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Cannabis: Teil-Legalisiert in Deutschland (siehe Startpost)
Auto Auto über alles, leben so einrichten dass man kein auto braucht und schon kannste kiffen wie du lustig bist. Mir wär es nur zu teuer und rauchen will ich auch nie wieder, aber gibt ja alternativen, nur würd ich mir das schon selbst anbauen wollen und nicht den gestreckten scheiss von dealern kaufen. Ich mag aber auch nicht die abhängigkeit von gras, kaum neigt sich es dem ende zu bekommt man die panik.
Jeder wird das nicht so einrichten können, gerade die, die in ländlichen Gebieten wohnen, sind doch auf ein Auto angewiesen. Ich allerdings, habe für mich erkannt, dass ich nicht mehr zwingend ein Auto brauche und es eigentlich nur Kosten verursacht. Vor zwei Monaten habe ich es meiner Nichte zur Hochzeit geschenkt und bin seitdem Fahrradfahrer. Ich komme auch überall mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin wo ich will. Bushaltestelle ist gleich vor der Tür und zum S-Bahnhof sind es zu Fuß 10 Minuten.
Jeder kann wenn er will sein leben ausrichten, man kann ja nicht verlangen dass die ganze welt sich einem selbst anpasst. Ich will also gerne kiffen dann zieh ich halt in die stadt oder direkt zur Arbeitsstelle ums eck. Und niemand sagt es wäre einfach.
Ich will niemanden zu irgendwas aufmuntern: Nur wenn man sich im Straßenverkehr unauffällig (natürlich nüchtern) verhält, keine Hanf- oder Bob Marley Aufkleber auf dem Auto hat, keine Rastas hat...der kommt recht unwahrscheinlich in Drogenkontrollen.
Großveranstaltungen kennt man und weiß wann die stattfinden. Da wird ja gerne mal rausgewunken und der Becher hingehalten.
Nur bei Standardkontrollen wird jetzt ohne Verdacht auch eigentlich keiner zur Urinprobe gebeten.
Restrisiko bleibt natürlich immer. Aber wenn man dann noch gelegentlich und nicht regelmäßig konsumiert ist eigentlich alles recht ok.
Die Meinungen das man sich der Problematik ergeben muss und nichts ändern kann (außer vielleicht seinen Wohnort zu wechseln) sehe ich nicht so. Es gibt regelmäßige Petitionen oder mittlerweile auch eine Lobby über den Hanf-Verband den man unterstützen kann.
Man kann im Bekanntenkreis aufklären was eigentlich recht einfach ist und am meisten bringt. Denn selbst hier lese ich wieder das Alkohol was anderes wäre oder Cannabis wird mit harten Drogen in Zusammenhang gebracht. Hier liegt der deutlichste Aufklärungsbedarf u.A. wie es zur Cannabis-Prohibition gekommen ist und was das Kraut für positive Eigenschaften hat.
Ich will nichts verharmlosen nur m.M.n. werden extrem tödliche und in Abhängigkeit bringende Drogen (Alkohol / Tabak) gebilligt, nein sogar gerne die Steuern eingenommen (Parteitage von Tabakkonzernen gesponsort) und bei Cannabis schreien alle das Kiffer in Knast gehören.
Könnte jetzt inhaltlich politisch mich auslassen. Das geht aber denke ich zu weit.
Wer Interesse hat kann sich dazu ja mal beim Hanf-Verband umschauen oder entsprechende Reportagen / Infos auf Youtube schauen.
du liegst aber doch schon schwer auf der Pro THC Schiene und verweist darauf das alles Andere Böse ist..... man merkt deinen Posts doch eine sehr klare Tendenz an.
So einfach wie du es darstellst ist es aber eben nicht, auch wenn ich selbst für eine kontrollierte Freigabe bin.
Ich find den Vergleich mit Alkohol eh immer sehr ungünstig. Man kann gerne Argumente für eine Legalisierung vorbringen aber mit Alkoholargumenten schneidet man sich eher ins eigene Fleisch.
