Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Politikthread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
gerri, du weißt ich mag dich, aber du wirfst mir ernsthaft mangelndes politikverständnis vor und schreibst dann, dass GG und menschenrechte keine ausreichende antwort seien? das sind die einzig zählenden antworten. niemand in deutschland hat das recht, sich über den rechtsstaat hinwegzusetzen.

ich teile deine meinung, dass nicht alles richtig, geschweige denn gut läuft, was das thema migration und integration angeht. aber difuse ängste, panikmache und maschieren mit nazis sind definitiv nicht der richtige weg. wenn ich das bagatellisiere (und das ist genau das, was kretschmer macht, was seehofer macht, was die diskussion um "hetzjagd" oder "jagdszenen" macht), dann ebne ich den rechten den weg. das hatten wir in deutschland schon mal. war nicht so cool. hat europa in schutt und asche gelegt und millionen menschen das leben gekostet. scheinen manche irgendwie vergessen zu haben.

das bei der menge an menschen, die zwischen 2015 und 2017 zu uns gekommen sind auch kriminelle dabei sind oder dass einige von denen kriminell werden, weil sie z.b. durch ihre erfahrungen traumatisiert sind oder einfach weil sie perspektivlos im niemandsland hängen kann doch nun wirklich niemanden überraschen. warum sollten sie sich denn von uns deutschen unterscheiden, die wir selber kriminelle hervorbringen? aber darum kümmert sich der rechtsstaat. dafür gibt es regeln, vorschriften und gesetze. dinge, von denen gefordert wird, dass sich jeder migrant dran hält. aber wenn ich das fordere, dann muss ich mich selber daran halten. das zeigen eines hitlergrußes ist eine straftat in unserem land. volksverhetzung ist eine straftat in unserem land. leute zu verprügeln (weil sie eine andere hautfarbe haben) ist eine straftat in unserem land.

ganz ehrlich: ich hab keinen bock mehr auf verständnis und nachsicht. wenn 6000 menschen durch chemnitz maschieren und "ausländer raus" schreien sind das rechte. mag sein, dass sie einfach nur kognitiv nicht in der lage sind zu erfassen, was sie da tun, das ist mir am ende aber auch egal. wenn ich rede wie ein rechter, mit rechten maschiere, rechte (afd) wähle, dann bin ich nicht besorgt, dann bin ich kein kritiker, dann bin ich kein protestwähler, dann bin ich kein opfer der globalisierung, dann bin ich ein ausländerfeindliches, rechtes (neonazi-) arschloch.
unser problem sind nicht die migranten. auch nicht die, die straffällig werden, um die kümmert sich der rechtsstaat. unser problem sind diejenigen deutschen, die der meinung sind, es sei in ordnung fremde zu hassen. menschen zu hassen, weil sie eine andere hautfarbe oder religion haben. hier muss die politik ansetzen. sie muss sich fragen, was im bildungs- und sozialsystem falsch läuft, dass es eine nenneswerte zahl an menschen gibt, die so denken. und wenn ca 18-20% afd wählen ist das durchaus eine nennenswerte zahl, auch wenn ich zimtzickes meinung teile, dass 80% es eben nicht tun und es ein trauerspiel ist, dass diese 20% den gesellschaftlichen diskurs bestimmen.

die deutsche politik hat imo nicht beim thema migration versagt. die politik hat bei den themen demokratieverständnis, weltoffenheit und sozialem zusammenleben versagt.

Das seh ich teilweise auch so aber beim 1. Teil und dem letzten kann ich dir nicht zustimmen.

