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Cannabis: Teil-Legalisiert in Deutschland (siehe Startpost)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Nur um ganz sicher zu gehen. Man kann seinen Führerschein verlieren, auch wenn man nicht unter Drogeneinfluss gefahren ist? Also nur wenn man Dauerkonsument von Cannabis ist?

Auch wenn man nicht Dauerkonsument ist!

Die Lage ist ziemlich pervers:

Wenn du völlig nüchtern Auto fährst aber eine Urinprobe machen musst, dann ist das THC Abbauprodukt THC-COOH noch mehrere Tage nachzuweisen. Je häufiger der Konsum desto länger und höher der Wert.

Die Polizei kann dann die Fahreignung bei der Führerscheinstelle in Frage stellen lassen (meist aber erst nach mehrfacher Auffälligkeit oder unterschiedlich nach Bundesland) was bedeutet: Regelmäßig antreten zum "Probepinkeln" um zu beweisen das kein regelmäßiger Konsum vorliegt (auf eigene Kosten), was die Fahreignung ausschließt, sondern höchstens gelegentlicher Konsum.

Wirst du erwischt mit z.B. Alkohol und THC-COOH, dann kann selbst ein gelegentlicher Konsum ausreichen um festzustellen das du grundsätzlich nicht geeignet bist Kraftfahrzeuge zu führen = Lappen weg!

Wird dir Regelmäßigkeit nachgewiesen (Urinproben beim Probepinkeln belastet, zu hoher THC-COOH Wert) ist der Lappen auch weg.

Das schlimme ist das bei Cannabis nicht nur eine 0,0% Grenze gilt sondern das man noch Tage nach dem gelegentlichen Konsum in ernsthafte Schwierigkeiten kommen kann.
Auch ist man selber völlig in der Beweispflicht.

Aber gut das die CSU wieder das Werbeverbot für Tabakprodukte boykottiert hat und Alkohol ja Tradition ist. Da ist das kein Problem mal mit 2-3 kleinen Flaschen Bier noch Auto zu fahren.
 
Wenn jemand unter Alkohol- oder Drogeneinfluss Auto fährt, soll von mir aus der Führerschein für immer entzogen werden. Aber ich kann nicht glauben, dass man bei regelmäßigem (nicht übermäßigem) Konsum, der ja sogar im legalen Rahmen sein kann (EU-Ausland), direkt seinen Führerschein los wird.
 
Nunja, du kannst auch bei Alkohol/Drogenkonsum den Lappen abgenommen bekommen wenn du Fahrrad fährst, zu Fuß unterwegs bist o.Ä. Und den Verkehr gefährdest.
Dann wird dir die Eignung abgesprochen, wird da wohl das Selbe sein.
 
Wenn jemand unter Alkohol- oder Drogeneinfluss Auto fährt, soll von mir aus der Führerschein für immer entzogen werden. Aber ich kann nicht glauben, dass man bei regelmäßigem (nicht übermäßigem) Konsum, der ja sogar im legalen Rahmen sein kann (EU-Ausland), direkt seinen Führerschein los wird.

Ich meine nicht betrunken. Ich meine überhaupt Alkohol (nicht einmal Bußgeld) und THC-COOH.

Ansonsten sehe ich es auch so. Wenn man nicht Herr seiner Sinne ist, egal wovon, hat man auf der Straße nichts zu suchen.

Was mich anätzt ist jedoch das bei der Cannabis-Problematik Annahmen ausreichen um dich richtig hart zu bestrafen da für viele der Führerschein Existenzgrundlage ist.

Gibt im Internet wirklich einiges zu dem Thema zu lesen. Zum Glück sind die meisten Bundesländer da aber recht human, außer man ist nachweislich aktuell nicht in der Lage gewesen (was dann völlig ok ist)

Aber nochmal:

Regelmäßiger Konsum = Lappen weg

Gelegentlicher Konsum = Lappen u.U. weg wenn z.B. geringe Mengen Alkohol im Spiel oder Zweit- Mehrfachkonsum innerhalb kürzerer Zeit vorliegt.
 
Nur um ganz sicher zu gehen. Man kann seinen Führerschein verlieren, auch wenn man nicht unter Drogeneinfluss gefahren ist? Also nur wenn man Dauerkonsument von Cannabis ist?

