Wird wohl auf sowas hinauslaufen.
Habe noch das hier im Netz gefunden:
...Uns interessiert hier weitestgehend der Restlichtverstärker auf Basis einer Vakuumröhre, möglichst einfach erklärt.
Im Nachtsichtgerät wird einfallendes Licht in Elektronen umgewandelt, welche auf einen Phosphorschirm auftreffen und diesen aufleuchten lassen, daher das grüne Bild. Dies passiert in einer Röhre, welche auf der dem Objektiv zugewandten Seite innen mit einer lichtempfindlichen Schicht versehen ist. Die auftreffenden Photonen schlagen aus dieser Schicht Elektronen heraus, welche verstärkt oder beschleunigt werden und am anderen Ende der Röhre auf einen Phosphorschirm auftreffen, wo sie dann ein Bild erzeugen.
Gen. steht für Generation, wobei es zur Zeit* meines Wissens Geräte von Generation 0 bis 3 gibt.
Ein typischer Vertreter der Gen 0 Geräte ist das Fero 51. Diese Geräte benötigen zum Betrieb einen starken IR Strahler.
Meist wird bei Handgeräten ein IR Scheinwerfer mit einer Leistung zwischen 20 bis 50 Watt eingesetzt, womit dann bei guter Ausleuchtung Reichweiten bis za. 100m erreicht werden. Bei ungünstiger Konfiguration kann man da schon mal, mit Kabeln, Kordeln und Akkus behangen, ähnlich aussehen wie ein Theaterbeleuchter.
Ein Fero 51 mit guter Röhre, welches mit einem entsprechend starken Scheinwerfer ausgestattet ist liefert jedoch eine hervorragende Bildqualität.
Bei Gen.1 Geräten werden die Elektronen in der Röhre extrem beschleunigt um dann mit hoher Energie auf den Phosphor - Leuchtschirm zu treffen und diesen zum leuchten zu bringen. Diese Röhren sind relativ einfach und preiswert herzustellen, haben jedoch nur eine geringe Lichtverstärkung. Hier werden oftmals utopische Angaben gemacht. Die Lebenserwartung der Gen. 1 ( wie auch der Gen 0 ) ist nicht sehr hoch. Die Lichtverstärkung eines solchen Gerätes mit einstufiger Röhre kann unverbindlich betrachtet so zwischen za. 10 und 300 fach liegen.
Die Staffelung von meist zwei oder drei Röhren Gen 1 hintereinander ist der einzige Weg eine hohe Verstärkungsleistung zu erzielen.
Leider wird das Bildrauschen ( Krieseln ) in diesen Kaskaden ebenfalls verstärkt und nimmt zu den Rändern des Bildes oft nochmals ganz erheblich zu.
Leistungsstarke Gen 1 Geräte mit mehrstufigen Röhren erreichen leicht die Dimensionen und das Gewicht der Keule eines Neandertalers. Dies ist die Technologie der 60er Jahre. Einstufige Gen 1 Geräte wurden auch als "Starlight scopes" bezeichnet. Das Bild einer Gen 1 erscheint zudem oftmals etwas milchig.
Die Enttäuschung ist riesig, wenn man erkennen muß, daß das, was man sieht, wenn man durch ein Gen 1 Gerät schaut, schon mal nicht dem entspricht, was man in den Medien als Nachtaufnahmen gesehen hat, oder was die Werbung versprach. Geräte mit kaum erkennbarer Lichtverstärkung sind ohne weiteres hierbei vertreten.
Billigste optische Komponenten können dann den Gesamteindruck abrunden.
Leider wird bei Gen 1 auch schon mal verkauft, was eher den Begriff Spielzeug verdient. Vielfältige Geräte, auch angebliche militärische Geräte oder Nachtsichtbrillen, horrend in Leistung, optischer und Verarbeitungsqualität, sind vertreten. Bildqualität, als würde man durch einen Türspion schauen, das alles gibt es. Beschreibungen was solche Geräte alles können sollen, für was man sie benutzen kann, bzw. Aufzählungen, wer solche Geräte benutzt, können einen Fachmann schon mal erstaunen.
Eine Armee, ausgestattet mit der tollen, angeblich militärischen Gen 1 Nachtsichtbrille soundso, würde wahrscheinlich einer Herde halbblinder Hühner gleich durch das Gelände stolpern, oder bei nahezu unvermeidlich eingeschaltetem IR Zusatzstrahler aussehen, als hätte jeder Soldat ein glimmendes Birnchen auf der Stirn, auf welches der Gegner schon auf hunderte von Metern trefflich zielen kann und das wäre noch geschmeichelt. Vom gegenseitigen unerträglichen blenden bei eingeschaltetem IR Strahler, sowie der damit stark begrenzten Reichweite ganz zu schweigen.Wäre dieses Szenario nicht so ernst, würde man beim Anblick solcher stolpernder und Halt suchender Gestalten sicherlich Tränen lachen und die armen Kerle sich vor lauter Verzweiflung wohl einnässen.
Nachtsichtbrillen, zum Beispiel, dienen neben der Möglichkeit im Dunkeln zu sehen, auch der, sich absolut ungesehen bewegen zu können. Leider werden in verschiedenen Medien oft Brillen gezeigt, die rot oder grün aus den Objektiven glühen, boah, sieht das toll aus, ist aber absolut horrender Blödsinn und würde für einen Soldaten schnell den sicheren Tod bedeuten. Sehen und nicht gesehen werden, das ist die Devise, sonst nichts. Eine militärische Nachtsichtbrille muss die Nacht zum Tag werden lassen, mit exzellentesten Optiken ausgestattet sein, ohne zusätzlichen IR Strahler arbeiten, absolut wasserdicht und möglichst Federleicht sein. Diese Brillen haben, wenn überhaupt, lediglich einen extrem schwachen und kaum wahrnehmbaren IR Strahler, welcher es einem Soldaten erlauben soll schnellst möglich alle Details wahrzunehmen wenn er einen absolut dunkelen Raum betritt, um Reparaturen möglichst ungesehen vornehmen zu können, oder zum Kartenlesen, alles andere ist weitestgehend Humbug...
(Quelle: http://www.nachtoptik.de/)