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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich finde das Thema wird hier dramatisiert. Schon lächerlich wie alle meinen sie wüssten es besser mit der Erziehung. Im Artikel steht lediglich, dass sie ihr Kind nicht anlügt. Trotzdem wird das Kind ganz sicher genügend Fantasie haben und genügend Geschichten hören.
Und das Geschwätz vonwegen alte Literatur zensieren. Grimms Märchen werden immer wieder verändert und neu interpretiert, gerade in Kinderbuchform. Man muss sich doch nicht rechtfertigen, wenn man seiner vierjährigen Tochter ein paar Wörter ändert. Was soll denn der Mist? Als würde sie jetzt stellen Streichen und verändern und in Druck geben. Das lächerlichste an der Sache ist sowieso, dass die Leute die sich hier mal wieder aufregen bei jedem "die Medien bauschen sowieso alles auf"-Zug aufspringen würden. Sich über so ne wörtliche "Kinderkacke" zu empören ist lächerlich.
Sprache und Geschichten verändern sich ständig! Die Brüder Grimm haben Geschichten aus dem Volk, die nur mündlich erzählt wurden und sich ständig gewandelt haben aufgeschrieben. Da wollen jetzt tatsächlich Leute erzählen, Märchen zu verändern wäre Zensur und ein schreckliches Verbrechen an der Kunst?

Manche Begriffe sind nunmal nicht mehr Zeitgemäß, einige aus Gründen der Diskriminierung. Wörter können nunmal historisch belastet werden. Ich würde mir auch kein Hakenkreuz in die Wohnung hängen, nur weil ich das Symbol gut finde. Und dieses Symbol wurde immerhin vor den Nazis für vieles genutzt bzw. wird in manchen Kulturkreisen immernoch verwendet.

Die beschissene Überheblichkeit im Internet. Da kann sich sowieso jeder für den Gebildetsten halten. Worte können viel mehr als ihr denkt und sooo vieles was fast keinem auffällt oder nichtmal stört oder was man für nervig hält (wie jetzt die Gender-Diskussion) erhält nur diesen Status, weil die Meisten damit groß geworden sind. Das ändert nichts daran, dass es gut ist alles zu hinterfragen und sich auch mit Kritik ausseiander zu setzen, die man für unnötig hält.
Was die meisten für Tradition halten sind oft Phänomene die es erst seit einer oder zwei Generationen gibt. Jeder Kultur wandelt sich ständig, das "alte, gute" gibt es nicht. Vor allem ist das Bild von Deutschland bei den meisten Leuten so stark von einer Geschichtsschreibung geprägt, die kein bisschen neutral ist, sondern sich um Image bemüht. Fast alle "unserer" Dichter und Denker haben in verschiedenen Ländern, nicht nur Europas, gelebt, ihre wichtigsten Einflüsse aus ihren Reisen bezogen und stammen aus einer Zeit, in der es kein "Deutschland" gab.

Und SCHEIßE NOCHMAL, hier wird sogar verlangt die Ministerin wegen eines Satzes zu feuern! Was ist das schon wieder für ein Frauenbild? Bei Familienminister(innen) interessieren sich immer zu 99% alle nur für ihr Image und wie sie ihre Familie in den Medien darstellt. Was hat das mit Politik zutun? Unsere Gesellschaft besteht zum größten Teil aus Fremdgängern, Kindern die durch Zufall entstanden, Trennungskindern, psychisch erkrankten Jugendlichen, Eltern die mit sich selbst nicht klar kommen, dummen Leuten und Arschlöchern. Und da regt man sich drüber auf wenn die Familienministerin ihrer Tochter die Evolutionstheorie erklärt und sagt, dass der Weihnachtsmann eine amerikanische Erfindung von Coca-Cola ist und wir bis vor wenigen Jahren noch das Christkind begrüßt haben (ist übrigens in jedem Land anders, selbst hier in der Nähe)? Und nebenan im Thread wird dann über die schlimmen Religionen gewettert. Ich hoffe echt in zwei Tagen ist der Spuk vorbei.
 
Cale schrieb:
FiscHwäcg schrieb:
... Und SCHEIßE NOCHMAL, hier wird sogar verlangt die Ministerin wegen eines Satzes zu feuern! [...] Was hat das mit Politik zutun? ...

Für ihre Politik (wenn man das denn so nennen mag) hätte man sie schon längst in die Wüste schicken sollen :grins:

Das will ich nicht bestreiten, ich hab auch keine Ahnung von ihrer Politik. Aber über schlechte Politiker meckern und sich dabei mehr darüber aufregen, was sie gegenüber die Welt zu Geschichten die sie ihrer eineinhalb Jahre alten Tochter irgendwann mal vorlesen könnte sagt, als über ihre Arbeit, geht garnicht.
 