Natürlich gibt das GG etc. die Antwort. Diese Antwort ist für viele Bürger aber unzureichend. Ich bin mir sicher dass ein Großteil der Bürger es zumindest ok findet, dass wir die Schutzsuchenden aufgenommen haben.
Wenn diese Bürger dann aber fragen wieso wir mit den Straffälligen so nachsichtig umgehen, wieso nicht mehr abgeschoben werden bei denen es schon hätte passieren müssen (auch nach dem GG) und es dann z.b. an nem fehlenden Pass hängt oder nicht aufnahmebereiten Ursprungsländern, dann kann die Antwort nicht sein, dass es so wie es ist ok ist.
Da hilft auch kein "die Menschenrechte" verbieten das.... wenn wir da konsequenter wären, würden vllt in Europa nicht so viele Politiker am Hebel sitzen, die Menschenrechte auf dem Meer wissentlich ignorieren und denen die hier friedlich leben wollen, den Schutz verwehren..... und wenn das so weiter geht, dreht sich diese Spirale weiter.
Ich versteh deine Intention aber sie muss auch mit der Realität vereinbar sein und die Realität sieht so aus das Europa nach rechts rückt und man es mit konsequenterem Verhalten gegenüber straffälligen Migranten sicher abmildern könnte.
Ich bin auch jmd. der am Liebsten ne friedliche Welt hätte in der es jedem gut geht, aber so ist es einfach nicht und daher versuch ich für mich eine realistische Lösung zu finden, toll ist die sicher nicht aber so wie es aktuell aussieht kann es nicht weiter gehen.

Die Rechten wollen alle raus haben, die Linken alle drin.... es gilt wie immer, die Mitte zu finden sonst radikalisiert sich irgendwann auch Otto Normal Bürger.

Zum letzten Teil: Nein, das Problem sind nicht DIE Migranten, sondern die Minderheit der Migranten die straffällig wird auf der einen Seite und die Rechten die jetzt alles rauslassen können auf der anderen Seite und genau deshalb ist es so wichtig, die starke Mitte zu erreichen. Der Mitte zu zeigen, das der Staat in alle Richtungen etwas tut. und das tut er in beiden Richtungen zu wenig.

Ich selbst seh mich, wie gesagt, eher Mitte Links auch wenn ich hier teilweise anders diskutiere, aber genau das macht für mich den Reiz am diskutieren aus :)
Ich seh halt nur nicht den Punkt, das man einfach sagen kann, neue Kriminalität im Land (wenn auch gering in der Menge aber doch in teilweise haarsträubender "Qualität") und man sagt einfach: "Tja ist halt so, muss man mit leben."
Zu was das führt sieht man im Osten und auch langsam in Bayern....mal sehen wann der Res folgt.


Sorry die die vielen Edits.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn hier schon ein Video von Tim Kellner gepostet wird, welche auch immer einen hauch Propaganda beinhalten wie @Hamlet richtig anmerkt, dann möchte ich das sehr sachliche Video von Hyperion (ehemaliger Flüchtling aus Eritrea) nicht vorenthalten.
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
@Bautinho Ich finde solche Zitate zeigen doch sofort in welche Richtung dein Diskussionspartner möchte. Niemand der sich für Flüchtlinge, für Integration und gegen Fremdenhass einsetzt, würde doch auf die Idee kommen Gewaltverbrechen zu verharmlosen. Das sind doch zwei völlig unterschiedliche Themen ... Wer ernsthaft behaupten will man kann ganze Bevölkerungsgruppen über einen Kamm scheren indem man Statistiken zu Einzelverbrechen vorlegt der hat doch doch seine Argumentation völlig verfehlt.
 
Dir sollte dann aber auch bewusst sein, das genau das das Problem ist, wieso wir vllt. unsere Demokratie gerade an Hardliner verlieren. Eben weil eine nicht zufriedenstellende Antwort als zufriedenstellend verkauft wird.
Da kannst du noch 20mal sagen: So ist unser GG etc. nunmal, den Wähler interessiert das nicht. Er wird die Antwort woanders geben, nämlich bei den nächsten Wahlen.
Das Saarland ist eher links geprägt aber ich weiß nicht ob das bei de nächsten Landtagswahl noch immer so sein wird.

Ich muss das jetzt nochmals ganz deutlich sagen.

Die Antwort ist nicht nur zufriedenstellend, es ist die einzige Antwort, die es geben darf. Unser Grundgesetz und die Menschenrechte definieren und schützen die höchsten Güter, die wir haben. Wer damit ein Problem hat, wer ein anderes Rechtsverständnis hat, der hat eben ein Problem.

Ich knicke nicht ein vor Idioten die meinen, es wäre legitim das eigene Rechtsverständnis zum Maßstab zu machen.
 
