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Der Politikthread

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Interessanterweise drückt die Politik die Automobilindustrie plötzlich, dass wir die E-Mobilität forcieren sollen, der ganze Rest dümpelt vor sich hin.

Seit wann wissen denn die Stromversorger, dass eine Vielzahl von elektrisch betriebenen Autos irgendwie geladen werden müssen? Dass dafür ggfls. die Infrastruktur angepasst werden muss?

Davon abgesehen ist das ja ein schleichender Prozess. Wir haben 47 Millionen PKW in Deutschland. Eine Kompletterneuerung wird Jahrzente dauern.

Bis dahin wird man halt gucken müssen, wie und wo geladen werden kann. Da sind z.B. auch Arbeitgeber in der Pflicht, ihren Mitarbeitern Ladesäulen zur Verfügung zu stellen (gegen Geld natürlich). Davon abgesehen kann man ja in jedem Fall ohne neue Stromversorgung zu Hause laden. Bis 16 Ampere sollte kein Problem sein.
 
Wobei da nicht nur die Autoindustrie schuld ist sondern auch die Politik die beim Ausbau nichts gemacht hat. Man hat komplett alles verschlafen wie immer. Und natürlich wird das Jahrzehnte dauern, wenn nicht länger aber das erzähl mal einigen Parteien oder Organisationen die das Auto mit Verbrennungsmotor am liebsten gleich aus der stadt verbannen wollen, das versucht man ja schon mit aller Gewalt in Berlin.
 
Eine Verwehrswende wird es in Deutschland nicht geben, dazu müsste der Deutsche bereit sein ein Auto nicht zu besitzen sondern zu teilen.

Ich denke bei dem Anstoßen wichtiger Prozesse sollte man nicht auf die Bereitschaft des deutschen setzen. Bei 83 mio Partikularinteressen kannst du mit der Einstelling überhaupt keine Politik machen. Dann würde niemand Steuern zahlen müssen etc. pp.

Politik hat die Aufgabe Lenkungsprozesse einzuleiten. Der Kunde kann nur das kaufen was da ist. Gibt es keine SUV, dann gibt es keine Möglichkeit das Teil zu erwerben. Ich suche händeringend nach einem PKw der meine Bedürfnisse abdeckt. Gibt es aber überhaupt nicht, dieses Modell. Ich hasse SUV. Dabei ist mir die aktuelle unfall debatte egal. Ich finde es nervig das ich mit einem normalen PKW im Straßenverkehr nichts sehe weil dort nur noch SUV und Sprinter unterwegs sind. Das ist eine Wand die vor mir fährt. Darüber hinaus sind die Teile scheisse für die Umwelt. Baut man die effiziennten Antriebskomplexe nicht in ein 2 Tonnen Monster ein, sondern in einen normalen PKW hat man allein wegen der geringeren Masse ein effizienteres Fahrzeug. Auf der Rennstrecke baut Audi windschnittige Schlitten mit geilem CW Wert. Auf der Straße verkaufen sie nen Kühlschrank. Das ist ein technologischer Rückschritt von der Neuzeit in die Steinzeit.

Umweltschutz ist zwar kein Grundrecht, aber immerhin Staatszielbestimmung. Insofern wäre der Eingriff in die Berufsfreiheit der Autobauer mit guten Argumenten zu rechtfertigen. Früher ist Daimler auch nicht verhungert mit den alten modellen.

Ausserdem nervt es mich das die SUV so wenig effizient im innenraum sind. Bullig nach aussen und innen doch kaum mehr platz.
 
Diese Argument, dass das Stromnetz nicht ausreicht kann ich nicht nachvollziehen. Die Verkehrswende wird nicht nur auf antriebsbasis stattfinden. Die Zahl der PKW insgesamt wird sich verringern weil massentaugliche Alternativen geschaffen werden. So, dass dann das Stromnetz auch wieder reicht. Hinzu kommen Antriebe und Akkus, die zusätzlich auch noch Effizienter sind.
 
