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Also früher wars pflicht und dann wurde ethik eingeführt. Ich hatte immer eine 5 in religion, dass man da noch bewertet wurde. :lol:

Viel schlimmer ist die kirchensteuer aus der man niemals befreit wird, selbst wenn man austritt ist man zwar von der zahlung befreit aber man ist nicht wirklich draußen. Die daten werden 10 jahre lang aufgehoben, danach vernichtet, wenn man die stadt wechselt wird wieder kirchensteuer erhoben, hat man den bescheid des austrittes nicht zahlt man wieder kirchensteuer. Von einem fall habe ich gelesen, da musste der typ 10 jahre kirchensteuer nachzahlen denn er konnte nicht beweisen dass er aus der kirche ausgetreten ist, und die kirche konnte beweisen dass er 10 jahre keine steuern zahlte. Das wird einem auch bei der behörde geraten den bescheid dringend aufzuheben. Unfassbar.

Zum nachlesen http://www.glaeserne-waende.de/2017/steuerschuldig-bis-die-unschuld-bewiesen-ist

Ich bin bereits mehrmals umgezogen, auch mit Bundesland Wechsel. Mein Kirchenaustritt wird von der Finanzbehörde seit jeher ganz normal weiter berücksichtigt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Also früher wars pflicht und dann wurde ethik eingeführt. Ich hatte immer eine 5 in religion, dass man da noch bewertet wurde. :lol:

Viel schlimmer ist die kirchensteuer aus der man niemals befreit wird, selbst wenn man austritt ist man zwar von der zahlung befreit aber man ist nicht wirklich draußen. Die daten werden 10 jahre lang aufgehoben, danach vernichtet, wenn man die stadt wechselt wird wieder kirchensteuer erhoben, hat man den bescheid des austrittes nicht zahlt man wieder kirchensteuer. Von einem fall habe ich gelesen, da musste der typ 10 jahre kirchensteuer nachzahlen denn er konnte nicht beweisen dass er aus der kirche ausgetreten ist, und die kirche konnte beweisen dass er 10 jahre keine steuern zahlte. Das wird einem auch bei der behörde geraten den bescheid dringend aufzuheben. Unfassbar.

Zum nachlesen http://www.glaeserne-waende.de/2017/steuerschuldig-bis-die-unschuld-bewiesen-ist
Das ist in der Tat ein absoluter Ausnahmefall. Mittlerweile melden die Behörden den Austritt automatisch an das FA.
 
Die Identitäre Bewegung ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes klar rechtsextremistisch. Zu diesem Ergebnis ist der Inlandsgeheimdienst nach dreijähriger Prüfung gekommen. Als Begründung gab der Inlandsgeheimdienst an, die Positionen der Identitären Bewegung Deutschland seien nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Die Organisation werde nunmehr als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung" geführt.
https://www.zeit.de/politik/deutsch...titaere-bewegung-rechtsextremismus-einstufung

du kriegst die tür nicht zu, die sind echt rechtsextrem und man brauchte nur 3 jahre um das festzustellen...?!
ich bin ja durchaus dafür, dass der VS auch gegen rechts aktiv wird (wenn es ihn nunmal schon gibt). ich bin ebenfalls dafür, solche dinge gewissenhaft und sorgfältig zu prüfen. aber 3 jahre? da frag ich mich schon, wie viel jemand wie maaßen da wohl gebremst hat.
 
wie cale schon sagt: vor verlusten bist du da nicht sicher (wie mein dax-etf mit seit 1,5 jahren schmerzlich bewusst macht). aber managen musst du nix. das macht ja eben der fonds für dich. du solltest nur das prinzip dahinter verstehen und dir anschauen, welche ausrichtung ein etf hat. ich lege mein geld derzeit bspw standardmäßig in einen klassischen (und sehr "sicheren") msci world etf an. dazu habe ich einen etf der mit unternehmen aus nachhaltiger energieerzeugung gefüttert wird. dann gibt es noch ganz andere ausrichtung wie z.b. pharmazie, immobilien oder was weiß ich.
Korrekt, die ETFs(nicht nur dax) hatten generell das letzte Jahr keine besonders gute Performance man muss aber auch sagen, dass man langfristig anlegt und am Ende siehts halt gut aus oder auch nicht, man ist eben auf ne erfolgreiche Wirtschaft angewiesen. Die Frage ist auch wo der Weg hingeht und wie lange Steigerungen noch erzielt werden können...
 
Man sollte aber auch sagen - wenn man einen ETF nicht kaufen sollte, dann den Dax ETF. Der dürfte aber auch auf keiner Seite (mehr) empfohlen werden.

