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Der Politikthread (1 Betrachter)

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Richtig. So sieht's aus.
Und jo, Baumhaus Besetzer, Opfer rolle Brauch ich nicht. Kann hier locker ohne auskommen.

Die Zahlen sind ja offen für alle. ;)
 
Gelöscht. Hier stand Mist.
 
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Richtig. So sieht's aus.
Und jo, Baumhaus Besetzer, Opfer rolle Brauch ich nicht. Kann hier locker ohne auskommen.

Die Zahlen sind ja offen für alle. ;)

Wer sagt, ich würde ein Baumhaus besetzen?
Ich kann ja nichtmal eins bauen.

Wenn du noch mehr wissen willst ich war nichtmal am Hambi, unterstütze die Proteste gerade von Ende Gelände in verschiedenen Formen.
 
@Hollyone Du verstehst schon deine eigenen Aussagen?

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Du widersprichst @CandleWaltz und stellst die These auf: Die Seenotrettung sorge erst dafür, dass mehr Menschen im Mittelmeer ertrinken.
Der darauffolgenden Antwort von @CandleWaltz und Antworten vieler anderen stellst du dich erst gar nicht.

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Traurig genug das man das überhaupt sagen muss. So viel Empathie sollte man von jedem Menschen verlangen können.

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Eigentlich ist genau das in deinem Link eben nicht "eindeutig" zu erkennen. Die Korrelation passt zwischen 2015 und 2016 überhaupt nicht:

2016 Arrivals: 373,652; Tote: 5,096
2015 Arrivals: 1,032,408; Tote: 3,771

etc...

Ich gehe jetzt mal auf deinen ernst zunehmenden Abschnitt ein. Dazu sind 2 Dinge anzumerken.

1)Natürlich ging es hier vor allem um die aktuelle Lage, also seitdem Italien seine Häfen geschlossen hat und sich auch sonst etliches verändert hat. Und da sind die Zahlen bzw. die Entwicklung seitdem klar.

Dieser Zusammenhang wird auch von IMO und UN so genannt. Als Beispiele:

Für 2018 Zitat:

"...Den Angaben zufolge starben im laufenden Jahr 2.242 Menschen bei der Passage in oft völlig seeuntauglichen Schlepperbooten. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres seien es 3.136 gewesen, hieß es. Allerdings könnten die Dunkelziffern deutlich höher liegen.

Den Rückgang erklärt die IOM auch mit der restriktiven Politik in vielen europäischen Ländern. Dazu gehört etwa die Sperrung italienischer Häfen für private Seenotrettungsschiffe..."

https://www.haz.de/Nachrichten/Poli...er-Bootsfluechtlinge-in-Europa-hat-abgenommen

Für Mai-Juni 2019 Zitat:

"..Demnach starben im laufenden Jahr 512 Menschen bei der Passage, in derselben Zeit 2018 seien es 638 gewesen. Den Rückgang erklärt die IOM auch mit der restriktiven Politik europäischer Ländern, so der Sperrung italienischer Häfen für Seenotretter...."

https://www.sueddeutsche.de/politik/vereinte-nationen-weniger-fluechtlinge-1.4461701

Diese genannte Entwicklung ist eindeutig - da helfen auch keine Verweise auf früheres mit anderen Voraussetzungen und auch keine Klapperstorchgeschichten.


2)Als Anmerkung (obwohl Punkt 1 völlig ausreicht). Selbst 2015 muss genauer betrachtet werden. Das war das große Jahr der Flüchtlingstrecks zu Fuß quer durch Südosteuropa. Dies führte natürlich auch zu sehr, sehr vielen kurzen Überfahrten über die Ägäis. Das ist natürlich 2015 in diese Statistik eingeflossen.
 
Wie hier echt der jämmerliche Tod durch ertrinken von Menschen mit irgendwelchen zahlen relativiert, legitimiert und schön geredet wird ist nichts anderes als abstoßend. Ihr solltet euch schämen.

In dem geposteten Video mit dem nachkonstruierten Ablauf der Sea-Watch-Rettungsaktion, wo die libysche "Küstenwache" da teilweise die Hilfebedürftigen umbringt (nichts anderes ist es), sagt der eine Sea-Watch-Sprecher etwas IMO sehr Interessantes. So hatte ich das vorher noch nie betrachtet.