5 Seiten und noch kein Walther am Start? Waltraut hat ihn voll in Beschlag
Ich wäre gerne am Start, aber selbst ich sehe langsam ein, dass es sinnlos ist, gegen manche hier im Forum zu argumentieren. Auch ich gebe irgendwann auf. Find ich das gut? Überhaupt nicht. Dafür gibt's viele andere tolle User, die gut dagegenhalten und auch meine Meinung abbilden.

Ach und übrigens nicht nur Waltraud. Denn anstatt mich über die dumme Merkel zu echauffieren oder darüber sinniere, warum das Abendland untergeht und das alles bei Geflüchteten/Ausländern ablade, engagier ich mich gegen rechts und hab allein diese Woche wieder zwei Unterrichte für Geflüchtete gegeben, mich um die Amtsangelegenheiten zweier Geflüchteter gekümmert hab und wir im Moment zwei junge Zwillinge betreuen, die letzte Woche erfahren haben, dass ihre Eltern vermutlich in Syrien gestorben sind, bevor sie flüchten konnte.

Also sieh's mir bitte nach, wenn ich nicht immer meinen Senf im KT dazugeben kann, sondern manchmal wirklich wichtiges zu tun hab.
 
die deutsche politik hat imo nicht beim thema migration versagt. die politik hat bei den themen demokratieverständnis, weltoffenheit und sozialem zusammenleben versagt.

Das sehe ich zumindest bei den letzten beiden Punkten nicht ganz so. Bei derart krassen kulturellen Unterschieden wie sie in der europäischen Migration zwischen "Zuziehenden" und bestehender Bevölkerung existieren, kann es nur knallen. Und deshalb knallt es auch nicht nur bei uns, sondern überall in Europa. Selbst in ursprünglich so liberalen Staaten wie Schweden. Wie Eisbären in der Karibik.
 
Ich muss das jetzt nochmals ganz deutlich sagen.

Die Antwort ist nicht nur zufriedenstellend, es ist die einzige Antwort, die es geben darf. Unser Grundgesetz und die Menschenrechte definieren und schützen die höchsten Güter, die wir haben. Wer damit ein Problem hat, wer ein anderes Rechtsverständnis hat, der hat eben ein Problem.

Ich knicke nicht ein vor Idioten die meinen, es wäre legitim das eigene Rechtsverständnis zum Maßstab zu machen.

Genau deshalb wird es aber gerade legitim die Flüchtlinge im Meer ertrinken zu lassen....
 
Das seh ich teilweise auch so aber beim 1. Teil und dem letzten kann ich dir nicht zustimmen.

Natürlich gibt das GG etc. die Antwort. Diese Antwort ist für viele Bürger aber unzureichend. Ich bin mir sicher dass ein Großteil der Bürger es zumindest ok findet, dass wir die Schutzsuchenden aufgenommen haben.
Wenn diese Bürger dann aber fragen wieso wir mit den Straffälligen so nachsichtig umgehen, wieso nicht mehr abgeschoben werden bei denen es schon hätte passieren müssen (auch nach dem GG) und es dann z.b. an nem fehlenden Pass hängt oder nicht aufnahmebereiten Ursprungsländern, dann kann die Antwort nicht sein, dass es so wie es ist ok ist.
Da hilft auch kein "die Menschenrechte" verbieten das.... wenn wir da konsequenter wären, würden vllt in Europa nicht so viele Politiker am Hebel sitzen, die Menschenrechte auf dem Meer wissentlich ignorieren und denen die hier friedlich leben wollen, den Schutz verwehren..... und wenn das so weiter geht, dreht sich diese Spirale weiter.
Ich versteh deine Intention aber sie muss auch mit der Realität vereinbar sein und die Realität sieht so aus das Europa nach rechts rückt und man es mit konsequenterem Verhalten gegenüber straffälligen Migranten sicher abmildern könnte.
Ich bin auch jmd. der am Liebsten ne friedliche Welt hätte in der es jedem gut geht, aber so ist es einfach nicht und daher versuch ich für mich eine realistische Lösung zu finden, toll ist die sicher nicht aber so wie es aktuell aussieht kann es nicht weiter gehen.

Die Rechten wollen alle raus haben, die Linken alle drin.... es gilt wie immer, die Mitte zu finden sonst radikalisiert sich irgendwann auch Otto Normal Bürger.

