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MULTI Deadly Premonition (GOTY 2010)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

KaKun schrieb:
gotyPNG_testrun.png


:lol:

spiels ja nun paar stunden und ich muss sagen, dass der punkt "the kind of experience that reminds you of why you fell in love with this medium in the first place" sowas von den kern des spiels trifft. :huldig:

das ding muss im kt goty rating ordentlich gepumpt werden. :D
 
Habe von 20 Uhr bis jetzt gespielt und bin absolut gefesselt. Kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal alleine so lange an einem Spiel gehockt habe. :dhoch:

Das Zitat von Dr. Para passt genau. Deadly Premonition ist ein Spiel, bei dem man die Begeisterung der Macher in jedem kleinen Detail spürt. Ein Spiel, dass einen daran erinnert, wie man sich vor 10-15 Jahren die Zukunft des Mediums vorgestellt hat, bevor Action-Blockbuster am Fließband produziert wurden. Sicherlich nicht im Ansatz ein A-Titel und technisch auf dem Stand der letzten Konsolengeneration (Grafik, altmodische Steuerung umständliche Menüs), aber durch und durch ambitioniert. Und unterm Strich gut spielbar, der IGN-Verriss ist total daneben.

Aber worum geht es in Deadly Premonition?

Man spielt FBI-Agent York (oder auch nicht) und es verschlägt einen in ein Hinterwäldler-Kaff, in dem ein junges Mädchen brutal ermordet wurde. Ziemlich schnell wird klar, dass irgendwas in dem Dorf nicht stimmt. Zusammen mit den örtlichen Ermittlern beginnt nun die Arbeit am Fall. Der Großteil des Spiels läuft bisher als Ermittlerarbeit ab, wobei der Interaktionsanteil relativ gering ist und aus Dialogen, Suchspielchen und wenigen, simplen Rätseln besteht. Angereichert wird das ganze mit (schlechten) Horror-Actionsequenzen, die vom Tempo eher langsam und oldschoolig ablaufen. Das Spiel driftet auch öfters in traumartige Sequenzen ab.

Überhaupt ist die Story sehr abgefahren und Agent York benimmt sich sehr komisch. Es gibt oft was zu lachen. Die Atmosphäre macht eigentlich das Spiel aus und ich bin gespannt, wo das ganze hin führt. Will an dieser Stelle auch nicht allzu viel verraten, aber das Spiel ist gewollt humorvoll und verwirrend. Deadly Premonition ist kein Fall von "so schlecht, dass es wieder gut ist". Das Spiel ist gut! Hin und wieder gibt es auch Momente, in denen das Videospielen an sich aufgegriffen oder parodiert wird, wie man es von Suda-Spielen kennt.

Eine der Stärken des Spiels ist in meinen Augen die offene Spielwelt. Die hätte es nicht zwingend gebraucht, aber sie macht so ungemein viel von der Atmosphäre aus. Ein Beispiel: Im Verlauf des Spiels findet eine Versammlung statt. In der Zeit davor kann man beobachten wie die einzelnen Bürger sich auf den Weg zum Gemeindezentrum machen und dort eintrudeln. Es gibt viele solcher Details. Zum Beispiel muss man auch Yorks Alltag gestalten: Schlafen, essen, sich rasieren (Bartwuchs wird simuliert), Kleidung wechseln etc. Das Auto hat einen Scheibenwischer und Blinker. Man muss darauf achten, dass der Tank voll ist. Man kann Angeln gehen, Geschäfte und Bars besuchen und und und. Wie gesagt, das alles hätte es nicht zwingend gebraucht, aber dadurch wird das Spiel so faszinierend wie es ist.

Wer sich für einen aufgeschlossenen Spieler hält, sollte in jedem Fall zugreifen!
 
Na toll, wegen euch habe ich es mir jetzt bestellt, wehe ihr erzählt totalen Quatsch! :D
Naja, für 15,34 Pfund inkl. Versand würde ich vermutlich sogar das Ding ohne großen Verlust wieder loswerden^^.
 
Über eines sollte man sich klar sein: Wer Videospiele wegen befriedigender Spielmechanik spielt, wird mit Deadly Premonition sicher nicht glücklich werden. Die Actionsequenzen sind zum Beispiel nicht gut gemacht und dazu noch deutlich zu lang geraten.

Man muss sich schon auf das Gesamtpaket einlassen, dann bekommt man aber sicher einen der interessantesten und außergewöhnlichsten Titel dieser Konsolengeneration.
 
Also mal ehrlich, ich hab ja schon 3 Stunden Videomaterial gesehen. Der einzige Grund, warum man das Spiel zockt, ist doch der, dass man richtig ordentlich lachen kann. Eine komische Situation folgt auf die nächste. Ein debiles Grinsen kommentiert das andere. Eine schwarze Tasse Kaffee rettet die Welt und der Dialog über das Sandwich ist schon jetzt Kult.
 