Er sagt sinngemäß, dass viele Europäer und auch Politiker diese ganzen Vorkommnisse, die Schuld, die Verantwortung, die Zuständigkeit gerne auf den afrikanischen Kontinent abschieben würden ("Der sichere Hafen ist in Libyen!", "Keiner würde mehr flüchten, wenn Sea-Watch...", "Wir unterstützen die Libyer mit Schulungen" bla bla bla), weil die sich dort salopp gesagt eh alle bekriegen, jedes Land von ner Militärjunta geführt wird, und halt eh ganz schlimm sei, womit man sich nahezu abgefunden hätte und vielleicht mal still eine Träne rausdrückt.

Entsteht dann aber der Eindruck, dass plötzlich die ach so zivilisierte westliche Welt, Europäer, wir, Verantwortung für die Tode haben, egal ob moralisch oder sogar in einem kausalen Zusammenhang, dass sie dort flüchten müssen (von Waffenlieferung bis kapitalistische Ausbeutung), setzt dieser Beissreflex ein.

Wer lässt sich schon gern die selbstgeschaffene natürlich angeblich höchst moralisch korrekte Existenz madig machen. Ist ja bei manchen Leuten ähnlich zu beobachten, denen schon der Puls hochgeht, wenn ein Vegetarier mit am Tisch sitzt, der überhaupt nichts tut. Genau wie in diesem Falle betrifft das natürlich nicht JEDEN, aber es gibt dann ja auch Leute, die sich zu 2.000 Witzen und dem Betteln nach allgemeiner Zustimmung der Fleischesser genötigt sehen. Psychologisch einfach sehr interessanter Ansatz.

(Das mit dem Vegetarier war nur ein anschauliches Beispiel, keine weitere Sekunde oder weiteren Satz werde ich dieses Thema jetzt weiterverfolgen, falls jemand nach dem Lesen planen sollte das zu versuchen ^^)
 
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Wie hier echt der jämmerliche Tod durch ertrinken von Menschen mit irgendwelchen zahlen relativiert, legitimiert und schön geredet wird ist nichts anderes als abstoßend. Ihr solltet euch schämen.
Danke!

Ich bin es leider langsam müde geworden im privaten zu diskutieren. Ein Teil meiner Familie argumentiert ähnlich... Und es tut weh. Ich kann mich mit denen kaum noch treffen. :/
 
@tagchen Also in deinen Artikel habe ich leider nirgendwo den Verweis der "Internationale Organisation für Migration" gefunden, die eine Korrelation zwischen der restriktiven Politik der Länder mit dem Rückgang der Überfahrten übers Mittelmeer herstellen konnte. In deinem ersten Link steht dazu gar nichts dazu, im zweiten Link steht dazu nur "Den Rückgang erklärt die IOM auch mit der restriktiven Politik in vielen europäischen Ländern. Dazu gehört etwa die Sperrung italienischer Häfen für private Seenotrettungsschiffe" und verweisen dazu wiederum auf den ersten von dir verlinkten Artikel (wie gesagt da steht nix dazu da). Und im Dritten Link steht wiederum nur "Rückgang erklärt die IOM auch mit der restriktiven Politik europäischer Ländern, so der Sperrung italienischer Häfen für Seenotretter."

Hast du vielleicht ein Link zu dieser direkten Aussage von der IOM? Weil hier von ja eher die rede von "auch" ist und mich die anderen Faktoren für den Rückgang der Migration über See interessieren würde.


Wir stehen hier gerade Aussage gegen Aussage. Du verweist auf einen zitierten Einzeiler der IOM (Kontext fehlt). Andere verweisen auf Experten-Meinungen die eine tatsächliche Kausalität, was den Pull-Faktor angeht, ausschließen.

Edit: Ich denke wir müssen uns hier auch überhaupt nicht darüber streiten, dass Seenotrettung ganz real und in echt Menschenleben rettet. Das Ganze Thema sollte man hier strikt von der Thematik der Schlepper-Banden trennen. Nicht gegen die Seenotrettung sollte man vorgehen, sondern gegen die Schlepper-Banden. Punkt aus.

Zudem habe man endlich mal für eine geregelte und geordnete Migration zu sorgen und Libyen ist aktuell leider nicht Teil davon.
 
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@Hollyone Du verstehst schon deine eigenen Aussagen?

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Du widersprichst @CandleWaltz und stellst die These auf: Die Seenotrettung sorge erst dafür, dass mehr Menschen im Mittelmeer ertrinken.
Der darauffolgenden Antwort von @CandleWaltz und Antworten vieler anderen stellst du dich erst gar nicht.