Aber davon ab hatten die ETFs die letzten Jahre eine ziemlich geile Performance.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin bereits mehrmals umgezogen, auch mit Bundesland Wechsel. Mein Kirchenaustritt wird von der Finanzbehörde seit jeher ganz normal weiter berücksichtigt...
Ja 10 jahre lang wird dies ja auch gespeichert und dann nicht mehr. Ich bin vor ca 4 jahren ausgetreten und wurde eindringlich gewarnt davor dass nach 10 jahren und umzug der austritt dann bewiesen werden muss.

Krass ist doch dass man nie aus der kirche austreten kann, man wird nur von der Steuer befreit und mehr nicht, in der Kirche bleibt man sein leben lang.
 
Du wirst ja wohl die letzten Steuerbescheide und Lohnabrechnungen haben, auf denen keine Kirchensteuer/Kirchenzugehörigkeit vermerkt ist. Alleine daß reicht idR schon, um da wieder raus zu kommen. Ohnehin würde ich einem "Erfahrungsbericht" auf einer religionsfeindlichen Seite nur bedingt Glauben schenken.
 
Wobei das in Berlin wohl tatsächlich ein Problem sein soll :ugly:

Ich habe allerdings noch nie so einen Fall gehabt oder auch nur davon gehört.
 
Und du meinst dann aber ein Malergeselle hätte eine 08/15 Ausbildung wo er sich nicht mit beschäftigen muss und den ganzen lieben langen Tag nur Wände anmalt ? Aha....
Wie meinen? Natürlich habe ich plakative Beispiele gewählt, aber das sollte nicht so rüberkommen als würde ich diese oder ähnliche Berufe geringschätzen. Im Gegenteil habe ich maximalen Respekt vor handwerklichen, körperlichen und nicht-akademischen Berufen.
Ich finde die Akademisierung der Arbeitswelt und die damit einhergehende Abwertung von körperlich-praktischer Arbeit eine grundfalsche Entwicklung.

Es geht nicht darum, ob es einem leicht fällt oder einem Spaß macht. Es gibt auch genug Themen und Sachverhalte, die mir weder leicht fallen , noch mir Spaß machen, aber ich muß mich auch damit befassen, weil mir nicht Jeder alles hinterher trägt.
Sie machen dir möglicherweise keinen Spaß, aber du hast immerhin ein Bewusstsein und einen Zugang dazu, und den haben schlicht nicht alle in dieser Gesellschaft. Und das hat wenig mit Faulheit und Unlust zu tun, sondern mit je unterschiedlichen Sozialisationen.
Was ja keineswegs ausschließt, dass es nicht auch Menschen gibt, die diesen Zugang theoretisch hätten, aber einfach zu faul sind sich damit zu beschäftigen.
Daher greifen auch diese Einwände zu kurz:
Wenn einen die Infos, die man im Netz bekommt, nicht weiter bringen, würde ich immer zuerst mal ein VHS-Kurs empfehlen.
Oder einen freien Berater (nicht Bank, nicht MLP oder DVAG) für die Beratung bezahlen.
Auch hier wird ein soziales Problem auf eine individuelle Ebene verlagert und damit in eine neoliberale Logik eingespannt.

Und in sofern muss ich @Fanatic da beipflichten der ja angemerkt hat, dass es einem doch zu denken geben müsste, warum es nicht viel mehr Leute gibt, die nach euren Vorstellungen ihre privaten Finanzen aangehen - wenn es doch theoretisch jedem und jeder möglich ist?
Das ist also dein Argument? Na dann.
Wenn es kein Zeichen dafür ist, dass der Zugang zur privaten Altersvorsorge tatsächlich so niedrigschwellig und universal ist, wie ihr proklamiert, ja dann kann man tatsächlich nur zu dem Schluss kommen, dass ein erheblicher Teil unserer Gesellschaft einfach "faul" und "dumm" ist.
Oder aber - und dafür würde ich aus einer soziologischen Perspektive dringend plädieren - man erkennt darin den praktisch erbrachten Beweis, dass der Zugang eben nicht so niedrigschwellig und universal ist, wie er möglicherweise sein sollte.
Und so oder so: ich finde einer Gesellschaft, verstanden als Solidargemeinschaft, sollte daran gelegen sein, dass niemand in Altersarmut endet, ganz gleich ob "dumm" oder "faul".
Ich finde es nahezu befremdlich, dass der Bereich der Altersvorsorge zu einem Wettbewerb der Bemühungen gemacht werden soll, an dessen Ende man als Gewinner*in oder Verlierer*in hervorgehen kann.
Ich möchte gar nichts dagegen sagen, dass man im Alter nicht auch belohnt werden darf, wenn man als junger Mensch Rücklagen gebildet hat. Aber der Rahmen sollte halt dergestalt sein, dass dies wirklich niedrigschwellig möglich ist und man in jedem Falle bis zu seinem Lebensende in Würde existieren kann und darf.