Ja, und? Die Tendenz ist doch auch wissenschaftlich gut zu erklären. In allen Gefährlichkeitseinstufungen von unabhängigen Studien (zumindest in allen, die ich jetzt finden konnte), gelten Alkohol und Tabak als deutlich gefährlicher als Cannabis.
nein, es wird legalisiert weil es eine relativ harmlose Droge ist, weil die Bereitschaft dazu da ist, es den Menschen selbst zu überlassen.
Aber den Vergleich mit Alkohol zu bringen um eine Legalisierung zu fordern, halte ich für völlig daneben, wie gesagt, imo schießt man sich da ins eigene Bein da es doch entscheidende Unterschiede gibt, die in diesem Fall eher dagegen sprechen.
z.b. nimmst du Cannabis um dich zu berauschen. Ist auch ok aber DAS ist eben der Grund.
Alkohol KANN man nehmen um sich berauschen, man kann es aber genau so gut bei einem Bier/Wein etc. belassen und es tritt kein Rausch ein, d.h. man kann es wie mit allem übertreiben aber Alkohol muss nicht konsumiert werden um zwingend einen Rauschzustand herzustellen.
Das Hauptargument der Hanf-Gegner ist nun mal das es eine Droge ist. Und um das einfach mal in Relation zu setzen ist es m.M.n. sinnvoll zuerst mit Alltagsdrogen zu vergleichen.
Nur keiner kommt, oder nur abstrakt, auf die Idee Tabak und Alkohol als Droge zu bezeichnen.
Man asoziiert im Allgemeinen Drogen mit dem typischen Christiane F. Schema. Nur Rauchen ist total hipp und Alkohol witzig.
120.000 Menschen sterben in Deutschland im Jahr am rauchen.
74.000 Menschen sterben in Deutschland im Jahr an Alkohol.
1,77 Mio. Menschen in Deutschland sind vom Alkohol abhängig.
Am Cannabis ist bisher niemand gestorben.
Die Argumentation ist die einfachste um zu verdeutlichen was hier im Lande an Hexenverbrennung stattfindet. Und das sage ich nicht als Cannabis-Nutzer sondern als Ex-Raucher und in Phasen schon missbräuchlicher Alkohol-Nutzer.
Man kann noch viel weiter gehen:
- Verbannung des Schwarzmartes, dadurch kein gesundheitsschädlich / gestrecktes Zeug mehr. Keine Gefahr für Jugendliche da hier harte Drogen angeboten werden.
- Medizinaler Einsatz von Cannabis möglich
- Steuereinnahmen / Entstehung von Gewerbezweigen
- Hypothese Cannabis als Einstiegsdroge wird mittlerweile als Mythos in der Wissenschaft abgelehnt
- freiheitliche demokratische Grundordnung wo jeder selbst entscheiden kann was er konsumiert
Puh also sorry aber man merkt dass du nicht wirklich daran interessiert bist (Schreibstil, Wortwahl), das Ganze halbwegs objektiv mit Pro- und Contra Argumenten zu betrachten, ich denke dann bringt da für mich eine Diskussion nichts aber weiterhin viel Spaß.
5 deiner 7 Argumente kann man auch auf Koks, Heroin, etc. Anwenden.... bei Heroin sogar vllt. 6 von 7
Von dir lese ich keinerlei Argumentation. Dann fang doch mal an wenn dir daran gelegen ist und pflücke nicht meine Beiträge auseinander.
Wie ich vorher schon schrieb ist es kaum möglich die Thematik gänzlich auf der Plattform darzustellen. Daher hatte ich auch Vorschläge gemacht wo Interessierte sich informieren können.
An Opiaten und Opioiden sterben im Jahr knapp 700 Leute. Das kann man sicherlich nicht mit Cannabis vergleichen.
Trotzdem ist es auch in anderen Bereichen m.M.n. sinnvoll eher einen sicheren Konsum zu ermöglichen als eine 0 Toleranz Politik zu fahren die nachweislich wirklich niemandem etwas bringt.
Regelmäßiger Konsum von legalen Drogen (Zigaretten, Alkohol) hat langfristig schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Das sollte man immer wieder versuchen, den Leuten beizubringen.
