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Der Kirche und Religionen Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Eltern die Ihren Kindern ihre religiöse Doktrin einimpfen sind für mich geistige Kinderfi....

Bin ja auch in einer sogenannten Religionsgemeinschaft reingeboren......bis man den ganzen Quatsch wieder aus dem Hirn hat :wand:

Wenn ein Erwachsener sich für irgend eine Religion entscheidet um glücklich zu sein ist das sein Ding.
 
Schnitzelbrötchen schrieb:
Eltern die Ihren Kindern ihre religiöse Doktrin einimpfen sind für mich geistige Kinderfi....

Ganz so extrem würd ichs nicht ausdrücken, aber prinzipiell geb ich dir recht. Ich finde es das letzte, ein Kind dermaßen zu manipulieren.
Wenn es später neugierig wird und irgendeiner Religion beitreten will, dann ist das in Ordnung, aber bereits von klein auf diesen (in meinen Augen) Bockmist eingetrichtert zu bekommen, ist höchst verwerflich.
 
Was ich sclimm finde sind so Sachen wie Religionsunterricht und Kreuze an öffentlichen Orten auch Schulen.


Das allerschlimmste is aber immer wenn Kirsche und Staat verschmelzen
 
Ich seh das jetzt nicht so schlimm. Jeder darf glauben, was er möchte. Nur schlimm finde ich, wenn einem der Glaube zu nahe kommt: s. Zeugen Jehovas vor der Tür oder Mormonen.

Das einzige und wirklich gute an den Glaubensgemeinschaften ist die Gemeinschaft. Das Zusammen sein, sich treffen und soziale Kontakte knüpfen.
 
Homer schrieb:
Ich seh das jetzt nicht so schlimm. Jeder darf glauben, was er möchte. Nur schlimm finde ich, wenn einem der Glaube zu nahe kommt: s. Zeugen Jehovas vor der Tür oder Mormonen.

Das einzige und wirklich gute an den Glaubensgemeinschaften ist die Gemeinschaft. Das Zusammen sein, sich treffen und soziale Kontakte knüpfen.

Jo ich glaube an die Macht des Allheiligen FSM!
 
Thrillhouse schrieb:
el_barto schrieb:
Und da glaubt wohl auch keiner dran, aber der Brauch ist in die weltlich-aufgeklärte Tradition übergeganben und hat sich von seiner ehemaligen Bedeutung gelöst.
Leute die an »wissenschaftliche Objektivität« und »Wahrheit« glauben halte ich nicht für aufgeklärt...
Du weißt aber schon, dass die Periode der Aufklärung aus der aufkeimenden wissenschaftlichen Objektivität folgte? ;)

Und was gibts an der "Wahrheit" auszusetzen? Es gibt ganz sicher eine Wahrheit, und zwar nur eine. Und so wies aussieht, gewinnt hier die rationale Wissenschaft...

Und was genau willst du uns eigentlich mit deinem Post mitteilen? Dass du dich lieber an die Religion hälst und wissenschaftliche Erkenntnisse als Scharlatanerie abtust?
 
Homer schrieb:
Der_Geächtete schrieb:
Jo ich glaube an die Macht des Allheiligen FSM!

WATT :D

Das Fliegende Spaghettimonster (engl. Flying Spaghetti Monster, kurz: FSM) ist die Gottheit einer vom US-amerikanischen Physiker Bobby Henderson gegründeten Religion.

flying-spaghetti-monster.jpg


Zentrale Glaubensinhalte [Bearbeiten]