Achja vllt noch ein Nachtrag weil ich das Argument eben wieder gehört habe. Es ist nmM kein valides Argument das man so einfach ein und aussteigen kann. Wer nur unter unerträglichen Aufwand einen normalen PKW betreten oder verlassen kann sollte sich vllt die Frage stellen ob er dann grundsätzlich ein Fahrzeug führen dürfen sollte. Dabei spreche ich nicht von gehbehinderten Menschen die ohnehin eine besondere Einwilligung vorweisen können und umgebaute PKW nutzen.
 
Baut man die effiziennten Antriebskomplexe nicht in ein 2 Tonnen Monster ein, sondern in einen normalen PKW hat man allein wegen der geringeren Masse ein effizienteres Fahrzeug.

Erstmal zum gesamten Post: volle Zustimmung!

Ich habe heute Morgen noch ein Interview gehört über die IAA, da ging es dann auch um das Thema SUV. Interessant bei der ganzen Debatte ist nämlich, dass nicht nur die SUVs immer fetter werden. ALLE Autos sind im Laufe der Jahrzente immer grösser und schwerer geworden. Ein Polo ist heute so gross wie ein Golf, dabei deutlich schwerer. Ein 3er ist so gross wie damals ein 5er, der 5er so gross wie ein 7er... Ein gut ausgestatter 3er ist heute auch so schwer wie damals ein 7er.

Ein Passat Variant war vor 20 Jahren die ultimative Familienkarre, wo wirklich niemand Platzprobleme hatte. Heute haben wir weniger Kinder, sind in Summe nicht wirklich grösser geworden, aber das Platzangebot muss stetig weiter wachsen. :ugly:

Da geht jegliche Effizienz bereits im Grundsatz verloren. Viel Potential ebenfalls.

Zwischen E46 und G20 liegen über 20cm Aussenlänge. Und über 100kg Gewicht.
 
Diese Argument, dass das Stromnetz nicht ausreicht kann ich nicht nachvollziehen. Die Verkehrswende wird nicht nur auf antriebsbasis stattfinden. Die Zahl der PKW insgesamt wird sich verringern weil massentaugliche Alternativen geschaffen werden. So, dass dann das Stromnetz auch wieder reicht. Hinzu kommen Antriebe und Akkus, die zusätzlich auch noch Effizienter sind.
Welche Alternativen sollen das sein?
 
Das liegt aber auch daran, dass die Anforderungen an Autos stetig steigen und das halt alles irgendwo untergebracht werden muss. Airbags vorne, hinten, Seite, Knautschzonen etc. Das hat es früher auch alles nicht gegeben.
 
Eins ist natürlich klar, die Sicherheit der Insassen ist deutlich gestiegen damit. Wenn du mit einem SUV einen Unfall baust wird eher der SUV Fahrer überleben als der im kleinen Auto. Aber wenn jetzt alle klein und leicht wären sähe es ja wieder ausgeglichen aus.
 
Gibt es dazu statistiken welche Modelle prozentual wie viel größer und schwerer geworden sind? Gerade die Zunahme beim Gewicht finde ich bei der Kostenoptmierung interessant. Man müsste vielleicht auch vergleichen ob die Modelle jetzt eine andere Zielgruppe bedienen sollen. Ggfs ist der Lupo oder Up das Modell das heute die Zielgruppe bedienen soll die früher Polo gefahren sind und der Polo ersetzt jetzt den Golf. Bei der Preisentwicklung beim Golf zielt der ja nicht mehr auf die Einsteiger ab.
 
Eins ist natürlich klar, die Sicherheit der Insassen ist deutlich gestiegen damit. Wenn du mit einem SUV einen Unfall baust wird eher der SUV Fahrer überleben als der im kleinen Auto. Aber wenn jetzt alle klein und leicht wären sähe es ja wieder ausgeglichen aus.

So klar ist das nicht. Wäre deine Hypothese zutreffend hätten wir für die SUV keine Freigabe vom KBA. Ausserdem werden diese suv ja so konzipiert das die knautschen und der kleine nicht weggefetzt wird wie beim aufprall mit nem 40 Tonner. Der Trugschluss des vermeintlich sicheren SUV ist für mich widerlegt seit ich vor einigen Jahren einen Unfall mit einem großen Kia SUV gesehen habe. Der Kia war vollständig zerstört. Das andere deutlich kleinere Autobhatte lediglich einen eingedrückten motorraum. Klar ist das nur ein beispiel unter ausserachtlassung vieler Faktoren aber ich hätte das Schadenbild anders vermutet.
 
