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Und es gäb noch so viele andere Gründe wieso eine Reichensteuer Gerecht wäre und Sinn machen würde.
Die Entwicklungen für die auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich sind ja Vielfältig.
Sei es die seit den 70iger Jahren zunehmende Diskrepanz der Reallöhne von Arbeitnehmern verglichen zur Produktivität und der Gewinne in der Wirtschaft die durch Forschung, Technik und andere Faktoren eingefahren werden. Die zunehmende Entkopplung in der Wirtschaft der Arbeitnehmer zu ihrer Firma - Du bist nicht mehr Teil einer Firma, sondern eine austauschbare Arbeitskraft im Sinne einer Gewinnmaximierung für den Vorstand und der Aktionären. Wenn die Firma mal Rekordgewinne einfahren sollte bist du meist der letzte der seinen "Fair-Share" vom Gewinn abbekommt. Zuallererst schieben sich doch die CEO's nen saftigen Bonus zu und als nächstes reiben sich die Aktionäre dank der fetten Dividende die Hände, der Rest wird dann halt wieder in die eigene Firma reinvestiert und um "konkurrenzfähig zu bleiben" kann man sich als Arbeitnehmer glücklich schätzen, wenn es nur beim einsparen einer Lohnerhöhung der Arbeitnehmer im Landen bleibt und nicht aufgrund von Gewinnmaximierung "Umstrukturiert" wird. Das ist doch der normaler Alltag und die bittere Realität der meisten - Milliardäre hervorbringenden - Megakonzerne von heute.
Zudem macht es die Weltgemeinschaft diesen Megakonzernen auch verdammt einfach ihre Gewinne zu maximieren. Gewinne über Steueroasen abzurechnen, oder Schlupflöcher im System auszunutzen. Sich gar aufgrund der Globalisierung und fehlenden Standards erpressbar zu machen, Gelder von Staaten abzukassieren, damit man Standorte retten kann. Weil diesen Megakonzernen die Welt sprichwörtlich zu Füßen liegt und sie diese Globale wirtschaftliche Ungleichheit bis in die Vollen ausreizen und davon schöpfen können. Klar davon profitieren auch wir als Kunde. Kommen günstiger an unsere Ware. Aber mit großem Abstand profitieren davon zu allererst Konzerne, ihre Inhaber, hochrangige Sesselfurzer und Aktionäre von. Das sind Privilegien und Machtverhältnisse von denen wir als einfache Arbeitnehmer nur träumen können. Und dann will mir jemand ernsthaft erzählen, dass es ungerecht oder unfair wäre die Profiteure dieses kaputten ungleichen Systems mit einer Reichensteuer zu besetzen.
Klar gibt es auch eine Vielzahl an Start-Ups und mittelständischen Millionären und einige wenige große Traditionsbewusste Familienunternehmen, die das noch ganz anders Handhaben. Aber wenn du als Aktien-Unternehmen ganz oben bei den Globalplayern mitspielen willst, musst du deine Spielregeln anpassen.
Und es gäb noch so viele andere Gründe wieso eine Reichensteuer Gerecht wäre und Sinn machen würde.
Es steht jedem frei, an diesen Unternehmensgewinnen teilzuhaben. (...)aber viele sind an erster Stelle auch ganz schlicht und einfach selbst Schuld.
Kurzfristig schon. Langfristig tötet man mit sozialistischen Deckelungen und Besteuerungen aber nicht nur jegliche Innovation, sondern erreicht letztendlich auch das Gegenteil dessen, was man erreichen wollte. Gut gemeint ist die kleine Schwester von Scheiße.
ne, läuft doch.Und mit einem geringen Vermögen ist es auch deutlich schwieriger relativ sicher, da breitgefächert, sein Geld anzulegen.
Wusste nicht das 20% der Bevölkerung eine absolute Minderheit sind.
Und wer legal hier in Deutschland ist und auf der Straße lebt, der tut das letztendlich freiwillig.
Freiwillig ist relativ, wenn es keinen Wohnraum gibt, wie willst du dann anders leben? Natürlich existiert der Sozialstaat, der sich auch solchen Fällen annehmen würde aber dafür müssten diese auch den Spielregeln folgen und teilweise können sie es gar nicht erst...Auf dem Level brauchen wir auch gar nicht weiter diskutieren. Wir sind ja eh wieder exakt da, wo wir sonst auch landen. Und wer legal hier in Deutschland ist und auf der Straße lebt, der tut das letztendlich freiwillig. Niemand ist gezwungen, das zu tun. Die relative Armut ist ein Problem, aber die Betonung liegt immer noch auf relativ.
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