Eine weitere Droge zu legalisieren, sehe ich da eher skeptisch. Ich habe mit Cannabis keine Erfahrung, habe es nie genommen und werde es auch nie. Doch was ich hier teilweise lese, von den "positiven Eigenschaften", halte ich doch für sehr verharmlosend.
Hier sind mal ein paar Punkte über Kurz- und Langzeitfolgen
Risikogruppen und Schutzfaktoren:
- Primär Männer mit einer eher mäßigen Schulausbildung, keinem Abschluss sowie instabilem Elternhaus sind laut der WHO Studie besonders betroffen
- Ein funktionierendes Umfeld, insbesondere der Rückhalt der Eltern in der Pubertät, bietet dagegen eine gute Grundlage, abstinent im Umgang mit Drogen und in diesem Fall, Cannabis, zu bleiben. Auch Religionszugehörigkeit und gute schulische Leistungen können die Abstinenz fördern
Kurzzeitfolgen:
- Cannabis kann zu Panikattacken, kurzweiliger Euphorie, Halluzinationen und Brechreiz führen
- Bewusstseins-, Verhaltens- und Wahrnehmungsstörungen, verzögerte Reaktionszeiten können auftreten
- In der letzten Studie der WHO aus dem Jahr 1997 konnte noch nicht eindeutig der Zusammenhang zwischen einem erhöhten Unfallrisiko und Cannabis verifiziert werden, wohin gegen aktuelle epidemiologische Studien belegen, dass Autofahrer, die unter Cannabiseinfluss stehen, ihr Unfallrisiko verdoppeln
Langzeitfolgen:
- Cannabis kann eine Abhängigkeit verursachen. Bei Personen, die erstmalig Cannabis konsumieren, liegt das Abhängigkeitsrisiko bei 1:10, bei einem tägl. Konsum bei 1:3
- Eine belegbare Folge ist der Rückzug aus dem alltäglichen Leben, Depressionen, Psychosen / Wahnvorstellungen, allg. Anspannung, erhöhte Selbstmordgefährdung und Krebsrisiken sowie chronisch-obstruktive Bronchitits / Lungenerkrankungen
- Besonders bei Jugendlichen (14-16 Jahre) sind die negativen Folgen eines regelmäßigen Cannabiskonsums und die daraus resultierende Suchtgefährdung weitaus stärker ausgeprägt, als bei Erwachsenen
- Auch das Erinnerungsvermögen sowie der IQ leiden unwiderruflich bei dauerhaften Konsum, wie eine Neuseeländische Studie dokumentiert. Darüber hinaus konnten durch MRT Untersuchungen Veränderungen der Hirnstruktur belegt werden.
- Es gibt Studien, welche den Zusammenhang zwischen einem gesteigerten Infarkt- und Schlaganfallrisiko bereits in jungen Jahren und dauerhaften Cannabiskonsum belegen
- Auch die Todesrate bei Langzeitkonsumenten ist um ein vierfaches höher als das von abstinenten Personen
Regelmäßiger Konsum von legalen Drogen (Zigaretten, Alkohol) hat langfristig schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Das sollte man immer wieder versuchen, den Leuten beizubringen.
Eine weitere Droge zu legalisieren, sehe ich da eher skeptisch. Ich habe mit Cannabis keine Erfahrung, habe es nie genommen und werde es auch nie. Doch was ich hier teilweise lese, von den "positiven Eigenschaften", halte ich doch für sehr verharmlosend.