Ja!
Wurde ja schon recht ausführlich beantwortet.
Hab gelesen das z.b diese Spucke/Schweiß Schnelltests das noch Wochen! nach dem Konsum anzeigen können.
Jetzt stellt man sich das mal vor, man raucht öfters mal einen und kommt in ne Routine Kontrolle, du wirst gefragt ob die einen Schnelltest machen dürfen (was man grundsätzlich verweigern sollte) denn dann bleibt nur noch die Blut Entnahme.

Aber du stimmst zu weil du guten Gewissens denkst, kann ja nix sein, hab Wochen nicht mehr geraucht und Zack, das Teil zeigt was an. Und schon hängst du drin.

Dann wird Blut Entnahme angeordnet und wird dieser bestimmte wert, wo keiner überhaupt richtig weiß wie der bestimmt wird, überschritten, bist du deinen Lappen mit großer Wahrscheinlichkeit los, da du als ungeeignet gilst ein Kfz zu führen.

Hab die Story damals durch mit Fahrsperre, MPU und das volle Programm.

Hab allerdings von Leuten gelesen die mit Anwalt da irgendwie raus gekommen sind, den hatte ich damals z.b nicht.

Also da ist ganz klar Vorsicht geboten weil das echt nach hinten losgehen kann.
 
Man weiß schon ziemlich genau wie der Wert bestimmt wird und auch wie der Wert entsteht.

Das Problem bei thc ist, dass es fettlöslich ist und das so ziemlich als einzige droge. Bedeutet es setzt sich im fettgewebe des Körpers ab. Wenn jemand adipös ist und regelmäßig konsumiert, hat er zuweilen Monate lang was davon, selbst wenn er aufhört. Auch helfen da keine Etappen wo der Wert auf 0 liegt oder unter dem cut off. Sollte man dann Sport treiben löst sich das thc abbauprodukt aus zusammen mit dem abgebauten fett und die Werte schnellen auch ohne Konsum wieder massiv in die Höhe (je nach fettreserven).

Long Story short: Wer thc konsumiert muss sich halt der Folgen bewusst sein, vor allem wenn man dick ist.

Alkohol z. B. Verschwindet extrem schnell aus dem Körper. Im Urin zuweilen schon nach einem Tag. Im Blut hält er sich auch nicht lange, es sei denn die Polizei veranlasst einen PEth test. Da der aber viel zu teuer ist wird das keiner tun. Außerdem gilt bei Alkohol nicht die 0 Toleranz Regel weil der Wert extrem empfindlich ist. Unser tester schlägt schon bei manchen Alkoholhaltigen Bonbons Alarm. Wenn ich da rein puste und mir vorher die Hände desinfiziert habe, rastet er völlig aus.
 
Wer regelmäßig Drogen nimmt, sollte eben kein Auto fahren.

Man könnte auch darüber nachdenken, erst gar keine Drogen zu nehmen.
Aber das wäre wohl zu abwegig. :p

Darum geht es doch hier gar nicht...
Aber regelmäßig saufen darf ich?!
Seltener Konsum steht halt in keinem Verhältnis zur Strafe, imo.

Ich z.b mag Alkohol einfach nicht, mal rauchen würde ich gerne einen aber ich hab das durch, der Pappe hinterher rennen und zahlen, zahlen, zahlen. Für mich ist das Thema durch.

Hab auch Kumpels die ziehen sich noch regelmäßig einen durch, denke mir immer nur au backe, wenn die mal angehalten werden.... :lol:
 
Es geht bei thc um die generelle fahruntüchtigkeit nach Konsum. Du kannst anhand der Zahlen nicht wie bei Alkohol das Ausmaß der Einschränkung ablesen aus oben genannten Gründen. Daher ist Alkohol und thc Bestrafung vergleichen einfach Äpfel und birnen.
 
Ja!
...denn dann bleibt nur noch die Blut Entnahme.

Aber du stimmst zu weil du guten Gewissens denkst, kann ja nix sein, hab Wochen nicht mehr geraucht und Zack, das Teil zeigt was an. Und schon hängst du drin.

Dann wird Blut Entnahme angeordnet und wird dieser bestimmte wert, wo keiner überhaupt richtig weiß wie der bestimmt wird, überschritten, bist du deinen Lappen mit großer Wahrscheinlichkeit los, da du als ungeeignet gilst ein Kfz zu führen. ...

bis vor 1-2 Jahren musste auch eine Blutentnahme von einem Richter angeordnet werden.

