Ganz einfach, weil der Sommer in Deutschland in reinen Asphaltgegenden Scheiße ist.
Da ist es nicht nur im Sommer scheiße.
Wenn es in der Bude fast 30 Grad sind, schläft man nicht so gut.
Das liegt dann eher an der Wohnsituation als am Wetter. 30 Grad bekomme ich in meiner Wohnung nicht, diesen Sommer waren es höchstens 25 Grad.
Morgens ist es bereits um 5 Uhr hell, du musst dann aufstehen und hast einen 8-9 Stunden Tag Maloche vor dir. Schon um 9 Uhr knallt dir die Sonne in die Fresse, dass du dich fragst wie du diese Woche rumkriegen sollst.
Ist doch schön, wenn es so früh hell wird. Den 8-9 Stunden-Arbeitstag hast du auch, wenn es noch dunkel ist. Gefällt es dir etwa besser, im Dunkeln zur Arbeit zu fahren und im Dunkeln wieder nach Hause zu kommen? Für Leute, die draußen körperlich arbeiten müssen, sind heiße Tage sicherlich belastend, aber da kommt jeder anders mit zurecht. Und Leute, die in klimatisierten Büros arbeiten, merken davon natürlich gar nichts.
Derzeit haben wir 19 Grad, und ich finde das ist unglaublich angenehm. Man kann im T-Shirt raus, und die Luft einfach genießen. Die Sonne brennt dir nicht den Nacken weg, und du bist deutlich produktiver.
Du gehörst ja auch zu den Personen, die schon bei 25 Grad am Jammern sind. Diesen Sommer hatten wir wirklich keine lange Hitzeperiode, jedenfalls nicht in meiner Region. Alles unter 20 Grad ist mir für den Sommer deutlich zu kalt. Bei uns waren es heute 17 Grad und böiger, kühler Wind, das war alles andere als angenehm. Die meisten Leute, die ich kenne, mögen den Sommer, auch die, die nicht wie ich jeden Tag schwimmen gehen. Man kann abends lange draußen sitzen, es ist einfach schön. Das Sonnenlicht tut auch Körper und Geist gut. Im Sommer geht es mir deutlich besser als im Winter, wo man viel zu wenig Sonnenlicht bekommt.
Dass man eine lange Hitzeperiode mit über 30 Grad belastend findet, kann ich durchaus verstehen. Aber dass man grundsätzlich den Sommer verteufelt und sich auf kürzere Tage und kühleres Wetter freut, kann ich nicht nachvollziehen.