Wenn du damit den Giant Bomb Walkthrough meinst, ich finde nicht, dass die Jungs dem Spiel auch nur ansatzweise eine Chance gegeben haben. Mal abgesehen davon, dass Deadly Premonition kein lineares Spiel ist und somit nicht als Film funktioniert, halt nur mit den bescheuerten Kommentaren der GB-Crew.
Habe eben noch kurz weitergespielt. Alleine das Geflecht an Dorfbewohnern und deren Beziehungen zueinander ist unglaublich ausgetüftelt. Das sind Sachen, bei denen Deadly Premonition fundamental unterschiedlich ist zum Rest der Spiele dieser Konsolengeneration. Die Story ist unglaublich durchdacht. Alleine die Zach-Aspekte geben bis ins letzte Detail Sinn. Da werde ich mal was zu schreiben, wenn ich das Spiel durch habe. Die Story ist bisher cleverer als alles, was ich bisher in irgendeinem Videospiel gesehen habe.

Es ist klar, dass das Budget viel zu gering für das Projekt war und dass Teile des Spiels einfach schlecht gemacht sind, vor allem die Actionsequenzen. Deshalb kann ich nur jedem empfehlen, das Spiel auf Leicht zu spielen. Die Kämpfe will man sich nicht länger antun als nötig. Aber es lohnt sich, die Kämpfe hinter sich zu bringen, wenn man auf clevere Stories und liebevolle Spielewelten steht.

Edit @ Darki: Ja, deshalb spielt man das. Aber das ganze ist eine ausgeklügelte, humorvolle Story. Es ist nicht so dumm, dass es wieder lustig ist. Die ganzen komischen Sachen beginnen mit dem Spielverlauf immer mehr Sinn zu geben.
 
Nasreddin schrieb:
Deshalb kann ich nur jedem empfehlen, das Spiel auf Leicht zu spielen. Die Kämpfe will man sich nicht länger antun als nötig.

habs auf schwer gemacht und gerade auf ner seite gelesen, dass man für den harten durchgang auch nur das achievement für hard bekommt. leicht und normal muss man sich in je zwei durchgangen nochmal so holen... :schreck:

hach, endlich hat sich mal n entwickler an nen art special agent dale cooper als hauptcharakter gewagt. :huldig:
 
Die Story schwankt zwischen unfreiwilliger Komik, subtiler Selbstironie, 90% Twin Peaks Abkupferung Anspielungen und vollkommenem Wahnsinn. Dafür weiß ich das Spiel auch zu schätzen, aber das ist alles mehr oder weniger das Resultat eines Entwicklers, der zwar mit seinem Herzen dabei war, aber seine Grenzen überhaupt nicht kennt. :lol:
 
slaughterking schrieb:
Die Story schwankt zwischen unfreiwilliger Komik, subtiler Selbstironie, 90% Twin Peaks Abkupferung Anspielungen und vollkommenem Wahnsinn. Dafür weiß ich das Spiel auch zu schätzen, aber das ist alles mehr oder weniger das Resultat eines Entwicklers, der zwar mit seinem Herzen dabei war, aber seine Grenzen überhaupt nicht kennt. :lol:
Da ich slaughterkings Geschmack kenne,bin ich sehr froh über seinen offenen Worte und den Warnhinweis :D
Nicht das hier wieder Sachen in den Himmel gelobt werden bei denen man sich nachher denkt wieso man das gekauft hat ;)
 
Ich bin derzeit im Krankenhaus und finde das Spiel bis jetzt, warum auch immer, richtig klasse. Wie slaughterking schon schrieb, das Spiel ist das Resultat eines Entwicklers, der zwar mit seinem Herzen dabei war, aber seine Grenzen überhaupt nicht kennt. Und genau das ist es was an dem Spiel so fasziniert denke ich, eine immense Flut an Ideen stecken in dem Spiel, die zwar zum größten Teil kaum im Zusammenhang mit dem eigentlichen Spiel stehen, aber warum auch immer zum durchgeknallten Gesamtbild beitragen.

Im Spiel bin ich Zach, der kleine Mann im Kopf des Protagonisten York, einem Spezialagenten mit dermaßen vielen Eigenheiten und Ticks das man nicht weiß ob er überhaupt wirklich Agent ist oder ein entflohener Irrer der nur meint ein Agent zu sein. Sein Lieblingsgetränk ist Kaffee, aus dem er gerne mal seine Zukunft liest und ist Kettenraucher der Marke "Police". Sein Feuerzeug hat die Angewohnheit immer dann zu versagen wenn er eine rauchen will und unterhält sich mit uns ausschweifend und minutenlang über Horror- und Mystery-Filme. Und wenn wir ihn mal bei seinen nerdigen Ausführungen unterbrechen, weil wir vielleicht auch mal was für's Spiel machen müssen, erzählt er danach einfach weiter: "Wo waren wir stehen geblieben, Zach?"
 
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