In einer Stunde der Unaufmerksamkeit, glaube da ging das medial mit den Flüchtlingen los, wurde ganz schnell beschlossen das jeder Polizist bei Verdacht eine Blutentnahme anordnen darf.


Es geht bei thc um die generelle fahruntüchtigkeit nach Konsum. Du kannst anhand der Zahlen nicht wie bei Alkohol das Ausmaß der Einschränkung ablesen aus oben genannten Gründen. Daher ist Alkohol und thc Bestrafung vergleichen einfach Äpfel und birnen.

Hast du THC im Blut bist du fahruntüchtig.

Hast du geringe Mengen Alkohol im Blut bist du nach Rechtsprechung fahrtüchtig.

Es ist jedoch allgemein bekannt das Cannabis eher zu vorsichtigem, aufmerksamen Verhalten führt. Alkohol zu Hemmungslosigkeit und Selbstüberschätzung.

Nach dem Cannabiskonsum ist die Wirkung nach wenigen Stunden vorbei. Den dicken Schädel und die Übermüdung nach Alkohol kennt wohl jeder.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Unsere bundesdeutsche Drogenpolitik ist völlig destruktiv.

Alkohol, Cannabis, Tabak etc. gehören zur Gesellschaft. Da helfen keine Verbote.

Man könnte wissenschaftlich feststellen lassen bis wann man fahrtauglich wäre unter Cannabis. Gibt ja schon erste Modelle vom z.B. Hanfverband.
Wird aber politisch nicht gemacht weil "ist verboten weil es verboten ist".
Wobei es ja nicht einmal darum geht das man nach direktem Cannabiskonsum autofahren sollte sondern es geht ja darum das einem der Lappen weggenommen werden kann wenn ich vor 3 Tagen mit meiner Freundin genüsslich auf der Couch gechillt habe.

Ich denke jedoch das selbst Deutschland, die überwiegend ja schon recht aufgeschlossen sind, sich auch mittelfristig nicht wehren kann Cannabis zu legalisieren unter gewissen Auflagen.

Herr Spahn, momentan Bundesminister für Gesundheit, ist der Sache relativ aufgeschlossen. Er sagte in einem kürzlichen Interview das Langzeitergebnisse aus USA / Spanien / Portugal etc., wenn sie dann vorliegen, ausgewertet werden (speziell in Hinsicht gesellschaftlicher Auswirkungen) und wenn es positive Ergebnisse sind wird hierzulande drüber diskutiert.
 
Es geht bei thc um die generelle fahruntüchtigkeit nach Konsum. Du kannst anhand der Zahlen nicht wie bei Alkohol das Ausmaß der Einschränkung ablesen aus oben genannten Gründen. Daher ist Alkohol und thc Bestrafung vergleichen einfach Äpfel und birnen.
Nach Konsum bedeutet bei Cannabis aber bis zu mehreren Wochen! Total logisch, heute ne Tüte rauchen, in zwei Tagen (Wochen) den Lappen verlieren, macht total Sinn...
 
Mich würde ja interessieren, wie das mit dem EU Recht vereinbar ist. Ich kann in Amsterdam Cannabis legal konsumieren, komme dann nach Deutschland zurück, bin nüchtern und mir wird bei einer Routinekontrolle der Führerschein entzogen. Das kann doch irgendwie nicht sein?
 
Doch, genau so ist es aber
Während man nach ner Tüte (abhängig von der Person) nach einigen Stunden wieder fahren könnte, ist man nach Alk ja teils bis zum Abend des nächsten Tages voll im Arsch. Aber nein, bei Weed drohen dir wochenlang nach Konsum noch Sanktionen, völligst Banane.
 
Nach Konsum bedeutet bei Cannabis aber bis zu mehreren Wochen! Total logisch, heute ne Tüte rauchen, in zwei Tagen (Wochen) den Lappen verlieren, macht total Sinn...
Da wird es mit Sicherheit Grenzwerte geben aber ich kanns nur wiederholen: man kann nicht mit dem Feuer spielen und sich wundern wenn man sich dann verbrennt. Und mehrere Wochen sind es nur bei starken Konsum und fetteinlagerung. Wenn Master Dan ein mal die Woche kifft wird der nie hohe Werte haben.

bis vor 1-2 Jahren musste auch eine Blutentnahme von einem Richter angeordnet werden.

In einer Stunde der Unaufmerksamkeit, glaube da ging das medial mit den Flüchtlingen los, wurde ganz schnell beschlossen das jeder Polizist bei Verdacht eine Blutentnahme anordnen darf.