* Die Welt wurde vom nicht nachweisbaren Fliegenden Spaghettimonster erschaffen. Alle Hinweise auf eine Evolution wurden von eben diesem bewusst gestreut, um die Menschen zu verwirren.
* Bobby Henderson ist der Prophet dieser Religion.
* Das Fliegende Spaghettimonster verlangt das Tragen von Pirateninsignien (full pirate regalia). Einzige Ursache für die globale Erwärmung, Orkane und alle anderen Naturkatastrophen ist die sinkende Zahl von Piraten seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Dies gilt unter Pastafaris als empirisch bewiesen[4] (siehe auch cum hoc ergo propter hoc). In diesem Zusammenhang wurde auch der mehrdeutige, englische Ausdruck „Pirates are cool!“ bekannt, cool kann in diesem Falle sowohl als abgefahren als auch als kühl verstanden werden.
* Gebete beenden die Anhänger mit dem Wort Ramen, der Bezeichnung für eine japanische Nudelsuppe.
* Im Buch Das Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters werden unter anderem analog zu den Zehn Geboten des Christentums die acht „Am liebsten wäre mir’s“ beschrieben, die vom Spaghettimonster gepredigt werden. Die darin erklärten Grundsätze sprechen sich u. A. gegen Diskriminierung, Vorurteile, religiöse Dogmen, Nötigung, Frauenfeindlichkeit aus. Das achte „Am liebsten wäre mir“ beschreibt eine abgewandelte Form des Kategorischen Imperativs, fordert auf zur Freien Liebe und dem Gebrauch von Kondomen.

Lebensmaxime dieser Religion ist „WWAPD?“ („What Would A Pirate Do?“ engl. für „Was würde ein Pirat tun?“)
 
el_barto schrieb:
Thrillhouse schrieb:
el_barto schrieb:
Und da glaubt wohl auch keiner dran, aber der Brauch ist in die weltlich-aufgeklärte Tradition übergeganben und hat sich von seiner ehemaligen Bedeutung gelöst.
Leute die an »wissenschaftliche Objektivität« und »Wahrheit« glauben halte ich nicht für aufgeklärt...
Du weißt aber schon, dass die Periode der Aufklärung aus der aufkeimenden wissenschaftlichen Objektivität folgte? ;)

Und was gibts an der "Wahrheit" auszusetzen? Es gibt ganz sicher eine Wahrheit, und zwar nur eine. Und so wies aussieht, gewinnt hier die rationale Wissenschaft...

Und was genau willst du uns eigentlich mit deinem Post mitteilen? Dass du dich lieber an die Religion hälst und wissenschaftliche Erkenntnisse als Scharlatanerie abtust?
Nein, ich will damit sagen, dass die Leute die am Rationalismus festhalten die letzten 150 Jahre Philosophie verpasst haben.
 
Die Religion ist doch nicht das Problem, sondern die obligatorisch existierenden Leute, die sie inkorrekt interpretieren.

Diese obligatorisch existierenden Leute gibt es bei allen Religionen und Richtungen, auch bei Lifestyles (Emo, HipHop, ...).

Im Grunde liegt eine gute, durchdachte, weise Idee. Tonnenweise Menschen interessieren sich dann aus unterschiedlichen Gründen dafür und beginnen die Sache mit ihren eigenen, durch Missinterpretation gerechtfertigten Mitteln und zu ihren eigenen (zu einem gewissen Teil unbewussten) Zwecken in der Welt zu verbreiten - und - machen am Ende irgendwie einfach alles kaputt. Hinzu kommen natürlich die Leute, die die Idee bewusst zu ihren Zwecken verwenden und sich unter dem Deckmantel verstecken, die Gleichinteressierten zusammenzubringen, die Nichtinteressierten zu "verstehen"/"überzeugen"/"abzugrenzen/-schaffen" und die Idee aufs Vollste zu verwirklichen. Dann gibt es natürlich noch jene, die von den letztgenannten Leuten sehr begeistert sind und sie bewundern und glauben, an ihre Idole anknüpfen zu können, wenn sie mit gleichen Mitteln ähnlich versuchen zu handeln, ohne natürlich die wahren Beweggründe ihrer Idole zu kennen.
(Ich empfehle SouthPark, Episode: "Do the handicapped go to hell?")

