Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Politikthread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Lieber @Evin, jemand der sich keine Spenden leisten kann braucht normalerweise keinen Steuerberater. Ich Rede von berühmten Mittelstand. Jemand der 45k im Jahr verdient hat ganz sicher die Möglichkeit zu spenden. Sehe ich aber nahezu kaum. Da ist sich jeder der Nächste. Sollen halt die Reichen alles machen.

Für was soll der Mittelstand spenden?

Der Mittelstand trägt viele tolle Errungenschaften im Sozialstaat mit.
Ich will auch gar nicht dass Reiche spenden. Mir wäre lieber, sie würden alle einen fairen Anteil leisten und nicht mit irgendwelchen Stiftungskonstruktionen, Offshore-Briefkastenfirmen und sonstigen Steuervermeidungstaktiken die soziale Infrastruktur aushungern. Wäre das der Fall, bräuchten wir ihre marginalen Handouts gar nicht.

Es ist ein Skandal dass aus den Panama-Paper-Enthüllungen quasi nichts passiert ist.
 
Nur Mal kurz in den Raum geworfen: der extreme Reichtum von Leuten wie bezos stammt auch (und afaik zu großen Teilen) aus deren Aktien des eigenen Unternehmens. Wenn da die Werte fallen, ist der schnell einen großen Teil seines Vermögens los und Mal ebenso all dieses "fiktive" Vermögen zu versteuern ist auch eher schwierig, denke ich.

Dazu kommt in diesen Fällen auch noch die exponierte Position: wenn er was falsches sagt oder macht, geht der kurs nur durch sein Wirken ratzfatz in den Keller.

Wollte ich nur Mal einwerfen. Es ist nicht so leicht, wie sich manche das vorstellen. Leute wie bezos haben ihre Kohle ja nicht irgendwo im Geldspeicher.
 
Für was soll der Mittelstand spenden?

Der Mittelstand trägt viele tolle Errungenschaften im Sozialstaat mit.
Ich will auch gar nicht dass Reiche spenden. Mir wäre lieber, sie würden alle einen fairen Anteil leisten und nicht mit irgendwelchen Stiftungskonstruktionen, Offshore-Briefkastenfirmen und sonstigen Steuervermeidungstaktiken die soziale Infrastruktur aushungern. Wäre das der Fall, bräuchten wir ihre marginalen Handouts gar nicht.

Es ist ein Skandal dass aus den Panama-Paper-Enthüllungen quasi nichts passiert ist.

Das bestreitet aber doch niemand, oder?

Es macht aber einen grossen Unterschied, ob ich den Spitzensteuersatz anhebe, Vermögens- und Erbschaftsteuer einführe, oder ob ich pauschal einfach beschliesse, dass kein Mensch auf der Welt eine Milliarde haben darf.

Hier wird ja quasi gefordert, dass ein Bezos weiterhin Milliarden erwirtschaften soll, diese dann aber einfach umverteilt werden.

Und wer entscheidet, was sozial verträglich ist? Wie sozial verträglich sind 2.500 netto, wenn jemand anderes nur 1.200 hat? Nehmen wir doch die goldene Mitte und beide bekommen 1.850. Jeder bekommt einfach gleich viel Geld, dann ist auch keiner benachteiligt. Es gibt keine sozialen Ungerechtigkeiten.

Wieviele Amazon Deutschland-Mitarbeiter bekommen mehr Gehalt, wenn man die Manager höher besteuert? Wäre die Stellschraube Mindestlohn von 12€ nicht viel besser, wenn es darum geht, den Menschen mehr Wohlstand zu geben? Mal davon abgesehen, dass es den Gewinn dann von ganz alleine schmälern würde...
 
Für was soll der Mittelstand spenden?

Der Mittelstand trägt viele tolle Errungenschaften im Sozialstaat mit.
Ich will auch gar nicht dass Reiche spenden. Mir wäre lieber, sie würden alle einen fairen Anteil leisten und nicht mit irgendwelchen Stiftungskonstruktionen, Offshore-Briefkastenfirmen und sonstigen Steuervermeidungstaktiken die soziale Infrastruktur aushungern. Wäre das der Fall, bräuchten wir ihre marginalen Handouts gar nicht.

Es ist ein Skandal dass aus den Panama-Paper-Enthüllungen quasi nichts passiert ist.

Und eine exorbitante Besteuerung würde dafür sorgen dass es nicht noch mehr Bemühungen gibt Steurn nicht in Deutschland zu bezahlen. Und alle Hartz 4 Empfänger betrügen den Staat indem sie noch schwarz arbeiten?

