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Der Politikthread

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Dann können wir uns ja vielleicht darauf einigen, dass weder Greta noch sonst irgendwelche 16-Jährigen für die Lösung des benannten Problems zuständig sind.

Da sind wir uns einig, die Lösung kann nur in der Politik liegen. Und die braucht die Unterstützung der Bevölkerung und deswegen muß man Greta auch für die Mobilisierung dankbar sein. War schon immer meine Meinung. Denn ohne diese Unterstützung kann auch die Regierung nicht viel tun.
 
@Cycron

Das (turbo)kapitalistische System ist schon längst am Ende. Es werden nur noch die letzten Profite abgeschöpft. Ich glaube, da habe ich nie widersprochen. Das Problem bei so Diskussionen wie in Berlin ist: wir befinden uns im System. Wenn du das hintergründige System nicht zuerst änderst, werden die Massnahmen im blödesten Falle einen negativen Effekt hervorrufen.

Wenn mir eure Situation am Arsch entlang ginge, hätte ich mich sicher nicht so in die Diskussion eingebracht. Dann hätte ich einfach mit dem Kopf geschüttelt und nxt pls. Die Posts von @Cale und mir sollten ja eigentlich aufzeigen, dass sozialistische Lösungsansätze im kapitalistischen System meistens keine gute Wahl sind. Vor allem nicht dann, wenn man eigentlich dringend Kapital braucht.

Bin da ganz bei dir, der Mietdeckel ganz alleine wird hier nicht helfen und wenn spätestens in 5 Jahren kein anständiges Folgeprogramm folgt, wird der Markt ganz schön asozial zurück schlagen. Daher war meine Position schon immer, dass der Mietdeckel der erste wichtige Schritt ist aber dazu noch viel mehr folgen muss um das asoziale System zu korrigieren. Mit dem Null-Zins ist das Kapital in Richtung Immobilien abgewandert, weil dies noch eines der wenigen profitablen Geschäfte ist um sein Geld zu vermehren. Die ganzen Heuschrecken die sich früher anderswo breit gemacht haben, haben sich halt nun auf Immobilien gestürzt. Dies gilt es nun zu regulieren. Und mit dem Mietdeckel holt man sich jetzt endlich auch etwas Zeit um hoffentlich etwas besseres vorzubereiten.


... er nicht funktioniert, unproduktiv ist und kein Problem löst. Genau das ist der Aktionismus, der mit Emotionalität einhergeht und das Ganze ausbremst. Danke für die Argumentationskette.

Das Problem waren mitunter die radikal angestiegenen Mieten. Ich sehe das Problem diesbezüglich erstmal für viele für die nächsten 5 Jahre gesichert. Somit ist der Mietdeckel für mich ein Teilerfolg. Denn wir hatten das Thema schon mal, einfach nur mehr Bauen und Kapital heranholen sorgt für eine sehr lange Zeit (wegen der hohen Nachfrage und dem Mangel an Baugrund) nicht für entspanntere Mietpreise. Im Gegenteil, hat dieses "lass den Markt das Problem regeln" erst dazu geführt, dass die Mieten heute an die Decke schossen.

Und natürlich ist der Mietdeckel nur der erste Schritt, es braucht eher Bundesweite gemeinschaftliche Lösungen und eine neue Debatte was man mit Wohneigentum darf und wo die Verantwortung wieder anfängt. Da hat man noch eine Menge Schlupflöcher zu schließen und nachzuregulieren, damit das alles in 5 Jahren nicht nach hinten los geht. Weil man nach einer kurzen Pause sich vom selben asozialem Marktmechanismus auf der Nase tanzen lässt wie aktuell.

Aber lass uns lieber über Greta reden. Wir werden uns hier nicht einig.
 
Und natürlich ist der Mietdeckel nur der erste Schritt

Ein sinnloser Schritt, der das Problem erstmal 5 Jahre lang verschärft und es nur schlimmer macht. Anstatt daß man sich dem Problem widmet, doktort man an Symptomen rum, während der Patient stirbt. Ein Musterbeispiel für Aktionismus. Und für die Folgen von zu zuviel Emotionen in Problemsituationen.
 
Seit wann bist du denn auf der Seite eines Kindes?:D
giphy.gif



harte Schale, weicher Kern :D
 
Nicht wirklich. Es ist einfach nur strunzdumm Aussagen in Frage zu stellen die wissenschaftlich gesichert sind. Seit Jahren.