Das Problem sind die Menschen. Und das ist in meinen Augen ein seeeehr bekanntes Problem, quasi der Ursprung der meisten Probleme überhaupt und deswegen imo kein Grund sich speziell zu ärgern, geschweige denn, etwas unternehmen zu müssen. Ja, vermutlich ist es sogar besser, die Menschen machen zu lassen und nicht aktiv einzugreifen, sondern eine passive Meinung bereitzuhalten und die "Gläubigen" ins Leere laufen zu lassen. Sonst glauben sie am Ende noch, sie seien Jahrzehnte unterdrückt worden und hätten deswegen erst recht neue, mächtigere Existenz verdient usw. Oder sie oder andere kommen mit einer neuen Idee, Kommunismus z.B.

Mir gefallen die angesprochenen Entwicklungen in Amerika (geschweige denn die supberben Auswüchse in östlichen Staaten usw.) auch nicht und früher war ich darüber geradezu entsetzt. Aber inzwischen denke ich, dass dies doch alles mehr oder weniger eine Betrachtungssache ist. Obwohl hier in der Schweiz die Leute die Schöpfungstheorie nicht der Evolution/wissenschaftliche Theorie als Schulstoff vorziehen, sind wir dafür stolz auf unser Militär, eine in meinen Augen mindestens so fragwürdige Unternehmung. In meinen Augen, wohlgemerkt. Ich habe kein Problem mit gläubigen Menschen oder Menschen, die ins Militär gehen bzw. das Militär unterstützen...

Religion ist imo besser als ihr Ruf (wobei es mir gefällt, dass sie einen schlechten Ruf hat, immerhin scheinen sich viele Menschen heute noch von der Religion aktiv "trennen" zu müssen, ähnlich einer Pubertät (bin im Stress, finde keinen besseren Ausdruck), was für mich kritisches Denken voraussetzt. Das hat ja in Bezug auf Religion lange genug gefehlt) und das Militär imo schlechter als sein Ruf...

So, dies meine Ausflüsse...
 
Warum sollen Wissenschaft und Glaube zwei gegensätzliche Dinge sein? Ich habe Physik, Mathematik und Astronomie studiert und glaube trotzdem an Gott. Nur leider kann ich mit dem, was die Kirche als Religion anbietet, nichts anfangen.

Hier mal eine Lebensweisheit, die ich mir zum Motto meines Lebens gemacht habe:

"Desiderata

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke daran wie ruhig es sein kann in der Stille. So weit als möglich - ohne Dich aufzugeben - sei auf gutem Fuß mit jedermann. Das, was Du zu sagen hast, sprich ruhig und klar aus und höre Andere an, auch wenn sie langweilig oder töricht sind, denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen. Meide die Lauten und Streitsüchtigen, sie verwirren den Geist. Vergleichst Du Dich mit Anderen, kannst Du hochmütig oder verbittert werden, denn immer wird es Menschen geben, die bedeutender und besser sind als Du. Erfreue Dich am Erreichten und an Deinen Plänen. Bemühe Dich um Deinen eigenen Beruf, wie bescheiden er auch sein mag; er ist ein fester Besitz im Wechsel der Zeit. Sei vorsichtig bei Deinen Geschäften, denn die Welt ist voller Betrüger. Aber laß deswegen das Gute nicht aus den Augen, denn Tugend ist auch vorhanden. Viele streben nach Idealen, und überall im Leben gibt es Helden. Sei Du selbst. Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor. Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht, denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht, sondern wächst weiter wie Gras.
Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters und verzichte mit Anmut auf Dinge der Jugend. Stärke die Kräfte Deines Geistes, um Dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen. Quäle Dich nicht mit Wahnbildern. Viele Ängste werden durch Müdigkeit und Einsamkeit geweckt. Bei aller angemessenen Disziplin - sei freundlich mit Dir selbst. Genau wie Bäume und Sterne, so bist Du ein Kind der Schöpfung. Du hast ein Recht auf Deine Existenz. Und auch wenn Du das nicht verstehst entfaltet sich die Welt gewiß nach Gottes Plan. Bleibe also im Frieden mit Gott, was auch immer er für Dich bedeutet und was immer Deine Sehnsüchte und Mühen in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien - bewahre den Frieden in Deiner Seele. Bei allen Enttäuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen ist es dennoch eine schöne Welt. Sei vorsichtig. Strebe danach, glücklich zu sein."