Eins ist natürlich klar, die Sicherheit der Insassen ist deutlich gestiegen damit. Wenn du mit einem SUV einen Unfall baust wird eher der SUV Fahrer überleben als der im kleinen Auto. Aber wenn jetzt alle klein und leicht wären sähe es ja wieder ausgeglichen aus.
Definitiv...

Hab ich vor 3 Wochen selbst am eigene Leib erfahren (oder auch nicht) Mein alter C4 wiegt ca. 1,6T und ich stand bei rot an der Ampel. Mir ist mit ca. 30 - 40kmh ein Fiat Cinquecento hinten reingeballert… Seine Bremsen haben nicht gegriffen. Ich glaub mein Fahrzeug hat sich 10cm nach vorne bewegt. Alle Unverletzt.. Aber der Fiat war matsche.. Und meiner ist ein WTS.

Zum Thema Elektro... Ich wäre sofort dabei. Die Vorstellung des ID3 hat mich echt begeistert. Der wäre echt um einiges günstiger als den Ampera-e (Pool Fahrzeug bei unserer Firma). Reichweite von 300km wären für mich mehr als ausreichend.
 
So klar ist das nicht. Wäre deine Hypothese zutreffend hätten wir für die SUV keine Freigabe vom KBA. Ausserdem werden diese suv ja so konzipiert das die knautschen und der kleine nicht weggefetzt wird wie beim aufprall mit nem 40 Tonner. Der Trugschluss des vermeintlich sicheren SUV ist für mich widerlegt seit ich vor einigen Jahren einen Unfall mit einem großen Kia SUV gesehen habe. Der Kia war vollständig zerstört. Das andere deutlich kleinere Autobhatte lediglich einen eingedrückten motorraum. Klar ist das nur ein beispiel unter ausserachtlassung vieler Faktoren aber ich hätte das Schadenbild anders vermutet.
Vor einigen Jahren waren die KIAs aber auch richtige Gurken...!
 
Das liegt aber auch daran, dass die Anforderungen an Autos stetig steigen und das halt alles irgendwo untergebracht werden muss. Airbags vorne, hinten, Seite, Knautschzonen etc. Das hat es früher auch alles nicht gegeben.

Deswegen habe ich explizit Beispiele gebracht. Im E46 hat man zwar nicht alle technischen Gadgets bekommen wie heute. Aber die ganze Sicherheitstechnik war schon grösstenteils vorhanden. Auch gab es Leder, Navi, Xenon, Telefon...

In Wirklichkeit sind es ja sogar deutlich mehr als 100kg mehr. Wir sprechen heute über 0,6mm starke Bleche, Aluminium in Hauben und Fahrwerkskomponenten, usw. Der Nettozuwachs ohne Leichtbaukomponenten (die teuer sind) wäre noch grösser.

Und jetzt reden wir mal in Zahlen. 100kg bedeuten zwischen 0,6 und 1 Liter mehr auf 100km, grob über den Daumen. Rechne das mal auf 47 Millionen Autos um. Bei durchschnittlich 0,5 Liter, 14.000km pro Jahr, pro Fahrer reden wir hier über 3,3 Milliarden Liter Sprit im Jahr.

Das ist jetzt natürlich stark simplifiziert und entspricht nicht der Realität. Aber wenn es "nur" 1 Milliarde Liter wären, der damit verbundene CO2-Ausstoss, das wäre in Summe schon enorm.
 
Tankstellen kannst du aber einfach "aus dem Boden" stampfen...

Strom muss erst erzeugt werden, Anschlüsse erst in jedes Haus verlegt usw.
Aso, tankestellen mussten nicht gebaut werden? Leitung für Strom verlegt werden, Tank im Boden versenkt werden?Benzin lief auch einfach aus der Leitung? Muss das nicht erzeugt werden? :?

:D

Edit. Aber natürlich brauch das alles Zeit. Aber ich würde das jetzt nicht als totschlagargument nehmen.

Die Technologie ist halt neu
 
Benzin kommt doch unterirdisch von den Städtischen Benzinwerken. Diese pflücken an wunderschönen Benzinbäumen an denen nur bestes Benzin wächst.
 
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