Solange sie es nur in ihrem Privatleben macht, ist es ja auch nicht zu beanstanden (ist es schon, aber letztendlich ihre Sache :kaffee: ). Da sie aber als Familienministerin in der Regierung auch für so etwas zuständig ist, kann man schon darüber nachdenken, ob sie dann noch für ihren Job geeignet ist. Zumindest die Schöpfungslehre neben die Evolutionstheorie zu stellen, geht imho gar nicht für ein Regierungsmitglied. Aber ich habe sie ja auch nicht gewählt :)
 
Die Formulieren "daneben stellen" ist vom Redakteur, nicht von ihr. Sie kann genauso gut gesagt haben, sie will ihrem Kind die christliche Schöpfungsgeschichte genauso erklären, wie die Evolutionstheorie oder sie hat gesagt "ich würde meine Kind vll zeigen, dass die Menschen die an den lieben Gott glauben denken, er hat die Welt gemacht und die Geschichte in der Bibel nur eine Geschichte ist. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass unsere Erde durch einen großen Knall im Weltall entstanden ist. Aber ob der liebe Gott dahinter steckt, dass kann man nicht sagen. Die Leute die an den lieben Gott glauben denken das." Alles nur Vermutung.
 
Ich glaube, das ist genau die Familienpolitikerin, die die Merkel für diese Amtszeit gewollt hat. Kostet nix, macht nix und redet den Konservativen nach dem Mund. Insofern hat sie alles richtig gemacht.

Aber genau in dem Kontext sehe ich diese Äusserungen. Die gute Frau scheint ne Menge Zeit zu haben, wenn sie sich über solche Probleme Gedanken macht und diese dann auch noch als Ministerin in die Welt trägt.
 
Alles nur Vermutung

Genauso wie Du jetzt deine Version vermutest :)

Wenn ich mir ihre Äußerungen, Handlungen und Bücher so ansehe, die sie während ihrer Amtszeit getätigt hat, traue ich es ihr zumindest definitiv zu. Es paßt ins Bild, wie man so schön sagt. Traurig genug. Aber vielleicht ist es tatsächlich nur heiße Luft. Dann sollte man sie aber immer noch wegen ihrer Politik rausschmeißen.
 
Urgs schrieb:
Ich glaube, das ist genau die Familienpolitikerin, die die Merkel für diese Amtszeit gewollt hat. Kostet nix, macht nix und redet den Konservativen nach dem Mund. Insofern hat sie alles richtig gemacht.

Aber genau in dem Kontext sehe ich diese Äusserungen. Die gute Frau scheint ne Menge Zeit zu haben, wenn sie sich über solche Probleme Gedanken macht und diese dann auch noch als Ministerin in die Welt trägt.

Deswegen habe ich den Satz ans Ende gestellt um deutlich zu machen, dass meine Aussage auch nur eine Vermutung war.

Was ist denn mit "in die Welt tragen" gemeint? Kennt denn jemand den genauen Zusammenhang oder Umstand in dem die Sätze gefallen sind? Ist ja nicht so, dass sie eine Pressekonferenz abgehalten hat um ihre Meinung über Grimms Märchen kund zu tun. Das waren vielleicht zwei beiläufige Fragen eines Journalisten, womöglich sogar per Mail oder zwischen zwei Terminen.
Ich hab wirklich nichts dagegen Politiker kritisch zu behandeln und alle Aussagen zu hinterfragen, aber der Kontext ist genauso wichtig. Und welche Aussage wäre denn ok gewesen? Welche hätte ein besseres Bild rüber gebracht?

Aber abseits davon, was sie genau gesagt hat und was nicht. Warum habt ihr es negativ verstanden und aufgefasst? Was genau war in den Aussagen negativ? Also wo ist es negativ, das Wort Neger zu ersetzen und seinem Kind nicht als Alltagssprache beizubringen?
 
Du ehrlich gesagt ist mir das ziemlich egal. Für mich war das lediglich ne (unfreiwillig) witzige Randbemerkung von einer Ministerin, von der ich eh nichts mehr erwarte. Kurz drüber gelacht, kommentiert und zu den Akten damit.

Vor einem Monat hat sich diese Ministerin gar nicht erst zu Wort gemeldet, sondern ihren Sprecher vorgeschickt, als es darum ging, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Davon will sie nichts wissen.

http://www.dradio.de/aktuell/1924405/

Aber sie hat Zeit zu erklären, dass sie ihren 1,5jährigen Kind schon mit "das Gott" konfrontiert. Das ist für mich einfach nicht mehr ernstzunehmen und daher nur noch ein Schmunzler am Rande. Ich glaube nicht, dass diese Frau noch mal vier Jahre in dem Amt bekommt, egal wie die Wahl ausgeht.

http://www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de/

Hier übrigens der link zur Petition. Könnt ihr euch ja mal alle eintragen und mitstimmen, damit diese eigentlich alberne Diskussion am Ende noch etwas sinnvolles ergeben hat.
 
Schade, dass einige Eltern sogar ihre eigenen Kinder wie stumpfsinnige Idioten behandeln, die keine drei Schritte geradeaus denken können.
In allen aktuelleren Ausgaben sieht das nämlich sowieso mit Anmerkung so aus. Und meine Ausgabe ist auch schon ein paar Jahre alt...

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