige Taschen, während die Fußarmee in Gegenden um den Mindestlohn abgespeist wird.
Das ist das Problem. Wer ein erfolgreiches Unternehmen führt, soll dafür auch belohnt werden, von mir aus auch reichlich. Aber es kann imo nicht sein, dass die Reallöhne des normalen Arbeiters (der auch Teil des Erfolges ist) immer weiter zurückgehen, während die CEOs sich Millionenboni, Abfindungen und Gehälter gönnen und es zu absurden Reichtümern kommt.

Und ja, es ist lobenswert, dass Gates, Bezos oder Buffet viel tun. Da aber viele Superreiche fraglos VIEL mehr machen könnten und zu Lasten des Allgeminwohls wie Smaug auf für sie nicht nutzbaren Goldbergen sitzen, muss halt der Staat reglementieren.
Und auch der Reichtum von Gates und Co fußt erst mal darauf, dass sie einen stark unverhältnismäßig großen Anteil des Unternehmensumsatzes einbehalten, während der normale Arbeiter schauen kann, wie er seinen Alltag bestreitet.
 
Und auch der Reichtum von Gates und Co fußt erst mal darauf, dass sie einen stark unverhältnismäßig großen Anteil des Unternehmensumsatzes einbehalten, während der normale Arbeiter schauen kann, wie er seinen Alltag bestreitet.

Eigentlich fußt der Reichtum von Bezos, Gates oder Buffet hauptsächlich darauf, daß sie noch immer einen Großteil der Aktien von dem Unternehmen halten, was sie gegründet und groß gemacht haben. Nicht dadurch, daß sie da groß Gewinne abgeschöpft hätten.
 
Eigentlich fußt der Reichtum von Bezos, Gates oder Buffet hauptsächlich darauf, daß sie noch immer einen Großteil der Aktien von dem Unternehmen halten, was sie gegründet und groß gemacht haben. Nicht dadurch, daß sie da groß Gewinne abgeschöpft hätten.
Kommt im Endeffekt aber aufs selbe raus: Unternehmen generiert Shitloads of money und das Geld wird nciht an die Belegschaft/Allgemeinheit ausgegeben, sondern einbehalten und an einer/wenigen Stellen zentralisiert.
Wie der Mechanismus genau funktioniert ist für das kritisierenswerte Ergebnis - die massive Ungleichverteilung von Vermögen - unerheblich.
 
Jaein, ein hoher Börsenkurs hat nicht notwendigerweise etwas mit real erwirtschafteten Gewinnen zu tun. Kann, aber muß nicht. Und man kann einem Unternehmen auch nicht beliebig Gewinne entziehen, ohne die zukünftige Entwicklung zu beeinträchtigen. Was man machen kann, ist statt Lohn Aktien an die Belegschaft auszugeben. Dann sind sie auch am Unternehmenserfolg beteiligt. Wer das früh bei den erfolgreichen Unternehmen gemacht hat, braucht sich heute auch über Rechnungen keinen Kopf mehr machen. Aber dann muß man auch bereit sein, das Risiko zu tragen.
 
Diese Art der Mitarbeiterbeteiligung sollte es auf jeden Fall wieder deutlich öfter geben, wenn auch für die Mitarbeiter optional. In den 50er/60er Jahren war das afaik in den USA auch so üblich und viele Mitarbeiter in erfolgreichen Branchen konnten sich wohlhabend zur Ruhe setzen.
 
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