Also ich lese hier eigentlich fast nur vernünftige und nachvollziehbare Argumente von verschiedenen Seiten - denn es gibt nicht die allumfassende Wahrheit und auch kein "schwarz" und "weiß", zudem habe ich mich zum Inhalt des Themas noch gar nicht geäußert ergo ist eigentlich nur strunzdumm, was Du und ein paar andere "Leuchten" hier absondern, die imo überhaupt nicht bereit sind, sich auf die verschiedenen Argumente einzulassen und das zeugt nicht von besonders hoher Intelligenz, mein Bester!
 
Ich kann Cale schon verstehen. Dieses politische Engagement in Verbindung mit Emotionalität in dem Ausmaß unterstreicht in der Wahrnehmung vieler sicherlich den kindlichen Anteil von Greta was letztlich dazu führt das es für einige schwieriger wird das sachlich zu betrachten oder anders formuliert sie und die Bewegung ernst zu nehmen. Das hat nicht immer was mit einer inhaltlichen inakzeptanz dem Thema gegenüber zu tun, sondern bezieht sich rein auf die Wahrnehmung.

Denjenigen dann zu sagen das es überheblich ist diese Emotionalität im Kontext eines politischen Themas nicht zu ertragen (Politik ist ja nunmal in der Wahrnehmung vieler etwas sehr sachliches, erwachsenes) ist ja insofern paradox das man ihnen genau so das Recht zur Emotionalität abspricht wie sie es bei Greta angeblich tun. Etwas verquer geschrieben aber vielleicht verständlich :ugly:

Ich fand ihren kurzen Vortrag auch bewegend und sehr ehrlich, denke aber auch gleichzeitig das damit die Lücke zwischen ihr und der politischen Wahrnehmung einfach noch größer wird weil viele Politiker sich dadurch in der in ihr gesehenen kindlichen Naivität bestätigt fühlen.
 
Finde ich nicht ok, wie würdest du reagieren wenn sich jemand über die Tränen deiner Tochter lustig macht. Die Bezeichnung als Arschloch war absolut gerechtfertigt und gehört in dem Fall nicht geahndet.
Ich würde wahrscheinlich ähnlich reagieren, aber dann ebenfalls mit den Konsequenzen leben müssen.
Wie gesagt ich kann die Emotion absolut verstehen, trotzdem ist das eine Beleidung, die geahndet werden muß.
Fußt auch nicht nur auf meinen Mist, ich hab das extra intern besprechen lassen
 
Ein sinnloser Schritt, der das Problem erstmal 5 Jahre lang verschärft und es nur schlimmer macht. Anstatt daß man sich dem Problem widmet, doktort man an Symptomen rum, während der Patient stirbt. Ein Musterbeispiel für Aktionismus. Und für die Folgen zu zuviel Emotionen in Problemsituationen.


Sehe ich ja ähnlich. Für mich verschafft man sich aber mit diesem Programm erstmal Zeit und so wurde das Programm auch oft verkauft. Um sich erstmal Zeit zu verschaffen. Man geht jetzt einen Schritt in die richtige Richtung und wenn man ihn nicht konsequent zu ende geht frisst einen der turbo-kapitalismus in ein paar Jahren die fersen auf.

Es muss eine Debatte auf den Tisch was Eigentum darf und wo die Verantwortung anfängt.
Und gerade beim Thema Wohnen sollte das Wohl der Gesellschaft und die Verantwortung enger umschrieben werden, weil es sich hier nicht um verzichtbare Lusxusgüter handelt, sondern Wohnen für eine Stadt und seine Bürger essenziell ist. Eine Stadt lebt auch vom geringverdiener (Bäcker, Zeitungsverkäufer, de Pflegekraft, Lehrer, Kindergärtner, ect). Das muss man mit Maßnahmen und neuen Spielregeln schützen m.M.n.


Aber wir kommen hier nicht zusammen.
 
Das muss man mit Maßnahmen und neuen Spielregeln schützen m.M.n.

Da sind wir uns je eh Alle einig, auch das Problem sehen wir alle ähnlich. Nur in der Art der Maßnahmen haben wir Differenzen (und in der erwarteten Wirkung). Der Mietdeckel kann halt (temporär) bestenfalls im zweiten Schritt kommen, aber auf keinen Fall zuerst und erst recht nicht, wenn es noch nicht mal sicher ist, daß andere Maßnahmen folgen werden.

Aber gut, die Argumente habe ich eh schon alle gebracht. Wiederholen bringt nichts...
 
Also ich lese hier eigentlich fast nur vernünftige und nachvollziehbare Argumente von verschiedenen Seiten - denn es gibt nicht die allumfassende Wahrheit und auch kein "schwarz" und "weiß", zudem habe ich mich zum Inhalt des Themas noch gar nicht geäußert ergo ist eigentlich nur strunzdumm, was Du und ein paar andere "Leuchten" hier absondern, die imo überhaupt nicht bereit sind, sich auf die verschiedenen Argumente einzulassen und das zeugt nicht von besonders hoher Intelligenz, mein Bester!

