Um es vom Storytelling her mit Half Life zu vergleichen fehlt mir der Bezug zu den Charakteren, diese finde ich persönlich "unterzeichnet" und bei mir kommt keine Bindung zu ihnen auf. Mag vielleicht auch daran liegen, dass man zu nem Großteil nur über Video- und Audioübertragungen kommuniziert und die wirklichen Zusammentreffen bisher relativ emotionslos und kurz abgelaufen sind (bin jetzt in Kapitel 11).
Bei den Gegnern sind ein paar klasse Ideen dabei, für mich werden diese aber teilweise schon wieder überstrapaziert. Ein Beispiel sind die rennenden Rammböcke, bei den ersten zwei Aufeinandertreffen fand ich das noch ne coole Idee, die mich irgendwie an einen Raptorenkampf erinnert hat, aber nach der vierten Passage mit dem genau gleich gestrickten Ablauf nutzt sich die Idee aus meiner Sicht ab.
Im Verlgeich zum Vorgänger fehlen mir auch die Schockeffekte, Panik hat man genug durch mangelnde Munition und teils schnelle und viele Gegner, aber erschrocken hab ich mich in dem Spiel bisher nur einmal und das in einem der ersten Kapitel.
Technik und Sound sind klasse, aber das reicht mir persönlich bei nem Survival Horror Spiel nicht aus. Für mich geht man mit Teil 2 genau die Richtung, die auch schon Resident Evil mit den letzten beiden Teilen eingeschlagen hat, nähmlich weg vom Horror- und hin zum Actiontitel.