Hier sollte nur aufgezeigt werden, dass Menschen, die etwas übrig haben, aber bisher nichts anlegen, sich mit überschaubarem Aufwand daran herantasten können.
ich glaube schon, dass jeder sich hin und wieder 1-2 stunden zeit nehmen kann um sich mit derlei themen zu befassen. jeder sollte sich über seine zukunft gedanken machen, wer sich dafür die zeit nicht nimmt und ist imo immer noch selber schuld. dann brauche ich mich 30 jahre später nicht zu wundern. das muss ich mir ja auch nicht von heute auf morgen aneignen.
nochmal: niemand behauptet, dass man das von heute auf morgen aus dem FF beherrscht oder dass das jedem spaß macht.
Naja, im Prinzip war genau das der Ausgang der Diskussion:
Mondknallschlumpf schrieb:
Um sinnvoll anzulegen, reicht eigentlich ein Nachmittag, um sich in ETFs einzulesen.
Und genau darin spiegelt sich die massive Überschätzung der Zugänglichkeit privaten Finanzmanagements.

Lies Dich selbst ein und probier es aus oder geh zur Bank und lass Dich beraten.
Dafür ist die (unter anderem) ja schließlich auch da. Wo ist das Problem?
Wollen die dich wirklich abzocken oder wollen die evtl einen berechtigten Teil für Ihre Hilfe/Expertise haben?
Wenn das ne Abzockbank ist und Du bist mit denen nicht zufrieden ... warum wechselst du die dann nicht?:D
Es wird hier argumentiert, dass alle gleichermaßen durch privates Finanzmanagement in ihre Altersvorsorge investieren können.
Erst hieß es, das könne man sich selbst beibringen.
Dann habe ich gelesen, man könne sich ja zumindest weiterbilden und es sich dann selbst beibringen.
Als nächstes hieß es, wenn man es sich nicht selbst beibringen kann dann könne man sich ja aber extern beraten lassen.
Jetzt heißt es, man sollte dann aber selbst erkennen, wenn man falsch beraten wird.
Hier beißt sich doch die Katze endgültig in den Schwanz?

Im Übrigen kann ich es sehr gut nachvollziehen, dass eine Grundskepsis gegenüber Banken besteht. Es wurde hier ja auch schon eingebracht: es wird weniger beraten als vielmehr ein Anlageprodukt verkauft.
Wie kann man denn nach den Erfahrungen der Finanzkrise 2008 - gerade als private*r Sparer*in - da nicht maximal misstrauisch sein?
 
Und das hat wenig mit Faulheit und Unlust zu tun, sondern mit je unterschiedlichen Sozialisationen.

Ist das eine euphemistische Umschreibung für "zu dumm"? Mal ehrlich, wer hat denn bis heute noch nicht mitbekommen, daß man privat vorsorgen sollte? Diejenigen müssen wirklich unter einem Stein leben und da muß ich leider sagen: man kann nicht alle erreichen.
 
Ist das ein euphemistische Umschreibung für "zu dumm"? Mal ehrlich, wer hat denn bis heute noch nicht mitbekommen, daß man privat vorsorgen sollte? Diejenigen müssen wirklich unter einem Stein leben und da muß ich leider sagen: man kann nicht alle erreichen.
Deine Verachtung gegenüber wenig- oder nicht-gebildeten Menschen finde ich gruselig.
 
Du wirst ja wohl die letzten Steuerbescheide und Lohnabrechnungen haben, auf denen keine Kirchensteuer/Kirchenzugehörigkeit vermerkt ist. Alleine daß reicht idR schon, um da wieder raus zu kommen. Ohnehin würde ich einem "Erfahrungsbericht" auf einer religionsfeindlichen Seite nur bedingt Glauben schenken.
Also das finanzamt selbst hat mich darüber informiert. Dann hab ich erst gegoogelt weil ich es nicht glauben konnte dass man nicht aus der kirche herauskommt.
 
Dann darfst Du nichts und niemandem mehr trauen.
Dein Auto darf dann auch nicht mehr zu Audi/BMW/VW whatever, denn die haben ja gerade den Abgasskandal usw usf.
Da darf man von mir aus auch skeptisch sein, oder es dann auch eben nicht in Anspruch nehmen.
Dann bleibt aber wirklich nur selber machen.