(Nach dem englischen Original von 1692 gefunden in der St. Pauls Kirche von Baltimore)

Anton
 
Sir N schrieb:
aber man kann nicht sagen, es kann Ihn nicht geben...

Doch. Es KANN "ihn/sie/es" nicht geben. Es handelt sich hier schlicht und ergreifend um ein Hirngespinst aus der Zeit, als Menschen sich wenig bis nichts von den Vorgängen um sie herum erklären konnten. Machtmissbrauch und gewaltsame Verbreitung haben "ihm" ein "Überleben" bis heute gesichert. Viele dieser Hirngespinste haben die Menschen lange vor "ihm" beschäftigt. Verbreitet wurden sie mit der selben Taktik. Weitere werden noch folgen. Irgendwann werden aber alle einsehen, dass ihr Dasein nur den Sinn erfüllt, den sie ihm geben.

- We are semi civilized beasts...with baseball caps and automatic weapons -

George Carlin (RIP)
 
om3ga schrieb:
Glod, bitte ... so sehr ich dich auch schätze, aber ganz so einfach ists nun auch wieder nicht.

Was die psychologische und historische Entstehungsgeschichte eines (oder mehrerer, je nach Kultur) Gottes (bzw. der Mythen) anbelangt, kann man es sich so einfach machen.
Nicht umsonst spiegeln alle Religionen/Glaubensrichtungen den Zeitgeist der jeweiligen Kultur zum Zeitpunkt ihres Entstehens wider.
In der römischen Mythologie kommen viele Streitwagen, Wein und Gelagen vor, ganz so wie in der Gesellschaft damals.
In der nordischen Mythologie dreht sich vieles um Krieg, viele Mythen hängen mit dem Meer zusammen und allgemein herrschte in Valhalla eine zwieträchtige Stimmung. Die WIkinger waren ja auch kein friedliches Völkchen.
Bei irgendwelchen Afrikanischen Ureinwohnern baut ihre Religion auf Tieren wie Gottesanbeterinnen, Schildkröten und Löwen auf, weil das eben ihre Erfahrungswelt war.

Das sind alles nur verschiedene Ausprägungen desselben menschlichen Dranges, sich seine Umwelt zu erklären und zu hinterfragen.

Der Mensch strebt schon immer nach Wissen über seine Umwelt. Nur konnte man sich vor Jahrtausenden halt einfach viele Phänomene nicht mal ansatzweise erklären und hat sich deshalb in den Dienst eines ersonnenen höheren Wesens gestellt. Somit konnte man auf einen Schlag alle beliebigen Probleme erklären.

Mit fortschreitender Aufklärung hat man jedoch plötzlich neue Erklärungen gefunden, die man sogar beweisen und theoretisch vorhersagen konnte, womit eine religiöse Erklärung immer unnötiger wurde.

Um nicht komplett aus dem Schuß zu geraten, hat sich unsere Kirche ihr Weltbild immer wieder so zurechtgelegt, dass es auch in die moderne Welt passt.
Aus dem Prinzip 'Erde in der Mitte, Hölle drunter, Himmel drüber' wurde ein abstraktes Gebilde, aus dem Gott, der physikalisch existiert und über der Erde wacht wurde ein ätherisches Wesen, das alles durchdringt.

Wenn es einen Gott geben würde, hätte er sich schon längst gemeldet und Klarheit geschaffen.
 
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