Zum letzten Teil: Nein, das Problem sind nicht DIE Migranten, sondern die Minderheit der Migranten die straffällig wird auf der einen Seite und die Rechten die jetzt alles rauslassen können auf der anderen Seite und genau deshalb ist es so wichtig, die starke Mitte zu erreichen. Der Mitte zu zeigen, das der Staat in alle Richtungen etwas tut. und das tut er in beiden Richtungen zu wenig.

Ich selbst seh mich, wie gesagt, eher Mitte Links auch wenn ich hier teilweise anders diskutiere, aber genau das macht für mich den Reiz am diskutieren aus :)
Ich seh halt nur nicht den Punkt, das man einfach sagen kann, neue Kriminalität im Land (wenn auch gering in der Menge aber doch in teilweise haarsträubender "Qualität") und man sagt einfach: "Tja ist halt so, muss man mit leben."
Zu was das führt sieht man im Osten und auch langsam in Bayern....mal sehen wann der Res folgt.


Sorry die die vielen Edits.
Sehr guter post. Genau meiner Meinung. Leider ist es aber für die Medien und für die Politik sehr viel einfacher ganz Sachsen als nazis abzustempeln, anstatt endlich mal miteinander in den Dialog zu gehen und die Probleme anzupacken.
 
Frage hier mal öffentlich

Habe gerade in einer Diskussion zum Thema Zuwanderer diese beiden Texte geschickt bekommen:
"In absoluten Zahlen gibt es 6 mal mehr deutsche Opfer durch tatverdächtige Zuwanderer als andersherum.
Und zudem 5 mal mehr Opfer von Zuwanderern durch Zuwanderer. Während es keine deutschen Tatverdächtige gab, die Zuwanderer getötet hatten, haben Zuwanderer Zuwanderer und Deutsche getötet.
Und auch bei Strafdelikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gibt es überproportional mehr deutsche Opfer durch Zuwanderer als Opfer unter den Zuwanderern durch Deutsche.
Das sind die Zahlen der Bundesregierung.
Man muss sie nur mal lesen! Zuwanderer tatverdächtig – Opfer deutsch : 39.096
Zuwanderer tatverdächtig – Opfer Asylbewerber/Flüchtling : 30.946
Deutscher tatverdächtig – Opfer Asylbewerber/Flüchtling: 6.832

https://katjatriebel.com/2018/06/14/opferschutz/"

"Statistik des Jahres 2017. Bei sexual Delikten 15,9% der Straftaten!
Bei Körperverletzungen gefährlich/schwer 15,2% und bei Raubdelikten 15,1%.
Das bei einem Bevölkerungsanteil von grade mal ca. 2%. Quelle: die Welt
Aber ok..."

Ich rechne damit, daß diese Statistiken einen scheißdreck zeigen, aber wie würdet ihr dagegen argumtieren?

Und zudem noch:

"Klar, jeder argumentiert immer, dass Deutsche genau so viele Straftaten begehen.
Das mag sein, denn schon eine Beleidigung oder das Fahren ohne Fahrerlaubnis ist eine Straftat.
Wovon ich rede sind schwere Straftaten.
Ein Beispiel: Knapp jeder fünfte Mord wurde 2017 durch einen Flüchtling begangen.
Dadurch dass Flüchtlinge gerade mal etwas über 1% der Bevölkerung ausmachen, ist das schon ne Hausnummer.
Ein weiteres Beispiel: Jedes achte Sexualdelikt wird von einem Flüchtling begangen. (Man beachte auch hier den Bevölkerungsanteil von etwas über 1%). Dahingehend kann ich die Besorgnis mancher Bürger durchaus verstehen. Das und weiteres kann man übrigens hier nachlesen:
https://www.bka.de/SharedDocs/Downl...wanderung_2017.pdf?__blob=publicationFile&v=3"