Und dieses Konstrukt
Erst hieß es, das könne man sich selbst beibringen.
Dann habe ich gelesen, man könne sich ja zumindest weiterbilden und es sich dann selbst beibringen.
Als nächstes hieß es, wenn man es sich nicht selbst beibringen kann dann könne man sich ja aber extern beraten lassen.
Jetzt heißt es, man sollte dann aber selbst erkennen, wenn man falsch beraten wird?
Hier beißt sich doch die Katze endgültig in den Schwanz?
hast du rein selbst entworfen. Das hat keiner gesagt.

Man kann sich da in der Regel leicht einlesen, wenn man denn möchte.
Wer da beim ersten Fremdwort direkt abwinkt, dann natürlich nicht.
Wer dazu dann keine Lust hat der kann zur Bank gehen und sich da beraten lassen.
Von Fehlberatungen erkennen und agieren, davon war nie die Rede. Sondern es wurde gesagt "Meine Bank zockt mich immer ab".
Worauf ich dann gesagt habe "dann wechsel doch", wenn man schon zu dieser Erkentnis gelangt ist.
 
Deine Verachtung gegenüber wenig- oder nicht-gebildeten Menschen finde ich gruselig.

Was wäre denn dein Gegenvorschlag? Dass diese Menschen eine staatliche Extra-Stütze bekommen?

Es wird wohl niemand abstreiten, dass Finanzkrisen und falsche Politik einen Großteil der privaten Altersvorsorge in Europa entweder zerstört oder unattraktiv gemacht haben, so dass ausschließlich Aktien übrig geblieben sind. Aber an die Situation muss man sich dann anpassen. Oder man steht halt auf der Verliererseite.
 
Also das finanzamt selbst hat mich darüber informiert. Dann hab ich erst gegoogelt weil ich es nicht glauben konnte dass man nicht aus der kirche herauskommt.

Ja, die haben es immer gerne, wenn man offizielle Bescheinigungen hat :D

Man kommt aber auch ohne wieder raus. Und was die Kirche so glaubt, ist mir ehrlich gesagt wurscht. Von mir aus können die mich gerne weiter als Mitglied führen :grins:
 
Man kann natürlich immer viel lamentieren wie schlimm alles ist oder einfach mal "selber machen" und was an der Situation ändern. Aber dazu sind die meisten ja doch zu bequem.
 
Von Fehlberatungen erkennen und agieren, davon war nie die Rede. Sondern es wurde gesagt "Meine Bank zockt mich immer ab".
Worauf ich dann gesagt habe "dann wechsel doch", wenn man schon zu dieser Erkentnis gelangt ist.
Man kann zu dieser Erkenntnis durchaus auch dann gelangen, wenn es schlicht und ergreifend zu spät ist.
Beispiel: Rentnerin wird zur Spekulatin wider Willen (sueddeutsche.de)

Und die Argumentationskette habe ich mir nicht aus dem leeren Raum gegriffen, sondern die zeigt sich hier in diesem Thread schon sehr deutlich:
Pflicht und Verantwortung wird hier nur auf einer individuellen Ebene verhandelt, soziale und systemische Faktoren nahezu komplett außer Acht gelassen oder negiert.
Und zwar so weit, dass man selbst bei einer Umsetzung des Empfohlenen ("Geh zur Bank und lass dich beraten" - "Aber da werde ich abgezockt") noch ein Eigenverschulden und eine Handlungspflicht beim Individuum sucht ("Dann wechsel halt die Bank").
Und das finde ich schon absurd, vor allem angesichts der Tatsache was der Auslöser dieser Diskussion war.
 
Ja, weils eben so dargestellt wird, dass Banken alle betrügen und belügen.
Das kommt sicher mal vor, auch dass Dir ne Werkstatt oder ein Reperaturservice oder ein Schlüsseldienst oder eine Schneiderei mehr aufschreibt und berechnet als sie eigentlich macht oder gemacht haben.
Aber die Ableitung daraus kann nicht sein, dass jede Bank oder jeder Anlageberater oder Gewerbetreibende eine latente Betrugs- und Abzockmentalität hat, weil ... Turbokapitalismus eben.
Auch dass die Bank "abzockt" ist ja erstmal nur eine in den Raum geworfene Behauptung. Wie sie abzockt und ob sie überhaupt abzockt, das ist der erklärende ja erstmal schuldig geblieben.
Wenn ich das Gefühl habe meine Werkstatt zockt mich bei einer Reparatur ab, dann habe ich wenig Möglichkeiten das zu überprüfen wenn ich davon keine Ahnung habe. Aber ich bin der Situation ja nicht hilflos ausgeliefert, ich kann ja einen Kostenvoranschlag von einer anderen Werkstatt einholen oder aber, wenn der Krug schon zerbrochen ist, dann zumindest die Werkstatt wechseln.
 
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