Ich finde man macht ein zu großes Fass auf wegen dem Ende. Allgemein habe ich auch das Gefühl, dass nicht wenige Spieler auch schon sehr voreingenommen sind, durch die negative Berichterstattung (über das Ende) seit Release und das Ende dadurch ganz anders wahrnehmen, als sie es vielleicht sonst getan hätten. Sprich man konzentriert sich automatisch viel eher auf das Negative, weil man ja im Hinterkopf hat, dass es schlecht sein soll. Klar sind einige Sachen unlogisch und alle 3 Entscheidungen nahezu identisch, aber das werden die wenigsten hier selbst erlebt haben, sondern nur durch die Berichtersattung im Netz. Ändert sich irgendetwas für mich, also bei meiner getroffenen Entscheidung und meinem erlebten Ausgang, wenn ich im Nachhinein weiß, dass die anderen Möglichkeiten fast 1:1 den selben Ausgang haben?
Ich will damit nicht sagen, dass man das Ende gut finden muss oder das es gut ist. Ich persönlich finde es für sich alleinstehend nicht schlecht. Theoretisch hätte BW es sich nämlich 100x einfacher machen können mit dem Ende (entweder man besiegt die Reaper mit dem Tiegel oder nicht inkl. der Berücksichtigung von ein paar im Spiel getroffenen Entscheidungen), aber man hat sich stattdessen für diesen doch sehr unerwarteten Ausgang entschieden. Mit dem aktuellen Ende hat man auf jedenfall für mehr Diskussionsstoff gesorgt, als wenn man den einfachen Weg gegangen wäre und das finde ich wiederum auch nicht schlecht.
Was ich natürlich zugeben muss, ist dass der Wiederspielwert durch wirklich unterschiedliche Enden höher gewesen wäre, aber letztendlich hab ich auch ME1 3x durchgespielt, obwohl es ja auch den selben bzw. sehr ähnlichen Ausgang hat.