Verschiedene Argumente beim Klimawandel? Welche wären das denn? ;)
Schau mal was ich zitiert habe und dann lies nochmal meine Antwort dazu. Vielleicht klappts ja beim zweiten oder dritten mal mit dem Verständnis.^^

Natürlich hast du dich inhaltlich zum Thema geäußert. Ich hab dich sogar was gefragt, allerdings kam da keine Antwort mehr.

Noch kurz zum fett markierten text: es macht einfach sowas von überhaupt keinen Sinn. :lol:
 
Was mich persönlich aufregt ist dieses geheule um Verzicht. Es geht nicht um Verzicht, es geht darum den angemessenen Preis für seinen Mist zu bezahlen. Geld ist ja anscheinend die einzige Stelle wo man jedem weh tun kann, ob mittelschicht oder ganz weit oben.

Der Fleischkonsum von uns ist weit über einem gesunden Verhältnis. Wird es sich mit der aktuellen Politik ändern? Nö. Wird jeder von sich aus plötzlich Fleisch mit Demeter Siegel kaufen? Nö.
Stattdessen verarscht die Industrie und die Politik alle Menschen mit einem Biosiegel.

Und ich nehme mich da selbst ja nicht raus. Bin ein Teil unserer Konsumgesellschaft. Wenn wir genau drüber nachdenken ist ein physisches Spiel nur noch Umweltverschmutzung. Die Disc, der Transport, die Plastikverpackung. Nichts, wirklich nichts davon muss sein. Also warum sollte man für den zusätzlichen CO2 und Müll nicht auch als Verbraucher und als Firma zahlen. Da muss einfach jede Kette im Glied die Hand an die Eier gelegt bekommen und langsam zugedrückt werden. Wenns doll genug zieht lässt man es freiwillig sein.

Und da haben wir ganz viele Sachen wo jeder einzelne von und eine große Rolle im Spiel um das Klima einnimmt.
 
Effektiv geht es schon um Verzicht, denn nicht jeder wird sich seinen bisherigen Lebensstil weiter leisten können, wenn "angemessene" Preise bezahlt werden müssen. Soll kein Argument gegen diese Preise sein (ich halte es, im Gegenteil, für die beste Methode), aber so ehrlich sollte man schon sein.
 
Effektiv geht es schon um Verzicht, denn nicht jeder wird sich seinen bisherigen Lebensstil weiter leisten können, wenn "angemessene" Preise bezahlt werden müssen. Soll kein Argument gegen diese Preise sein (ich halte es, im Gegenteil, für die beste Methode), aber so ehrlich sollte man schon sein.

Wobei man hier schon differenzieren muss. Ist es ein Verzicht weil ich daran gehindert werde etwas zu tun oder ist es ein Verzicht weil ich es eben nicht in dem Umfang machen kann, weil ich es mir nicht leisten kann.

Könnte ich mir es leisten würde ich mir auch jeden Monat 5 neue Spiele kaufen und 12h ab Tag zocken, kann ich aber nicht. Brauch halt dafür Geld und Zeit. Also muss ich arbeiten, dann muss ich schauen wie viel Geld ich zur Verfügung habe und dann muss ich mich entscheiden was ich mit dem Geld alles machen kann. Da hab ich dann keine 300€ mehr für Spiele, aber ein Verzicht der aufgezwungen ist, ist es auch nicht.
 
Oberster Gerichtshof erklärt Zwangspause für ungültig
Für Johnson eine Katastrophe

Der Oberste Gerichtshof hat entschieden: Die von Boris Johnson verordnete Zwangspause des Parlaments ist nicht nur unrechtmäßig, sondern auch ungültig. Herber hätte das Urteil kaum ausfallen können.

https://www.spiegel.de/politik/ausl...ert-zwangspause-fuer-ungueltig-a-1288301.html

Jetzt wirds nochmal interessant aber solange Corbyn sich nicht klar gegen den Brexit positioniert wird eh nichts passieren.
 
Naja, wenn Du bisher am Ende des Monats kein Geld über hast, was irgendwo sinnlos auf dem Konto rumschimmelt, wirst Du bei (deutlich) steigenden Preisen irgendwo an etwas sparen müssen. Das ist Verzicht.

Wie gesagt, du hast recht.
Ich betrachte den Verzicht aber halt etwas differenzierter.

Glaub die große Mehrheit interpretiert Verzicht schon fast als Verbot, ich persönlich sehe diesen Verzicht wohl einfach schon zu locker.
 
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