So, auch gleich zweimal gehört. Anders als XOXO, weniger melodramatisch-emotional und textlich poetischer und nicht so direkt. Aber trotzdem ein geniales Album, das noch einen weiteren Schritt weg von Hiphop macht und über weite Strecken tatsächlich Indie-Rock mit Sprechgesang ist.
Kann daher verstehen, dass man als Rap-Purist eher den skeptischen Blick aufsetzt, was das jetzt soll.
Kann mich grade auch nicht für nen Favoriten entscheiden, das ganze Album ist in der GEsamtheit einfach toll. Fängt total hochgepowert an, macht dann fröhliche Stimmung, um im Mittelteil wieder nachdenklich zu werden (20qm und Lux Lisbon mit dem großartigen Tom Smith

) und dann wieder mit Kraftklub einen totalen gute Laune Garant zu bringen. Schön find ich auch die Arcade Fire Einflüsse in manchen Songs (die Klaviermelodie bei "Nach der Demo ging's bergab" oder La Rue Morgue).
Und am Schluss wird dann nochmal ein Schritt hin zum Hiphop gemacht, und was für einer! Jambalaya kracht einfach nur, absolutes Brett. Und der Rausschmeisser bringt den Hörer dann mit schönen Tiefbässen und einer kleinen, schönen Glockenspielmelodie zur Tür. Und man kann nicht anders, als gleich nochmal zu klingeln und von vorne anzufangen.
Und hoffentlich geht er NICHT wieder zurück zum klassischen Rap... Nicht weil es dann schlecht wäre. Aber Rapper, die über Beats rappen gibts wie Sand am Meer. Rapper, die vor Live-Band mit tollen Indie- und Post Hardcore Songstrukturen rappen, aber nicht. Und Vielfalt ist immer gut.