Hast du THC im Blut bist du fahruntüchtig.

Hast du geringe Mengen Alkohol im Blut bist du nach Rechtsprechung fahrtüchtig.

Es ist jedoch allgemein bekannt das Cannabis eher zu vorsichtigem, aufmerksamen Verhalten führt. Alkohol zu Hemmungslosigkeit und Selbstüberschätzung.

Nach dem Cannabiskonsum ist die Wirkung nach wenigen Stunden vorbei. Den dicken Schädel und die Übermüdung nach Alkohol kennt wohl jeder.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Unsere bundesdeutsche Drogenpolitik ist völlig destruktiv.

Alkohol, Cannabis, Tabak etc. gehören zur Gesellschaft. Da helfen keine Verbote.

Man könnte wissenschaftlich feststellen lassen bis wann man fahrtauglich wäre unter Cannabis. Gibt ja schon erste Modelle vom z.B. Hanfverband.
Wird aber politisch nicht gemacht weil "ist verboten weil es verboten ist".
Wobei es ja nicht einmal darum geht das man nach direktem Cannabiskonsum autofahren sollte sondern es geht ja darum das einem der Lappen weggenommen werden kann wenn ich vor 3 Tagen mit meiner Freundin genüsslich auf der Couch gechillt habe.

Ich denke jedoch das selbst Deutschland, die überwiegend ja schon recht aufgeschlossen sind, sich auch mittelfristig nicht wehren kann Cannabis zu legalisieren unter gewissen Auflagen.

Herr Spahn, momentan Bundesminister für Gesundheit, ist der Sache relativ aufgeschlossen. Er sagte in einem kürzlichen Interview das Langzeitergebnisse aus USA / Spanien / Portugal etc., wenn sie dann vorliegen, ausgewertet werden (speziell in Hinsicht gesellschaftlicher Auswirkungen) und wenn es positive Ergebnisse sind wird hierzulande drüber diskutiert.
Warum sollte die Politik sich mit einer genauen Bemessung der fahrtüchtigkeit bei illegalen Substanzen beschäftigen? Ich möchte da gar nicht die Diskussion aufrollen bzgl. Legalisierung etc., aber das wird ja für Heroin, Kokain amphetamine etc auch nicht gemacht. Ich kenne viele die unter Heroin Einfluss besser Autofahren als manch einer ohne aber trotzdem ist der Lappen weg wenn man sie erwischt.

Worauf ich hinaus will ist: so lange die Regierung Cannabis als illegal beziffert, wird sich die Rechtssprechung nicht ändern und das macht ja wenn man sich ehrlich ist auch irgendwo sinn.

Dementsprechend sollte man, wie ihr schon sagt, an den Gesetzen Schrauben. Ob Spahn da jetzt der richtige Ansprechpartner ist sei mal dahin gestellt.
Mich würde ja interessieren, wie das mit dem EU Recht vereinbar ist. Ich kann in Amsterdam Cannabis legal konsumieren, komme dann nach Deutschland zurück, bin nüchtern und mir wird bei einer Routinekontrolle der Führerschein entzogen. Das kann doch irgendwie nicht sein?
Warum nicht? Drogenpolitik ist doch Länder Sache?
 
Hier stehen viele Rechtsansichten (insbesondere zur StPO) die völlig abwegig sind.

Zum THC Testverfahren. Ist sicherlich keine ideale Lösung. Das Problem ist aber im Vergleich zum Alkohol das anhand der BAK kurzfristig (widmark formel) ermittelt werden kann ob eine absolute Fahrunfähigkeit vorliegt oder nicht. Beim Marihuana ist es eben (Erfshrungswerte fehlen, biologische Unterschiede) nicht klar eine Grenze zu ziehen bis zu welchem Punkt nach Konsum noch eine Beeintrachtigung vorliegt. Der Ansatz des Gesetzgebers ist, dass die grundsatzliche Eignung zum führen eines pkw ggfs nicht gegeben ist. Dem Risiko setzt sich dann jeder selber aus, auch wenn es wochen zurück liegt. Sanktioniert wird dann kein konkreter akuter verstoß, sondern die Grundsätzliche Einstellung dazu. Muss man nicht gut finden, dann den Bundestagsabgeorsneten anschreiben und hoffen dass es kein Anliegen ist, das der Mehrheit der Bevölkerung am Arsch vorbei geht.
 
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