Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.
sehe ich anders. Als ob Frauen nur Politik für Frauen machen und Männer für Männer.
Die Formen politischer Arbeit sind männlich geprägt und Frauen eher fremd
Bis zum Jahr 1908 war Frauen durch das preußische Vereinsgesetz von 1850 die Mitgliedschaft in Parteien untersagt, und auch das allgemeine Frauenwahlrecht erhielten sie erst 1919 und damit 50 Jahre später als die Männer. Insofern hatten Frauen an der Gestaltung des politisch-parlamentarischen Systems keinen Anteil. Vielmehr fanden sie beim Eintritt in die politische Sphäre eine bereits verfestigte Grundstruktur vor, und auch heute noch sind die Formen der politischen Arbeit, also die Organisationsstrukturen sowie die Versammlungs- und Kommunikationsstile männlich geprägt. Wenn Frauen sich in diesem Politikfeld engagieren, dann sind ihnen die Abläufe und Kommunikationsstrukturen somit oftmals fremd. Studien über Frauen in Parteien belegen beispielsweise, dass die weiblichen Parteimitglieder eine Distanz zu den routinierten Versammlungsabläufen haben. Sie beklagen den Formalismus der Parteiversammlungen, aber auch manche Endlosdiskussion, in der ein roter Faden und der inhaltliche Kern der Auseinandersetzung nicht mehr zu erkennen sind. Darüber hinaus werden ein ausgeprägtes Konkurrenzdenken sowie männliche Profilierungssucht kritisiert. (Vgl. hierzu u.a. Schöler-Macher 1994; Hoecker, 1999; Kürschner 2009) Vor diesem Hintergrund kann es nicht verwundern, dass Frauen die eher spontanen und weniger formalisierten Beteiligungsformen insbesondere der neuen sozialen Bewegungen bevorzugen.
Politische Karrieremuster erschweren Frauen den Aufstieg
In unserer Parteiendemokratie beginnt eine politische Karriere üblicherweise in den lokalen Führungsgremien der Parteien, von wo aus dann der schrittweise Aufstieg ("Ochsentour") erfolgt. Neben einem akademischen Studium und beruflichem Fachwissen ist insbesondere die individuelle Abkömmlichkeit von zentraler Bedeutung, da sich die politische Arbeit von einer Feierabendtätigkeit immer mehr zum eigentlichen Hauptberuf entwickelt. Gerade diese zeitliche Abkömmlichkeit aber bereitet Frauen größere Probleme als Männern, da Familienpflichten und Kinderbetreuung zumeist eher von Müttern als von Vätern wahrgenommen werden und sie daher weniger präsent, flexibel und verfügbar sind. Nur durch Verzicht auf eine eigene Familie können folglich viele Parlamentarierinnen das hohe Arbeitspensum bewältigen; für männliche Abgeordnete ist es dagegen normal, verheiratet zu sein und Kinder zu haben. Diese ungleiche Lebenssituation von Männern und Frauen, die wiederum auf traditionellen Rollenvorstellungen beruht, ist zudem auch der Grund dafür, dass die Quotenregelungen der Parteien nur eine begrenzte Wirksamkeit entfalten; denn sie verändern zwar parteiinterne Nominierungsmuster zugunsten von Frauen, nicht aber die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in der Gesellschaft.