Hier sind mal ein paar Punkte über Kurz- und Langzeitfolgen
Risikogruppen und Schutzfaktoren:
- Primär Männer mit einer eher mäßigen Schulausbildung, keinem Abschluss sowie instabilem Elternhaus sind laut der WHO Studie besonders betroffen
- Ein funktionierendes Umfeld, insbesondere der Rückhalt der Eltern in der Pubertät, bietet dagegen eine gute Grundlage, abstinent im Umgang mit Drogen und in diesem Fall, Cannabis, zu bleiben. Auch Religionszugehörigkeit und gute schulische Leistungen können die Abstinenz fördern
Kurzzeitfolgen:
- Cannabis kann zu Panikattacken, kurzweiliger Euphorie, Halluzinationen und Brechreiz führen
- Bewusstseins-, Verhaltens- und Wahrnehmungsstörungen, verzögerte Reaktionszeiten können auftreten
- In der letzten Studie der WHO aus dem Jahr 1997 konnte noch nicht eindeutig der Zusammenhang zwischen einem erhöhten Unfallrisiko und Cannabis verifiziert werden, wohin gegen aktuelle epidemiologische Studien belegen, dass Autofahrer, die unter Cannabiseinfluss stehen, ihr Unfallrisiko verdoppeln
Langzeitfolgen:
- Cannabis kann eine Abhängigkeit verursachen. Bei Personen, die erstmalig Cannabis konsumieren, liegt das Abhängigkeitsrisiko bei 1:10, bei einem tägl. Konsum bei 1:3
- Eine belegbare Folge ist der Rückzug aus dem alltäglichen Leben, Depressionen, Psychosen / Wahnvorstellungen, allg. Anspannung, erhöhte Selbstmordgefährdung und Krebsrisiken sowie chronisch-obstruktive Bronchitits / Lungenerkrankungen
- Besonders bei Jugendlichen (14-16 Jahre) sind die negativen Folgen eines regelmäßigen Cannabiskonsums und die daraus resultierende Suchtgefährdung weitaus stärker ausgeprägt, als bei Erwachsenen
- Auch das Erinnerungsvermögen sowie der IQ leiden unwiderruflich bei dauerhaften Konsum, wie eine Neuseeländische Studie dokumentiert. Darüber hinaus konnten durch MRT Untersuchungen Veränderungen der Hirnstruktur belegt werden.
- Es gibt Studien, welche den Zusammenhang zwischen einem gesteigerten Infarkt- und Schlaganfallrisiko bereits in jungen Jahren und dauerhaften Cannabiskonsum belegen
- Auch die Todesrate bei Langzeitkonsumenten ist um ein vierfaches höher als das von abstinenten Personen
Okay, die Kurzzeitfolgen sind ziemlich absurd, aber natürlich ist Cannabis schädlich für Körper und Geist, wenn übermäßig und regelmäßig konsumiert wird. In der Praxis sieht man aber mittlerweile an vielen westlichen Ländern, dass eine legale, kontrollierte Abgabe hier positiv wirkt.
Die grundlegende gesellschaftliche Ablehnung gegen Cannabis stammt zum Teil auch aus Informationen von Studien aus dem Jahre 1997 !
Aktuell ist: Die WHO empfiehlt eine Neuklassifizierung von Cannabis. Eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe der WHO hatte zuvor Risiken von Cannabis, THC und CBD untersucht und sei zu dem Schluss gekommen, dass die Risiken die aktuelle Einstufung nicht rechtfertigen.
Die Entscheidung soll 2020 fallen.
Es passiert auf dem Globus gerade ziemlich viel was das angeht. Es bleibt spannend wie es weiter geht.
Sicher ist aber das die jetzige Handhabung gegen Cannabis, und deren Konsumenten, antiquiert und sinnlos ist. Nicht nur sinnlos sondern sogar noch kontraproduktiv.
Ob eine Legalisierung alle Probleme löst kann ich auch nicht sagen. Nur so wie es momentan ist geht's ja auch nicht weiter.
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Freigabe weicher Drogen gefordert. "Das Cannabis-Verbot ist gescheitert", sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Diesen Befund bestätige auch die Polizei. "Die Cannabis-Verbotspolitik nützt nur dem organisierten Verbrechen", fügte die Grünen-Politikerin hinzu.
Entscheidend sei, den Schwarzmarkt auszutrocknen und so den Jugend- und Gesundheitsschutz zu stärken. "Dafür wollen wir ein reguliertes und überwachtes System für Anbau, Handel und Abgabe von Cannabis schaffen", sagte Göring-Eckardt. "Wenn weiche Drogen legalisiert sind, muss man Orte schaffen, wo man Cannabis gefahrlos kaufen kann." Das sollten geschützte Orte sein, die erst ab 18 Jahren zugänglich seien.