Hatte das schon mal Mingo gefragt, aber er hatte leider keine Zeit

Ich hab die Zahlen jetzt nicht überprüft, aber ja, Statistiken dieser Art sind alle recht eindeutig, dass es bei den Flüchtlingen einen höheren kriminellen Anteil gibt, als in der Deutschendurchschnittsbevölkerung. So, jetzt wird es aber interessant und die Rechten haben bereits aufgehört zu lesen. Diese Art der Statistik ist stark verzerrt. Warum? Weil eben die beiden Mengen "Deutscher" und "Flüchtling" miteinander aufgerechnet werden. Das wäre aber nur dann aussagekräftig, wenn diese beiden Mengen bestimmte gleiche Eigenschaften hätten - was sie nicht haben. Z. B. ist der Anteil an jungen Männern bei den Flüchtlingen sehr hoch aus bekannten Gründen. Wenn man das nun anpasst auf die Menge der Deutschen und einen gleichen Anteil junger deutscher Männer hernimmt, sieht die Sache schonmal ein ganzes Stück weniger dramatisch aus. Wenn man dann noch die Verbrechen von Flüchtlingen gegen Flüchtlinge rausnimmt, die den meisten Rechten vollkommen Latte sein dürften, dann gleichen sich die Zahlen nochmal ein ganzes Stück mehr an. Nicht zuletzt sollte man auch die Verbrechen rausrechnen, die das Flüchten an sich mehr oder weniger mitbringen wie illegale Einreise oder so. Die Zahlen die dann letztendlich rausfallen, sind schon recht nah beieinander, aber ja, auch da immer noch einen vergleichsweise *leicht* erhöhten Wert bei den Flüchtlingen.

Die Sache, die dabei allerdings wiederum von der progressiven Seite gerne ignoriert wird ist die, dass ein fairer Vergleich wie oben erwähnt nicht mit der persönlichen Erfahrung einiger Menschen korreliert. Es spielt für deren eigene Erfahrung keine Rolle, dass es ja nur eine höhere Zahl ist, weil der Anteil der jungen Männer höher ist. Die absolute Zahl der Zwischenfälle ist deshalb nicht anders. Zudem sind Flüchtlinge nicht so homogen über das Land verteilt und daher gibt es regionale Häufungen. Auch das ist für die betroffenen Leute dann ein schwacher Trost wenn es heißt, dass es im Durchschnitt dann aber wieder passen würde.

Diese beiden Seiten werden nie zusammenfinden wenn der Diskurs weiterhin so schwarz-weiß geführt wird.
 
@Gerri

Woran liegt es eigentlich, dass gerade dieses Thema Abschiebung straffälliger Migranten bei dir immer als so hohes Problem dargestellt wird? Wären für dich die Probleme gelöst, wenn wir einen straffälligen Migranten einfach in die Heimat statt in den Knast schicken? Was ändert das? Rechtsgefühl?

Wären in Chemnitz 6.000 Menschen auf die Strasse gegangen, wenn ein Deutscher einen Deutschen erstochen hätte? Eher nicht. Das passiert hundertfach und wir bekommen es nichtmals mit. Und das ist das Problem bei dem braunen Pack. Es geht nicht um die Tat. Es geht nicht um das Opfer. Es geht darum, seinen Fremdenhass endlich offen nach aussen tragen zu können.
 
@Gerri

Woran liegt es eigentlich, dass gerade dieses Thema Abschiebung straffälliger Migranten bei dir immer als so hohes Problem dargestellt wird?

Es IST ein großes Problem. Zum einen weil es kaum eine bessere Vorlage für AFD & Co gibt und zum anderen weil dieser Punkt auch der Durchschnittsbevölkerung sauer aufstößt und das Gefühl bestärkt, dass der Staat die Lage nicht im Griff hat. Zumal die Zahl Ausreisepflichtiger weder sinkt, noch konstant bleibt, sondern im Schnitt eher steigt.
 