Ich will hier sicher keine Wirtschaftsverbrecher in Schutz nehmen, das finde ich höchst unmoralisch. Aber hier wird der Eindruck erweckt es wären alle so. Um auf das Beispiel zurück zukommen. Unmoralisch finde ich auch die ganzen Sozialbetrüger die unser gutes Sozialsystem ausnutzen und damit jedem einzelnen von uns in die Tasche greifen. Wenigstens das machen die Vermögenden eher weniger. Mir in die Tasche zu greifen. Derjenige der immer von Hartz lebt, wird auch immer im Alter von Sozialhilfe leben. In einer utopischen Welt gibt es keine Sozailbetrüger mehr und das gesparte Geld kann denen zugute kommen die wirklich auf soziale Unterstützung angewiesen sind und somit hier auch einfach mal mehr Geld drauf packen und deren Lebensstandard zu verbessern. Aber das sind wie alles hypothetische Gedanken, die wir nie erreichen werden.

Und dann zurück. Es ging darum dass etwas gegen den Welthunger gemacht werden soll. Das war der Eingangsbeitrag. Also wofür spenden? Dafür. Aber an Evins Beitrag sieht man schön was ich meine. Warum soll ich spenden? Ich arbeite hart und bringe das Unternehmen nach vorne. Soll der spenden. Ich muss schließlich meine Eigentumswohnung abbezahlen. Und die PS5 kommt ja auch schon nächstes Jahr.
 
Für was soll der Mittelstand spenden?

Der Mittelstand trägt viele tolle Errungenschaften im Sozialstaat mit.
Ich will auch gar nicht dass Reiche spenden. Mir wäre lieber, sie würden alle einen fairen Anteil leisten und nicht mit irgendwelchen Stiftungskonstruktionen, Offshore-Briefkastenfirmen und sonstigen Steuervermeidungstaktiken die soziale Infrastruktur aushungern. Wäre das der Fall, bräuchten wir ihre marginalen Handouts gar nicht.

Es ist ein Skandal dass aus den Panama-Paper-Enthüllungen quasi nichts passiert ist.

Dass viele dieser (teils illegalen) Steuervermeidungstricks von reichen Personen und internationalen Konzernen ein Skandal sind, darauf können wir uns sicherlich fast alle einigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
In einer utopischen Welt gibt es keine Schicht mehr, die "hinten runter fällt". Keine "armen" Menschen mehr im Land. Jeder verdient soviel Geld, dass er nicht nur überleben kann, sondern dass es ihm richtiggehend gut geht.

Aber das wird halt nie passieren, denn wenn sich das Niveau unten anhebt, hebt es sich in den anderen Schichten auch an. Was über kurz oder lang wieder zu Ungleichheiten führt.

Man sollte sich lieber Gedanken darüber machen, wie man die ursächlichen Probleme angehen und beheben kann.
 
@Zimtzicke @Mandos

Das man nach einer populistischen Maßnahme wie einer Milliardärssteuer rust, haben sich die Unternehmen und Personen auch selber zuzuschreiben.

Gerade Übeltäter wie Amazon fallen gerne in 2 Aspekten auf:

- Steuervermeidung
- prekäre Arbeitsbedingungen

Dass Bezos Milliardär ist, liegt neben viel unternehmerischen Geschick und Mut zum Risiko auch Großteils darin begründet dass es extrem wenig Steuern bezahlt und seine Mitarbeiter ausbeutet. Ich glaube über diese beiden Faktoren seines Reichtums kann man nicht viel schönreden und/oder weichspülen.

Würde er faire Steuern bezahlen und seinen Mitarbeiten einen guten Lohn, dann hätte er halt ein paar Milliarden weniger.
 
Aber jetzt mal ganz weg von dem "wie soll umverteilt werden". Kann mir mal kurz einer der Kritiker hier erklären was jetzt genau schlimm daran wäre wenn alle Menschen die gleiche Basis hätten und es keine krassen Ausreißer mehr nach oben oder unten gäbe sondern wenn überhaupt nur noch milde nach oben?
 
Euphorie nach dem Krieg in den 70ern!? Kommunismus als Grund, dass die westliche Wirtschaft auch bei sehr hohen Spitzensteuersätzen lief!?

Klar, man kann sich die Fakten auch so (ver)drehen, dass sie zu den eigenen Ansichten passen.

Das gilt dann ja wohl in beide Richtungen... Aber von mir aus können sie alle machen was sie wollen. Wir sind heutzutage an so vielen Fronten gefickt, da spielen auch solche Anflüge keine Rolle mehr :D.
 