Frauen sind in informelle Entscheidungsstrukturen weniger eingebunden als Männer
Für eine erfolgreiche politische Karriere ist die Einbindung in informelle Entscheidungs- und Machtstrukturen von zentraler Bedeutung. Gerade Frauen aber sind von diesen informellen Kreisen, sei es in Parteien oder Parlamenten, oftmals ausgeschlossen. Hier üben Männer den Schulterschluss gegenüber den Ansprüchen ihrer Parteikolleginnen und verweigern oftmals eine angemessene Unterstützung. Dabei bedient man sich häufig subtiler Formen der Diskriminierung. So halten Parteifunktionäre beispielsweise an ihrem gewohnten Abstimmungs- und Nominierungsverhalten zugunsten von Männern fest; zudem werden an die politischen Qualifikationen von Frauen und Männern unterschiedliche Maßstäbe angelegt. Insbesondere Frauen in politischen Spitzenpositionen sehen sich häufig einer härteren Kritik ausgesetzt als ihre männlichen Kollegen. Umgekehrt ist die Anerkennung ihrer Leistungen als Politikerinnen nicht selten von männlicher Herablassung geprägt. (Vgl. hierzu Hoecker 1999)
Politikerinnen werden in den Medien marginalisiert und trivialisiert
Um in der Politik Erfolg zu haben, müssen sich Frauen nicht nur im innerparteilichen Konkurrenzkampf bewähren, sondern benötigen zur Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zugleich die Medien. Wie Untersuchungen belegen (Holz-Bacha/König-Reiling 2008), entspricht die mediale Darstellung von Politikerinnen aber keineswegs der von Politikern. Zum einen werden Politikerinnen in der Berichterstattung marginalisiert, d.h. die Medien berichten quantitativ deutlich weniger über sie. Zum anderen ist eine geschlechtstypische Darstellung auffällig: neben dem sachlichen Zusammenhang richtet sich das mediale Interesse bei Politikerinnen viel stärker auch auf ihre Privatsphäre und ihr Äußeres. Diese Trivialisierung geht einher mit einer eher abwertenden Berichterstattung über die politische Rolle und die Leistungen von Politikerinnen (Holz-Bacha/König-Reiling 2008). Welche Auswirkungen diese Art der Darstellung von Politikerinnen auf das politische Interesse von Frauen und ihre Bereitschaft zur politischen Beteiligung hat, ist offen. Die Vermutung liegt allerdings nahe, dass Marginalisierung und Trivialisierung letztendlich zur Verfestigung traditioneller Geschlechterstereotype – und damit zur Unterrepräsentation von Frauen in der Politik – beitragen.
Sicherlich nicht nur. Aber gerade bei Männern möchte ich schon unterstellen, dass man das eigenen Geschlecht und die Probleme die es mit sich bringt schon bevorzugt.
Ich versteh deine Argumentationsweise auch, ich finde das Argument nur einfach schwach (nicht unbedingt auf dich bezogen, sondern auf die generelle Debatte gerade), dass auf eine freie Demokratie gepocht wird, wo es keinen Einfluss geben darf, den es aber schon längst gibt.Ok, noch eben zumindest zu deinem 1.: Wieder redest du von etwas vollkommen anderem, es geht um die Wahl und das weißt du auch. Jeder (und jetzt komm nicht mit Kindern und Betreuten) darf gleich mitmachen und jeder darf genau eine gleichwertige Stimme abgeben.
Und ich sehe das aktuelle Wahlsystem nicht als "absolut frei", aber es als freien Rahmen. Hier geht es aber mMn nicht mehr um den äußeren Rahmen, sondern um Inhalt und Bestandteile der Wahl.
Jetzt bin ich auch wirklich durch mit dem Austausch, reicht nu
Ich will den Staat so, wie die (aktuelle) Demokratie ihn formt. Du willst, dass er im Ergebnis so zu sein hat, wie du es cool findest. Notfalls mit künstlicher Beeinflussung![]()
http://www.spiegel.de/politik/deuts...-sich-die-kanzlerkandidatur-zu-a-1251843.htmlAndrea Nahles hat auf die von Gerhard Schröder formulierten Zweifel an ihrer Eignung als möglich Kanzlerkandidatin reagiert. Die SPD-Chefin wehrt sich mit deutlichen Worten. "Wenn ich mir eine Kanzlerkandidatur nicht zutrauen würde, hätte ich mich niemals um das Amt der SPD-Vorsitzenden beworben", sagte Nahles in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). "Aber die Entscheidung darüber steht jetzt nicht an."






alsoi wenn klingbeil der retter sein soll gute nacht.![]()
DUP-Chefin Arlene Foster bezeichnet die Worte Tusks als "respektlos gegenüber allen von uns, die für den Austritt aus der EU gestimmt haben". Es sei offensichtlich, dass Brüssel zunehmend unter Druck stehe.
Wir verwenden essentielle Cookies, damit diese Website funktioniert, und optionale Cookies, um den Komfort bei der Nutzung zu verbessern.
Siehe weitere Informationen und konfiguriere deine Einstellungen