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Und was schreibt candle da?
Wo habe ich da jetzt rechten Mist geschrieben, wie du es ja schön betitelt hast ? Die Zahlen dazu habe ich auch geliefert.
Bist wieder schön über das Ziel hinaus geschossen.
Letzendes geht es darum, leben zu retten und die Zahl der toten zu minimieren. Egal wie. Das dazu unzählige Faktoren einspielen, ist nicht von der hand zu weisen.

Vielleicht hätte ich auf candle besser geantwortet mit "Fakt ist auch..."

Jedem wird klar sein, solange die EU nicht militärisch die Häfen in Nordafrika sichert und legale Fluchtwege schafft, ist alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
 
@Hollyone

Anhang anzeigen 107015


Dein Zynisches:
"Es geht doch um Menschenleben retten, oder?"
... und dein im selben Atemzug angebrachtes "seit dem Italien die Hafen dicht macht und weniger NGO's draußen sind" in Verbindung zu setzen.

Merkste aber schon?
 
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Was willst du eigentlich mit der Diskussion lostreten? Fakten basierten Aussagen als rechten Mist abstempeln? Absicht? War deine Aussage.
Was ist dein Ziel

Geht es dir um den Pull Faktor, den NGOs nicht haben? (Neben der sea Watch Geschichte sind mal eben über 300 weitere Asylbewerber nach Italien gekommen, mit der Mutterschiff Taktik.)

Oder wie man zu NGOs steht? Oder wo willst du jetzt hin?
Zu letzteren hast du ne ganze Reihe Postings gemacht. Sehe ich aber nicht als Bezug zu dem aktuellen zynischen Thema.

PS: die rhetorische Frage in meinem Post kannst du für dich unter "persönlichen Bezug" einsortieren und hat nichts mit dem Thema zu tun.
 
So jetzt muss ich tatsächlich nochmal etwas los werden. Da man Menschen aus dem Linken-Spektrum ("Gutmenschen") gerne mal als Realitätsverweigerer abstempelt, obwohl hier tatsächlich das Gegenteil der Wahrheit entspricht.

Das Problem der Migration (Menschen in Sorge und Not) mit aller Gewalt, mit jedem Mittel, zu zerschlagen - um die Sorgen, Nöte und Beweggründe der Migranten ganz ganz weit weg von Europa zu halten - ist eine zutiefst Menschen verachtende und armselige Taktik. Damit lösen wir vielleicht das Problem der Migrationswege aber nicht die eigentlichen Ursachen der Migration. Das dient alles nur dazu, die Angelegenheiten (Sorgen und Nöte) weit vor unseren Augen weg zu schieben. Und jeder der versucht diese Taktik zu legitimieren ist in meinen Augen tatsächlich einfach nur ein Mensch der verachtenswert abgelehnt gehört (der braucht sich deswegen auch nicht als Opfer darstellen, weil ihm meine Verachtung nicht gefällt).

Weißt du was?
Einige NGO's der Seenotrettung hatten sogar über mehrere Ecken Mittelsmänner und Kontakte zu Schleuserbanden um frühzeitig an Informationen zu kommen wann und wo wiedermal ein Boot mit Flüchtlingen ins Mittelmeer abgesetzt wird. Und weißt du auch warum? Damit man frühzeitig helfen kann, weil man sich die scheiße mit ertrinkenden Menschen nicht mehr ansehen kann. Menschen mit abschätzigen Gedanken versuchen hier natürlich der NGO's eine direkte Mitschuld und ein involviert sein mit den Schleuserbanden herzustellen. So wie jetzt auch mit den Mutterschiff-Taktik. Und man bringt die Menschen natürlich nach Europa und nicht nach Libyen (aus gutem Grund!).

Es ist das eine, Grips zu haben um Verbindungen zu erkennen und zu sehen.
Es ist etwas ganz anders diese Fähigkeit nicht mit Empathie und Menschlichkeit zu füllen, um absichtlich Dinge nicht erkennen zu wollen.
@Hollyone @tagchen und all die anderen die gerne mal ein Linke unter solchen Kommentare von euch da lassen.



Edit: Hier auch gerne nochmal ein Artikel zur Mutterschiff-Taktik:

https://www.deutschlandfunk.de/migr...schlepper.1773.de.html?dram:article_id=452688


Edit2: Beispielvideo von der Frontex:

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Edit3: Es ist wirklich mühselig immer wieder auf die fehlende Empathie und Menschlichkeit (und auf den Menschen verachtenden Hintergrund) solcher Kommentare hinzuweisen.
 
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