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Der Politikthread

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:fp:
 
So, ich hab das dann heute bei uns mal in Angriff genommen mit dem Fleisch.

Meine Frau möchte nicht auf Fleisch komplett verzichten, ich auch nicht. Sie möchte auch eher keine Fleischersatz-Produkte essen. Aber wir konnten uns direkt auf einen deutlich reduzierten Fleisch- und Wurstkonsum einigen. Unter Fleischersatz versteht sie auch nicht so Sachen wie z.B. Gemüse-Brätlinge. Grundsätzlich wollen wir auch konsequent auf den Ursprung des Fleisches achten. Was bei uns nicht sonderlich schwer ist, da der Metzger sein Fleisch wirklich aus dem direkten Umland bezieht. Unsere Eier bekommen wir eh schon vom Nachbarn, da kann ich den Hühnern beim Legen zugucken. :D

Praktisch ist, dass unser Sohn eh schon am liebsten auf Fleisch verzichten möchte. Es schmeckt ihm nicht sonderlich und mit 9 Jahren hat er auch schon ein Problem damit, dass Tiere dafür sterben müssen. Gut, das kann auch nur eine kindliche Phase sein, für den Moment passt es aber ganz gut.

Die Tochter (3) liebt Fleisch und Wurst. Da wollen wir jetzt auch nicht "bevormunden", da sie das irgendwann für sich selbst entscheiden soll.

Wie es mit den Ersatz-Nährstoffen aussieht, da machen wir uns jetzt schlau. Gerade bei den Kindern.

Meine Frau war doch sehr überrascht, da das bei mir jetzt aus dem "Nichts" kam. Aber heute war jetzt dafür ein guter Tag. Und sie trägt es auch mit, dass wir das Ganze deutlich reduzieren. Wenn ich im ersten Schritt 50% reduzieren kann, ist das ein Anfang.

Erster Zwischenstand nach 10 Tagen: eine Mittagspause mit zwei Wurstbrötchen. Einmal Abends Fleisch, einmal auf einem Geburtstag. Einmal Speckwürfel im Nudelauflauf.

Geschätzt würde ich sagen, eine Reduktion um 75%, und es macht mir bisher garnichts aus.

Jetzt muss sich im Alltag halt weiterhin zeigen, wie man das hinbekommt, wenn der Rest der Familie eher weniger Verzicht üben will. Aber es geht. Gerade auch in der Mittagspause war bisher bei mir immer Fleisch oder Wurst am Start. Das habe ich komplett auf Käse umgestellt. :)
 
Erster Zwischenstand nach 10 Tagen: eine Mittagspause mit zwei Wurstbrötchen. Einmal Abends Fleisch, einmal auf einem Geburtstag. Einmal Speckwürfel im Nudelauflauf.

Geschätzt würde ich sagen, eine Reduktion um 75%, und es macht mir bisher garnichts aus.

Jetzt muss sich im Alltag halt weiterhin zeigen, wie man das hinbekommt, wenn der Rest der Familie eher weniger Verzicht üben will. Aber es geht. Gerade auch in der Mittagspause war bisher bei mir immer Fleisch oder Wurst am Start. Das habe ich komplett auf Käse umgestellt. :)
Wohl dem wer Käse mag. Ich habe mit meiner Frau auch mal ganzes Jahr auf Fleisch und Wurst verzichtet. Aber vegetarisch und nicht vegan gelebt.
Es gab zum einen Ersatzwurst. Viele waren echt OK. Problem war immer, ich mag kein Käse aufm Brot. Nicht mal Schmierkäse. Nutella ist auch baah. Bleibt also nur Marmelade oder eben die Ersatzprodukte. Unterwegs mal schnell was holen, fiel dann immer komplett aus.
 
Ich finde gerade die Wurst auf dem Brot lässt sich super ersetzen. Da ist der Geschmack wirklich sehr nah am Original. Und diese Fakewurstscheiben kosten auch nur <1€/100g.
 
ich frag mich ja, ob das jetzt so viel bringt. für die käseproduktion werden halt auch ne ganze menge rindviecher gehalten, die ihre abgase in die luft hauen.

Bei Milchprodukten spricht man, je nach Sorte, immer noch von einer niedrigeren Klimabilanz als bei Fleisch - ganz besonders wenn es um Rindfleisch geht. Dann kommts auch noch auf die Menge an. Viele Vegetarier etwa essen Käse nur als “Beilage“ und nicht immer und überall bzw. als Hauptspeise.

Wenn die Leute ihren Fleischkonsum einschränken und dies nicht im selben Maß mit Milchproduktionen wieder vergelten, würde das definitiv viel bringen.
 
Unser Käse kommt aus einer regionalen Käserei. Insofern kenne ich zumindest die Lebensumstände der dortigen Kühe.

Beim Verzicht auf Fleischprodukte gibt es ja zwei Aspekte, die einen dazu bewegen können.

Ich muss aber auch sagen, dass ich ja rein prinzipiell erst am Anfang stehe. Ich will jetzt erstmal schauen, wie ich knapp 43 Jahre Gewohnheit ändern kann. Im nächsten Schritt wird sicher auch wichtig werden, die Küche ganz grundsätzlich nachhaltiger zu gestalten. Ich bin ja relativ spontan in die Sache reingesprungen.
 
Gerade Menschen die nicht ganz auf der Höhe sind extrem empfänglich für die Propaganda der AFD sind.
Das ist halt wie bei Kindern, sie können sich über die kleinsten Dinge freuen aber sind ebenso empfänglich für geschürte Ängste. Und das Ganze differenzieren ist dann wieder ne andere Sache.
 
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