Natürlich gibts Leute die ein Problem mit den Flüchtlingen haben, die Angst haben oder ganz einfach nach unten treten weil das so einfach ist und einen besser darstellen lässt als die eigene Situation gerade ist, natürlich gibt es Leute den der Zustand durch die Flüchtlinge nicht gefällt, deswegen sind sie trotzdem keine Nazis nur weil du das so gerne hättest, aber gegen Flüchtlinge und der Situation werden sie sein sonst würden sie da nicht mitlaufen, das ist korrekt aber das ist ja auch nicht verboten, auch das ist Demokratie, das sollte man dringend bedenken, dass man nicht ins gleiche Muster fällt wie der, die man kritisiert.
Wenn man "ein Problem mit den Flüchtlingen" hat und "gegen Flüchtlinge" ist, dann ist das in der Tat nicht verboten in dem Sinne, dass es kein Meinungsdiktat gibt und Gedanken selbstverständlich frei sind.
Aber...
Am Ende glauben kommende Generationen dass ein Nazi ein Mitläufer ist der was gegen Flüchtlinge hat, dabei hat das eine mit dem anderen gar nichts zu tun.
... genau das, wogegen du dich - aus welchen Gründen auch immer - wehrst, muss in die Köpfe der Menschen. Deutschland und seine Bevölkerung in den 30ern/40ern war nationalsozialistisch. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen waren Nazis. Und ein großer Teil der Deutschen waren Mitläufer*innen. Die Nationalsozialistische Diktatur konnte auf deutschem Boden errichtet werden nicht trotz vieler Mitläufer*innen sondern aufgrund der Mitläufer*innen. Diese Mitläufer*innen waren Nazis weil sie sich nicht dagegen gestellt haben.
Es gibt da ein schönes Zitat, das wohl einem gewissen Martin Niemöller (evangelischer Theologe) zugeschrieben wird:
"Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte."
Wer schweigt, macht sich schuldig; wer mitläuft, macht sich schuldig. Das war damals so und das ist heute so.

In diesem oder in einem anderen Thread hat es ein User sarkastisch auf den Punkt gebracht: Deutschland war das erste Land, das von den Nazis besetzt wurde.
Das traurige ist, dass viel zu viele Menschen wirklich so denken.

Und nach 45 waren die Nazis dann weg haben ja den Krieg verloren na klar
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Ihr verunglimpft eher die Bedeutung des Nazi wenn ihr das Wort so inflationär benutzt. Es ist ein riesen Unterschied ob man ein Nazi ist oder wenn man gegen den Flüchtlingsstrom ist.
Man kann sich auf den Kopf stellen und "gegen den Flüchtlingsstrom" sein, aber dann bin ich nicht wütend auf die Geflüchteten sondern darauf, wie es dazu kommt, dass diese Menschen fliehen müssen und darüber, dass sie zum Spielball der Politik werden.
"Gegen den Flüchtlingsstrom" zu sein und das als legitimen Grund für menschenverachtende Politik anzuerkennen ist ungefähr so wie "gegen die Erderwärmung" zu sein und statt die Ursachen dafür ändern zu wollen sauer zu sein auf die Sonne und die Erdatmosphäre. Bar jeder Logik.

Und apropos "gegen den Flüchtlingsstrom" sein. So wie der EU und anderen Staaten der heutige "Flüchtlingsstrom" (übrigens niemals ohne "" weil nazi-wording fyi) lästig ist, so war auch ein früherer "Flüchtlingsstrom" einer Staatengemeinschaft lästig: Flüchtlingskonferenz von Evian 1938 - Als die Welt sich abwandte (spiegel.de)
History repeats itself.

Von der AFD definitiv, die AFD holt aber im Moment auch die ab, die manche Vorgänge halt nicht verstehen, gerade was straffällig gewordene Migranten angeht. Und wenn man diese Leute nach Rechts drängt, werden sie auch Rechs wählen.
Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz: um Leute nicht "nach rechts zu drängen" erfüllen "wir" (als gesellschaftliche "Mitte") einfach ihre politischen Forderungen, weil wenn die rechte Politik nicht von rechts gemacht wird sondern aus der Mitte heraus ist es ja per definitionem keine rechte Politik mehr und die Leute stehen nicht rechts sondern schön in der Mitte. Alles eine Frage der Perspektive.


Und nicht vergessen: sowas kommt von sowas! Wir wissen alle Bescheid, ich will niemanden hören der irgendwann mal das Gegenteil behauptet.
 
Es IST ein großes Problem. Zum einen weil es kaum eine bessere Vorlage für AFD & Co gibt und zum anderen weil dieser Punkt auch der Durchschnittsbevölkerung sauer aufstößt und das Gefühl bestärkt, dass der Staat die Lage nicht im Griff hat. Zumal die Zahl Ausreisepflichtiger weder sinkt, noch konstant bleibt, sondern im Schnitt eher steigt.
2017 waren knapp 229.000 Menschen in Deutschland ausreisepflichtig, davon besitzen aber 166.000 eine Duldung, es steht als direkt gar keine Abschiebung an. Wir sprechen also nur über knapp 63.000 Menschen in Deutschland, die sofort ausreisepflichtig sind/wären.
Dazu kommen dann Menschen, die gegen ihre Bescheide klagen. Allein 2017 mussten Verwaltungsgerichte gut 32.000 Asylbescheide im Sinne der Geflüchteten korrigieren. Man sieht, es ist mehr als verständlich, dass mittlerweile gegen gut 90% aller negativen Bescheide geklagt wird, da oftmals vom BAMF absichtlich beim ersten Bescheid erstmal eine Ablehnung kommt.
 
@Bautinho
Es ist immer dasselbe Muster.

Ein übermäßig hoher Teil aus Gruppe x fällt in einem Punkt y irgendwie negativ auf. Befund ist eigentlich: "Gruppe x ist in Bereich y auffällig. Da scheint n Problem zu sein, das man angehen sollte."

Dann kommen die größten Schwachmaten und sagen: "Alle aus der Gruppe sind automatisch kacke. Raus mit denen."

Dann kommen die weniger großen Schwachmaten, die sogar hehre Ziele verfolgen, und entgegnen selbst dem neutralen Befund: "Ihr könnt doch nicht alle über einen Kamm scheren! (Was der neutrale Befund gar nicht tat). Alle Menschen/Gruppen/Kulturen/Religionen sind gleich geil." Also immer und sofort und bedingungslos Verteidigungs- und Relativierungsreflexe. Per se.

Wer aus der Gruppenzugehörigkeit auf jede einzelne Person schließt, ist ein Idiot.

Wer per se nicht akzeptieren will, dass verschiedene Gruppen in verschiedenen Merkmalen verschieden vertreten sind, macht sich auch was vor.

Bei Kriminalität, die du nennst, geht es ganz ganz vorrangig um:
Alter (Pubertät-30)
Geschlecht (Männer, ganz einfach)
sozialer Status (Unsicherheit bzgl. Aufenthalt, keine Arbeit, Perspektive, nix zu tun, tlw. nix zu verlieren.... so stellt sich das bei syrischen Flüchtlingen anders dar als bei den Leuten aus Marokko, Tunesien, etc)


https://www.tagesspiegel.de/politik...rika-haeufiger-kriminell-werden/20810274.html
 
2017 waren knapp 229.000 Menschen in Deutschland ausreisepflichtig, davon besitzen aber 166.000 eine Duldung, es steht als direkt gar keine Abschiebung an. Wir sprechen also nur über knapp 63.000 Menschen in Deutschland, die sofort ausreisepflichtig sind/wären.

Dazu kommen dann Menschen, die gegen ihre Bescheide klagen. Allein 2017 mussten Verwaltungsgerichte gut 32.000 Asylbescheide im Sinne der Geflüchteten korrigieren. Man sieht, es ist mehr als verständlich, dass mittlerweile gegen gut 90% aller negativen Bescheide geklagt wird, da oftmals vom BAMF absichtlich beim ersten Bescheid erstmal eine Ablehnung kommt.





Theoretisch sicher nachvollziehbar, jeder würde klagen. Praktisch verschlechtert dieser Umstand das Image der Personengruppe sogar noch zusätzlich.
 
Wenn man "ein Problem mit den Flüchtlingen" hat und "gegen Flüchtlinge" ist, dann ist das in der Tat nicht verboten in dem Sinne, dass es kein Meinungsdiktat gibt und Gedanken selbstverständlich frei sind.
Aber...

... genau das, wogegen du dich - aus welchen Gründen auch immer - wehrst, muss in die Köpfe der Menschen. Deutschland und seine Bevölkerung in den 30ern/40ern war nationalsozialistisch. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen waren Nazis. Und ein großer Teil der Deutschen waren Mitläufer*innen. Die Nationalsozialistische Diktatur konnte auf deutschem Boden errichtet werden nicht trotz vieler Mitläufer*innen sondern aufgrund der Mitläufer*innen. Diese Mitläufer*innen waren Nazis weil sie sich nicht dagegen gestellt haben.
Es gibt da ein schönes Zitat, das wohl einem gewissen Martin Niemöller (evangelischer Theologe) zugeschrieben wird:
"Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte."
Wer schweigt, macht sich schuldig; wer mitläuft, macht sich schuldig. Das war damals so und das ist heute so.