Aber jetzt mal ganz weg von dem "wie soll umverteilt werden". Kann mir mal kurz einer der Kritiker hier erklären was jetzt genau schlimm daran wäre wenn alle Menschen die gleiche Basis hätten und es keine krassen Ausreißer mehr nach oben oder unten gäbe sondern wenn überhaupt nur noch milde nach oben?

Mal als Gegenfrage - wer sollte in so einem Szenario die Motivation aufbringen auch nur einen Finger krumm zu machen? Dass dieses Konzept nicht funktioniert wurde in der Geschichte der Menschheit ja nun schon so oft bewiesen, dass man langsam draus gelernt haben sollte.
 
Ich meinte ja nun nicht das keiner für seinen Aufwand belohnt wird. Nur halt bei weitem nicht so extrem wie aktuell.

Die Frage ist doch dann wo du die Grenze setzen willst? Das endet doch in staatlicher Willkür und weckt mal wieder Begehrlichkeiten innerhalb des politischen Systems, wo die Grenze immer dann angepasst wird, wenn man mal wieder Geld braucht. Würden wir von Computern regiert würden all diese in der Theorie so schön klingenden Systeme vielleicht sogar funktionieren. Mit Menschen in der Gleichung bricht das meist aber schnell wieder zusammen.
 
@Evin

Korrekt. Beide Umstände kann man politisch angehen. Beides hätte bereits vor 10 Jahren passieren können.

@SirHorst

Dann erkläre mir mal, warum ein Mensch 13 Jahre in die Schule gehen soll, danach noch ein mehrjährige Studium hinter sich bringt um dann mit viel Verantwortung einem anderen Menschen die Hüfte operiert, während er nicht mehr verdient als einer, der am Band eine Schraube reindreht.
 
Was man auch wissen sollte die IRS (Bundessteuerbehörde) prüft einfach ungern reiche.

IRS: Sorry, but It’s Just Easier and Cheaper to Audit the Poor

On the one hand, the IRS said, auditing poor taxpayers is a lot easier: The agency uses relatively low-level employees to audit returns for low-income taxpayers who claim the earned income tax credit. The audits — of which there were about 380,000 last year, accounting for 39% of the total the IRS conducted — are done by mail and don’t take too much staff time, either. They are “the most efficient use of available IRS examination resources,” Rettig’s report says.

On the other hand, auditing the rich is hard. It takes senior auditors hours upon hours to complete an exam. What’s more, the letter says, “the rate of attrition is significantly higher among these more experienced examiners.” As a result, the budget cuts have hit this part of the IRS particularly hard.

https://www.propublica.org/article/irs-sorry-but-its-just-easier-and-cheaper-to-audit-the-poor

¯\_(ツ)_/¯

Edit: und nicht denken das wäre hier viel besser
https://www.tagesspiegel.de/wirtsch...ner-vom-finanzamt-durchleuchtet/25096314.html
 
Zuletzt bearbeitet:
@Evin

Korrekt. Beide Umstände kann man politisch angehen. Beides hätte bereits vor 10 Jahren passieren können.

@SirHorst

Dann erkläre mir mal, warum ein Mensch 13 Jahre in die Schule gehen soll, danach noch ein mehrjährige Studium hinter sich bringt um dann mit viel Verantwortung einem anderen Menschen die Hüfte operiert, während er nicht mehr verdient als einer, der am Band eine Schraube reindreht.
Noch mal, ich sage nicht das alle Menschen exakt das gleiche verdienen sollen. Das steht in keinem einzigen meiner Sätze. Ich sage das es keine extremen Ausreißer mehr geben sollte. Und ja, ich finde es unmenschlich und asozial dem Schraubendreher nur 1/5 von dem zu geben was der Arzt kriegt. Genau so asozial aber auch das der Arzt nur 1/25 von einem Vorstand kriegt. Sicherlich aber auch genau so asozial das der Vorstand nur die Hälfte des Managers kriegt und nochmal asozialer das der Manager nur 1/100tel des CEOs bekommt. Sorry ich tue mich wirklich, wirklich schwer damit zu verstehen wie man dieses system geil finden kann.

Edit: und noch mal, welchen rattenschwanz das nach sich zieht, sieht man ja immer mehr. Diese Einstellung der Gewinnmaximierung vergiftet immer mehr Zweige der Wirtschaft und Gesellschaft. Das fängt bei der gammelwurst in der kühltheke an, zieht sich über den Patienten der nur noch ware ist und endet in ganzen berufszweigen die keine Angestellten mehr finden.

Edit 2: von dem massiven druck den die Wirtschaft auf die Politik ausübt möchte ich Klöckner, scheuer und Co. Zu liebe jetzt gar nicht erst anfangen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben