Immer wieder schön Eure Berichte zu lesen, Jungs! Und immer wieder spannend, wer wie und wo Prioritäten setzt. Nimms mir nicht übel,
@LAEMMLI, aber es bitzeli musste ich schmunzeln über Deinen obigen Beitrag. Für mich ist das Wheel, das Rim und die damit verbundene Performance die Verbindung zum Wagen und wenn ich in dieser Beziehung auch nur einen Funken Verbesserung erfahre, bereichert diese das ganze Fahrgefühl ungemein. Allerdings muss ich Dir in dem Punkt Recht geben, dass ab einer gewissen Ausbaustufe der Zugewinn an Performance nur unwesentlich zunimmt. Ich erlaube mir aber die Bemerkung, dass die V2 sämtliche Consumer-Wheels (auch diejenigen aus selbiger Herkunft) um Längen schlägt, was Leistung und Feedback betrifft.
Wenn ich es mir an dieser Stelle aber nochmals überlege, dann hat
@LAEMMLI sicherlich auch Recht, wenn er meint, dass ein beispielsweise ein guter Shifter den Faktor Spass um mehr Potenzen steigert, als das Upgrade auf ein besseres Lenkrad. Vor allem, wenn man aktuell ohne fährt.
Jedenfalls; wo ich bei den vielen Anfragen zur CSW V1 immer betont habe, dass man bei einer eventuellen Anschaffung gewillt sein muss sich mit dem Support und den technischen Unzulänglichkeiten des Gerätes auseinander zu setzen, sage ich bei der V2 einfach; holt Euch das Teil und habt Spass. Verdammt viel Spass!
Aber was weiss ich schon … By the way; ich find das immer total lustig, wenn mein Rig hier als das Hyper-Rig angepriesen wird. Natürlich freue ich mich, wenn es jemandem gefällt und ich liebe es den Gästen zuzuschauen, wenn sie sich bei der ersten Probefahrt darüber freuen. Aber … mittlerweile explodiert der Markt an SimRacing-Hardware geradezu und manchmal hat man das Gefühl, dass Rigs ohne Motion schon fast ausgestorben sind. Meines ist nach wie vor ein grosses Flickwerk, es gibt noch so viel zu tun und ich würde es weit, weit weg von perfekt bezeichnen. Und trotzdem ist es mehr als ich jemals erträumt habe selber hinzukriegen.
Ich hatte bei VR das grosse Glück jemanden kennenzulernen, der noch viel verrückter ist und wir stecken mittlerweile fast jede Woche zu später Stunde die Köpfe zusammen um neues auszuhecken. Dadurch und auch durch die Gründung unseres eigenen iRacing-Teams hat das Hobby nochmals eine neue Dynamik bekommen. Technisch wie menschlich. Das gefällt mir einfach wahnsinnig.
Allerdings kann ich
@pikus1977 nach wie vor sehr gut verstehen. PC-Racing ist weit weg von Plug'n'Play. Zwar hat man irgendwann einen Grossteil der Probleme schon mal abgehandelt, aber ich hätte das ganze Gelump mehr als einmal fast ausm Fenster gekippt, weil irgendetwas nicht funktioniert hat, was vor 5 Minuten noch bestens funktioniert hat. Und je mehr Technik man sich ans Alu pappt, umso mehr Problemquellen holt man sich ins Haus. Es ist halt auch eine Kosten-/Nutzenfrage. Bin ich gewillt diesen Aufwand bei technischen Problemen zu betreiben und kriege dafür ein Erlebnis wie iRacing oder möchte ich abends einfach hinters Lenkrad sitzen und Gran Turismo spielen. Mir ist das Gebotene bei iRacing der Aufwand wert, aber ich kann bestens nachvollziehen, wenn das jemand mit Kopfschütteln quittiert.
Ja, iRacing ist bockhart, es ist weit weg von entspannender Abendunterhaltung, ich erlebe das in der VR gerade am eigenen Leib. Es gibt nicht nur einen, der immer schneller ist, es gibt ein ganzes Rudel. Man frisst als Rookie wirklich massig Dreck, aber das ist mitunter die Faszination an iRacing. Eben weil es in der Realität nicht anders ist. Mit dem amerikanischen Rollator aka Ford GT3 verlieren wir im Training für das 6h-Rennen kommenden Sonntag fast 4 (vier!) Sekunden auf die Spitze! Pro Runde!! Und diese dauert gerade mal knapp 80 Sekunden!!! Eigentlich sind wir nur Kanonenfutter und trotzdem hatte ich selten intensivere Stunden als diese Woche, in der sich Fahren, Organisieren und Tüfteln die Hand geben. Hinzu kommt, dass iRacing einfach keine Eventualitäten in der Spielmechanik bietet wie z.B. Gran Turismo. Anders gesagt; es geht nicht darum, sich die Spielmechanik eigen zu machen, sondern zu F.A.H.R.E.N. Man hat einfach keine Chance, wenn man nicht lernt, richtig aus der Apex zu ballern, mit Zwischengas zu arbeiten oder Positionskämpfe mit realen Mitspielern zu trainieren. Und natürlich spielt auch die Preispolitik eine Rolle. Jemand, der gewillt ist vergleichsweise hohe Kosten in eine Simulation zu investieren, möchte in der Regel auch ambitioniert fahren, was dem fahrerischen Niveau zu Ungunsten uns Rookies zuträglich ist.
Nichtsdestotrotz und ganz ehrlich; ich hätte tierisch Bock auf einen Abend DriveClub mit Pizza und Kumpels. Alles hat seinen Reiz und die Vielfalt, welche Konsole und PC bieten, erlaubt jedem sich das zu nehmen, was er haben möchte. Und trotzdem möchte ich noch ein Aber hinterher schieben; eben durch diese Vielfalt soll sich der Spieler auch nicht beklagen, wenn er an seinen Ansprüchen gemessen mindere Qualität in Kauf nehmen muss.. Die Vielfalt erlaubt es nämlich jedem, das zu finden, was er gerne hätte. Auch qualitativ. Manchmal liegt es einfach ein bisschen neben dem Teller.
Mal wieder viel zu viel geschrieben. Pardon.
Frohes Racen. Frohes Wochenende!
indie