In diesem oder in einem anderen Thread hat es ein User sarkastisch auf den Punkt gebracht: Deutschland war das erste Land, das von den Nazis besetzt wurde.
Das traurige ist, dass viel zu viele Menschen wirklich so denken.

Und nach 45 waren die Nazis dann weg haben ja den Krieg verloren na klar
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Man kann sich auf den Kopf stellen und "gegen den Flüchtlingsstrom" sein, aber dann bin ich nicht wütend auf die Geflüchteten sondern darauf, wie es dazu kommt, dass diese Menschen fliehen müssen und darüber, dass sie zum Spielball der Politik werden.
"Gegen den Flüchtlingsstrom" zu sein und das als legitimen Grund für menschenverachtende Politik anzuerkennen ist ungefähr so wie "gegen die Erderwärmung" zu sein und statt die Ursachen dafür ändern zu wollen sauer zu sein auf die Sonne und die Erdatmosphäre. Bar jeder Logik.

Und apropos "gegen den Flüchtlingsstrom" sein. So wie der EU und anderen Staaten der heutige "Flüchtlingsstrom" (übrigens niemals ohne "" weil nazi-wording fyi) lästig ist, so war auch ein früherer "Flüchtlingsstrom" einer Staatengemeinschaft lästig: Flüchtlingskonferenz von Evian 1938 - Als die Welt sich abwandte (spiegel.de)
History repeats itself.


Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz: um Leute nicht "nach rechts zu drängen" erfüllen "wir" (als gesellschaftliche "Mitte") einfach ihre politischen Forderungen, weil wenn die rechte Politik nicht von rechts gemacht wird sondern aus der Mitte heraus ist es ja per definitionem keine rechte Politik mehr und die Leute stehen nicht rechts sondern schön in der Mitte. Alles eine Frage der Perspektive.


Und nicht vergessen: sowas kommt von sowas! Wir wissen alle Bescheid, ich will niemanden hören der irgendwann mal das Gegenteil behauptet.
Das ist vollkommen korrekt, genau deswegen muss man aufklären, deswegen muss man politisch so wählen dass es keine Waffenlieferungen mehr gibt in solche Länder, das was wir erleben sind gemachte Probleme, Ursachen die es gibt weil dieses Land so gewählt hat, weil die Deutschen den Hals nicht voll bekommen können, weil durch uns andere Länder, andere Völker ausgenutzt werden. Natürlich darf man jetzt nicht die AFD wählen, das ist klar. Aber in Ursachenbekämpfung war der Deutsche noch nie sehr konsequent.
 
2017 waren knapp 229.000 Menschen in Deutschland ausreisepflichtig, davon besitzen aber 166.000 eine Duldung, es steht als direkt gar keine Abschiebung an. Wir sprechen also nur über knapp 63.000 Menschen in Deutschland, die sofort ausreisepflichtig sind/wären.
Dazu kommen dann Menschen, die gegen ihre Bescheide klagen. Allein 2017 mussten Verwaltungsgerichte gut 32.000 Asylbescheide im Sinne der Geflüchteten korrigieren. Man sieht, es ist mehr als verständlich, dass mittlerweile gegen gut 90% aller negativen Bescheide geklagt wird, da oftmals vom BAMF absichtlich beim ersten Bescheid erstmal eine Ablehnung kommt.

Die Fehlerquote des BAMF ist ja auch nur bei Ablehnungen hoch. Es gibt kaum Bearbeitungsfehler bei den Asylanträgen, die zum Bleiben geführt haben. Seit dies bekannt wurde ist unser Innenhorst auch in dieser Angelegenheit sehr ruhig geworden.
 
Waffenlieferungen wird man egal wen man wählt niemals abschalten können. Dies ist ein Milliardengeschäft und es stecken so viele Industrieunternehmen Lobbyisten Politiker mit drinnen...
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben